Der Tanz der Cherubin [Furfur]

[November 16]

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Gaius Marcellus
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Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 14. Nov 2016, 00:04

Der Hof war voller Anspannung und voller Wartezeit zugleich, seit dem Intermezzo des Seneschalls mit den Jägerinnen von Kult war die Luft fast so brennend, dass man sich vor dem Rötschreck zu fürchten hatte... mit einem sanften Lächeln führte ein mutiger Krieger da seine edle Jungfer in einen neuen Tanz. Gaius, mit seiner Begleiterin am Arm, machte ein paar Schritte auf die abseits stehende Gruppe der Aufrechten zu.
Beide verneigten sie sich vor dem diese Gruppe führenden Ancilla und grüßten ihn wie die anderen gemäß der Etiketten, als wäre jeder Schritt so studiert, dass er selbst im Tagsschlaf noch gezielt wirken könnte, wenn auch ohne choreographische Show.

Nach ein paar höflichen Worten trennten sich zum geeigneten Zeitpunkt die Blicke, und während die ehrenwerte Tochter der Heiligen Agnes die Glaubensmänner in den Bann ihrer Roten Haare führte, wandte sich das vermeintlich letzte Einhorn Genuas seinem Clansbruder zu...

"Seid auch ihr mir wohl gegrüßt, werter Furfur, vom Blut meines Blutes. Ich bin Gaius, das Kind des Matthias von Bath, des Chronisten unseres Blutes. Ich bin sehr erfreut, an diesem Hofe die Gelegenheit zu finden, meinen Clansbruder in dieser Domäne kennen zu lernen. Zu lange hat es gedauert." meinte Gaius betrübt lächelnd, ehe er seinem Clansbruder ausgiebig Raum ließ sich ebenso vollständig vorzustellen. Gaius hatte seine Zugehörigkeit zum Hause der Heiler nicht erwähnt, doch sein Erzeuger, der Chronist, wäre wohl den meisten seines Blutes genug Begriff ihn dieser Strömung durchzuordnen... und doch war der Ahn Matthias für einen Heiler als ausgesprochen tätig bekannt in den rechten Kreisen. Gaius Gesicht und Rüstung jedoch war selbst für einen solchen Heiler ein ungewöhnliches Attribut...
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
ich sollt mich zu ihm legen,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut,
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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 17. Nov 2016, 10:20

Der überdurchschnittlich hochgewachsene Mann mit seinen dunklen, mittellange Haare und dem schlanken Gesicht mit einem harten Ausdruck blickte den auf ihn zutretenden Gaius mit einem glänzenden Ausdruck in den Augen an die ein unwohles Gefühl aufkommen ließen und nickte militärisch knapp. Gaius konnte erkennen das die Härte in seinem Gesicht vor Zeiten die ursprünglich wohl einmal weichen Züge überlagert haben musste. Das martialisch wirkende Kettenhemd verströmte den leichten Geruch nach getrocknetem Blut wie bei einem Metzger der es zur Sonntagsmesse nicht geschafft hatte all den Tod abzuwaschen der sein Handwerk war. Möglicherweise waren auch nur die feinen Sinne Gaius die diese Note an seinem Clansbruder wahrnahmen. Die Amulette, Talismane und Schutzzeichen an seiner Rüstung waren allesamt tief-christlicher Bedeutung. Gaius konnte Antoniuskreuz, koptisches sowie byzantinisches Kreuz, eine Münze die Kaiser Konstantin zeigte, Staurogramm, verschiedene Fische, Petruskreuz, ein dreckiger Fetzen auf dem mit etwas (das verdächtig nach Blut aussah) ein dünnes IHS aufgezeichnet worden war sowie ein silbernes Christusmonogramm erkennen. Außerdem hatte jemand in mühevoller Kleinarbeit an beiden Seiten Fäden durch das Kettenhemd geführt, deren Gesamtkomposition orthodoxe, ikonographische Heiligendarstellungen erinnerte. Dazwischen zahlreiche, Gaius nicht geläufige, Amulette und Symbole.

