Könige und Verräter [Maximinianus]

Fluff und Briefe

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Gaius Marcellus
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Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Gaius Marcellus » So 23. Jul 2017, 17:55

Einige Nächte nach der Rückkehr des Seneschalls überbrachte ein Bote des Ordens des heiligen Martins ein gesiegeltes Schreiben am Bischofskastell.

Verehrter Maximinianus,
Ancilla des Clan der Könige,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
Mondsenator von Mascharana,
Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
Kind des Gildo, Ahn des Clans der Könige und Voltumna des etruskischen Bundes,
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte,
Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten,
Kind Ventrues, erster seines Blutes und König der Könige,
Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters,

ich bin hoch erfreut über eure Rückkehr und zugleich tief besorgt.
Eure Worte unserer letzten Gespräche scheinen sich immer mehr und mehr bestätigt zu haben.
Ich hoffe es geling nun rasch, endlich wieder Loyalität zu ihrer Majestät in die Domäne zu bringen.

Ich will euch als weitere Quelle berichten,
was sich in der Zeit eurer Abwesenheit hier zugespitzt und zugetragen hat und euch als verehrtem Vorgesetzten Bericht als Liktor darbringen:
- Sicherlich habt ihr von dem Spektakel in Kreuzdorf erfahren. Grausame und euch wohl bekannte Mächte schlugen die meisten Kainskinder in die Flucht. Einzig die ehemalige Ädila und der Brujah Ramon verblieben mit dem von Liktor Brimir und mir festgesetzten Malkavianer, und ließen ihn scheinbar im Dorf zurück.
Anschließend erreichte uns ein scheinbar gefälschter Brief, der Lasombra Ilario und der verehrte Godeoc nahmen ihn halbiert an sich. Die ehemalige Ädile und der verehrte Ankilla übernahmen daraufhin mit des Liktor Brimirs Akzeptanz das Kommando über jene Liktorenmission und wandelten sie in ein Vernichtungskommando. Mit Flammenpfeilen wurde Kreuzdorf vernichtet, obwohl der jüngst gefangene Kainit angeblich noch darin war.
Brimir als Ältester der Liktoren schloss sich ebenso jenem vermeintlichen Befehl an und unterstütze die vernichtungsgefährdenden Methoden des Ankillas und der ehemaligen Ädila.
Seither habe ich vom Neugeborenen Ferrucio nichts mehr gehört, entweder wurde er freigelassen oder entkam, um Chaos in der Domäne zu stiften, oder er wurde entweder absichtlich oder zumindest unter Duldung vernichtet. Die ehemalige Ädila und der Ankilla Godeoc, die die Verwendung der Feuerminition durchsetzten waren nicht zur Stellungnahme zu bringen, der Brujah Ramon beteuert sein unabsichtliches Versagen.

- In den folgenden Nächten erhielten wir Liktoren Bericht über die Entführung der Prinzessin, diese Berichte stammen von den Neugeborenen Ilario von den SChatten und Vergonzo von den Nosferatu.
Die Berichte stimmen nicht überein, doch beide erwähnten fremde Nosferatu. Der Ankilla Godeoc war zum Zeitpunkt des Überfalles noch im Gespräch mit uns vor Kreuzdorf, er selbst kann nicht involviert sein, der Liktor Brimir fand jedoch passenderweise.. Geruchsspuren nach Calvicula. Deswegen agierten wir auf Anklage des Vasallen Ilario und in Beratung mit der ehemaligen Ädila und versicherung des Liktors Brimir. Leider war die Suche in Calvicula (wie zu erwarten) nicht erfolgreich. Nachdem sich die ehemalige Ädila und der Liktor Brimir auf eigene Faust aufgemacht hatten, beschlossen wir die Suche neu zu verlagern und zogen aus Calvicula ohne größere Schäden erlitten oder zugefügt zu haben ab.

