Ein unliebsames Treffen (Acacia)

[Dezember '16]

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Adelchis Diaconus
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Di 24. Jan 2017, 15:59

Adelchis lauschte den Ausführungen Acacias und schien mit jedem ihrer Worte mehr so als hätte ihm jemand verboten jemals wieder einen Schluck Blut zu trinken. Am Ende schien es fast so als wolle er einfach gehen und nirgends mehr auftauchen.
Er schien sich jedoch für einen anderen Weg zu entscheiden und blieb. Zwar musste Acacia einen Moment auf seine Antwort warten da er wohl mit den Worten.
Als er dann antwortete waren seine Worte zwar leise aber noch deutlich zu verstehen.

Das widerspricht allem was mir von meinem Erzeuger über das Leben in der Nacht und meinen Weg beigebracht hat. Wenn man den von einem Lehrer reden kann wenn man über ihn spricht.

In eurer Darstellung müsste ich mich egal wie es verläuft gegen meinen Weg durch die Nacht versündigen.
Oder ich werde vernichtet,
Adelchis lachte freudlos auf.

Er zögerte einige Augenblicke in denen er mit sich selbst zu kämpfen schien ehe weitersprach, das Gesicht so verzögen als hätte er einen ekeligen Geschmack auf der Zunge den er nicht loswurde.

Was müsste ich lernen und was bedeutet es aus eurer Sicht Teil des Ganzen zu sein?
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Acacia
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Acacia » Di 24. Jan 2017, 16:41

Sie ließ ihm die Zeit, die er brauchte ohne ungeduldig zu wirken. Tatsächlich wandte sie kurzzeitig sogar den Blick ab um ihm die Möglichkeit zu geben in Ruhe nachzudenken, während ihr Blick langsam über die Schatten und helleren Flächen des Elysiums wanderte. Erst als seine Stimme erneut erklang, fiel ihre Aufmerksamkeit sofort zurück auf ihren Clansbruder an ihrer Seite. Verständnis lag auf den blassen Zügen der Lasombra, als diese nickte.
„Ich verstehe deine Not. Der Pfad der Nacht ist nicht dafür gemacht mit anderen Kainiten zu interagieren. Schon gar nicht in einer Domäne wie Genua, die immer politischer wird. Doch es bleibt deine Entscheidung. Selbst wenn du dich nicht einmischen willst um deinen Überzeugungen treu zu bleiben, werde ich, soweit es mir möglich ist, Sorge dafür tragen, dass du es überstehst. Du bist Blut von meinem Blute und mich hat man gelehrt, dass dies etwas wert ist.“ Das Lächeln, welches diese Worte begleitete, war blass, aber dennoch überzeugt. Sie war die Ältere von ihnen, die die sich die Erste ihres Blutes nannte und sie würde diese Verantwortung nicht von sich weisen.

„Nun“, wandte sie sich dann aber dem konkreteren Problem zu, „deine Fähigkeiten auf dem politischen Parkett sind … übersichtlich. Es ist nicht klug den Blick der Älteren durch solche Fehltritte auf sich zu lenken, wo sie so leicht zu vermeiden sind. Wenn man versteht sich richtig zu bewegen wird man praktisch unsichtbar. Ansonsten: Sieh zu und lerne von dem was du siehst. Beginne im Kleinen. Warum reagiert jemand wie Melissa so aggressiv auf den Jagdkult? Warum hassen Benedetto und Maximinianus sich derartig? Warum verleiben sich die Könige nach und nach die ganze Stadt ein und warum vermag kein Bündnis gegen sie zu halten? Warum geht jemand wie ich hin und rettet einen einfachen Gangrel vor der sicheren Vernichtung, obwohl ich damit offenbar gegen den Willen des Clans gehandelt habe?“ Gerade bei der letzten Frage zuckten ihre Lippen in einer Geste des unerwarteten Spottes gegen sich selbst. „Diese Dinge sind wichtig und ergeben ein Netz, das man nutzen kann, wenn man es sehen kann. Ich weiß, dass es dir widerstrebt und dass es gegen alles ist, was dein Erzeuger dir beigebracht hat, doch du musst nicht allein auf den finsteren Pfaden wandeln. Ich kann dir den Weg und auch das Netz zeigen und vielleicht dafür sorgen, dass du dich nicht in dessen klebrigen Fäden verfängst.“

[dice seed=47913 secure=880a5788_7]7d10[/dice] : Charisma + Ausdruck + Spez = 6 Erfolge
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Di 24. Jan 2017, 17:35

Gewissen @Adelchis (Christoph) rolled 15. (2 + 9 + 4 = 15) (1 Erfolg)


Irgendetwas in Adelchis schien zu brechen während Acacia ihre süßen Worte sprach.
In seinen Augen sah man das er eine für ihn bisher feststehende Wahrheit plötzlich hohl und löchrig wirkte.