Als Gaius ihn so förmlich ansprach wartete er geduldig bis der gerüstete Heiler geendet hatte und wechselte seinerseits sofort ins alte Enochäisch, auf das niemand außer sie beide es verstünden. Gaius konnte einen harten griechischen Akzent erkennen.

"Ich grüße dich Gaius, Kind des Matthias von Bath. Ich bin Furfur, Kind des Ecuriel, des erste Schlags." über seine düstere Mine huschte bei der Nennung seines Erzeugers ein kurzer, intensiver Ausdruck den Gaius geübter Blick sofort als Schmerz erkannte.

"Verzeih mir das ich dich nicht früher aufgesucht habe, das ich dich gar nicht aufgesucht habe. Es gab Angelegenheiten die wichtiger waren als jede Brüderlichkeit die ich durch meine Nichtachtung verletzt haben mag. Nichtsdestotrotz entschuldige ich mich. Denn rechtens war auch dies nicht." eine begleitende Geste unterstrich die Aussage knapp.

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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 17. Nov 2016, 13:34

Gaius nickte, lange hatte er, der er unter den Dienern des Todes statt des Lebens gewandelt war nicht mehr die Sprache seines Hauses gesprochen... so dauerte es seine Zeit, ehe sie wieder floß und sprudelte. Ein raurömischer Einschlag, wie aus den fernen provinzen des Imperiums, wehte in seine Stimme... wenige vom Clane Saulots hatte es in die Britannischen Weiten verschlagen... aber seine Ahnen wie Sprachlinie stammte wohl aus dem Hadrianschen Reich.

"Euch sei kein Groll entgegengebracht, werter Bruder. Nun haben wir ja die Gelegenheit. Die werte Drachin Melissa gedachte schon im letzten Jahr mich den 'Aufrecht Stehenden' vorzustellen, doch waren ihre eigenen Angelegenheit wohl zu prägend... meine, zugegebenermaßen, auch.
Ich kam im Jahre 982 nach Genua, seit wann verweilt ihr in der Domäne und was führt euch hier her, Bruder?" dabei blickte Gaius sich um, geradezu beruhigt, dass niemand ihre fremde Zunge verstehen könnte... dennoch sprach er auch nicht laut, die Anderen Kainskinder außerhalb der Gruppen mussten auch dies nicht all zu direkt mitbekommen.

"Ich selbst wandle diese Wege an der Seite der ehrenwerten Seinfreda aus der Linie der Heiligen Agnes" kurz suchte er an FurFurs Gewand nach einem Schutzmedaillion der Jungfrauen... "Vom Clan des Todes" dabei lächelte er sanft in Richtung Benedettos und Titus, zweier Kappadozianer zu deren Kreisen sich der Salubri vor ihm wohl zählte "So zum Schutz, wie zur Errettung... beides Anliegen... die in der Domäne Genua ihren Platz haben, wie es bisher scheint?"
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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Il Canzoniere » Mi 23. Nov 2016, 12:47

Ein wölfisches Grinsen zuckte über sein Gesicht und steckte seine Mimik in Brand wie ein Blitzschlag ein Strohdach als er die Tzimisce erwähnte. Kommentierte dies jedoch nicht weiter, nickte stattdessen und wandte sich der ausgesprochenen Frage zu.

"Seit 962 bin ich hier. Und habe seitdem viele Steine umgedreht." sein Blick glitt ein wenig in die Ferne. Wo ihre Majestät saß und der Seneschall stand. Dann fokussierte er sich wieder auf seinen Clansbruder dicht bei sich.

"Der Feind hat mich hergeführt. Überläufer. Blutsverräter. Paktierer. Gefunden habe ich bisher nur Ketzer und Sektierer." wieder ein Blick in die Ferne "Ich verfolge eine kalte Spur. Und jedesmal wenn ich etwas finde, durchtrennt jemand die Fäden. Spielball dunkler Mächte bin ich." ein musternder Blick glitt die militärische Aufmachung Gaius hinunter "Vielleicht kannst du mir helfen. Die anderen Clans haben den Blick für das wesentliche verloren, auch wenn es hier in Genua immerhin ein paar gibt die sich zumindest bemühen." dabei wanderte der Blick zu den Aufrechten hinüber.