-- Bedenklicher jedoch als diese leeren, fragwürdigen, Spuren jedoch waren die Aussagen der Nosferatu. Mir gelang es den Nosferatu Il Ghiotto festzusetzen, seine Aussage belastete primär den Lasombra Ilario.
Er berichtete dabei von einem Schreiben zwischen jenem und seinem Erzeuger aus Venedig, in dem die Domäne Genua als einzige nicht Lasombra-kontrollierte Seemacht Italias identifiziert wurde und zur Aktion aufgerufen wurde. Auch zeigten sich die Nosferatu verwundert über die häufigen Besuche des Fremden bei ihrer Majestät, sowie seinen raschen Aufstieg. Auch seine Rolle als einziger wirklicher Zeuge der Entführung ließen Zweifel aufkommen. Leider waren die Worte wenig mehr als Indizien, doch erscheint die dahinterstehende Narration nicht all zu undenkbar, da Venedig und Mailand gemeinsam den Verteidigungsgürtel gegen die sächsischen Ventrue bilden.
Der verehrte Godeoc befreite sein Kind aus der Gefangenschaft bei uns Liktoren, seither ist der Kontakt zum Clans Nosferatu sehr begrenzt, womöglich stehen euch jedoch noch Wege offen, um diese Spuren zu vertiefen. Ich selbst werde diese Möglichkeit vermutlich nicht mehr so bald haben, halte sie jedoch für hochgradig interessant.

Von Anschlagsplanungen auf eure Person, oder jene der Neugeborenen Francesca, konnte ich nichts erfahren. Eure Vorhersage des mir undenkbar scheinenden Angriffs auf unsere höchst verehrte Majestät hingegen hat sich leider erfüllt. Das ganze Verhalten der Domäne erscheint mir derzeit seltsam und wenig nachvollziehbar. Einzig die immer stärker werdenden Bestrebungen des Liktors Brimir, alle Waffentragenden unter sein Banner zu nehmen, sind leicht zu durchschauen.
Da ich der jüngst in der Domäne verweilende Liktor bin, fällt es mir nicht leicht, ihm dabei Paroli zu bieten. Auch wenn meine persönlichen Bündnisse bestehen bleiben und nicht alle Vertreter der Hohen Clane sich dem Gangrel unterstellt haben.
Er selbst übersteigt mich trotz seines Clans bedauerlicherweise durch seine lange Verweildauer in der Domäne und seine enge Verbindung zur einflussreichen ehemaligen Ädila jedoch an Auctoritas und Truppenstärke.

Euer Rat diese bedenkliche Situation betreffend wäre mir eine Erleichterung.
Ich hoffe mein Bericht konnte euch einige weitere Einsichten gewähren.

In Hoffnung für unsere Domäne,

Gaius von Genua, Liktor und Mondsenator ihrer höchst verehrten Majestät Aurore von Genua, Neugeborener der Salubri.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Il Canzoniere
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Re: Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Il Canzoniere » Di 25. Jul 2017, 01:22

Nur wenige Nächte darauf erreichte ein Mönch das Domus Medicorum und übergab seine Nachricht an den Salubri selbst. Er war die beiden Nächte zuvor bereits hier gewesen und schien seine Nachricht niemand anderem als dem Liktor selbst übergeben zu wollen. Das ascheversetzte Siegel sowie die blutversetzte Tinte ließen keinen Zweifel von wem das Schreiben stammte. Jedoch war das Schreiben selbst leer. Lediglich die Echtheit des Boten wurde darin bestätigt. Als der Liktor sich dieser versichert hatte begann der Bote zu sprechen, es klang wie auswendig gelernt, mit fehlenden Betonungen hier und da, irgendwie gleichmütig. Und es war gesprochen wie ein Brief.
An
Gaius von Genua,
Liktor ihrer Majestät Aurore von Genua,
Mondsenator von Domus,
Neugeborener der Salubri,

ich danke euch für den ausführlichen Bericht.
Es heißt nun klar und eilig zu handeln.

Oberste Priorität muss das wiederaufspüren ihrer Majestät haben. Direkt danach und nur minder weniger wichtig ist die Erhaltung ihrer Domäne so wie sie sich dies vorgestellt hat und wie sie sie nach ihrer baldigen Rückkehr von uns erwartet. Dies ist nicht weniger als unsere Pflicht.