Selbstbeherrschung @Adelchis (Christoph) rolled 13. (2 + 2 + 9 = 13)

Adelchis brach nicht nur geistig auch körperlich wäre er wohl zusammengesackt hätte er nicht schon gesessen. So aber sank er nur tiefer auf der Kirchenbank ein.

Es schien eine Ewigkeit zu dauern ehe wieder sprach und dieses mal musste Acacia genau hinhören um etwas zu verstehen die Worte waren kraftlos und leise gesprochen.

Eine Lüge hat mein Erzeuger mich nur auf diesen Weg geschickt damit er besser dasteht?
Oder welchen Sinn hat diese Lüge?


Der Priester der gerade noch so stolz schien war mit wenigen Sätzen in eine Ecke gedrängt worden und wusste nicht mehr was er tun sollte.
Hatte er nicht gerade sogar selbst erkannt das er nicht mehr allein bestehen konnte zumindest nicht für immer?
Adelchis schrie innerlich fand aber nicht genug Kraft um dies in seiner Stimme widerzuspiegeln diese war immernoch so kraftlos wie zuvor.

Bitte wohlwerte Clansschwester klärt mich auf ich kann es mir teilweise wirklich nicht erklären.
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Acacia » Di 24. Jan 2017, 18:00

Worte süß und giftig troffen von ihren Lippen und waren doch ehrlich und einnehmend. Sie glaubte an das was sie sagte und die Zeit gab ihr Recht. Trug sie nicht schier unendlich viele Titel? Gewährte ihr nicht Prinzessin eine größere Gnade als jedem anderen? Selbst die Ancilla behandelten sie mit Vorsicht und ihr düsterer Ruf sorgte oft für erschrecktes Erstarren, wenn ihr Blick voll Zorn auf einen anderen Neugeborenen fiel. Sie konnte sehen wie etwas in dem Priester brach, wie sie genau die Schwachstellen getroffen hatte, die sowieso schon hohl vor Zweifeln waren. Manchmal war es so leicht zu zerstören, wenn man nur hinsah.

Jetzt jedoch hob sie ihre Hand und legte sie sanft und tröstend auf die Schulter des gebrochenen Mannes. Sacht und leicht war die Berührung.
„Es war keine Lüge. Nur ein anderer Blick auf die Wirklichkeit.“, erwiderte sie freundlich und voller Verständnis für sein Leid. „Der Pfad deines Erzeugers ist ein einsamer, der darauf ausgerichtet ist sich selbst der nächste zu sein. Er ist gut, wenn man keine Freunde oder Verbündete hat, wenn man keine Verantwortung übernehmen will und die Welt eine ruhige ist und man nicht unter unseresgleichen überleben muss. Vielleicht hat er etwas in dir gesehen, als er dich schuf, oder aber er hatte nur das Bedürfnis nach Gesellschaft oder Ablenkung. Es ist schwierig die Beweggründe eines Lasombras auf dem Pfad der Nacht zu verstehen, denn sie werden nur getrieben von ihren eigenen egoistischen Wünschen. Ich glaube, dass mehr in dir steckt. Du wärst niemals so weit gekommen, wenn du nicht in der Lage dazu wärst, die Fäden in der Nacht in der Hand zu halten und sie nach deinem Belieben zu manipulieren. Er ist einfach blind und kann nichts weiter sehen als sich selbst und so hat er diese falschen Wahrheiten an dich weitergegeben, aber es ist deine Entscheidung wie du dein Leben führen willst. Ob im Schatten hinter dem Thron oder im hintersten Winkel der Stadt darauf hoffend, dass nur niemand dich bemerken möge.“ Sanft klang die dunkle Stimme der Lasombra durch die Kirche und verlockte dazu ihr zu glauben, ihr zu folgen. Sie versprach Sicherheit und eine starke, schützende Hand, Führung und einen Weg dort wo jetzt nur Chaos herrschte. Und dennoch lag unter all den gezielten Worten doch nur die Wahrheit. Ein Umstand, der sie vielleicht noch schrecklicher machte.
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Di 24. Jan 2017, 21:19

Adelchis hörte die Worte seiner Clansschwester und es schien als wolle sie seine Überzeugung nur weiter aushöhlen und zu Staub zertreten, aber war da nicht auch Wahrheit in dem was sie sagte?
Schließlich war er am unfreundlichsten am Hof aufgenommen worden. Hatte er dort einen Fehler gemacht? Vielleicht aber keinen der er zu nennen wusste. Aber sie schien genau wie der Rest der Könige wahrlich beliebt bei der Prinzessin zu sein. Was hatte er nur falsch gemacht? Oder was wusste er nicht über die Gesellschaft der Kainiten?
Zuviele Fragen und doch überall war ein Funken der Wahrheit oder gar mehr?
Brauchte er Freunde? oder gar Verbündete? Sie wären hilfreich! Aber man müsste ihnen auch helfen und das wäre eine Sünde! Zumindest auf seinem Weg. Waren die anderen Wege besser oder nur anders oder sogar leichter?