Immer noch die kleine Gruppe begutachtend fragte er: "Was führt dich hierher?"

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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 3. Dez 2016, 16:32

"Das ist eine Lange Zeit..." beeindruckt und zugleich verwundert neigte er sein Haupt als Zeichen der Anerkennung der Opfer seines Bruders... genau verstehen konnte er ihn nicht, was meinte er mit Überläufern, Blutsverrätern? "Ketzer und Sektierer finden sich wahrlich reichlich in Genua... doch was meinst du mit Blutsverrätern?
Wenn du Dämonen jagst, so werde ich dir sehr gerne helfen, Bruder... der Blick muss auf das Wesentliche gerichtet sein, da liegst du wahrlich recht."
Langsam striff er sich den Wams zurecht, musterte den Krieger vor ihm noch einmal.

"Du folgst den Pfaden Samiels?
Ich selbst sehe meine Pflicht darin den Sethskindern beizustehen, um den Nährboden für das Dunkle brach zu legen... dort wo Leid und Gier herrscht, wächst dunkle Saat am schnellsten... Daher suche ich Leid und Gier zu schwächen." Gaius blick wanderte kurz gen Decke, so groß schien die Aufgabe, ein ewiger Kampf gegen die Urgedanken des Nächtlichen wie Täglichen Volkes.

"Aber konkret gesprochen organisiere und zentralisiere ich die Heiler der Stadt, suche sie zu modernisieren und ihre Reichweiten zu erhöhen, suche die gesamte Pflege der Stadt zu bessern und groß und reich zu gestalten... um die Qual der körperlichen Leiden und die Verführungen die mit ihnen einhergehen zu mindern und die Domäne stark zu halten. Ein weitaus profaneres Ziel, doch scheint es mir eine gute Grundlage um darauf Pfeiler der Genesung zu errichten... ich pflege zu denken, die Heilung sei nur der erste Schritt, die Stärkung aber der zweite. Und mit der Genesung des Leibes, könne auch die Rettung der Seele einher gehen." er lächelte kriegerisch, seine Heilung war Kampf... seine Fürsorge ein Krieg... ein Verteidigungskrieg, aktiv geführt, Feld um Feld vom Feinde zurück haschend... und als solcher Krieger wollte Gaius auch zu erkennen sein
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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 8. Dez 2016, 17:08

Furfur hatte nur einen mitleidigen Blick für seinen Bruder übrig als dieser davon berichtete was er hier tat. Und wie zuvor ging er darüber hinweg, artikulierte nur nonverbal seine Meinung hierzu.

"Blutsverräter, ja. Ein Kainit in der Gestalt einer Frau. Unser Blut. Auf dem Pfade Samiels. Abtrünnige Ketzerin. Ich habe ihren Erzeuger gewarnt: nimm keine Heidin zum Kind, sie wird dich verraten und uns ins Unglück stürzen. Aber er hörte nicht. Und es ist eingetreten." er sah sich nach einem Fleck auf dem Boden um auf den er rotzen konnte, dann entschied er sich anders, vielleicht weil die Umgebung die falsche war, weil er vor seinem Clansbruder nicht ausspucken wollte oder weil er kein kostbares Blut vergeuden wollte.

"Sie dient nun dem Feind. Dem wahren Feind. Bis Genua führte mich ihre Spur wo sie einige Jahre vor mir auftauchte. Sie erhielt Bleiberecht und Jagdrecht von dieser Ventrue dort..." unbestimmt nickte er in Richtung des Throns Aurores "...dann begann sie die Domäne nach den Vorgaben ihrer wahren Herren umzugestalten: Angriffe auf Prediger und Priester, abhalten von Orgien, Götzendienste, Tier- und Menschenopfer, Zelebrierung der sieben Todsünden nahmen Überhand. In dieser Zeit wurde Genua zu dem klebrigen Spinnennetz das es heute noch ist. Heilige werden von der Kirche die sie schützen sollte ermordet und dunkle Kulte grassieren wie tödliche Geschwüre in den Innereien der Stadt. Und die Verräterin? Verschwunden. Gut abgeschirmt von ihren... Freunden." ein eindeutiger Blick glitt wieder zum Thron hinüber. Die dunkle Gestalt neben dem Thron fixierend.

