Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

[November 16]

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Gaius Marcellus
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Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 1. Nov 2016, 16:54

Das Domus Medicorum war weitgehend leer als Angelique zu klopfen begann, aber irgendwo schien noch Licht. Es dauerte auch nicht zu lang, ehe nicht Vargo, ein junger kräftiger Mann, die Türe öffnete und auf die Besucher blickte... er schauderte merklich als er Vergonzo sah.

"Ah... Gute Nacht... die junge Angelique..." er konnte sie erkennen, aber die Krüppel neben ihr "Verbrennungen?! Nein... Pest?" er wirkte ängstlich, das Auge war offensichtlich noch nicht sehr geändert durch die fortlaufenden Schulungen.
"Oder... nein... er sieht nicht immer so aus, oder?" sichtlich erschrocken festigte Vargo seinen Stand.

"Ah... ihr seid wegen Meister Gaius hier? Oder wegen der Herrin Seinfreda?"
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
ich sollt mich zu ihm legen,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut,
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Angelique
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Angelique » Di 1. Nov 2016, 17:04

"Oh, beide wären schön", meinte Angelique. Ihr war gar nicht aufgefallen, dass Vergonzo sich nicht maskierte. Das verstieß sicher gegen die eine oder andere Tradition der Hohen Klane, aber dem Nesiferizu schien dies nicht wichtig. Sehr sympathisch!

"Aber wenn der Herr Gaius Zeit hätte, wäre dies wichtiger ob der... Leiden meines Begleiters."

Jetzt musste sie schon Stillehüterin für Absimiliards Kinder spielen. Verkehrte Welt!
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Gaius Marcellus
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 1. Nov 2016, 18:08

"Eh... nun gut... kommt herein." Der Mann vor ihr wirkte Müde, er sah aus, als hätte er die letzte Moante einiges an Masse aufgebaut und sein Blick wirkte ungewöhnlich, als wäre er viel älter und jünger zugleich.

Der Schankraum war aufgeräumt, einzig ein zweiter etwas älterer muskulöser Mann mit Rauschebart in schwerer Kleidung stand neben einem Tisch in der Ecke, er blieb auch dort als Vargo die Fremden einließ, auch wenn sein Gestarre nicht besser verborgen war...

"Setzt euch ruhig hier hin" deutete man ihnen einen Tisch zu "Ich hole euch eine Kerze... eh... etwas Brot und Bier gefällig? Ich sage auch der Herrin kurz bescheid, sie ist aber im Studium, wie rasch sie sich daraus lösen kann, kann ich euch nicht versprechen... der Herr Gaius wird allerdings sicher bald zurück sein."
Wie um die Aussage zu unterstützen gähnte der ältere Wächter kräftig. Ehe Vargo sich aufmachte, die Treppe nach oben zu nehmen.

Von dem angekündigten Badehaus war um diese Unzeit nicht mehr viel zu bemerken, wobei eine Wand hier für den Baumeister auffällig neu wirkte... dahinter war sicher ein weiterer Teil dieses Schankraumes verborgen... aber die Tür war zu.
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Vergonzo Faro » Di 1. Nov 2016, 19:06

Vergonzo hatte sich entschieden, den Weg ohne seine Fähigkeit der Verhüllung zu nutzen, hinter sich zu bringen. Die Straßen waren leer genug so dass die große tief ins Gesicht gezogene Kaputze ausreichen würde, sein Gesicht ausreichend unkenntlich zu machen. Lediglich als die Tür aufging senkte er das Haupt sicherheitshalber weiter nach unten. Ebenso als sie eintraten und er leise:
"Habt Dank guter Mann."
antwortete.

Der Schankraum wurde größtenteils von Vergonzo ignoriert, da er den Mann am Tisch stehend bemerkte und lieber abwartete bis die Luft rein war. Die neue Wand jedoch bemerkte er und malte sich im Geiste aus, wie der Bau wohl weiter aussehen mochte.

Er nahm am gezeigten Tisch Platz und versuchte sich an eine dunkle Stelle zu setzen, so es diese denn gab. Zu den Worten des Mannes nickte er nur und hoffte innerlich das dem Hause die Kerzen ausgegangen sind.
Immerhin konnte er froh sein das es hier sehr leer war.
Er machte sich dennoch bereit rechtzeitig sein Gesicht mit der Kaputze zu verschleiern, wenn die Kerze dann bald kommen würde um sein Antlitz zu erleuchten.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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La Vedova
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von La Vedova » Di 1. Nov 2016, 19:46

Kurz darauf trat ein Junge von vielleicht zehn Jahren in den Raum, eine Kerze in der Hand, die er scheu auf dem Tisch plazierte. Den Blicken der anwesenden Gäste wich er aus. Seine Haut war rosig, die Haare frisch gewaschen und er roch nach etwas Kräuterigem...eine Seife oder ein Öl? Er hielt kurz inne, dann verschwand er wieder durch den Gang, der in den hinteren Teil des Gebäudes führte.

