Jäger in Broglio (Kult)

[November 16]

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Toma Ianos Navodeanu
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Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mi 19. Okt 2016, 21:49

Toma war erst wenige Nächte in Genua und es waren ebenso nur noch wenige Nächte bis zum Hof, doch er sah sich schon einmal um. Durchstreifte die Nachbarschaft, machte sich mit seiner möglicherweise neuen Umgebung vertraut und gelangte so nach Broglio.

Ein recht unschönes Viertel, dachte er sich, wenn er es so betrachtete. Einige ältere Gebäude als es in Domus der Fall war und mehr Bettler. Doch Bettler waren gut. Bettler waren leichte Beute. Bettler wurden nicht vermisst und hatten kaum Nutzen für die Herde.

Er hatte noch kein Jagdrecht, es war ihm nicht erlaubt hier zu jagen...doch wenn es niemanden auffiel?

Der Tzimisce hatte sich in einer Gasse an eine Wand gelehnt und beobachtete die Umgebung, als auch die zwei Bettler, die sich weiter unten in der Gasse in eine Ecke gerollt hatten, um dort zu schlafen. Gemeinsam, um sich sicherer zu fühlen.

In seiner dunklen Kleidung und der Maske verschmolz der Vampir nahezu mit den Schatten und er überlegte noch, ob er es riskieren sollte. Zwei Menschen als Opfer zu wählen war unsicher und er sollte die Regeln nicht brechen...
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Maria Penthesilea
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Maria Penthesilea » So 6. Nov 2016, 14:15

Noch während der Tzimisce seine Möglichkeiten überdachte, konnte er sehen, wie jemand aus einer der Seitengassen trat. Ein junger Mann, offenbar ein Straßenjunge, auch wenn irgendetwas an ihm seltsam war. Während der Blick des geschlechtslosen Vampir an dem Neuankömmling auf- und abwanderte, fiel es ihm auf.

Der Mann wirkte erstaunlich kräftig und gesund für einen Bettler.

Seine Bewegungen waren trainiert und geübt. Toma konnte erahnen, wie er die Muskeln gerade richtig anspannte, um seinen Schritten diese gewisse Geschmeidigkeit zu verleihen. Ein geübter Dieb vielleicht? Aber was gab es hier schon von Wert zu stehlen?

Mit einem Blick auf die Bettler blieb der Straßendieb stehen. Studierte sie offenbar.

Dann glitt er in die nächste Gasse.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 6. Nov 2016, 23:39

Die schwarzen Augen, mit den schmalen roten Iriden blickten dem Jungen aus den Schatten nach. Interessiert, neugierig... Ein seltsamer Bursche. Scheint ein gewisses Geschick und Achtsamkeit zu besitzen. Ein Dieb, der hier in der Nähe seine Unterkunft hatte? Denn zu stehlen gab es von den beiden kläglichen Menschlein eher nichts.
Oder war er gar ein Räuber der Nacht?

Toma folgt dem jungen Mann in die nächste Gasse. Mit Bedacht und einige Schritte entfernt, damit er nicht direkt auf ihn aufmerksam wurde.

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Maria Penthesilea
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Maria Penthesilea » Mi 9. Nov 2016, 19:33

Seine Schritte beschleunigend, bog der junge Mann um die nächste Ecke. Dann hörte Toma ein überraschtes Keuchen, eine kurze Stille... und dann wurden leise einige Worte gesprochen. "...Wachen nicht... schlafen da auf dem... fragen, ob er..."

Aus seinem Versteck heraus konnte Toma nicht mehr hören - allein seinen übernatürlichen Sinnen war es zu verdanken, dass er überhaupt etwas verstand.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 10. Nov 2016, 23:44

Das Gespräch klang als hätte der junge Dieb jemanden getroffen, oder vielleicht sogar mehrere. Toma hatte nicht vor sich mit einer Gruppe von Kriminellen anzulegen. Das würde ihm zu viel unschöne Aufmerksamkeit einbringen.
Doch er war dennoch neugierig, was die Menschen von zwei hilflosen Bettlern wollten, denn über diese sprachen sie anscheinend. Wenn sie sie vielleicht umbringen würden, könnte er davon profitieren.

So blieb er also wo er war. Wartete und lauschte, ob die Menschen sich wegbewegen oder zu den Bettlern zurückgehen würden.

