Begleichende Schuld [Maximinianus]

Fluff und Briefe

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Brimir
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Begleichende Schuld [Maximinianus]

Beitrag von Brimir » Do 10. Aug 2017, 17:06

An den verehrten Maximinianus,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
Ancilla des Clan der Könige,
Mondsenator von Mascharana,
Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
Kind des Gildo, Ahn des Clans der Könige und Voltumna des etruskischen Bundes,
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte,
Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten,
Kind Ventrues, erster seines Blutes und König der Könige,
Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters

Ich grüße dich mein Freund, und ich danke dir abermals für deine Hilfe, die du mir zu Teil hast werden lassen. Und ebenso komme ich gerne auf deine Forderung zurück, auch, wenn ich nicht verstehe, warum das Alles wichtig genug ist, um dafür Gefallen einzufordern. Aber es ist dein Wunsch, dem ich nun folge.

Doch zunächst möchte ich dir sagen, dass du mich in meiner Ehre kränkst, solltest du wirklich glauben, dass ich Pläne gegen dich schmiede.

Wurdest du nicht von Aurore informiert? Von ihr erhielten Acacia und Ilario letztlich den Auftrag und die Befugnis nach Mailand zu reisen, um dort Verhandlungen aufzunehmen. Wir nahmen die direkte Route. Auch, wenn mich diese langsame Art in der Gruppe zu reisen eher nervt, bin ich bei Ilario und Acacia geblieben. Auf dem Weg dorthin unterhielt ich mich mit einem mailänder Wolf, der schon seit Jahren in diesem Revier jagte. Er warnte mich davor, dass in einem Haus an einem See andere Raubtiere, wie wir seien und diese größere Jäger seien, wie wir.

Ein Gaul lobte das saftige Gras der Wiese, auf dem seine Weide errichtet wurde. Diese befand sich in der Nähe einer Schenke, die sich als Ziel unserer Reise entpuppte. Doch so sehr ich mich auch, als Acacias Leibwächter, dagegen wehrte, untersagte man mir den Zugang zu dem Gebäude, sodass mir Nichts blieb, als mich draußen mit den Wachen zu unterhalten.

Die Männer stellten sich als deutlich unredlicher heraus, als der Gaul einige Stunden zuvor. Sie schwiegen mich an und schauten nur grimmig drein. Also widmete ich mich dem Wachhund, den sie bei sich führten. Doch auch dieser sagte mir nicht, wer sich hinter der Tür verbarg und ich begann mir Sorgen zu machen, über den Verbleib der Lasombra.

Die weiteren Gespräche mit den Tieren, darunter zwei Ratten, drei Vögel und zwei Katzen verlief ähnlich ergebnislos, dennoch war mir ihre Gesellschaft lieber, als die der Menschen.

Nach mehreren Stunden kamen Acacia und Ilario heraus und sprachen den Abend über nicht mit mir darüber, was hinter den Mauern gesagt wurde. In der nächsten Nacht machten wir uns bereits auf den Heimweg.

Ilario ist vor Allem Eines: Treu gegenüber Aurore. Er setzt einen Großteil seiner Energie ein, um Aurore zu finden und macht dabei eher wenige Erfolge. Ein guter Jäger wird aus ihm nicht, so wie er sich dabei anstellt. Leider kann ich keine besseren Ergebnisse vorweisen. Wer auch immer Aurore hat ist gut da drinnen sie zu verstecken. Des Weiteren ist er augenscheinlich eher damit beschäftigt sich zu schützen. Es wirkt ganz so als fürchte er dich. Ihm bleibt, so wie ich das einschätze, wenig Zeit, für andere Planungen.

Wie du weist habe ich bei Acacia eine Lebensschuld. Ich diene ihr als Leibwächter, aber wirklich viel kann ich dir nicht sagen. Zu den meisten Gesprächen lässt sie mich außen vor, so wie bei dem letzten Gespräch, als sie sich mit unserem gemeinsamen, dicklichen ‚Freund‘ Benedetto getroffen hat. Dabei hat sie sichergestellt, dass ich außer Hörreichweite war; und ich habe gute Ohren. Ich weiß nicht, was die Beiden besprochen haben, aber sie wirkte nicht sonderlich glücklich über das, was Benedetto ihr gesagt hat.

Eben so wenig bin ich sonderlich glücklich ihr als Schoßhund zu dienen. Das war nicht die Art von Zusammenarbeit, die ich mich vorgestellt habe, bevor es zu dem Prozess kam. Acacia hat die Ereignisse damals zu ihrem Vorteil genutzt. Und sie deckt es, durch schmückende Titel, wie den ‚ersten Hüter des Elysiums‘. Ich hasse Nichts mehr, als meine Freiheit gestohlen zu sehen. Sollte ich etwas mitbekommen, was mich aus dieser Situation befreien kann, so folge ich diesem Pfad mehr als gerne.
Was den Priester anbelangt, da sehe ich den Angriff auf mein Revier äußerst kritisch. Jemand nutzt die Tatsache, dass ich momentan nur bedingt Zeit in den Wäldern verbringe, um mich oder Luccoli in Bedrängnis zu bringen. Allerdings brauche ich keine Hilfe dabei. Es ist mein Revier und ich bin seiner nicht würdig, wenn ich dies nicht aufzuklären vermag. Einen Verdacht habe ich bereits: In der Nacht von Kreuzdorf, war es FurFur, der sich in das Dorf geschlichen hat, um Spione der Verborgenen auszuschalten und einen Mann zu entführen, der auf Reisen war. Soweit mir bekannt, liegt der Salubri im Streit mit dir? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dies kein reiner Angriff auf mich, sondern einer auf unser Bündnis war, denn es ist noch immer gut bekannt unter den Vampiren, dass ich es war, der dir damals dabei geholfen hat, die Stille zu wahren und dich gegen Benedetto verteidigte.

Ich hoffe sehr, dass deine jüngste Ankündigung betreffend des Burgfriedens endlich dafür sorgt, dass solche Dinge der Vergangenheit angehören und bedauere es, dass dies nicht schon vorher geschehen ist. Wir haben während des Krieges sicher weit wichtigeres zu tun, als uns gegenseitig zu schwächen.

Sobald ich Neueres weiß, wirst du einen Boten von mir erhalten. So lange verbleibe ich hochachtungsvoll

Brimir Böggvisson, Neugeborener vom Clan des Tieres,
Ältester meines Blutes,
Liktor der Domäne,
Mondsenator von Luccoli, Macelli, Borgio Incrociati, Borgio di Bisagno,
Geißel der Feinde Genuas,
erster Wächter des Elysiums
Kind von Böggvir 'Bärenklaue' Olafson, Ancilla, Blutvogt von Locarno,
Kind von Espen 'Sturmrufer' Kjellsson aus Seeland, Ahn,
Kind von Wetzel 'Klingenwind',
Kind von Manasco,
Kind von 'Panaka', Ahnherrin,
Kind von Ennoia, erste ihres Blutes und Enkelin Kains
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
Grettirs Saga

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