Dann glitt der von einer säuerlichen Miene dominierte Blick zu Gaius zurück: "Versteh mich nicht falsch. Deine Taten sind nobel und dein Anliegen gerecht. Aber es gibt schlimmeres in diesen Nächten als einen jämmerlichen Tod durch eine brutale Krankheit. Ich überlasse es dir in wie weit du mir helfen willst, auch wenn ich dir versichere das jede Hilfe dankbar angenommen wird." eine fragende Note war seiner Stimme hinzugefügt worden...

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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 8. Dez 2016, 17:43

Der Salubri nahm die Abwertungen reglos zur Kenntnis, akzeptierte den gestrengen Blick der Krieger auf dem Pfade Samiels gegenüber den Heilern... auch wenn sie die Blutlinie waren. Auch Gaius konnte den Reiz der Pfade nicht leugnen, sein Antlitz allein verriet ihn... doch ehe Bitterkeit oder Scham ihn packen konnte lauschte er die Geschichte von der fremden Salubri... hatte Angelique nicht von einer solchen Berichtet, sie habe sich mit Ferrucio gestritten, könnte sie es sein? Aber ein Blutsverräter, dies war für das Kind Saulots tatsächlich ein Schock.

"Heidin, Orgien, Götzendienste, Opfer, Sündenzelebrierung? Durch ihre Hand auch... was war es, dass dich dazu führte, dieses Urteil zu fällen... und wie ist der Name der Frau und ihres Erzeugers?
Dieses Spinnennetz von dem du sprichst.. ich hörte stets Gemunkel, ja. Es scheint immer noch stark... der ermordete Bischof ist einer der Gründe für mein Erscheinen, indirekt. In welchem Zusammenhang steht sie genau damit... und wieso verschwand sie?
Ja, ich will dir helfen, werter Furfur... deine Worte sind voller Überzeugung und wenn auch nur die kleinsten Spuren der wahren Feinde in Genua ihre Mächte entfalten... vor allem wenn sie eine der unsrigen in ihren Reihen wissen... dann könnte der Schaden kaum größer sein, zumindest die Gefahr."
Gaius war intuitiv einen halben Fuß näher getreten, sprach noch leiser und bestimmter... zwar sollte sie keiner Verstehen... aber doch.
"Wieso ist sie verschwunden, ist der Grund bekannt und was führte dich auf ihre Fährte?"

Seine eigenen Ziele schienen Gaius so klein im Vergleich... oder zumindest musste es auf den großmütigen Furfur so wirken..
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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 9. Dez 2016, 13:25

Er zog eine Augenbraue hoch und warf Gaius das erste mal einen musternden Blick zu, als ob er nach einem solchen erfahrenen Verrat niemandem jemals wieder unvoreingenommen trauen würde. Nickte dann jedoch und beantwortete die gestellten Fragen mit Geduld und einer irgendwie militärischen Art.

"Ihr Name ist Phosoa von Byzanz, Kind von Ecuriel, genannt der erste Schlag, Ahn der Kinder Saulots. So redet sie es sich ein. Lügen. Alles Lügen. Der Name Phosoa wurde ihr von Ecuriel gegeben, den sie verraten und ermordet hat. In Nordafrika. Ich weiß das weil ich dabei gewesen bin und sie seither jage. Sie ist auch kein 'von Byzanz', hat sie der Domäne dort den Rücken gekehrt. Der einzige Name der ihr noch gebührt, ist der den ihr ihr Sterblicher Vater gegeben hat: Helena Valeriana. Auch wenn sogar dieser noch zu gut für sie ist. Und die andere Vergehen die ihr nennt: ich habe ihre... Hinterlassenschaften hier in Genua beseitigen müssen. Und falls euch mein Wort nicht genügt habe ich sicher noch ein paar hundert Augenzeugen zur Hand." abermals wollte er ausspucken, als ob es ein Drang, vielleicht sogar noch aus sterblichen Tagen war, wieder beherrschte er sich jedoch, schlug stattdessen gedankenverloren das Kreuz während sein Blick über einige der Nischen hier im Raum glitt.

