Nachbarschaftswache [Toma, Gaius]

Fluff und Briefe

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Toma Ianos Navodeanu
Tzimisce
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Nachbarschaftswache [Toma, Gaius]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 25. Jun 2017, 19:34

Das Domus Medicorum wirkte wie in jeder Nacht, nur die Aura der Wächter im inneren war eine andere... sie warne die Anspannung pur. Durch den Hintereingang würde der Bote Toma direkt führen, gar nicht erst durch die Menschenmengen. In eine Art Verwaltungsraum, in dem nur ein ebenso unruhiger Gaius saß.


Toma kannte den Hintereingang des Medicorum von dem Treffen mit Seinfreda. Diesen steuerte er auch direkt an, nachdem er von der Forderung der Diener seiner Schwester gehört hatte. Mit im Wind flatterndem Umhang, stapfte der Tzimisce herüber und forderte Gaius zu sehen. Er war sogar so durch den Wind, dass seine Kleidung schlecht saß und das weisse Haar sichtbar unter der Kapuze hervor schaute. Immerhin an die Maske hatte er gedacht., auch wenn der Weg nicht weit war. Was war das nur? Was war mit Melissa? Was war in diesem Dorf geschehen? Musste das jetzt sein? Diese Drohung von diesen dummen Blutsdienern auch noch. Wütend knirschte der Tzimisce mit den Zähnen. Niemals würde er zulassen, dass jemand das zerstörte was er sich aufgebaut hatte. Auch seine Pläne mit Melissa waren nun gefährdet. Elende Tölpel. Sorgen und Beschimpfungen kreisten in seinem Kopf, bis er bei Gaius war. Sogleich nahm er die Maske ab und beinahe komplett schwarze Augen schauten den Salubri an. Die weissen Iriden hatten sich ebenso schmal zusammengezogen, wie die Pupille, die nur noch ein schwarzer Strich war. „Was ist indiesem verdammten Dorf geschehen, Gaius?!“ begann er ohne Umschweife und Begürßung und sichtlich erzürnt. „Wo ist Melissa?“


Gaius war aufgestanden als er den wütenden Tzimiske erahnen konnte. "Toma. Setz dich." Bot er an, auch ihm fehlte zu viel Umschweife. "Kreuzdorf ist nicht mehr... es ist im Blutwahn der älteren zu Asche verbrannt... und Melissa ist in jenem Chaos verschwunden. Scheinbar noch am Leben, aber uns nicht bekannt wo..." Er schnaubte. "Viele der Unsrige wurden durch die verfluchten Mächte an jenem Ort in panische Flucht geschlagen... womöglich ist sie in irgend einem Wald und findet den Rückweg nicht, womöglich hat sie sich in ein Erdloch gegraben, womöglich... das wäre besonders perfide... versteckt sie sich, aus irgend einem Grund. Aber womöglich hat auch jemand die Gunst des CHaos genutzt und sie in seine Gewalt gebracht..." Legte er mit harten Worten die Tatsachen auf den Tisch. Gaius war nicht hier, sich zu rechtfertigen, dass er mit den Handlungen nicht einverstanden war, spürte man leicht... aber er war hier um Wege zu finden.


Ein wütendes Knurren klang dem Salubri entgegen, als er geendet hatte, gefolgt von einem angespannten Schnauben. „Was heißt Blutwahn? Chaos? Verfluchte Mächte? Wer war sonst noch da? Was habt ihr da überhaupt getan?“ Ließ der Drache eine Frage nach der anderen auf den Liktoren prasseln. Das war alles so überraschend gekommen und er hatte keinerlei Ahnung was in der Nacht zuvor überhaupt dort draußen geschehen war.


"Du hast des irren predigers macht hier nicht gespürt? Die ganze Stadt hat gezittert... Blutsdiener von mir sind in den Freitod gegangen, bei all seiner göttlichen oder teuflischen Kraft..."


Toma schien irgendwie seltsam zu zucken, als Gaius antwortete....aber bevor er sich über das verwendete "DU" des Salubri aufregen konnte, gab es erst einmal wichtigeres, dass er noch verstehen musste. "Was für eine Macht? Irrier Prediger? Dieser Malkavianer? So eine Kraft soll er haben?" Nun ja Angelique hatte ihn auch schon diesbezüglich gewarnt, jetzt wo er sich erinnerte...