An ersterem arbeiten meine Männer bereits. Auch die Geissel wurde darauf angesetzt Licht in diese Angelegenheit zu bringen. Wir haben gute Erfahrung mit Ihren Fähigkeiten diesbezüglich gemacht. Ich benötige jedoch das von euch beschriebene Schreiben aus der Kreuzdorfer Nacht. Überbringt es mir. Wenn ihr nur einer Hälfte habhaft werden könnt, soll auch das genügen. Wichtig ist lediglich das die unverzüglich passiert. Sollten sich die Magister dagegen wehren seid ihr befugt zur Not auch Gewalt anzuwenden.

Mit Melissa, Ferrucio und den Nosferatu wurden gleich drei "unsichere" Faktoren für einen Putsch gegen ihre Majestät lahmgelegt. Im Elysium hängen Schreiben das der Fall ersterer mit dem Schatten Fabrizio und/ oder dem Gelehrten Ajax zusammenhängt. Zweiteres "Verschwinden" schreibt ihr Acacia und Brimir zu - im weitesten Sinne - auch wenn im entscheidenden Moment nur der Schatten Acacia und der Gelehrte Ramon vor Ort waren. Zu drittem Punkt nennt ihr den Schatten Ilario, den ihr als "einzigen wirklichen Zeugen". Lasombra und Brujah. Brujah und Lasombra. Und noch einmal Lasombra. In Zeiten wo von Norden ein Heer der Lasombra und von Süden eine Flotte der Lasombra unsere Domäne bedroht. Wenn ich euch nun berichte das es kaum ein halbes Jahr her ist das Acacia, Brimir und Ilario zu geheimen - von ihnen initiierten - Verhandlungen mit der Macht reisten die nur Wochen danach ein Heer gegen uns aufzustellen begann, dann hoffe ich das es euch nicht bestürzt das ich hier Hochverrat rieche.
Die logisch nächsten Ziele sind meine Person, die Ghule ihrer Majestät und ihr. Ich rate euch daher eure Zuflucht vom Einfluss weiterer Kainiten, insbesondere der beiden Kappadozianer in eurem Umfeld zu säubern - besser noch geheim zu halten sowie Vorsichtsmaßnahmen zu treffen die euer Verschwinden, euren Tod oder das Brechen eures Willens durch Blutskräfte oder Blutsbänder beinhalten. Ich habe bereits dasselbe getan.

Behaltet bitte stets im Blick, ganz gleich was eure Ohren erreicht, das Genua ein Handels- und Verteidigungsbündnis mit dem etruskischen Bund eingegangen ist. Ein Bruch dieses Paktes würde nicht nur Aurore sondern Genua selbst politisch auf Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte ruinieren. Niemand. Nicht Venedig, nicht Hardestadt, nicht die Höfe der Liebe, nicht der etruskische Bund, nicht Massinissas Kinder, nicht die Byzantiner, nicht Sizilien, nicht Amalfi, Pisa oder Neapel würde Genua noch ein einziges Wort abkaufen wenn es nicht zu seinen Eiden steht. Ich habe die in Frage kommenden Varianten bereits durchgespielt und ermuntere euch dies ebenfalls zu tun. Bricht Genua das Abkommen mit dem etruskischen Bund und ergreift Partei für ganz egal welche Seite, dann ist Genua Freiwild. Derjenige der dann als erstes hier ist, wird Genua besetzen und zu einem Spielball seiner eigenen Politik machen.
Aktuell ist Mailand als schnellstes hier. Gefolgt von Pisa, Sizilien und sogar Venedig. Vier Lasombra-Bünde. Für das Anlanden venezianischer Truppenverbände suchen Acacia della Velanera und Illario Contarini aktuell geeignete Anlandeplätze. Mit Mailand haben sie bereits gesprochen. Fabrizio Begado ist momentan nach Sizilien zurückgekehrt und der stetige Nachrichtenaustausch zwischen den Pisani-Lasombra und unseren hier ist rege wie eh und je. Ich nehme an das die Magister Genua zu einem Nachschubkanal für ihre norditalienischen Domänen, zur Entlastung vor den sächsischen Ventrue nutzen wollen. Da, ganz gleich in welcher Konstellation sie dies ausführen, Sizilien sein Einverständnis hierzu gegeben haben muß, gebe ich zu bedenken das Genua in einer solchen Zukunft von Leuten wie Lydiadas, Fabrizio Begado oder weiteren Subjekten ihres Schlages regiert werden kann. Erfahrungsgemäß und mit vielen Beispielen zu belegen ist es genau das was Sizilien in solchen Fällen fordert.

