[Fluff - Brimir] Alleine unter Tieren

Fluff und Briefe

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Brimir
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Re: [Fluff - Brimir] Alleine unter Tieren

Beitrag von Brimir » So 11. Jun 2017, 20:45

Stoisches Durchhaltevermögen und eiserne Disziplin sind die bestimmenden Faktoren in seinem jetzigen Zustand. Er steht am Anfang eines sehr sehr sehr langen Schlafes. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nass und tief. Er ist von Wasser umgeben, und zwar von sehr viel. Naheliegend wäre ein tiefer See oder Genuas Küste.
Wenn Yasir nur gewusst hätte, wie nahe die Sterne mit ihrer Erzählung an der Wahrheit waren. Und immerhin hatte der Veräter hier ebenfalls die Wahrheit gesagt. Und der Preis den Brimir zahlen musste war die Vernichtung des Orakels. Eine äußerst gute Jagd.

Nun jedoch war es Brimir, der von Wassermassen umgeben war. Und er war dort... in dem Revier eines anderen Gangrel; blutend, um die Beute anzulocken, ohne zu wissen, ob es wirklich Beute war. Brimir war auf dem Land sicher dem anderen Kainiten überlegen - aber hier? In seinem Element? Und am Ende rechnete der Nordmann nicht damit, dass es ausgerechnet das Blut war, dass ihn nicht zur Beute machte, denn es roch... nach Familie. Rote Augen funkelten ihn an, während seine eigenen in der Dunkelheit der Meerestiefe zurück starrten.

Gemeinsam und von Haien begleitet, schwammen die Beiden Tiere hinauf an die Oberfläche.

"Entschuldige mein Eindringen... Ich bin Brimir Böggvisson, Neugeborener aus der Ahnenreihe der Sturmrufer... und dein Onkel... ich suche deine Erzeugerin... meine Schwester... und ich habe einiges an Fragen, die ich stellen will. "

Fragen wurden gestellt und Antworten gegeben. Viele davon ließen Brimir nahezu verzweifeln - Andere weckten die Wut in ihm. Wieder Andere weckten die Neugierde und weitere Fragen. Am Ende jedoch... war Brimir sprachlos. Es gab sovieles, was der Welpe nicht wusste. Selbst Sirius hatte mehr Grundlagen erlernt in der kurzen Zeit. Aber das würde Brimir sicher geregelt kriegen.
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
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Re: [Fluff - Brimir] Alleine unter Tieren

Beitrag von Brimir » Sa 22. Jul 2017, 22:21

San Alerio vor 8 Jahren. Benannt nach einem Schüler auf dem Pfad der Jägers. Heute Heimat für so viele Verlorene. Schmiede für Menschen mit Potenzial. Und manchen ist Talent eben in die Wiege gelegt. Diese Nacht feierten die Kinder ein Fest um die Geister zu vertreiben und in einiger Entfernung standen zwei Personen, die sie aus der Dunkelheit heraus beobachteten.

"Sie entspricht deinen Anforderungen, Brimir."

Der Nordmann nickte schweigend und schaute ein Mädchen an, dass nahe des Feuers spielte.

"Der Krieg kommt schneller als wir ahnen. Ich hoffe, dass sie rechtzeitig bereit sein wird."

Die weiche Hand legte sich auf seine Schultern. Die Konsequenzen, wenn der Konflikt zu früh ausbrechen sollte, war Beiden klar. Und für Beide war klar, dass es dann einen anderen Weg geben müsste. Wieder schnitten Brimirs Worte die Nachtluft.

"Ich werde in zwei Jahren jemanden vorbei schicken, der sie aufnimmt und sie ausbildet, Acacia."

"Wir haben Zeit, mein Freund..." "Ich fürchte weniger, als wir Beide hoffen."
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Re: [Fluff - Brimir] Alleine unter Tieren

Beitrag von Brimir » Mi 6. Sep 2017, 00:32

Das Millenium. 1000 Jahre sind seit der Geburt von Jesus Christus vergangen und die Christen der Welt sind sich einig: Zum Jahreswechsel kommt es nicht. Das jüngste Gericht steht in der Tür und der Herr Gott schickt seinen Sohn, um uns alle zu richten. So oder so ähnlich jedenfalls hat es Benedetto ihm erzählt. Das Ende der Welt stand vor der Tür und, wenn die Christen daran glaubten, würde vielleicht der Fimbulwinter anders ausgefallen sein, als Brimir es annahm. Vielleicht würde Ragnarök in dieser Nacht einbrechen. Er war bereit dafür.

Mit der schweren Zweihandaxt stand er auf einem Hügel und streifte mit dem Blick die wenigen Lichter der Stadt. Es war eine düstere Nacht und Regen prasselte auf die Erde nieder. Die Haut war mit Ruß gezeichnet, dass so langsam verwischte. Nässe stand in der Kleidung, doch der Einherjer wich nicht. Er wartete, wie wohl viele Andere - die vor Allem den Schutz der Kirche voller Angst gesucht haben - auch darauf, dass es endlich begann.

Doch die Sonne begann schließlich auf zu gehen. Das ernste Gesicht viel ab vom Gangrel und ein schallendes Lachen ertönte in den frühen Morgenstunden. Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen Brimir erreichten, vereinte er sich mit der Erde. Doch bis zu diesem Augenblick ließ das Lachen nicht nach. Sie hatten also doch unrecht, diese Christenmenschen. Ragnarök war fern und der Fimbulwinter würde sie alle noch ereilen. Doch sein Glaube an den Christengott... war geschwächt worden und vielleicht auch der von vielen Anderen.
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