Das Mitternachtsurteil [Prozess]

[November 16]

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Matteo
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Matteo » Mi 21. Dez 2016, 22:54

Matteo nickte immernoch den Blick zu Boden gesenkt.

" Euer höchstverehrte Majestät, hochverehrter Ahnherr Lydiadas." Der Toreador verneigte sich erneut. "In der Tat, ich folge einem ebenso alten wie ehrwürdigem Weg durch die Nacht und solche Anschuldigung berührt mein Ehrgefühl, ein Mann von Ehre würde nicht rechtens von einem Blutvogt verfolgt nicht? Wenn ihr euch von meiner Ehrenhaftig überzeugen wollt hochverehrter Lydiadas, stehe ich euch zur Verfügung."

Er ahnte Schlimmes, dennoch besann Matteo sich auf die Grundsätze seiner Exitenz und wappnete sich...
"Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt." - Khalil Gibran

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Il Canzoniere
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 22. Dez 2016, 00:53

Einen Moment neigte sich das Haupt des Fremden zur Seite, als ob er überlegen würde, dann nickte er. "Von mir aus. Wenn du das hinbekommst werd ich niemandem gegenüber mehr erwähnen das du in Mantua gejagt wirst, weil du deine eigene Erzeugerin ermordet hast." als ob ihn das nicht sonderlich jucke.

Stattdessen fuhr er, ohne mit der Wimper zu zucken fort: "Ich lasse dir in den kommenden Wochen eine kleine Kiste zukommen. Auf die passt du für mich auf. Und zwar solange, bis ich sie abhole oder jemanden schicke der sie abholt. Du schaust nicht rein und du schnüffelst nicht dran. Und du lässt auch niemanden anderes hineinschauen oder daran horchen oder was dir auch sonst so kreatives einfallen könnte um herauszufinden was drinnen ist. Du passt einfach nur darauf auf und gibst sie mir zurück wenn ich sie wiederhaben möchte. Es ist also ziemlich leicht. Schaffst du das?" immernoch voller Spott betrachtete er den Toreador vor sich mit einer Mischung aus Amüsement und offener Abneigung.

Sie gaben Matteo noch Zeit darauf zu antworten dann würde sich erst Aurore und kurz darauf auch Lydiadas setzen. Aurore sammelte mit dem Blick alle drei Liktoren ein und sprach: "Wie ihr alle gehört habt wurden eben einige Anschuldigungen ausgesprochen die genaustens überprüft werden müssen. Ich erteile den Liktoren daher den Auftrag diesen nachzugehen." sie warf einen misstrauischen Blick zu dem Lasombra neben sich hinüber und fügte hinzu "...während dieser Untersuchungen ist Fabrizio Begado, der Botschafter der sizilianischen Städte, über die gewonnenen, sachdienlichen Erkenntnisse zu informieren. Auf das er seine Seite dieses Abkommens über unsere Fortschritte in Kenntnis setzen kann. "

Lydiadas nickte zufrieden auf diese Ankündigung hin: "Das klingt fair. Ich biete den Liktoren außerdem an meine bereits gesammelten Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen, falls es hier zu Schwierigkeiten bei den Ermittlungen kommen sollte."

La principessa bianca wartete noch einen Moment und fokussierte die Brennlanze des heutigen Abends dann wieder auf den eigentlichen Grund weshalb sie alle so hier standen und saßen wie sie es taten: Brimirs Urteil. "Ich bitte Anklägerin und Verteidigerin um ihre Schlußplädoyers. Danach entscheiden die Geschworenen." ...zumindest diejenigen die noch auf den Stühlen saßen.

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Matteo
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Matteo » Do 22. Dez 2016, 09:29

Sein Gesicht war zu einer emotionslosen Maske erstarrt, etwas schien in Matteo gestorben in dieser Nacht. Etwas das wiederauferstehen würde... verändert, fokussierter. Die Beleidigenden Worte des Lydiadas, welche das Tier in ihm reizen sollten, prallten auf eine eisige Mauer der Beherrschtheit.

