Im Schatten der Domus (Gaius)

[Dezember '16]

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Adelchis Diaconus
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Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Di 20. Dez 2016, 20:46

An einem in der Stadt recht ruhigen Sommerabend nur hin und wieder von einem lauteren Gespräch in einem nahen Gasthaus durchbrochen lief ein etwas älterer Priester durch die Stadt. Er selbst schien bei bester Gesundheit zumindest sah man ihm nicht an weshalb er auf dem Weg zum Domus wäre. Doch genau dies war der Ort an den es Mann zog.

Bevor er an den Toren des Heilers klopfte schaute er sich zuerst noch einmal um. Ehe er einmal tief einatmete und klopfte.

Sollte ihm die Tür geöffnet werden würde er nach dem Herrn des Hauses fragen einem sehr geehrten Gaius Marcellus Palatino da er für diesen einen Brief bei sich trüge.
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Gaius Marcellus
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 21. Dez 2016, 04:05

Ein traurig wirkender älterer Mann öffnete die Tür, im Kerzenschein des Raumes war ein zweiter zu sehen, beide hatten die dreißig überschritten und wirkten übernächtigt. Der Tavernenraum sah unaufgeräumt auf.
"Mhh, Gott zum Gruß, Ehrwürdn..." verneigte sich der erste "Eh ja, ich bring die Nachricht sobald der Herr verfügbar ist. Brauchen sie die Antwort denn sofort? Oder wohin kann ich sie liefern lassen."

Der zweite Mann war derweil aufgestanden, nahm den Brief "Wartet doch einfach ein Weilchen, Ehrwürden, ich bringe den Brief gleich vorbei. Womöglich bekommt ihr rasch eine Antwort. Wollt ihr ein Bier oder etwas vom kalten Braten?" Priester liebten Braten... das wusste jedermann in Genua... er würde den Brief dem Helfer im Hinterzimmer geben, dieser dann dem Seneschall des Hauses, ehe er irgendwann, hoffentlich bald, je nach Inhalt, beim Herrn des Hauses selbst landete...
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Mi 21. Dez 2016, 19:15

Der Priester musterte die beiden Männer eingehend und schien zu überlegen.
Als er zu einer Entscheidung gekommen war sagte er mit einem entschuldigendem Lächeln.

Nun um ehrlich zu sein sollte ich diesen Brief wohl eher direkt zustellen nicht das er in die falschen Hände gelangt. Dafür werde ich auch die Nacht warten wenn es den sein muss. Versteht mich nicht falsch ich möchte euch nichts unterstellen doch wurde ich gebeten besondere Vorsicht walten zu lassen.

Er zögerte einen Moment ehe er weitersprach, diesen Augenblick nutze er um sich den Braten anzusehen. Wahrlich dieser schien wirklich lecker zu sein, aber er schüttelte den Kopf und antwortete.

Euer Angebot ehrt euch doch bin ich der Meinung das ihr ihn vielleicht besser an die Leidenden der Stadt geben solltet, den einem Priester der heute Abend bereits etwas gegessen hat.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 23. Dez 2016, 15:16

Schulterzuckend nickte der Mann vor ihm "Na dann... ich lass ihn holen."
Den Braten übergehend schloss er vorsichtig und fast höflich die Tür vor dem Wartenden "Besondere Vorsicht" in seinen Bart grummelnd.

Doch der Priester hatte Glück, er musste nicht lange warten, der Gesuchte Kainit schien nur ein Stockwerk entfernt und stand einige Minuten später vor ihm. Vernarbtes Gesicht, schwere Rüstung, frisch gemachte Haare... "Oh, Pater, kommt herein! Es muss fröstelnd sein dort draußen... wie konntet ihr den Mann in der Kälte warten lassen?" ermahnte er seine Diener, die Schuldbewusst zu Boden blickten "Ihr habt einen Brief für mich?" fragte er dann den endlich im Warmen angekommenen Priester "Und wollt mit mir Essen zu den Armen bringen?".
Scheinbar hatten die Ghule die Botschaft nicht ganz perfekt weitergegeben... aber der Vampir meinte es wohl dennoch ernst und lächelte großmütig.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Sa 24. Dez 2016, 13:33

Der Priester verbeugte sich vor dem Salubri und sagte lächelnd:

Ja ich habe einen Brief für euch.