Zu euren Worten zu Brimir: es gibt weder einen Ältesten Liktor noch einen ersten unter Gleichen. Ihr seid im Range mindestens gleichrangig mit ihm. Erhebt sich doch euer Blut über seines, auch wenn er länger vor Ort ist und die längere Ahnenliste vorweisen kann. Wer die genuesischen Kräfte führt ist eine Entscheidung die ich in Abstimmung mit dem Allesfresser treffen werde. Euer schnelles und rasches Handeln entgegen des möglichen Putsches ist jedoch etwas das euch in Zukunft auch größere Posten einbringen kann. Sollten eure beiden Mitliktoren - die Mailand beide sehr nahe stehen - meine Erwartungen bedauernswerterweise erfüllen, bin ich sicher das ihre Majestät nicht erneut mühselig Liktoren auswählen wird. Sie wird ihre treuen Diener belohnen. Zumindest ist es das was ich ihr raten werde. Statt einer von mehreren Liktoren zu sein wäre der Titel Blutvogt sicher etwas das euch nicht unbekannt ist.

Falls euch meine Analyse unschlüssig erscheint, weise ich darauf hin das die Nosferatu - die einen exquisiten Ruf zu verlieren haben - euren Angaben nach sogar Beweise für diesen Putsch seitens der venezianischen Lasombra haben. Die Malkavianer, die ein beachtliches Gespür für Veränderungen haben, haben mit Ferrucio Erminio ebenfalls gespürt das etwas im Umbruch ist. Ich nehme an das sein wahnhaftes Geplapper von "Gehenna" auf eine Nacht der langen Messer oder einen Putsch hinweist und er es religiös aufgeladen völlig falsch interpretiert hat. Immerhin hatte er keinerlei Vorwissen um die politischen Gegebenheiten Norditaliens.

Fasst diese Nachricht bitte als weitreichende Information, als Beweis meines Vertrauens und als gut gemeinten Hinweis ob des momentanen Standes der Dinge auf.

Maximinianus,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
Ancilla des Clan der Könige,
Mondsenator von Mascharana,
Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
Kind des Gildo, Ahn des Clans der Könige und Voltumna des etruskischen Bundes,
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte,
Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten,
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Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters,

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Gaius Marcellus
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Re: Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 4. Aug 2017, 13:15

Im klassischen Sinne erhielt der Seneschall wieder Antwort. Ein Brief dem Schreiber diktiert, ordendlich aber unpersönlich.

„An den verehrten
Maximinianus,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
Ancilla des Clan der Könige,
Mondsenator von Mascharana,
Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
Kind des Gildo, Ahn des Clans der Könige und Voltumna des etruskischen Bundes,
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte,
Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten,
Kind Ventrues, erster seines Blutes und König der Könige,
Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters,

Habt Dank für eure rasche Antwort. Gibt es Fortschritte oder Optionen der Beihilfe zum Auffinden ihrer Majestät?

Ich habe versucht den besagten Brief zu erlangen und den Lasombra dafür gestellt, jedoch ist er bereits an Benedetto weitergereicht worden. Der Magister behauptet, der Kappadozianer habe ihm den Brief mit Druck abgenommen. Von gewaltsamer Aktion gegen den Ankilla habe ich als Neugeborener jedoch bisher abgesehen.

Eure Schlussfolgerungen betreff politischer Lage, dem Ruf der Domäne und auch dem Hochverrat scheint bedauerlicherweise sehr nachvollziehbar… sind keine Handlungen geplant, wo die Personen derart deutlich erscheinen? Abzuwarten bis der Feind vor den Toren steht erscheint zumindest in meiner Sicht als Militär riskant.