"Benedetto sagt das der Seneschall den Bischof ermordet habe. Und ich glaube ihm. Dieser Ventrue ist derjenige der mir den Aufenthaltsort unserer gefallenen Schwester partout nicht nennen will. Schiebt ständig 'wichtige politische Angelegenheiten' vor. Entweder erkennt er nicht die Brisanz, er wurde gekauft, getäuscht oder gar korrumpiert. Alles ist möglich. Aus diesem Grund unterschützte ich Benedettos Anliegen seine Kräfte einzudämmen. Auch wenn mir für diese politischen Spiele eigentlich jegliche Zeit fehlt. Wir müssen den Aufenthaltsort... Phosoas... in Erfahrung bringen. Wenn du mir bei dieser Sache helfen kannst, stehe ich in deiner Schuld."

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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 10. Dez 2016, 16:16

Gaius nickte grimmig "Helena Valeria... ich zweifle nicht an deinem Wort, Furfur, gut... hast du weitere Indizien für die Anwesenheit... der Verdorbenen? Glaubst du es gibt tatsächlich solche in der Stadt?" Gaius Blick wandte sich nicht den Ventrue zu... "Zu jenem Bischof hörte ich in der Tat die grausamsten Geschichten... auch ein Grund, warum meine Pflicht eine wichtige ist... sie könnte derartiges... erschweren.
Womöglich kann ich in der Tat etwas für dich tun, werter Bruder. Es wird dauern, aber wenn deine Intuition richtig ist... dann lohnt sich jede Investition an Zeit. Ich will sehen, ob ich zu dieser Frau etwas herausfinden kann...
Was für Schritte gibt es noch, die du tun kannst?"
Brachte er das Gespräch wieder auf eine Aussichtsperspektive... womöglich konnte er ja wirklich... helfen.
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Re: Der Tanz der Cherubin [Furfur]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 16. Dez 2016, 13:11

Es dauerte einen Moment, dann nickte der talismanbehangene Krieger. "Ich habe einen Kult in Contratra Predis zerschlagen und eine einzelne Frau nahe Luccoli aufgegriffen. Ich schätze tief in den Wäldern von Macelli finden sich Kultstätten. Aber alle Leute die ich bisher dort hineingeschickt habe sind verloren gegangen. Dieser Brimir, dem heute der Prozess gemacht wird, treibt dort sein Unwesen. Und in den letzten Monaten, seit ich erfahren habe das dieser weggesperrt wurde, konnte ich leider noch nichts finden."

Er stockte einen Moment, unschlüssig wie viel er er erzählen sollte, dann blickte er betont zielgerichtet zu Boden: "Ich habe außerdem eine Spur gefunden die nach Clavicula führt. Aber auch hier komme ich, dank der Könige, nicht voran. Alle anderen Aufgegriffenen waren einzelne Personen, keine Zirkel. Und auch wenn sich ihre Zahl in Grenzen hält: die meisten wurden auf dem schmalen Streifen Land südlich der Mauern aufgegriffen. Auch ein Ghul, der seinen Meister nicht nennen konnte oder wollte, war darunter."

Auf die Frage was er noch tun könnte grübelte Furfur einen Moment: "Ich lenke mich aktuell mit den tiefen Wäldern ab. Aber ich brauche dringend Zugang zu Clavicula - oder jemanden der für mich dorthin gehen kann. Sowie die Informationen über unsere... Schwester." ein fragender Blick huschte zu Gaius hinüber. Vielleicht könne dieser ja auch bei dem zweiten Punkt weiterhelfen?

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