Tagebuch eines Diebes

Fluff und Briefe

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Amalia
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Tagebuch eines Diebes

Beitrag von Amalia » Mi 6. Sep 2017, 14:18

Es war der April des Jahres 1001 als Dario wieder eine der Zellen säuberte. Es war mühselige Arbeit aber es musste getan werden. Er war fast fertig als er ein Buch fand, welches im Stroh versteckt war. Er steckte es ein und verließ den Kerker. Er kam in eine geräumige Halle, in der zwei Frauen saßen und sich miteinander unterhielten. Sofia und Amalia – Stimme und Arm der großen Weltenmutter. Als er sich näherte verstummten die beiden und blickten ihn mit hochgezogenen Brauen an. Er verneigte sich tief vor den beiden Frauen. Er hörte eine sanfte aber doch gebieterische Stimme "Lindin Dario. Pse të na shqetësojë? (Erhebe dich Dario. Weshalb störst du uns?)" Langsam erhob sich der Priester und sah der Urheberin der Stimme in die Augen. Es war Amalia die zweigesichtige Führerin des Blutzweiges. "Të lutem më fal mësuese gabimin, por kam gjetur diçka në qelizë e cila është shumë e interesuar në ju. (Bitte verzeiht mir die Störung Herrin, doch ich habe in der Zelle etwas gefunden was euch sehr interessieren wird)" Er verneigte sich erneut und hielt ehrfürchtig seiner Herrin das Buch hin. "Një mësuese ditar. Nga mysafir tonë të fundit. Edhe pse ajo është në italisht, por në qoftë se ju do të përkthejnë atë për ju dëshironi." (Ein Tagebuch Herrin. Eventuell von unserem letzten Gast. Es ist auf italienisch aber wenn ihr wünscht werde ich es für euch übersetzen.) Amalia blickte auf das Buch und dann wieder zu ihrem Ghul. Sie nickte kurz und schickte ihn mit einer Handbewegung wieder weg.

Dario verließ die beiden und verschwand in seiner Kammer. Er überflog die meisten Seiten doch dann kam der interessante Teil. Dies ist der Teil den Dario übersetzen würde:


8. 12. 1000
Das Knurren der Hunde wird lauter und lauter. Sie sind mir auf den Fersen. Ich werde nicht mehr fliehen es bringt mir nichts außer Schmerzen. Schritte … Klopfen … Sie kommen

10. 12. 1000
Ich bin in einem dunklen Keller oder so etwas. Sie haben mein Tagebuch nicht gefunden. Ich werde meine letzten Tage hier niederschreiben. Aber warum behandeln sie mich so gut, wenn ich doch ihr Gefangener bin?

Schreie … grauenvolle Schreie und Stimmen in einer fremden Sprache halten mich wach in der Nacht. Irgendetwas schreckliches passiert hier Nachts. Es kommt mir so vor als würde das Haus erst nach Einbruch der Dunkelheit erwachen.

11. 12. 1000
Die Schreie sind verstummt. Ich habe heute gesehen, wie ein Sack nach draußen geschliffen wurde. Ich rechne mit dem Schlimmsten. Ich bin nun vollkommen alleine und meine Angst steigt.

Eine Frau stand heute vor meiner Zelle und hat mich betrachtet. Es kam mir so vor als würde sie mich beobachten. Dann sagte sie etwas in einer komischen Sprache „neser“ oder so etwas. Aber so wie sie es sagte, hasserfüllt und kalt. Die Angst schnürrt mir meine Kehle zusammen.

12. 12. 1000
Heute wurde ich aus meiner Zelle geholt und auf einem Stuhl festgebunden. Es roch nach Eisen und es dauerte lange bis etwas passierte. Dann kam ein Mann zu mir er wirkte sehr betrübt als er mich sah. Er sagte nichts und nach ein paar Minuten hörte ich erneut Schritte … Eine Frau kam zu uns sie trug eine dunkle Kutte und den Schädel eines Wolfes als Maske. - Was passiert hier? - Der Mann scheint ihr Diener zu sein … aber er spricht zumindest meine Sprache, wahrscheinlich soll er ihr sagen, was ich gesagt habe. Aber was er zu mir sagte beunruhigte mich. Er flehte mich an, ich solle die Fragen beantworten und dass diese Frau nicht davor zurückschreckt mir große Schmerzen zuzufügen. Ihre Fragen waren präzise „Wo ist das Geld?“ ich habe mir schon gedacht, dass es darum gehen würde. Verdammt hätte ich doch nie bei dieser Scheiße mitgemacht. Das hab ich jetzt davon. Aber so schnell werde ich nicht reden. Den Stolz werden sie mir nicht nehmen.

13. 12. 1000
Der Priester kam heute zu mir und hat mir eine größere Ration als sonst gegeben. Er sagte ich bräuchte Kraft wenn ich die nächsten Tage überstehen will und ich glaube auch, dass er mich nicht leiden sehen will. Dass er nicht will, was mit mir passieren wird.

Heute Abend kam sie nicht zu mir, große Sorgen erfassen mein Herz.

14. 12. 1000
Heute wurde ich früh geweckt. Der Priester war nicht dabei. Andere Männer kamen und haben meinen Kopf unter Wasser gedrückt immer und immer wieder. Mein Schlaf war sehr kurz.
Schmerzen erfassen meinen Körper und Schmerzen treiben mich an weiter zu schreiben. Ich werde nicht rede, ich werde sie nicht verraten. Der Priester sagte zu mir, dass ich in den nächsten Tagen noch mehr leiden werde und dass er für meine Seele beten wird.

15. 12. 1000
Heute kamen die Männer noch früher. Ich habe langsam das Gefühl, dass sie mich nicht lange ruhen lassen, weil SIE es ihnen befohlen hat. Sie haben mich verprügelt.


Heute bin ich wieder erwacht. Ich weiß nicht was für einen Tag wir haben. Ich ich erwachte in einer neuen Zelle. Um mich herum ist nur Finsternis. Eine Kerze wurde mir gelassen. Ich weiß nicht mehr weiter.


Diese kranke Hure hat mir meine Hand genommen, aber ich habe nichts verraten. Ich bleibe euch treu…


Kein Schlaf, Kaum Licht ich weiß nicht mehr weiter. Ich höre nur Knurren, Bellen und das Schleifen von Metall


Der Priester ist nicht mehr anwesend. Nur noch die Frau und ich. Sie stellt mir immer nur die gleiche Frage und ich schweige. Ich weiß das ich sterben werde, aber wenigstens könnt ihr in Frieden leben.


Schreie …. bekannte Schreie …. diese Schlampe ….. ich kenne die Stimmen …. Gott steh uns bei …..

Oh mein Gott ich habe es gewusst. Ich wurde gestern raus geholt und musste mit ansehen wie diese Monster sie zerrissen …


Keine Hoffnung … nun kann ich reden … das Blut klebt an ihren Händen …….. keine Hoffnung …...
"Cahf ah nafl mglw'nafh hh' ahor syha'h ah'legeth, ng llll or'azath syha'hnahh n'ghftephai n'gha ahornah ah'mglw'nafh"
"That is not dead, which can eternal lie and with strange eons even death may die" H.P. Lovecraft

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