Blühende Wunden Raveccas [offen]

[Oktober '16]

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Gaius Marcellus
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 8. Okt 2016, 17:26

Der Salubri nickte "Ja, so sehe ich die Nacht und so strebe ich stets sie zu begehen. Wir alle als Teil einer großen Ordnung, und jeder in seinem Platze - bestimmt nach dem Besten, was er in Leib und Seele zu schaffen vermag." sprach er wie ein wahrer... König?... auch wenn es seltsam erschien... aber die Art und Ausstrahlung Gaius weckte mit Sicherheit tiefe und ansprechende Überzeugungen in dem König vor ihm... es hatte etwas, wie er diesen Weg für sich beschrieb, er wirkte so... überzeugt... für die geschulten Augen des Toreador sogar fast glühend.

Ein wenig flaute das Gefühl ab, nachdem Gaius die Ausführungen zu den Wegen beendet hatte und eher im Plauderton von jahrzehnten der Reisen nach Siziilien, Zypern, Konstantinopel, den Slavenländern, Bavarien und dem Frankenreich berichtete... auf den Inseln seines Blutes zu Zypern, bei den Normannen wie auch im Königreich derer von Burgund habe er gelebt und nun, nun wieder der schönsten Heimat. Den Platz und die Pflicht suchend...
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
ich sollt mich zu ihm legen,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut,
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Matteo
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Matteo » Di 11. Okt 2016, 09:10

Den Worten des Salubri lauschend, war es doch die Ausstrahlung des Berichtenden, die Matteo fesselte. Die Reisen des Kriegers weckten seine Neugier und ab und zu stelle er kurze Fragen zu den fremden Landen. Vor allem aber freute ihn einen vermeintlichen Wandler auf dem selben Weg gefunden zu haben den er selbst beschritt.

"Ihr sucht Euren Platz und Eure Pflicht? Strebt Ihr an Ihrer hochverehrten Majestät Eure Dienste anzubieten, Euch ihr zu verschreiben? Ganz so wie ich es tun werde..."

Matteo dachte daran sich mit Maximinianus und den anderen Königen in Verbindung zu setzen, dieser Salubri hier, Gaius, schien ein vielversprechender Kandidat.
"Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt." - Khalil Gibran

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Gaius Marcellus
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 11. Okt 2016, 12:02

Der Krieger neigte bestätigend das Haupt "So hoffe ich es zu tun. Noch bin ich jung in der Stadt und die Hofnacht naht, jedoch sind meine Bestrebungen die Dienste an der Stadt zu vollziehen bereits im Gange, um gut darauf vorbereitet zu sein."

Dann musterte er Matteo erneut "Ihr verschreiben... wie stellt ihr euch jenes vor? Ich wollt euch ihr für ein Amt empfehlen? Welcher Art?" weder wusste er weiter, was Matteos Umfeld oder Beschäftigung war, noch wie lange er schon in Genua weilte

"Aber ja. Spätestens zur Hofnacht hoffe ich die restlichen Kainskinder der Domäne kennen zu lernen und so zu erfahren... wie La Superba derzeit am besten zu dienen ist. Entsprechend der eigenen Gaben."
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
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Matteo
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Matteo » Di 11. Okt 2016, 23:39

"Die Hofnacht, ja ich denke wir alle blicken diesem Ereignis voller Freude entgegen und nein, für ein Amt will ich mich nicht empfehlen. Ein solches muss man sich verdienen. Es ist mein Wille Ihrer hochverehrten Majestät meine Treue zu schwören und als Ihr Vasall zu dienen."

Der feste Wille dazu, die Inbrunst in seiner Stimme legten nahe, dass dies für den Toreador ein Ziel von immenser Bedeutung war. Fast sehnsüchtig wanderte Matteos Blick in die Dunkelheit der Nacht.

"Die Prinzessin zu erblicken..."
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 12. Okt 2016, 00:37

Der Salubri lächelte im Moment der Verzückung seines Gegenübers, es gab nicht mehr viel hinzuzufügen zu diesem Augenblick und zu dieser Aussage. Er sah wahre Bewunderung für eine hohe Herrin, so wahr, sie entstand schon vor dem ersten Kontakt...

"Euer Gastrecht zum Vasallenrecht erhöhen?" ging der Krieger ganz pragmatisch weiter "Strebt ihr schon lange danach? Wie hofft ihr die Gunst der Herrin zu erringen?" Interesse wuchs in dem Salubri, in der Tat war ein wahrer Dienst nur im festen Bunde möglich... wie hoch die Schwellen dazu wohl lagen? Das Interesse dieser Fragen lag nun deutlicher auf der Herrin, als auf Matteos Internas.

"Der Seneschall kündigte zu meiner Ankunft an, zum Hoftag gäbe es erneute Vorstellungen, wohl endgültige Entscheidungen... er schien das von einer Pflicht auszumachen?" gab er erneut eine Kleinigkeit preis... noch hatte Matteo zwar viele Einblicke in sich, doch keine in seine Handlungen gegeben, anders als Gaius... aber einen Toreador auf dem Weg der Vasallität konnte er nich ignorieren.
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Matteo » Do 13. Okt 2016, 14:43

"Das ist mein Wunsch ja, und meine Pflicht ist eine immerwährende, sich stetig wandelnde. Davon werde ich euch zu späterer Gelegenheit vielleicht berichten.
Womit ich weiterhin hoffe Ihrer hochverehrten Majestät zu dienen ist es Ravecca wieder zu der blühenden Schönheit zu verhelfen sie das Siestri verdient. Derzeit greift das Chaos um sich in diesem einst schönsten Viertel der Stadt. Der werte Liktor Alerîo und ich werden die Ursachen dafür ausfindig machen und beenden."