Er übergab Gaius einen schmucklosen Briefumschlag der nur mit etwas Wachs verschlossen war.

Und was den Braten angeht. Nun er wurde mir nur von euren Männern angeboten daraufhin erwiederte ich sagte das ich bereits gespeist habe und er bei den Armen bessere Verwendung finden würde. Aber falls ihr diesen verteilen wollt...

Franziscus brach ab und verbeugte sich nocheinmal.

Entschuldigt ich vergas mich.

Sobald Gaius den Brief öffnete stand dort in ordentlicher Schrift.

Werter Gaius Marcellus Palatino, Neugeborener des Clans der Salubri,
Kind des Matthias von Bath, Ahn des Clans der Salubri.

Ich habe bereits viel von euch und eurer edlen Gesinnung von der werten Angelique der jungen Pilgerin aus dem Hause der Malkavianer gehört und wollte euch deshalb um ein Treffen bitten.

Da ich jedoch auch hörte das ihr ein viel beschäftigter Mann seid wollte ich den Ort und Zeitpunkt wählen lassen solltet ihr den Interesse an einem Treffen haben.

Solltet ihr mir eine Antwort schicken wollen gebt sie meinem Diener mit anderenfalls wird er euch einen Ort nennen können wo die Nachricht mich ebenfalls erreichen wird.


Gezeichnet,
Adelchis Diaconus, Neugeborener des Clans der Schatten,
Kind des Philipp bas Chevaliers, Ancilla des Clans der Schatten.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 24. Dez 2016, 20:33

Der Hausherr nahm den Brief an, blickte kurz darauf, dann nochmal auf den Priester. Entschuldigt mich, ich werde mit meinem Vogt über meine Termine sprechen, doch wartet ruhig kurz auf mich.
Wenig später war er auch schon fort, kam aber bald danach aus dem Obergeschoss zurück.

"Euer Herr wünscht mich zu sprechen? Sehr zuvorkommend, sich so anzukündigen. Ich bin erfreut." bestätigte er das schreiben "Gerne empfange ich ihn in meinem Haus in drei Nächten, zur Mitternacht? Sollte dies nicht genehm sein, wäre auch in einer Woche von nun an denkbar. Richtet ihm bitte meine Grüße aus." fügte er lächelnd an.

Dann nahm der Kainit das Bratenfleisch und begann es zu zerteilen, als sei ihm der Umgang mit sterblicher Kost noch immer gut vertraut. Sehr kleine aber doch feine Scheiben ließ er auf Brot auflegen und mit Saft übergießen. Zuletzt ließ er es auf Kohlblätter legen udn schichtete es so. "Die Zeit ist spät, aber der Braten noch warm und die Armen noch hungrig Vater. Ich kenne einige Orte an denen sie noch liegen. So ihr wünscht, könnt ihr mich und Giovanni hier auf unserer Caritativen Mission begleiten... ihr seid natürlich nicht verpflichtet."

Freimütig verließ er wenig später mit einem der Ghulwächter das Haus, seine Stelle schien schnell ausgefüllt... mit oder ohne den Pater, sie würden ein spätes Abendbrot an die hungrigen Seelen bringen, die im viel zu kleinen Armenhaus zu Domus noch keinen Schlafplatz gefunden hatten.

__

Wenige Nächte später wiederum stand das Domus Medicorum gen Mitternacht etwas ruhiger als sonst dar, derzeit wurde wohl viel gegen den Winter gefeiert, heute lag es still aber erleuchtet. Die Tür war einen kleinen Spalt offen um den Lasombra jederzeit zu Empfangen. Im inneren wartete im ersten Schankraum zwei viel ordendlicher bekleidete und berüstete Hauswächter, sehr gespannt, welches Monstrum sie nun zu Gesicht bekommen würden...
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Mi 28. Dez 2016, 10:41

Der Priester verneigte sich.