"Selbstverständlich hochverehrter Ahn der Schatten, meinem Ehranspruch wäre genüge getan, denn was ist schon das Wort eines einfachen Blutvogtes aus der Provinz gegen Eures? Habt Dank, ich werde eure Kiste mit meinem Unleben schützen."

Matteo veneigte sich ein weiteres Mal vor dem Ahnen der Lasombra und auch vor Aurore, jedoch eine Nuance tiefer vor seiner Herrin. "Natürlich nur mit Eurer Billigung höchstverehrte Prinzessin, denn mein Unleben gehört Euch."
Danach wartete er auf ein Zeichen ihrersits um sich zu erheben und zurückziehen zu dürfen. Was er dann auch tat.

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Raserei wegen Beleidigung ect. abgewendet(zweite Runde)
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Vergonzo Faro
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 22. Dez 2016, 12:41

Vergonzo beobachtete das Geschehen,und mit jedem Wort schien sein Grinsen breiter zu werden,und breiter und breiter....
Der Verlauf dieses Abends war für ihn äusserst Sachdienlich, informativ und Amüsant. So viele Sünden, Anschuldigungen und das ganze kochende alte Blut. Er fühlte sich fast beseelt und umgarnt von den aufkommenden Situationen.
Die Anschuldigungen Lydiadas und die halbe Kehrtwendung führten dazu das ihm ein nicht sonderlich leises glucksen entfuhr, gefolgt von einem Zucken der Aufregung, das ihn auf seinem Stuhl durchschüttelte als hätte ihn ein Blitz getroffen. Es war schwer diesen Anfall nicht zu bemerken,wobei die derzeitige Situation vermutlich so einiges versteckte und die Aufmerksamkeit auf sich zog,vielleicht hatte er Glück,...vielleicht...

Er reusperte sich schleimig und setzte sich wieder gerade hin und massierte sein rechtes Bein.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Angelique
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Angelique » Do 22. Dez 2016, 13:54

Keine menschlichen Worte könnten auch nur annährend beschreiben, was in diesen alptraumhaften Minuten, die sich zu Agonien der Äonen dehnten, in Angelique vorging.

Ein in Eiswasser Getauchter, ein sein Todesurteil Vernehmder, eine Mutter, deren Kind vor ihren Augen ermordet wurde, Abel, der verständnislos den Stein in seines Bruders Hand und den Haß in seinen Augen bemerkte. Vielleicht mochten solche Unglücklichen ähnliche Empfindungen haben.

Eine grauenvolle Offenbarung folgte der nächsten. Das naive Weltbild der jungen Vampirin zersplitterte wie einSpiegel unter einem Hammer, als der Brudermörder anstelle von Strafe Belohnung und Unantastbarkeit verliehen bekam. Das Kainsmal als Orden verliehen wurde und seine Stellung erhöht wurde, wo selbst die Heiden den Brudermörder rechtlos verstießen.

GOtt ließ sie machtlos sein. Ihr fehlte die Weisheit und Erfahrung der alten Orakel, all ihren Haß und ihren gerechten Zorn wie die Strafe des HErrn über den triumphierenden Geist des Lasombras herabfahren zu lassen, bis er in tausend Scherben lag. Noch...

Matteo, verhöhnt und selbst des Patrizits beschuldigt, Gaius gedemütigt, Benedetto, Maximinianus und Geodoc, der Reihe nach des Traditionsbruchs bezichtigt, die Nonnen als diakletianische Teufelsanbeter beschuldigt, Acacia der Zusammnarbeit mit dem Feind. Und letztendlich drohte dieser Lydiadas mit Mord im Gerichtssaal Aurores. Und was machte die "Göttin"? Sie verzieh all dies und den Mord an Alerio für Sardinien. Sie verriet alle ihre Vasallen für die 30 Silberlinge, die da Sardinien hießen!