Ich will euch einen weiteren Bericht zu jener Lage liefern: die Lasombra versuchten deutlich Quinto al Mare zu nehmen, dies wird sicherlich der Anlandeplatz sein, den ihr erwähntet. Fabrizio Begado war der deutlich Vertreter, aber auch Adelchis Diaconus und im Hintergrund Ilario waren involviert. Jedoch sind die Lasombra zeitweilig aus dem Ort vertrieben und neben einer Seuche die dort grassiert und bereits von meinen Männern bekämpft wird, hält der Brujah Ajax seine Hand über dem Ort. Mit ihm bin ich im losen Bunde. Generell erscheinen mir die Brujah, in ihrer Konkurrenz zu den Lasombra, ein besonderer Clan in diesem Konflikt zu sein. Wisst ihr um die Rolle des verehrten Mattia? Ihre Majestät hat ihn hergebeten, ist euch der Grund bekannt, ist ihm zu trauen? Jegliches Vertrauen den Neugeborenen gegenüber hängt schlussendlich auch an ihrem Clansältesten.

Brimir wollte sich von den waffenfähigen Kainiten der Domäne zum ersten der Liktoren wählen lassen, Chaos an jener Veranstaltung in der Arena und meine Überzeugungsarbeit konnten zumindest den Brujah Ajax auf meine Seite ziehen und die Wahl verschieben. Jedoch war ich bisher auf die Truppen des Gangrel im Sestiere Domus angewiesen und stehe nach deren Abzug ihm gegenüber als deutlich bescheidenerer Kriegsherr dar.
In den Zeiten vor dem Kriege nahm ich Rücksicht auf die Strukturen der Domäne und griff deswegen nicht nach der Führung jener Garde, bis die Zeit reif sein sollte. Nun ist die Zeit reif. Will ich ihm als Ebenbürtig gegenüberstehen und gar das militärische Vertrauen der anderen Kainiten erlangen, muss ich im Mindesten mein Sestiere souverän sichern können und kann damit nicht mehr bis nach dem Krieg warten.
Deswegen bitte ich euch hiermit eindringlich mir die Garde des Sestiere Domus jetzt zu überantworten und euer Vertrauen in meine militärischen Führungsqualitäten damit öffentlich zu demonstrieren. Zu belegen, dass meine Zeit der Anwärterschaft in dieser Domäne endgültig beendet ist und ich wahrhaft mit dem Gangrel in Konkurrenz stehen kann und nicht selbst im eigenen Sestiere in politischen Rücksichten verhaftet sein muss. Ohne diese Voraussetzung sind alle zukünftigen Aussichten und Aufstiege wenig zu vertreten.

In diesem Sinne bitte ich euch die folgenden Bürger Domus‘ zur Führungsriege der Garde zu befordern: Hauptmann – Cato Medicorum; Stellvertreter – Kamilo Großhand; Offiziere: Markus und Paulo.
Sie sind allessamt mehr als gut geeignet, angesehen und deutlich mit mir assoziiert. Stellen also eine gute Führung im Sinne des Sestiere und der Domäne dar und machen meine Ebenbürtigkeit auch für die unaufmerksamsten Kainiten deutlich.


Weitere Anweisungen, Aufklärungen über kommende Handlungen und vor allem die Übertragung der Garde von Domus auf meine Person und Dienerschaft würde mich hoch erfreuen.

In höchster Treue zu ihrer höchst verehrten Majestät und unserer geliebten Domäne,

Gaius von Genua,
Liktor ihrer Majestät Aurore von Genua,
Mondsenator von Domus,
Neugeborener der Salubri,
Kind des Matthias von Bath,
Ahn der Salubri“
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Re: Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Il Canzoniere » So 13. Aug 2017, 02:55

Wieder ein Benediktiner. Diese Mönche mussten viel Freizeit haben, wenn sie sich jedesmal solche Monologe einprägen konnten...
An
Gaius von Genua,
Liktor ihrer Majestät Aurore von Genua,
Mondsenator von Domus,
Neugeborener der Salubri,

Benedetto hat das Schreiben? Er hat sich extra dafür aus seinem selbstgewählten Gefängnis gewagt? Dies allein zeigt wie wichtig es ist. Oder besser war. Jede Vertrauenswürdigkeit dieses Schriftstückes ist dahin, falls die fetten Finger des Knochenmannes sie einmal berührten haben.

