Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

[Juli & August '16]

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Gaius Marcellus
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 6. Sep 2016, 23:13

Kurz vor Ankunft an der Kapelle fragte der Salubri, die Gedanken der jungen Malkavianerin scheinbar fast ahnend oder herrlich Zufällig "Dieser Benedetto, was für eine Art Kainskind, Kappadozianer ist er? Er beherrscht eine Domäne, wie kommt der Clan der Toten zu solch politischer aktivität, ist er schon so lange hier, oder einfach sehr... geschickt? Ein Mann des Wissens, wird er dennoch sein, oder nicht?"
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Angelique » Di 6. Sep 2016, 23:44

Angelique lächelte und schüttelte ihren Zeigefinger."Jamai! Kein Tratsch über den höchst ehrenwerten Benedetto wird von mir kommen. Nur, dass ich ihn hoch schätze und er der Gebildeste und Kunstfertigste Genuas ist. Alles andere müsst Ihr ihn selbst fragen."
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 7. Sep 2016, 00:23

Der Salubri lächelte leise mit einem kehligen Laut, das Kind hatte sich gefangen, bewahrte seine Sicherheit und verhielt sich dennoch kindlich... ein Akt? "Nun denn, doch darf ich euch um eine ehrliche Einsicht zu einem Kainskind und einem weiteren Wesen dieser Domäne bitten? Kein Tratsch, eure Einschätzung zur Moralität und dazu, wie verstrickt sie in diese genannten Scharaden und Politik sind?" er zögerte "Wenn es euch nicht genehm ist, so fühlt euch nicht verpflichtet, es wäre mir jedoch eine Klärung eure Perspektive zu sehen, die mit Sicherheit eine Neue für mich wäre und womöglich zu mehr Weisheit führen könnte." eine kurze Pause folgte
"Die Drachin, Melissa, Broglio scheint ihr Reich zu sein - ich interessiere mich für die Menschen dort, daher auf für ihre... Mutter. Sie begrüßte mich freundlich und wahrte die Gastfreundschaft.
Der Orden der Jagd, Broglio scheint sein Beutegrund zu sein - ich interessiere mich für die Menschen dort, daher auf für die Nonnen und ihre Anführerin. Mit ihr und ihren Nonnen teilte ich Geschichten der größten Jagd.
Wenn ihr es wünscht und mir Einsicht zu ihnen gewährt, wäre auch ich gerne bereit euch ebenso gefällig zu sein."
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Angelique » Mi 7. Sep 2016, 09:23

Das scheinbar kleine Mädchen verriet ihr wahres Alter, indem sie lange nachdachte, bevor sie antwortete: "Die ehrenwerte Dame Melissa, glaube ich, nimmt ihre Aufgabe, ihres Bruders Hüter zu sein, sehr ernst. Und sie ist sehr auf ihre Domäne bedacht. Ansonsten ist sie von gerechter Härte und adamant in ihrer Meinung, hat sie sie erst einmal gebildet. Sie ist wie eine Miniaturausgabe der Prinzeps. Wäre ich nicht überzeugt, dass sie eine der Drachen ist, könnte man sie für deren Nachkomme halten.

Was die Jagdnonnen angeht, so weiß ich nach Jahren immer noch so gut wie nichts. Der Heilige Hubertus jedenfalls hat nichts mit ihnen zu tun...eher etwas Älteres. Sie wirken dem heidnischen Ascomannen Brimir näher als dem HErrn."
Fröhlich fügte sie hinzu: "Aber in Bälde erfahre ich vielleicht mehr über sie, nehme ich doch an einem ihrer Mysterienspiele teil."

Sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sehr sie das bereuen würde.
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 7. Sep 2016, 11:56

Der Salubri nickte dankbar "Letzteres scheint auch mein Eindruck, interessant ist es alle male... ihre Mysterienspiele, so werdet ihr von Uriel zu Samael gewandelt?" dabei lächelte der Mann ironisch "Ich wünsche euch viel Erfolg und Sicherheit dabei...
Was die Dame Melissa angeht, schätzt sie Kainskinder in ihrer Domäne so wenig und vertreibt sie rasch, oder schätzen Kainskinder ihre Domäne nicht hoch, dass sich dort scheinbar niemand fest niedergelassen hat und das Gebiet nur als Jagdareal genutzt wird?" Broglio mag ein wenig abseits liegen, doch nur ein Kainit schien in der Tat sehr wenig... was es wohl mit dem Bruder auf sich hatte? Doch Gaius hatte die zentrale Frage bereits gestellt, weitere Details dieser Tiefe wären für einen solchen Moment zu fordernd..
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Angelique » Mi 7. Sep 2016, 12:35