Angelique fiel in sich zusammen wie eine Puppe, deren Fäden durchschnitten waren. Sie hatte keine Kraft mehr zu rasen oder zu weinen oder zu lachen ob dieses kosmischen Witzes. Die Grimasse unter ihren Locken mochte alles sein: Zorn, Trauer, zynische Belustigung.

Dreizehn Prophezeihungen lagen in diesem Moment auf ihrer Zunge. Aber sie sprach sie nicht aus, denn sie wollte ihre Erfüllung erleben.
"I'm a mighty thesaurus! Rawr!"

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Il Canzoniere
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 22. Dez 2016, 21:28

Melissa, die eine zeitlang wie ein Zaungast gewirkt hatte, obwohl es doch ihr großer Tag war, räusperte sich um die Aufmerksamkeit von der hohen Tafel der Ehrengäste zurückzuerlangen und die Aufmerksamkeit wieder auf den Prozess zurück zu lenken, wie Aurore es offenbar wünschte.

Anstandslos ging sie zu dem gewünschten Schlussplädoyer über. Mehr Zeugen hätte das Kastell des Grafen ohnehin nicht ausgehalten.

"Höchst verehrte Majestät, hochverehrte Gäste, werte Geschworene, werte Zuschauer. Wie in meiner Einleitung genannt, wurde Brimir angeklagt im Jahre des Herrn 968 im Blutrausch Nevio Apronius, Ancilla des Clan der Schatten, Gesandter der See der Schatten und seit Jahrzehnten Gast in Genua, vernichtet und damit gegen die zweite und die fünfte Tradition verstoßen zu haben! Die Anklage sagt nicht das Brimir dies willentlich getan habe, sondern das er seinem Tier erlag und den Ancilla in tierischer Raserei vernichtete.

Brimir hat dies vor ihrer Majestät, der er Treue geschworen hat, direkt nach der Tat gestanden. Heute hat er es selbst wiederholt. Und auch wenn ich nicht alles verstehen konnte was die werte Signore della Velanera zu seiner Verteidigung vorbrachte, sagte auch sie zu Anfangs das er es getan habe. Es jedoch durfte, da er ja Liktor sei.

Ich rief darauf Il Onnivorno, den Ghul ihrer Majestät Aurore in den Zeugenstand. Und dessen Aussage widerlegte dies. Die Liktoren hatten in jener Nacht kein Vernichtungsrecht. Es wurde gegen prinzlichen Befehl gehandelt. Und plötzlich war sie der Meinung das man ja gar nicht sagen könne wer den verehrten Ancilla vernichtet habe. Meiner Meinung nach ist das eine durchschaubare Verteidigungsstrategie die der Verschleierung der Wahrheit dienen soll.

Wie dem auch sei. Als nächstes versuchten wir den Grund, weshalb Brimir Nevio Apronius vernichtete, zu ermitteln: Angelique berichtete das er auf Beleidigungen mit brutalem Gegenangriff antwortete und das er in Kämpfen bereits häufiger seine Beherrschung verloren habe. Der verehrte Godeoc berichtete uns, dass auch Nevio Apronius jemand war der gerne zur Waffe griff.

Godeoc bestätigte außerdem das Nevio Apronius tatsächlich alle Rechte hatte sich in der Domäne aufzuhalten. Das Recht der Geissel, welches Brimir seit einiger Zeit für sich beanspruchte, unangekündigte Kainiten bei Widerstand zu vernichten, kann also ebenfalls nicht zur Geltung kommen. Nevio Apronius war nach der Tradition gemeldet.

Der Mensch der für den Kult der Jagd hier sprechen durfte erklärte uns, dass es eine Schande sei das Tier einzusperren. Und das der Kult dazu ermutige den tierischen Instinkten - also auch der Raserei - nachzugehen. Etwas das Brimir nach eigener Aussage auch getan hat.