Ich werde meinem Herrn eure Grüße ausrichten und der Zeitpunkt ist wohl bemessen und sollte keinerlei Problem darstellen.

Auf eurer Mission den Armen zu helfen werde ich euch gerne begleiten.


Franziscus begleitete Gaius bis auch das letzte bisschen Fleisch verteilt war und ging dann zügig zurück nach Maddalena.

________


Drei Tage später kurz vor Mitternacht erschien Adelchis allein im Domus. Er trug wie immer seine Priesterrobe die wie frisch gewaschen aussahen. Als er die halb offenen Türen des Domus sah klopfte er einmal und trat dann ein.
Die Wachen wurden einmal kurz gemustert und inspiziert welche Waffen sie den trugen.

Guten Abend ich suche den werten Gaius Marcellus Palatino. Wir vereinbarten für den heutigen Abend ein Treffen.

Anschließend wartete er auf eine Antwort oder gar den Gastgeber selbst.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 28. Dez 2016, 14:06

Beide trugen ordendliche und feste Kleidung und nicht weit lag je eine große Klinge, mit der kurz zuvor noch etwas geschnitzt oder geschnitten wurde. Nicht offensichtlich als eigene Waffen, aber doch denkbar...
Beide erhoben sich als der Priester eintrat "Ahh... einen guten Abend Vater. Ihr werdet erwartet, einen Moment bitte." gab der höflichere von beiden mit dezentem Genueser Einschlag von sich, ehe er nach oben Verschwand.

Einige kurze Minuten vergingen. Der Priester wurde gelegentlich von dem säuberlichen zweiten Wächter beobachtet, angesprochen jedoch nicht. Dann trat ein Miles Christianus die Treppe herab, die Schritte nicht leise, das zernarbte Gesicht musternd auf dem schönen Priester liegend, der bläuliche Wappenrock mit einem heiligen Kreuze geziert, irgend ein monastisches Wappen wie der Gelehrte sicher erkennen konnte... und von einem weißen Rahmen umgeben.

"Die Nacht zum Gruße, werter Gast. Seid willkommen in meinem Haus, setzt euch zu mir.
Ich bin Gaius Marcellus von Genua, Liktor vom Clan der Salubri" Da Adelchis Anschreiben bereits seinen Status und Erzeuger enthielt, nannte Gaius nur jene Teile seiner Vorstellung, die wirklich von Bedeutung waren und betont werden sollten.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Adelchis Diaconus » Mi 4. Jan 2017, 12:25

Die Nacht zum Gruße werter Gaius Marcellus, Liktor ihrer Majestät.
Ich bin Adelchis Diaconus, Neugeborener der Schatten.
grüßte Adelchis den Liktor zurück.

Danach nahm er die Einladung des Salubri an setzte sich zu diesem. Danach schenkte er den beiden Wachen nur noch einen kurzen Blick und die Frage. Sind sie mit euch verbunden? Also dürfen sie alles hören?

Danach wartete er auf die Antwort des anderen Neugeborenen um sicher zu gehen das nicht Zuviel Wissen den Kindern des Seths anvertraut wurde.
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Re: Im Schatten der Domus (Gaius)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 13. Jan 2017, 11:28

Der Gastherr nickte. Er wies auf den zentralen und schönsten Tisch und nahm langsam Platz an jener Stelle. Die Ghule zogen sich an die hintere Türe zurück, die Ausgangstüre war zwar verschlossen, aber zugleich so frei, dass der Weg immer offen stand. Sie durften wohl mithören, in Gaius Gegenwart wirkten sie auch sogleich sehr viel professioneller... hatten gar fast ritterliche Züge.

"Es ist mir eine Freude euch kennen zu lernern, werter Adelchis.
Ihr seid ein Mann Gottes? Was führt euch zu mir?" begann der Amtsträger erst einmal sehr formal.
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