Wir haben weitere Spuren. Die Geissel befindet sich momentan auf der Suche nach Vergonzo Faro, Neugeborener von den Verborgenen. Solltet ihr euch dieser Suche anschliessen wollen kann das sicher nicht schaden.
Zum zweiten haben meine Männer einen der Armbrustieri aufgetrieben der in der besagten Nacht auf das Gefolge ihrer Majestät geschossen hat. Im anschliessenden Verhör gab er zu Protokoll das er Söldner sei und aus der Toskana stamme - sicher ein Versuch unsere Verbündeten zu diskreditieren. Ich konnte jedoch ermitteln das er mit pisanischen Münzen aus einem einzigen Guss-Zeitraum bezahlt wurde. Dies deutet auf eine Stelle hin die direkten Zugang zur pisanischen Münzgiesserei hat - Alexander, Ahn des Clan Lasombra und Erzeuger Acacia della Velaneras. Ich bitte euch diese Information streng vertraulich zu behandeln. Ich warte noch auf weitere Informationen die Licht in dieses Dunkel bringen werden.

Das die Brujah Quinto al Mare kontrollieren ist beinahe genauso ungut wie wenn es die Lasombra täten. Dieser Ajax schien es gewesen zu sein der Melissa ausgeschaltet hat - eine der drei in meinem vorherigen Schreiben erwähnten unsicheren Faktoren für potentielle Putschversuche. Versucht bitte euren Einfluß über den Ort soweit auszubauen das auch der Brujah ziehen muss. In dieser Angelegenheit fürchte ich, arbeiten die Gelehrten mit den Magistern zusammen. Immerhin war Mattia Bragadin bis vor kurzem ein Vasall des gestürzten Prinzen von Pavia, der seinerseits das Knie vor Totila von Mailand beugte. All ihre Konflikte könnten sich später als Augenwischerei entpuppen.

Was Brimir und euren Streit angeht: ich kann euch das Kommando über die Wache von Domus nicht übergeben. Strukturelle Umgestaltung jeglicher Art, unmittelbar vor dem Ernstfall beeinträchtigt die im Burgfrieden erwähnte Wehrkraft der Domäne. Zumal Domus und Luccoli keinesweg gleichwertig sind. Schon jetzt überflügelt ihr den Gangrel und seine bewohnte Lichtung bei weitem. Die Präsenz der Martinsritter im Domus Medicorum ist mehr als alles was die luccolesische Miliz jemals vorzeigen konnte.

Ich habe außerdem eine Bitte an euch: die kommende militärische Auseinandersetzung erfordert eine Reihe Kainiten die sich dem Heer und den Kampfhandlungen vor Ort anschließen - der Feind wird dies ebenso handhaben und ohne übernatürliche Unterstützung wird es schwer für unsere Truppen den Sieg zu erringen. Bringt daher bitte eine Gruppe Kainiten zusammen die dazu bereit wären für Genua zu streiten - ihr Schaden soll es nicht sein. Ich lobe eine adequate Gefälligkeit für jeden der, auf der Seite Aurores und ihrer Verbündeten Etrusker, kämpft aus. Vasallen werden für Ihre Treue belohnt, Gäste ausgezahlt oder anders entschädigt.


Maximinianus,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
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Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
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Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters

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Re: Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 16. Aug 2017, 22:12

„An den verehrten
Maximinianus,
Seneschall ihrer Majestät Aurore von Genua,
Ancilla des Clan der Könige,
Mondsenator von Mascharana,
Kind des Giacomo di Camaiore Ahn des Clans der Könige zu Florenz,
Kind des Platynus, Ahn des Clans der Könige und Seneschall der Domäne Parma,
Kind des Gildo, Ahn des Clans der Könige und Voltumna des etruskischen Bundes,
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte,
Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten,
Kind Ventrues, erster seines Blutes und König der Könige,
Kind Enoch des Weisen,
Kind des Kain, des Vaters.

Es ist erfreulich zu hören, dass es neue Spuren gibt, auch wenn sie bedauerlicherweise sehr undeutlich sind und eher auf den Schuldigen der Entführung, als den Aufenthaltsort unserer Prinzessin. Diese beiden Informationen mögen wohl zusammenhängen, jedoch nicht unbedingt.

Was Quinto al Mare angeht, will ich eure Anweisung versuchen zu befolgen. Ich werde bald aufbrechen mir den Ort anzusehen, die Seuche in jenem Ort konnte bisher auch noch nicht eingedämmt werden. Was ist der offizielle Status zu Fabrizio Begado dieser Nächte? Die Prinzessin gab einen Verhaftungsbefehl, er wurde nie aufgehoben, durch die Kriesdrohung nur aufgeschoben, da der Krieg unausweichlich scheint, sollte dieser Befehl ausgeführt werden?