Es dauerte nicht lange, bis ein junger Mann den Raum betrat. Er war blass...sehr blass, sein hellblondes Haar und die hellen blauen Augen unterstützten den Eindruck bloß. Die dunkle Robe hob sich stark von der Haut ab, die kennzeichnete ihn als Priester, obwohl er kaum volljährig sein konnte. Er hatte nur einen leichten Bartflaum, seine zierlichen Hände zeugten davon, dass er womöglich noch nie in seinem Leben körperliche Arbeit hatte verrichten müssen. Er wirkte ein wenig kränklich, auf einen Stock gestützt eilte er auf die Gäste zu.
"Ah, endlich!", ein freundliches Lächeln und wenige große Schritte und er hatte den Raum durchqueert. Eine knappe Verbeugung, dann nickte er der kleinen Vampirin zu "Angelique, nicht wahr? Ich freue mich so sehr, Euch endlich kennenzulernen. Meine Mutter hat schon von der gesegneten Schwester berichtet, Ihr seid wahrlich engelsgleich, genau wie sie sagte!" offenbar fiel es ihm schwer, den Blick von ihr anbzuwenden, dann begrüßte er jedoch auch den zweiten Gast "Guten Abend, mein Herr, mein Name ist Georg. WIllkommen in der guten Stube!"
Er setzte sich ohne abzuwarten zu den beiden an den Tisch. Sein Blick ruhte wieder auf Angelique. Er schwieg kurz, dann raunte er ihr etwas zu:
"Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel...", er wirkte ein wenig schwärmerisch dabei.

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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Angelique » Mi 2. Nov 2016, 09:53

Angelique hatte gerne alles unter Kontrolle, besonders da sie wusste, wie sehr sie Sklavin ihrer eigenen überbordenden Emotionen war.

Als jedoch der junge Herr Georg sie ansprach, war sie völlig verwirrt und alle Kontrolle dahin. Sie fühlte, wie geraubtes Blut verbraucht wurde, als ihre Wangen sich röteten und ihr kaltes Herz zuckte, als wolle es wild schlagen. Sie schluckte trocken und schlug verschämt die Augen nieder. Sie konnte perfekt das gefallenen Gossenmädchen spielen, aber das war nur ein Spiel, ein So-Tun-als-ob. Im verletzlichen, kleinen Herzen war sie nur ein verängstigtes Kind. So eine offene, reine Bewunderung wurde ihr sonst nie zuteil im verruchten Geua.
Scheu und mit zitternden Händen küsste sie ihr einfaches T-Kreuz.
Als sie sich aber setzten und Georg ihr zuraunte, half ihr auch das Kreuz nicht wirklich.
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Vergonzo Faro » Mi 2. Nov 2016, 13:13

Vergonzo hatte das Gesicht bis auf die Augen mit der linken Seite der großen Kaputze abgedeckt und nickte dem man zu als dieser kam.
"Guten Abend,Vergonzo Faro"
antwortete er kurz.
Doch scheinbar war dieser Mann so sehr von Angelique angetan und abgelenkt das er seine Vorstellung wohl mehr oder weniger überhörte. Doch als Angelique sich scheinbar unwohl bei diesem anschmachten wurde, funkte in Vergonzo die Neugier auf, worauf dieses Unwohl sein begründet lag.
Spielte sie nur, gefiel es ihr, verunsicherte es sie?

"Guter Mann, kennt ihr Fräulein Angelique bereits? Eurer Auftreten scheint nicht recht eindeutig zu sein, was eure Absichten anbelangt."

Er fixierte sowohl Georg als auch Angelique, darauf achtend jede Reaktion zu bemerken die öffensichtlich als auch hinter der Maske der Gesellschaft von statten ging.
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Angelique » Mi 2. Nov 2016, 22:53

Angelique erschrak sichtlich. Mit geröteten Wangen wagte sie nicht, den Baumeister anzuschauen. Welch sündige Gefühle prasselten auf sie ein! Und das mitten im Trauerjahr für ihren geliebten Alerio! Hatte der marmorkalte Matteo etwa recht? War ihre Liebe zum aschekalten Schatten so gering gewesen?
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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von La Vedova » Do 3. Nov 2016, 15:03

Georg sah Vergonzo verwundert an, seine Augenbrauen zog er fragend nach oben.
„Meine Absichten sind rein, werter Herr. Rein wie das Herz dieser Himmelsbotin, seid unbesorgt ich bin ein Mann Gottes.“
Obwohl seine Worte warm waren und seine Worte freundlich wirkte er betroffen und nahm etwas Abstand von dem Mädchen.
„Doch ist es mir ein Vergnügen, die junge Dame kennenzulernen, nachdem mir von ihrer Gabe berichtet wurde.“
Wieder an Angelique gewandt meinte er dann „Nun, bitte entschuldigt, dass ich Euch so überfallen habe. Manchmal kann ich nicht recht an mich halten, vor allem nicht wenn ich einem göttlich beseelten Wesen wie Euch entgegen trete. Ich freue mich einfach, Euch zu sehen und heiße Euch herzlich willkommen. Doch, was ist?“, er sah sie besorgt an „Bedrückt Euch etwas, mein Engel? Wenn es etwas gibt, das wir können, sagt es bloß.“

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Re: Pest und Fäulnis [Gonzo, Angelique, Seinfreda, Gaius]

Beitrag von Angelique » Do 3. Nov 2016, 15:59

"Nein, nein", beeilte sich Angelique zu versichern. "Ich bin nur ein kleiner Engel auf dem Weg zum HErrn zurück. Und die Himmelsleiter ist steil. Für manche Sprosse, die man erklimmt, stolpert man oft zwei zurück. Und zu beiden Seiten gähnt der Abgrund."

Scheu schaute sie zu dem Priester hoch und konzentrierte sich auf seine Aura.

Auspex 2:

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