Ein Stein kann nicht schwimmen [Seresa, Brimir, Brief]

Fluff und Briefe

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Seresa
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Ein Stein kann nicht schwimmen [Seresa, Brimir, Brief]

Beitrag von Seresa » Do 14. Dez 2017, 23:33

Im ´Nordisch Allerlei´ war ein kleines Päckchen abgegeben worden. Eine Nachricht von Seresa an den verehrten Brimir, mit der Anweisung, diese sei einzig von ihm zu öffnen und zu lesen.

Die Nachricht selbst war flach und quadratisch. Umwickelt von einem fingerdicken, ausgefransten Leinenstoff, auf dessen Knoten sich zwei daumendicke, dunkelrote Linien kreuzen. Ganz offensichtlich wollte die Brujah sichergehen, dass sollte jemand anders als der Liktor selbst diese Nachricht lesen wollen, er wahrlich seine Mühe hätte, dieses Muster nach dem Öffnen der Nachricht wiederherzustellen. Das Rot auf der Nachricht verströmte den schwachen Geruch ihrer eigenen Vitae mit dem das Kreuz auf den Leinenstoff gezeichnet war.

Ein schlichtes Wachstäfelchen befand sich unter den Leinen. Dessen eigentliche Nachricht wurde verborgen von einer dünnen Holzplatte, die auf dem Rahmen des Wachstäfelchens auflag.

Sofern Brimir die Nachricht öffnete, würde er folgendes Lesen können:

Verehrter Brimir,

ich hoffe, dass die vergangenen Nächte seid unserem letzten Treffen von ruhigeren Zeiten und persönlichem Erfolg gekrönt waren. Da ich deine Zeit nicht über Gebühr beanspruchen möchte, schreibe ich dir diese Zeilen, um dich zuerst zu informieren.

Ich habe viele Stunden nach dem Krieg damit verbracht zu ergründen, welcher Weg der Richtige für mich wäre. Habe lang und gründlich darüber nachgedacht, was mich führte. Sowohl im Krieg, wie auch danach. Was mich schützte. Was mir Mut und Kraft gab in dunkelster Stunde.

Ich will redlich zu dir sein, Brimir, die vergangenen Nächte zeigten mir, dass ich mich noch nicht zum Jäger eigne. Es wäre deshalb falsch diesen Weg zum jetzigen Zeitpunkt einzuschlagen. Du hattest jedoch recht damit, dass ein anderer Weg nötig ist, um mich mit meinem Tier zu versöhnen. Du hattest recht, dass es nicht möglich ist, einem Stein das Schwimmen beizubringen. Es ist meine redliche Hoffnung, dass ich womöglich jedoch zum Anker tauge. Aus freiem Willen und aus freien Stücken will ich deshalb den ersten Schritt auf der Via Caeli beschreiten.

Bitte sei versichert, dass sich trotz meiner Entscheidung gegen deinen Weg, sich nichts an meinem Respekt dir gegenüber verändert hat. Sofern es noch immer dein Wunsch ist, würde es mir zur Ehre gereichen, wenn wir uns weiterhin gegenseitig besser kennen lernen würden.

Sofern ich dir zu Diensten sein kann, zögere bitte nicht, es mich wissen zu lassen.

Hochachtungsvoll und weiterhin zu tiefstem Dank verpflichtet,
Seresa

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Re: Ein Stein kann nicht schwimmen [Seresa, Brimir, Brief]

Beitrag von Seresa » Do 25. Jan 2018, 23:49

Im ´Nordisch Allerlei´ war ein kleines Päckchen abgegeben worden. Eine Nachricht von Seresa an den verehrten Brimir, mit der Anweisung, diese sei einzig von ihm zu öffnen und zu lesen.

Die Nachricht selbst war flach und quadratisch. Umwickelt von einem fingerdicken, ausgefransten Leinenstoff, auf dessen Knoten sich zwei daumendicke, dunkelrote Linien kreuzen. Ganz offensichtlich wollte die Brujah sichergehen, dass sollte jemand anders als der Liktor selbst diese Nachricht lesen wollen, er wahrlich seine Mühe hätte, dieses Muster nach dem Öffnen der Nachricht wiederherzustellen. Das Rot auf der Nachricht verströmte den schwachen Geruch ihrer eigenen Vitae mit dem das Kreuz auf den Leinenstoff gezeichnet war.

Ein schlichtes Wachstäfelchen befand sich unter den Leinen. Dessen eigentliche Nachricht wurde verborgen von einer dünnen Holzplatte, die auf dem Rahmen des Wachstäfelchens auflag.

Sofern Brimir die Nachricht öffnete, würde er folgendes Lesen können:
Verehrter Liktor, verehrter Brimir,

ich schreibe Euch diese Zeilen aus gebotenem und dringlichem Anlass bezüglich meines Falls.

Zwei Tage nach dem Namenstag des heiligen Johannes 1003 anno Domini begab ich mich zu meinem werten Bruder im Blute zu einem Treffen. Das Gespräch mit ihm endete damit, dass sich die Dunkelheit des langen Schlafes über meine Augen und meinen Geist gelegt hatte. Acht Tage vor dem Namenstag des heiligen Polykarp 1004 anno Domini endete dieser Schlaf und ich fand mich bei meinem werten Bruder im Blute Ajax innerhalb der Grenzen der Domäne wieder.

Mein werter Bruder im Blute Ajax setzte mich darüber in Kenntnis, dass mein lebloser und wehrloser Körper - gegen meinen Willen und gegen mein Wissen - die Domäne verlassen hatte. Ich vermag nicht zu beurteilen, ob dies der Wahrheit entspricht, noch ob dies ein Verstoß gegen die Auflagen der Liktoren ist.

Mit dem Versenden dieser Nachricht an Euch, werde ich ebenfalls den wohlwerten Liktor Titus aufsuchen und ihm über diesen Umstand in Kenntnis setzen. Ich gehe derzeit davon aus, dass es sich um keinen Verstoß handelte, da höhere Umstände mich dazu zwangen und da ich mich nicht dagegen erwehren konnte.

Ich teile deshalb Euch, wie auch ihm, mit, dass ich meine Zuflucht in der Herberge in Domus mit diesem Schreiben aufgegeben habe. Meine neue, feste Zuflucht ist der Wachturm meines werten Bruders im Blute Ajax.

Sollte ich mich irren, bitte ich in diesem Fall um Verzeihung für meine Anmaßung. Bitte kontaktiert mich an entsprechender Stelle. Ich werde mich in diesem Fall erneut der Gefangenschaft der Liktoren unterwerfen, bis ein Urteil in meinem Fall von ihrer höchst verehrten Majestät Aurore gesprochen wurde.

Hochachtungsvoll und mit tiefsten Respekt
Seresa
Neonate vom Clan der Gelehrten
Eingang der Nachricht: 3.3.1004 (Identisches Datum mit Spiel: Steinige Wege)

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