Eure Bedenken betreff der Garde von Domus ist nachzuvollziehen, auch wenn ich zugegebenermaßen enttäuscht bin, dass ihr mir nicht die Führungsqualitäten zuzutrauen scheint, diese Umgestaltungsunruhen durch meine persönliche Ausstrahlung mehr als auszugleichen.
Ich biete euch an direkt Il Paladino als weiteren stellvertretenden Hauptmann neben den von mir genannten Mannen einzusetze. Diese ungewöhnliche Lösung wäre in dieser Notsituation mit Sicherheit eine effizient. Die Ausgleichsgedanken betreff Luccoli sind dabei nicht weiter von Bedeutung.

Eure Bitte betreff der Kainiten will ich gerne erfüllen, der Brujah Ramon hat mir einen Eid der Waffenhilfe geleistet, der Brujah Ajax hat sich zur Verfügung gestellt, der Gangrel Alessandro wurde von Brimir aus der Domäne verbannt, ich werde versuchen ihn dennoch zu gewinnen. Die Anzahl unserer kainitischen Krieger in der Domäne ist demnach aber bedauerlicherweise begrenzt. Dafür sind die Truppen der Vasallen sicherlich groß, ich selbst versuche eure Vorgabe im Doppelten zu erfüllen. Mehrere der Kainiten haben mir bereits ihre Truppen für das Schlachtfeld unterstellt.

Wie sieht es mit der Unterstützung der Etrusker aus? Sind Kainiten, gerade Krieger, zu unserer Unterstützung vorhanden? Wie steht es um die Truppen der Domäne? Gerne will ich mich in eure Pläne integrieren lassen.
Dabei wäre ich als Marschall der Domäne sicherlich passend ausgestattet. Die genannten Brujah stünden als mein Schutz oder für Störaktionen zur Verfügung. Ich bin sicher, ihr werdet keinen besseren Mann finden, der Männer vor dem Überlaufen bewahrt, bis zum letzten kämpfen lässt und in Schlachten führt. Euer Vertrauen in diesen Angelegenheiten in mich zu legen wäre ein Zeichen eurerseits.

In höchster Treue zu ihrer höchst verehrten Majestät und unserer geliebten Domäne,

Gaius von Genua,
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Re: Könige und Verräter [Maximinianus]

Beitrag von Il Canzoniere » Di 22. Aug 2017, 21:22

An
Gaius von Genua,
Liktor ihrer Majestät Aurore von Genua,
Mondsenator von Domus,
Neugeborener der Salubri,

in puncto Fabrizio Begado unternehmt ihr nichts. Er ist der sizilianische Botschafter. Wir wollen der See der Schatten keinen Vorwand für einen Krieg geben. Es droht ein Konflikt mit Mailand, nicht mit Sizilien. Wie immer wäre es ein gefährlicher Fehler einen Clan über einen Kamm zu scheren. Dennoch solltet ihr Begado im Auge behalten. Ihm ist nicht zu trauen und wir können von Glück reden wenn er sich nur persönlich an diesem Krieg bereichert und keine Sabotage betreibt.

Der Brujah Ramon und dieser verbannte Gangrel haben viel wieder gut zu machen. Setzt sie dort ein wo das meiste Blut fließt und sie am ehesten ihre Sünden wiedergutmachen können. Was ist mit den anderen Liktoren? Ich sehe das ihr tatkräftig arbeitet. Gebt mir bitte Rückmeldung ob der kainitischen Streiter die Titus und Brimir aufbringen können.

Eure Überlegung euch zum Marschall zu ernennen teile ich. Jedoch müssen hierzu vorerst einige Dinge geklärt werden. Findet euch zu einer Audienz am kommenden Mittwoch im Bischofskastell ein. Erscheint um ein Uhr.

Euer Angebot, Il Palladino als stellvertretenden Hauptmann von Domus zu nominieren, wurde zur Kenntnis genommen.
Ob und wenn ja welche Kainiten sich unter den toskanischen Einheiten befinden werde ich Beizeiten enthüllen.


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