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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Maria Penthesilea » Fr 11. Nov 2016, 12:40

"Nicht heute", sagte eine Stimme. Die Stimme einer Frau, wenn sich Toma nicht täuschte. "Er ist... anderweitig beschäftigt." Dann fügte sie hinzu: "Wir müssen weiter Ausschau halten. Die Patrouillen - sie sind vorsichtiger geworden." Ein leises Kichern. "Aber immer noch - nicht vorsichtig genug."

Dann hörte Toma gemurmelte Grüße und wie sich Schritte entfernen.

Fast im gleichen Moment setzten sich zwei weitere Beinpaare in Bewegung, offenbar direkt auf die Gasse zu, in der Toma sich befand...

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 13. Nov 2016, 18:48

Frauen...die von Patrouillen reden. Doch Kriminelle, die auf der Hut vor Wachen waren? Doch warum sollten dann die Wachen vorsichtiger geworden sein? Gab es hier häufig Kämpfe? Auseinandersetzungen zwischen Ordnungshüter und Kriminelle oder zwischen zwei Banden?
Er war sich unsicher, ob das nun ein gutes Gebiet für Jagden war oder nicht.

Toma zog sich weiter in die Gasse und die Schatten zurück, als er die Schritte näher kommen hörte und beobachtete das Ende der Gasse, wer dort auftauchen würde.

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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Maria Penthesilea » So 13. Nov 2016, 23:18

Um die Ecke bogen zwei Frauen, die leise miteinander sprachen. Sie trugen die gewöhnliche Kleidung von Städterinnen, aber irgendetwas daran irritierte Toma. Vielleicht war es das Zusammenspiel mehrerer Dinge: Ihr Schritt war zu kontrolliert, ihre Augen zu aufmerksam und trotz des Gestankes von Kot und Unrat um ihn herum - hundertfach verstärkt durch seine Sinne - wehte eine Ahnung von Moos und Erde zu ihm, Waldkräutern und Blattwerk.

"Die Schleiche ist gefährlich", sagte die eine der Frauen. "Sie ist verwundet. Verwundete Tiere kämpfen wilder." Die andere nickte, lächelte aber. "Wenn sie kämpfen will? Gut. Soll sie kommen. Wir sind geschwächt. Aber nicht schwach."

Nun lächelten sie beide und die erste Sprecherin sagte: "Ja. Wahre Worte." Sie legte ihrer Begleiterin die Hand auf die Schulter. "Weisheit ist rar geworden."

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 15. Nov 2016, 11:36

Jede Stadt stank wirklich gleich, egal wie sie von außen aussehen mochte, wie zivilisiert und prächtig sie sich gab, auf dem Grunde, waren sie alle bedeckt von Unrat und Gestank. Doch selbst wenn seine Sinne den Geruch verhundertfachen, war er schon lang genug mit dieser Gabe ausgestattet, dass er es ertragen konnte und den Geruch der Frauen herausfiltern konnte.
Sie rochen nicht wie Städterinnen und sie bewegten sich nicht wie welche.
Ein seltsames Pflaster dieses Genua. Frauen, die des nachts unterwegs waren und vom Kämpfen sprachen.
Mochten sie Diener eines hiesigen Kainiten sein? Dennoch eine seltsame Wahl.

So oder so waren diese zwei keine geeignete Beute. Nicht heute. Der Junge wäre besser gewesen.
Doch was nun? Wenn er sich bewegte, würden sie ihn sehen und er hatte keinen Grund direkt auf sie zuzugehen.
Also blieb er im Schatten eines Hauseingangs stehen und wartete einfach, dass sie vorbei gehen mögen. Er könnte ihnen folgen...oder es einfach gut sein lassen?
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Maria Penthesilea
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Re: Jäger in Broglio (Kult)

Beitrag von Maria Penthesilea » Di 15. Nov 2016, 15:21

Die beiden Frauen passierten das Versteck des Tzimisce, der sich der Form des Hauseinganges geradezu angepasst hatte.

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Tatsächlich blieben die beiden direkt vor ihm stehen, als die eine, die 'Weise', die andere am Arm fasste. "Hast du das gehört?", zischte sie leise. Die andere schüttelte den Kopf - da war ja auch kein Geräusch gewesen, das konnte Toma bestätigen.

Dennoch eilten beide jetzt schnellen Schrittes in die Richtung des vermeintlichen Lautes, Toma in den Schatten völlig ignorierend.

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