Gaius zögerte, hatte der Tzimiske sie nicht gespürt? "Ja... der Malkavianer, er hatte Menschen um sich, nicht seine Diener, die dunkle Mächte besaßen... oder göttliche. WEr weiß das schon... in jedem Falle gab es eine große Schlacht bei Kreuzdorf, ein Massaker eher, das Dorf stand in Flammen und es ist noch unklar, wo Melissa ist... Aber wir müssen sie suchen und finden. Die Drohung ihrer Blutsdiener ist mehr als bedrohlich und ganz Broglio in Flammen aufgehen zu lassen... wäre undenkbar."


"In Flammen....herrvorragend..." erwiderte Toma sarkastisch und schritt unruhig in dem Raum auf und ab. "Wo habt ihr Melissa denn zuletzt gesehen? Was hat sie getan? Wer könnte mehr wissen? Wer könnte sie haben, wenn sie denn jemand entführt hat?" Er wusste nicht welche Feinde Melissa überhaupt hatte neben der Geißel. Da alles so ungewiss war, war es natürlich möglich, dass sie nur irgendwo Unterschlupf gesucht hatte. " Die Erfüllung dieser Drohung, müssen wir auf jeden Fall verhindern. Es würde vermutlich auch nicht nur bei Broglio bleiben, so wie ihre Ansprache klang. Die ganze Stadt, haben sie gesagt. Haben wir überhaupt eine Chance sie in dieser Zeit zu finden?"


"Ich habe einen Hinweis... wenn ihr wollt, könnt ihr mich begleiten... Aber dies ist eine Aufgabe der Liktoren, sie darf nicht durch Überschwang oder Emotionalität gefährdet werden. Sollte die Situation jedoch eskalieren... ist die Waffenhilfe eines Clansbruders der Verschwundenen sicherich sehr passend."


„Ein Hinweis? Was für einer? Hattet ihr nicht gerade gesagt ihr wisst nicht wo sie ist?“ Die schwarz-weissen Augen schauten den Salubri neugierig und aufmerksam an, aber auch skeptisch und ungehalten. „Ich bin kein Krieger, Gaius. Aber ich werde dabei sein, wenn ihr einen Anhaltspunkt habt.“ Legte er beharrlich fest.


Gaius nickte. Dann war das beschlossen, er konnte nur hoffen, dass der Tzimiske nicht aus der Reihe tanzte...Er erzählte dem Drachen, was er vermutete, was er berichtet bekommen hatte, wen er deshalb in Verdacht hatte und was nun zu tun war. "Sollte es scheitern, möchte ich das Sestiere vorbereiten... nichts soll hier brennen und keine Stille gebrochen sein. Es gilt also nicht einfach eine Verteidigung zu organisieren, sondern Melissas Menschen systematisch zu hindern... was wisst ihr über ihr MAchtsystem in Broglio? Kennt ihr Leute? Wichtiger... kennen euch ihre Blutsdiener, als ihren Blutsbruder?"


Toma knurrte leise und eine Hände ballten sich zu Fäusten, als er Gaius Vermutung hörte, dann schüttelte er den Kopf. "ich weiss wenig über ihr Nest, wie sie es nennt. Sie behütet es und ihre Geheimnisse streng, auch vor ihrem Blut. Was ich verstehen kann. Aber ja, einige ihrer Diener kennen mich, sofern es noch die selben sind. Ich weiss nur nicht wie viel Melissa ihnen erzählt hat. Ob sie von unserer Blutsverwandschaft wissen." er schien kurz nachzudenken. "Sie zu hindern könnte sie nur provozieren, zumidnest haben sie das angedroht. Aber denkt ihr es wäre einen Versuch wert, mit diesen idiotischen Menschen zu sprechen? Sie von diesem Unsinn abbringen oder mehr Zeit zu schinden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Melissa ein solches Verhalten ihrer....Familie" er sagte es mit Abscheu. "...für gut befinden würde."


Gaius hob die SChultern. "Wir müssen diesen Menschen zwei Sachen klar machen, einerseits, dass wir die Frau auch finden wollen... andererseits, dass wenn einer von ihnen quatscht, ihr der Tod sicher ist... sie als geisel nutzen. Damit können wir sie womöglich einige Tage ruhig halten..."


Toma nickte. "Blutsdiener sind nicht immer wirklich vernünftig. Aber man könnte darauf hoffen."
"Demnach stehen drei Dinge an?" sagte er weiter und schien sich auch mehr beruhigt zu haben. "Den Menschen Verstand einbringen. Domus verteidigen und Melissa retten. Etwas viel für zwei in dieser Zeit. Die Liktoren sind dabei? Wen würdet ihr sonst noch kontaktieren? Wie stellt ihr euch vor, dies zu bewältigen?...." Er seufzte. "Immerhin besteht die Möglichkeit, dass sie vielleicht einfach ausgeliefert wird. Einen Großbrand kann doch niemand von uns wollen."