Sie lachte, ob des Engelsscherzes. "Nein", antwortete sie,"das wird nicht geschehen. Ein jeder bleibe in seinem Stand, nicht wahr? Und was die edle Dame Melissa angeht: Was soll die Krähe sich anmassen zu verstehen, wie der Drache denkt. Das müsst Ihr sie selbst fragen. Einem Hohen Klan wird sie mehr erzählen als mir Unwürdiger."
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 7. Sep 2016, 12:54

Er nickte, wirkte etwas betrübt "Wir werden sehen, wie sehr sich die Eigensucht der Kainskinder hier in den Weg einer gemeinsamen Zukunft zum Wohle der Sethskinder stellt... ich hoffe einen Beitrag leisten zu können, Gesundheit und damit Seelenfrieden für die Ärmsten der Armen gewähren zu können... eine Seele im kranken Körper leidet oft tiefe Narben und Verirrungen..." er blickte sich, versuchte sich zu orientieren wo sie mittlerweile angekommen waren und zu welcher Kapelle ihn Angelique möglicherweise führen würde
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Angelique » Mi 7. Sep 2016, 21:33

Tatsächlich war es nur eine kleine Kapelle, geweiht dem Heiligen Judas, dem Schutzpatron der Verlorenen. "Übergebt bitte Roger jetzt den Leichnam. Das sind gute Leute dort und sollen mit unserer dämonischen Gegenwart nicht belästigt werden. Sie sind zu arm und unbedeutend, dass unsere Verwandten sie zur Kenntnis nehmen. Lassen wir ihnen ihren Frieden, nicht wahr? Von uns wird ihnen nichts Gutes erwachsen, leben wir doch in Kreisen der Verdamnis. Zuviele Kirchen sind schon von Unseresgleichen entweiht worden, um die Macht des Demiurgen zu mehren."
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 8. Sep 2016, 10:46

Der Salubri nickte, wandte sich Roger zu, hielt kurz inne und betrachtete erneut das Kind, er sprach ein kurzes Gebet und verabschiedete sich, ehe er den Jungen an den Krieger übergab, so vorsichtig als wäre er noch am Leben.

Nachdem der Nordmann sich einige Schritte mit dem Leichnam entfernt hatte wandte Gaius sich wieder Angelique zu
"Der Demiurg? Welcher Tradition folgt ihr, der der Akademie oder des Clemens von Alexandria oder gar des Markion, wo ihr Gnostiker zu sein scheint?
Wem Ordnet ihr die Verfluchung unseres Urvaters zu?" Auch wenn die Haltung des Salubris nicht nach großem philosophischen Gespräch aussah, sondern eher nach Aufbruch, schien ihn die letzte Aussage der jungen Malkavianerin zu anderem gezogen zu haben.
"Ja... ich sah den Bischofspalast und den leeren Blick seiner Bewohner... ist dies bei vielen Kirchen und Klöstern so? Ich erfuhr, dass Genua stolze 4 Klöster und... 16 rechte Kirchen besitzt? Auch wenn die Nonnen eher ungewöhnlich und wohl keinem dieser Klöster zuzuordnen sind." lächelte er, wie um das düstere Thema etwas zu erhellen
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Re: Ein Abend im Elend - II. Akt [Offen]

Beitrag von Angelique » Do 8. Sep 2016, 11:40

Angelique zeigte sich erfreut über die theologische Bildung des Salubri. Gab es doch außer Benedetto kaum jemanden in Genua, der Gnosis nicht für irgendeine lomardische Prizessin und den Demiurg für einen griechischen Handwerker gehalten hätte. Totzdem war sie zurückhaltend. Sie kannte ihn ja kaum. Und wer wusste schon, ob er Ketzerei verfolgte. Also sagte sie diplomatisch: "Darüber sollten wir uns vielleicht einmal in ruhigerer Atmosphäre unterhalten."
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