Er wusste es nicht. Vielleicht musste er mehr herausfinden. Vor allem da seine Clansschwester so überzeugt von ihrem Weg war und auch erfolgreich.

Und nun schmeichelte sie ihm. Meinte sie das wirklich so? Vielleicht bisher hatte er keine Lüge vernehmen können. Aber sie war eine Lasombra wie er Manipulation gehörte dazu um seinen Willen zu bekommen. Doch sie schien ehrlich zu sein. Und jetzt ließ sie ihm noch die Wahl. Aber was für eine Wahl hatte er noch?

Die Stimme des Priester war wieder ein wenig fester aber nichts was man von jemandem erwarten würde der zu seinen Überzeugungen stand.
Die Wahl die ihr gerade nennt ist keine für einen Lasombra. Vielleicht habt ihr Recht. Erzählt mir etwas über eure Sicht zu den Dingen der Nacht ich muss wissen was ihr anbietet.
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Acacia » Do 26. Jan 2017, 23:12

Sie konnte die Fragen, die innerlich auf ihn einprasselten schon beinah hören. Seine Zweifel standen mehr als deutlich auf seine Züge geschrieben und gaben ihr Recht in ihrem Tun. Es war schon beinah zu leicht ihn dazu zu bringen zu zweifeln. Doch so war es nun mal wenn man den falschen Überzeugungen anhing und diese auch noch auf tönernen Füßen standen. Sie konnten das Gewicht der Realität nicht tragen, zerbrachen an der Ungerechtigkeit der Welt. Vor allem wenn man die kleinen Risse und Spalten noch vergrößerte und dann dem Zweifler einen sanften Stoß gab. Irgendwann griffen sie alle nach der rettenden Hand, die sich ihnen in der Dunkelheit bot.

„Es ist immer deine Wahl, Adelchis.“, begann sie sanft aber ernst zu sprechen. „Es ist deine Wahl ob du im Dreck oder in Seide schläfst. Dein Verstand und deine Hände sind die Waffen, die du hast. Wenn du sie weise nutzt, dann gewinnst du dieses Spiel.“ Ihre Hand glitt von seiner Schulter zu seinem Kinn um ihn sanft dazu zu zwingen sie anzusehen, sodass er ihr aufmunterndes Lächeln sehen konnte, das an einen gütigen Engel erinnerte. „Mein Weg gibt dir einen Platz und der Welt eine Ordnung. Auch wenn die Welt stets im Fluss ist, so gewinnst du doch damit Verbündete, die dich niemals hintergehen.“ Während sie sprach, ließ sie ihre Hand wieder sinken und blickte ihn gelassen an. „Das Ziel ist nicht den Thron des Prinzen inne zu haben, sondern ihn zu beherrschen. Aus den Schatten, der Dunkelheit heraus ist dies deutlich einfacher, als wenn man am vordersten Rand steht. Aus den Schatten heraus kann man sehen ohne gesehen zu werden und kann die Fäden des Netzes spinnen wie es einem gefällt. Doch dafür braucht es Vertrauen. Nicht in dich, aber in dein Wort. Denn dein Wort ist in dieser Welt alles was du hast und ist kostbarer als alle Münzen zusammen. Wenn du zum Seneschall gehen würdest und ihn bitten würdest dir einen Gefallen zu tun, dann würde er sogleich eine Bezahlung fordern und wissen wollen warum und wofür du diesen Gefallen haben möchtest. Ich kann zu ihm gehen und ihn bitten sein Unleben zu riskieren und er würde allein mein Wort nehmen, dass es sein Schaden nicht sein wird. Der Grund wäre ihm gleich und auch, dass es Jahrzehnte dauern könnte bis er diese Schuld bei mir einfordert, denn er wüsste, dass ich mein Wort niemals brechen würde.“ Immer noch lag ein sanftes Lächeln auf ihren Lippen, während sie kurz schwieg, aber nicht lang genug, damit er wieder begann zu sprechen. „Warum glaubst du schuldet einer der gefährlichsten Krieger dieser Domäne mir sein Unleben und steht doch freudig an meiner Seite, jederzeit bereit seines in die Waagschale zu werfen um meines zu retten? Er traute meinem Wort und ich hielt es. Selbst wenn man mir alles nähme. Das würde ich doch behalten und wie ein Phönix aus der Asche steigen. Du kannst dasselbe haben. Es ist deine Wahl.“
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Adelchis Diaconus » So 29. Jan 2017, 11:06

Adelchis schien begierig zu lauschen aber auch verwirrt zu sein.