Mit ernster, würdevoller Intonation waren die Worte gefallen, dann wandelte sich das Bild des Toreadors abermals als er mit den Schultern guckte und mit Blick aus Gaius' Schwert sagte:

"Und natürlich werde ich auch zum Schwert greifen falls ihre hochverehrte Majestät es verlangt."
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 13. Okt 2016, 20:39

"Ihr seid vom Blut der ersten Familien, nicht wahr? Patrizier?
Habt den Weg eines Orators gewählt, oder eines Mercators? Wie ein Consiliere seht ihr nicht aus.
Das Schwert sollten wir alle zu führen wissen für unsere Pflichten, ganz recht." er schmunzelte grimmig, eigentlich hatte er unrecht, Matteo könnte auch ein Laiengeistlicher sein... "Falls sie es verlangt sagt ihr... so ist das Schwert für euch eigenständig keine Lösung, erst durch den Befehl absolutiert?" merkte er spitzfindisch an... ob dies die Absicht des Toreador war?

"Das Chaos... so ihr es für vertretbar haltet, berichtet mir davon, womöglich können meine bisherigen ungezielten Beobachtungen oder zukünftiges Wirken helfen, jenes Chaos einzudämmen... mehrere Sestiere Genuas scheinen am Problem der Flutung durch verderbte Kriminelle und hiflose Arme zu leiden, ebenso wie jene Menschen selbst...besorgniserregend und äußerst negativ, final dadurch auch negativ für die Herde der Subjekte ihrer Majestät."
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Matteo » Mo 17. Okt 2016, 18:57

"Ihr habt Recht, ich entstamme einer der alten Familien, doch nicht aus dieser Gegend. Jedoch würde ich nicht sagen einen Weg gewählt zu haben, zwar handelt meine Familie, ich sehe mich aber nicht in erster Linie als Mercator.
Das Schwert legitimiert sich nie von allein, so sollte es zumindest sein, alles andere ist Barbarei."


Weiter ging der Toreador nicht darauf ein sondern bedachte die abschließenden Sätze Gaius'. Zu einem anscheinend positiven Schluss gelangend antwortete Matteo.

"Den Armen kann und muss geholfen werden wieder Fuß zu fassen im Leben. Die Kriminellen jedoch werden weichen müssen, ob nun durch Wort oder Schwert sei einerlei. Ich hege die Vermutung, dass diese Elemente nicht zufällig hier sind, sondern von einer mir noch unbekannten Kraft getrieben werden. In jedem Fall werden marodierende Bande in Ravecca bald Verluste zu beklagen haben, egal unter welchem Herrn sie dienen."
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 17. Okt 2016, 19:27

Gaius nickte zustimmend "Auch ich stamme aus alten Familien vergangener Zeiten, der Stadt Lucca allerdings. Der Weg eines Orators im Dienste meiner Stadt sollte auch Meiner sein." damit bezog er sich wohl auf seine Vergangenheit, ungefragt, doch wohl nicht aus Rededrang, sondern aus Ausgleichswillen gab Gaius die Antworten preis. Es war nicht schwer zu glauben, dass er in einem feinen Gewand auch vor dem Volke stehen könnte, oder vor einer Truppe, ob jedoch unter Seinesgleichen mit so einem Gesicht?

"Auf caritative Art und Weise bin ich ebenso in den Kreisen der Armen tätig, sollte sich dort etwas über diese Strukturen ergeben von denen ihr sprecht, will ich euch gerne darüber informieren... die Milizen des Ortes sind gut ausgestattet und ausgebildet, werden sie gegen die Strukturen vorgehen? Gibt es eine Möglichkeit dabei die Kolateralschäden zu begrenzen..." er hob eine Braue, wirkte als gelangte er zunehmend in einen taktischen Gedanken... oder eine Erinnerung "Ungezieltes oder zu breites Vorgehen schafft zumeist nur eine Verstärkung der Feindagitation... die Plebs unterscheiden nicht, ob die Rute die sie trifft auch wahre Schuldige trifft oder nicht..." Sorge war zu spüren, Fürsorge oder Zweifel?
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Re: Blühende Wunden Raveccas [offen]

Beitrag von Matteo » Mi 19. Okt 2016, 21:52

"Ihr habt Recht, Kolleteralschäden und unnötige Todesfälle sind zu vermeiden, bei der Bekämpfung dieser kriminellen Elemente kommt es vor allem auf harte und präzise Schläge an. Die Miliz sollte eigentlich dazu fähig sein, scheint in letzter Zeit allerdings Probleme zu haben. Etwas das ich mit den werten Liktor klären werde. Die Miliz braucht fähige Leute und klare Führung, die Ordnung muss nicht nur vor dem Zusammenbruch bewahrt werden sondern auch oberstes Ziel derer sei die der Gemeinschaft dienen."

Wer weiß, wenn er den Salubri erst besser kennen würde, könnte Matteo sich durchaus vorstellen, dass eine Zusammenarbeit möglich und erstrebenswert sein könnte.
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