"Genau. Wir werden aufbrechen und die letzte Spur die wir haben verfolgen. Uns werden die beiden anderen Liktoren und Seinfreda begleiten, womöglich stößt Angelique später zu uns. Wir müssen dazu gut drei Stunden reisen, müssen uns also beeilen, wenn wir noch in die Stadt und mit den Melissiden agieren wollen... sehr beeilen."


"In der Tat" sofort ergriff den Tzimisce neuen Eifer, positiveren, von weniger Wut getragen. "Wollt ihr mit zu den Melissiden kommen? Ansonsten würde ich dies sogleich in Angriff nehmen und so schnell wie möglich wieder zu euch stoßen. Welche Vorbereitung sollte getroffen werden für dieses Vorhaben?"


Gaius hob die Schultern "wenn es hart auf hart kommt, werden die alten dieser stadt sicher eher ganz broglio vernichten, als die stille brechen lassen... Aber ich denke die gefahr ist groß, dass die melissiden zuerst nur einen teil ihrer drohungen wahr machen. Und ich möchte nciht, dass dies unser teil ist, der dann in flammen steht... Könnt ihr an einer Verteidigung helfen? gerade tagsüber?"


"Ich meinte Vorbereitung für unseren "Ausflug". berichtigte er kurz, bevor er bedauernd den Kopf schüttelte. "Leider ist mein derzeitiges Projekt, das uns hätte helfen können für die Verteidigung, noch nicht bereit. Ein ungünstiger Moment....und für anderes fehlt die Zeit. Ich könnte eure Kämpfer stärken mit meiner Kraft, nur wisst ihr selbst, was der Preis dafür ist und uns würde die Zeit fehlen, wenn die Melissiden nicht einlenken."


Gaius nickte... bedauerlich. "Wie stellt ihr es euch vor zu den Melissiden zu sprechen? Kennt ihr solche, die von Bedeutung sind? Würdet ihr in ihren Hof marschieren, trotz der Gefahr, dass sie euch als Geisel nehmen?"


Der Drache grinste amüsiert. "Sie haben doch schon ein Druckmittel gegen uns. Aber, keine Sorge, ich habe nicht vor in ihr Nest zu gehen, wo es von ihren irren Menschen nur so wimmelt.. Ich werde verlangen dass sie herauskommen, zum reden. Wenn ihnen was an ihrer Herrin liegt, könnten sie das vielleicht in Betracht ziehen." Die Vorstellung, dass der grässliche Former nur reden wollte, mochte einem nicht kommen, wenn man ihn so sah.


"Was wollt ihr ihnen sagen? wenn sie die füße nicht still halten, wird sie brennen, oder noch mehr?"


"So in etwa. Einfach. das es in ihrem, wie meinem Interesse ist sie zu finden. Sie können helfen sie zu retten oder alles sinnlos vernichten....auch was Melissa sich aufgebaut hat, das werden sie sicher nicht wollen. Und nun ja....SIe sind ihre Familie, ich bin ihre Familie..." sagte der Tzimsice und klang dabei aber als würde diese Tatsache, mit diesen Menschen in einen Topf geworfen zu werden, Brechreiz verursachen. Er war kein guter Redner, aber irgendetwas musste ja getan werden. Vielleicht sollte er Jakob noch mitnehmen. So von Mensch zu Mensch....


Gaius nickte. "Gut. Dann tut das, ich kümmere mich um die Verteidigung des Sestiere, sobald ihr zurück seid, brechen wir auf. Beeilt euch. Ich gebe euch noch einen Späher mit ,einfach um zu erfahren, falls man euch rausboxen muss? Passt euch das?" Mittlerweile war auch Gaius wieder gänzlich ruhig und überlegt handelnd...


"Ich hoffe dass es nicht dazu kommt, aber tut euch keinen Zwang an." antwortete der Drache und machte sich daran, die Maske wieder aufzusetzen und die Kleidung zu richten. "Ich werde sodann aufbrechen und mich sputen."


Gaius nickte "Sagt hier bescheid, wenn ihr zurück seid, ich selbst werde auch auf den Wegen sein und euch bescheid geben, wenn neues klar ist..."


Der maskierte Drache nickte. "Das werde ich tun. Viel Erfolg auch euch." Damit machte er sich dann auch auf den Weg., eilends nach Broglio, mit einem schnellen Zwischenstopp zu Hause.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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