Ich sage also folgendes: Brimir und Alerio betraten Nevio Apronius Zuflucht um ihn gegen seinen Willen zur.... Audienz... zu bringen. Dieser wollte jedoch nicht mitkommen. Es kam zum Streit. In diesem beschworen beide Lasombra ihre Kräfte hervor. Brimir geriet - wie immer - außer sich und griff alles an was sich bewegte. Dabei vernichtete er aus Versehen den Ancilla. Und auf diese Tat - ganz gleich ob absichtlich oder nicht - steht der Tod."


Melissa behielt während der gesamtn Rede die letzten drei geschworenen im Auge. Titus - Toma - Ferrucio. Diese drei würden darüber entscheiden ob der Gangrel sterben oder leben würde.

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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Acacia » Do 22. Dez 2016, 23:38

Acacia war unter dem Zorn ihrer Herrin zu einer Salzsäule erstarrt. Es war niemals klug die Aufmerksamkeit einer solchen Macht auf sich zu ziehen und so hatte sie still abgewartet bis der heftigste Sturm vorübergezogen war. Sobald die Aufmerksamkeit jedoch nicht mehr auf ihr lag, hatte sich ihr Blick auf die beiden Ahnen und die Worte des Lydiadas gerichtet. Seine giftigen Worte fuhren wie eine Axt zwischen die hier versammelten Kainiten und doch lösten sie nur ein kühles Lächeln auf den Lippen der Verteidigerin aus. Beinah wirkte es so, als hätte sie etwas gewonnen. Seine Worte, sie betreffend, brachten sie dann auch nur dazu eine Braue zu heben. Immerhin wusste inzwischen jeder hier wer die Assamiten vernichtet hatte und dass keiner von ihnen diese Stadt lebend verlassen hatte.
Matteos erneuter Auftritt jedoch schien erneut ihr Missfallen zu erregen. Gereizt presste sie die Lippen zusammen und für einen Moment wollte man beinah glauben, dass sie die Augen verdrehen wollte. Stattdessen ließ sie jedoch den Blick über das Publikum schweifen und musterte diesen oder jenen ein wenig eingehender, während sie den weiteren Vorgängen lauschte.

Doch schließlich kamen sie zurück zu dem eigentlichen Grund, der sie alle hierhergeführt hatte und erneut lauschte sie ausdruckslos Melissas Worten. Erst als sie an der Reihe war, löste sie sich erneut von ihrem Platz und sprach ihrerseits – auf italienisch – zu den Geschworenen und dem restlichen Publikum.

„Höchst verehrte Aurore, hochverehrter Gast, wohlwerte Geschworene. Ich muss Melissa widersprechen. Niemand hier weiß ob es wirklich Brimir war, dessen Hand Nevio Apronius den endgültigen Tod brachte. Nicht einmal der wohlwerte Brimir selbst, der stets und ständig für Recht und Gerechtigkeit in Genua stritt.
In einem Gefecht, welches von einem im Wahn gefangenen Ancilla heraufbeschworen wurde, verteidigte er sein Leben und doch war er gefangen in den Mächten des Abyss, die die Sinne verwirren und selbst die mutigsten unter uns in Angst und Schrecken versetzen. Wie viel wahrscheinlicher ist es da, dass einer von meinem Blute den tödlichen Streich führte? Sind wir doch gewohnt mit der Dunkelheit und ihren Schrecken zu kämpfen.
Brimir beherrscht sein Tier besser als so manch anderer hier. So verfielen die angeblich so beherrschten Mitglieder ob der lästerlichen Worte Angeliques beinah in Scharen der Raserei. Brimir jedoch blieb ruhig, so wie er es während des ganzen Prozesses tat.
Zudem Brimir es schaffte damals nicht nur Gnade walten zu lassen, sondern dem jungen Kind Malkavs auch eine wichtige Lektion über Respekt und Benehmen zu erteilen, die sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis gebrannt hat. Er ist alles andere als das unbeherrschte Monster, als das die werte Melissa ihn darstellen möchte, die so freundlich war dem hochverehrten Ahnen der Schatten Zuflucht vor der grausamen Sonne zu bieten.

