[Fluff] Schlachtfest

Fluff und Briefe

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Ajax
Brujah
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[Fluff] Schlachtfest

Beitrag von Ajax » Di 29. Aug 2017, 22:04

Irgendwo in den Wäldern Norditaliens auf dem Weg in die Toskana.


Es hatte abgekühlt. Des Tages war die Hitze beinahe unterträglich, doch Nachts wenn die Sonne verschwunden war brauchte man durchaus einen Mantel um sich warmzuhalten. Doch das interessierte die vermummten Gestalten die sich am Rande eines kleinen Hügels niedergelassen hatten nicht. Zumindest einige von ihnen. Ihr Lungen sogen schon seit Jahren keine Luft mehr ein. Jene Wesen waren es auch die die Krieger anführten, den Plan entworfen hatten und die Gegend ausgekundschaftet hatten. Es war nicht mehr weit bis zu ihrem Ziel und der Geschmack von Gewalt lag in der Luft, die Männer wurden langsam unruhig. Zu lange waren sie schon gelaufen ohne ihrem eigentlichen Handwerk nachzugehen. Alle Vorbereitungen waren getroffen worden und wenn der Plan erfolgreich war würden sie heute blutige Ernte halten und ihre Taschen reichlich füllen. Für Genua...für Genua...das hatte er sich immer wieder gesagt.Für Genua ? Oder waren sie eigentlich alle nur hier um ihren Durst nach Blut zu stillen. Hätte er noch gelebt hätte seine Hände wahrscheinlich vor schierer Erwartung gezittert. Würde der Schierling seine Wirkung zeigen ? Er hatte zwar davon gelesen und konnte sich ungefähr vorstellen welch Leid die Männer im Heerlager erlitten, doch Sicherheit hatte er nicht.


Eine Nacht zuvor

Er trug einen leichten Mantel und hatte sein Gesicht in dunkle Stoffe gehüllt, sodass er im Fall das er entdeckt wurde, trotzdem nicth zuzuordnen war. Auch trug er keine Rüstung sondern lediglich ein Schwert bei sich, um sich so frei wie möglich bewegen zu können. Er hatte außerdem eine kleine Leinentasche dabei, voll mit Früchten. Zielstrebig suchte er nach dem Ort an dem am nächsten Morgen das erste Mahl zubereitet werden würde. Er hielt sich im Schatten der Zelte und wartete ab bis die Wachen eine volle Runde partoliert hatten um so ihre Laufwege einschätzen zu können. Als er sich ihre Routen eingeprägt hatte schlich er weiter, immer näher ins Zentrum des Heerlagers. Einen kurzen Moment schien es als ob eine Wache in seine Richtung schauen würde und er drückte sich tiefer auf den Boden um nicht entdeckt zu werden, doch da lief sie auch schon weiter. Immer noch war die Nacht sein Verbündeter. Nach einiger Zeit hatte er sein Ziel erreicht un die zerdrückten Früchte ergossen sich in den Brei der am nächsten Tag ausgeschenkt werden würde.


Kurz vor dem Angriff

Sie waren nun so nahe am Lager wie sie ohne entdeckt zu werden nur kommen konnten. Die Stimmung war bis zum zerreissen gespannt. Sie warteten auf den Befehl zum Angriff. Eine Hand hob sich und schoss wieder nach unten. Mit kurzen leisen Schritten ging es vorwärts. Zeltplanen wurden gehoben und kurze kräftige Schnitte beendeten die Leben zahlreicher Männer, ein hand auf dem Mund stellte sicher das ihre Stimmen sich nicht in die Nacht erhoben und so starben sie, in Stille....ohne jemals das Gesicht ihrer Gegner gesehen zu haben. Doch einige fanden gerade noch Zeit eine Warnung auszurufen. Und so kam Bewegung ins Lager. Salvador brüllte die ersten Befehle sich zu formieren und Sandro, sowie Ajax machten die wichtigstens Ziele Aus. Das Blut stieg ihnen in die Nase, das Tier in ihnen berauschte sich an ihm und jaulte auf. Es kostete viel Willenskraft es zu zügeln doch ihr Ziel war klar. Und so gelang den Moment der Resignation zurückzuhalten.

Ajax war als einer der ersten die dem Feind direkt gegenüberstanden. Sein Gegner hatte es gerade noch geschafft sein Kettenhemd überzuziehen und sein Schwert zu packen. Ajax Speer hinterließ ein Apfelgroßes Loch im Schädel des Mannes. Eine Woge der Lust überkam ihn als das Blut in sein Gesicht spritzte. Zwei Streiche und die nächsten Beiden waren gefallen. Kaum konnte er noch an sich halten. Und nachdem noch weiteren Dreien ihr letztes Gebet aufgrund der herausgerissenen Organe im Munde stecken geblieben war, war er nicht mehr zu halten. Es überkam ihn, eine Woge aus Gewalt und Raserei, die Bestie wollte morden und das sollte sie auch bekommen. Er war wehrlos...

Und so begann das Schlachten. Es war kein ehrenhafter Kampf, es war kein guter Kampf über den Geschichten erzählt werden würden. Der Krieg hatte erste Opfer gefordert. Und das erste was er von ihm forderte war seine Ehre. Jenes an welches er sich immer klammer konnte, egal wie dunkel die Nacht war. Sie war sein Licht gewesen. Doch nun nahm ihm das Tier alles, und es nahm Leben. Mehr entrückt labte er sich am Blut seiner Gegner. Riss die Halsschlagader heraus und lies das noch frische Blut seine Raserei noch weiter steigern.

Schreie des Schmerzes waren über der ganzen Szenerie zu hören. Sie hielten blutige Ernte. Wer nicht geflohen war, wurde ermordet. Es war ein grässliches Bild. Wie wild gewordene Tiere, angepeitscht durch das Blut der gefallenen, rasten sie durch die Opposition.

Einige Zeit später

Ajax kam wieder zu sich, Er brauchte einige Momente bis er realisiere wo er sich befand. Er kniete über dem leblosen Körper eines Jungen von gerade einmal 15 Wintern, wahrscheinlich ein Knappe, seine weit aufgerisssenen Augen zeugten von Angst, Angst um sein Leben welches bereits erloschen war. Sein Herz war herausgerissen worden. Ajax schaute auf seine Hand ....das Herz...um ihn herum Leichen...fünf Männer....nicht bewaffnet...sie hatten ihm nichts entgegenzusetzen gehabt. Er fühlte sich als würde die Welt um ihn zusammenbrechen und blutige Tränen rannen über sein Gesicht. Das war nicht was er gewollt hatte...oder doch....? Sein Schluchzen verhallte in der Nacht.

Der Krieg hatte sein erstes Opfer gefordert....einen Teil seiner Seele.