Das hört sich alles so gut an, aber ich habe bisher immer angenommen das, das Geschäft mit Gefallen ebenso funktioniert zumindest dann wenn man sich darauf überhaupt einlässt.

Dabei verzog er das Gesicht als würde dies Gegen alle seine Überzeugungen gehen.

Falls ich das falsch verstanden habe tut es mir leid aber ich hatte mit solcherlei Geschäften bisher nichts mit zu tun. Obwohl es wohl vieles erleichtern würde.
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Acacia » Fr 3. Feb 2017, 21:30

„Theoretisch funktioniert das Geschäft mit den Gefallen ebenso, aber nicht jeder hält sich daran. Angelique zum Beispiel hat sich geweigert ihre Schulden zu bezahlen und man musste ihre Erzeugerin deswegen in die Pflicht nehmen. Die Könige hingegen brechen ihr Wort niemals.“, erklärte sie ruhig und freundlich. „Das mag dir wie eine Schwäche vorkommen, doch gibt es unserem Wort Gewicht und Wert. Wir können es als Währung einsetzen, die mehr wert ist als jedes Gold oder jeder Gefallen eines anderen Kainiten, weil unser Wort Vertrauen schafft.“

Für einen kurzen Moment schwieg sie erneut um ihn über ihre Worte nachdenken zu lassen, ehe sie weitersprach. „Ich will es nicht schönreden, der Weg der Könige ist hart und fordert manchmal grausame Entscheidungen. Es ist nicht leicht Verantwortung zu tragen, aber du wurdest vom mächtigsten Blut in die Nacht geholt und ich denke, in dir steckt mehr als als einsamer Wolf durch die Nacht zu ziehen.“
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Sa 4. Feb 2017, 15:17

Der Priester hörte seiner Clansschwester genau zu schien aber mit jedem Wort von ihr weiter zu verzweifeln.
Auch am Ende als sie wieder ihre Süßen Verlockungen mit Schmeicheleien verband schien er endlich aufzugeben.

Würdet... ihr... mir...

Adelchis schien sich zu jedem Wort zwingen zu müssen und brach ab er schien fast körperliche Schmerzen zu haben. Nach einer kurzen Weile startete er einen weiteren Versuch. Auch dieses mal kamen die Worte nur langsam und zögerlich über seine Lippen.

Würdet ihr mir helfen?

Es schien als würden diese Worte den Priester zurückdrängen und dem Tier mehr Platz bieten. Ja es schien fast als würde die Kette um den Hals des Tieres gelockert werden. Die Hände von Adelchis zitterten was Acacia würde dies bestimmt bemerken.
Ganz im Gegensatz dazu schienen die nächsten Worte seinen Mund sehr viel einfacher zu verlassen also zuvor.

Es kann weniger eine Schwäche sein, wenn man sich auf das Wort eines Kainiten verlassen kann, wenn man dieses eh über die Erzeuger einfordert. Das bedeutet nur weniger Ärger für denjenigen der seinen Gefallen einfordern will.
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Re: Ein unliebsames Treffen (Acacia)

Beitrag von Acacia » Mi 15. Feb 2017, 22:13

Sie sah seinen Kampf, seinen Widerwillen um Hilfe zu bitten zu müssen und so wartete sie geduldig ab und blickte ihn lediglich ermutigend an. Als er es schließlich schaffte die an sich so einfachen Worte zu formen, erschien ein freundliches, zustimmendes Lächeln, so als ahne sie von seinen Schmerzen und honoriere seinen Kampf. „Das werde ich tun.“, erwiderte sie freundlich. „Wann immer du etwas brauchst, kannst du zu mir kommen und ich werde dir helfen. Du bist Blut von meinem Blute und auch wenn es nicht so erscheinen mag, so achte ich diese Verbindung hoch.“, versprach sie ruhig und würde sich an dieses Wort auch halten. Es würde natürlich seinen Preis haben, so wie alles seinen Preis hatte, aber sie würde nicht von ihrem Wort abweichen. Selbst wenn die Hilfe vielleicht andere Formen annahm, als er erwartete – allerdings waren das Feinheiten ihres Weges, die er später lernen würde.

Seine nächsten Worte ließ sie unkommentiert und wandte sich einem anderen Thema zu. „Ich würde vorschlagen, dass du einmal in der Woche hierherkommst und wir sprechen über die Feinheiten der Wege und ihre Philosophie. Ich werde dich lehren was du wissen musst und wie du in diesen Nächten überleben kannst.“ Für einen weiteren Moment verfiel sie in Schweigen, ehe sie noch einmal ihre Stimme erhob. „Und für uns soll das du reichen. Du beweist Einsicht und Willen und auch wenn du noch viel lernen musst, so sehe ich keinen Grund diese Barriere bestehen zu lassen.“
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