Brimir, Alerio, Antigonos und der werte Ghul ihrer Gnaden Aurore taten was ihre Pflicht war und forderten den Vernichteten auf vor der Prinzessin zu erscheinen. Ihr einziger Fehler war, dass sie nicht mit solcher Ehrlosigkeit und einem solch feigen Angriff aus dem Hinterhalt rechneten und nicht mit noch mehr bewaffneten Volk erschienen. Brimir verteidigte sein Leben und kämpfte dafür gegen den Allocer genannten, doch er vernichtete ihn nicht und so besteht kein Grund ihn der Vernichtung eines der unsrigen schuldig zu sprechen. Zumal es andere gibt, die nicht leugnen über Leichen zu gehen um ihre Ziele zu erreichen. Seien sie auch noch so schädlich für unsere wundervolle Heimat.“
Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht. Wir sind wie Eisblumen viel zu schön für den Tag.
Wir sind wie Eisblumen, kalt und schwarz ist unsere Macht.
Eisblumen blühen in der Nacht.

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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 23. Dez 2016, 00:11

Als Acacia geendet hatte kam der Allesfresser aus den Schatten seiner Herrin getreten. Einen silbernen Kelch in der Hand den er neben Ferrucio stellte. Jedem der drei Geschworenen Ferrucio - Toma - Titus gab er eine weiße und eine schwarze Perle, von der sie eine in den Kelch werfen sollten.

Weiß für die Unschuld und Schwarz für Schuld.

Dann trat er schweigend und mit betretenem Gesicht zurück. Wie es schien würde er den Kelch zur Prinzessin bringen wenn die drei abgestimmt hatten.

Der haarlose Malkavianer sah kurz fragend hin und her, betrachtete die beiden Perlen und ließ, ohne den Blick von Brimir zu lassen, eine seiner beiden Perlen mit einem klirrenden Geräusch in den Kelch fallen ehe er ihn weiterreichte.

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@Titus & Toma: schickt mir am besten kurz ne Private Message (hier oder via Facebook), damit ich weiß wie ihr abgestimmt habt :-)

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 23. Dez 2016, 11:59

Toma betrachtete die Perlen in seiner Hand.
Schwarz und weiss...Tod und Leben.
Wie schrecklich einfach. Eine kleine Perle die den Tod brachte...und eine die Gnade walten lassen konnte...

In Gedanken versunken rollte er sie zwischen den Fingern, blickte zu Melissa, Acacia und vor allem Brimir.
Dachte nach über das was alles gesagt worden war.
Er wusste zu viel nicht, verstand zu viel nicht,was hier vorgefallen war.
Doch wenn es nur darum ging: Leben oder Tod des Gangrel.
Wenn man das ganze andere Geplänkel ignorierte...
dann viel die Entscheidung leicht.

Mit einem Klirren fiel eine der Kugeln in den Kelch.
This is my design

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Titus
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Re: Das Mitternachtsurteil [Prozess]

Beitrag von Titus » Fr 23. Dez 2016, 14:53

Während der Plädoyers hatte Titus nur Brimir angesehen, bewegte die Worte in seinen Gedanken und in seinem toten Herzen.
Es war Gottes Wille, dass er hier über einen Heiden urteilte, doch welches Urteil war Gottes Wille.

Seine bleichen Hände ergriffen die Perlen, schwarz und weiß...weiß für weiter andauernde Verdammnis...schwarz für eine mögliche Erlösung.

Es waren nur Augenblicke die verstrichen, nicht lang genug, als dass der Eindruck entstand Titus würde sich die Entscheidung schwer machen. Und schließlich ließ er eine Perle in den Kelch fallen und reichte diesen an den Ghul der Prinzessin weiter.
Todesqualen, Gott, jedem Ketzer, den ich sehe
Denn dein Wille geschehe
und ungebeugt, bis zum jüngsten Gericht
tu ich gottergeben meine Pflicht

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