Handelskrieg

[Juni '16]

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Angelique
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Handelskrieg

Beitrag von Angelique » Di 21. Jun 2016, 17:40

Es war noch hellichter Tag, als Roger die Tür zum Kontor des Grimsteinn aufriss und wütend verlangte, zu seinem Geschäftspartner vorgelassen zu werden. Das heiße Blut Angelique tobte in ihm und schürte seinen heiligen Zorn noch mehr. "Dieser Hundfott von einem Schweinepfaffen," brüllte er, als er Waffen und Schild eher in eine Ecke warf, als sie abzulegen. "Ich lege alles, was ich und Angelique haben, in dieses Geschäft, und dieser Sohn von tausend Vätern und Nachkomme dämonenanbetenden Aufwurfs, bei dem selbst Nosfertu But kotzen würden, wagt es, meine Herrin zu erpressen? Um die HÄLFTE der Ladungen, um sie an seine Lakaien zu verschleudern? Der Pfaffe untergräbt unser Monopol, bevor es entstehen kann!"

Seine Herrin war nicht hier, schlief den Schlaf der Gerechten, musste nicht mit ansehen, wie Roger, den sie von einem blutrünstigen Söldner zu einem Vorbild der Ritterlichkeit umzuerziehen versuchte, sehr unritterlich vor sich hinfluchte.

Roger schaute entnervt zum verduzten Nordmann. "Ich weiß, dein Herr schert sich nicht um Geschäfte. Sag mir, dass Hauptmann Brimir das gutheißt, was der falsche Hirte da treibt und ich will mich zähneknirschend fügen. Aber mir schien, die Ware gefiel ihm und die Möglichkeiten für Genua. Gib mir ein klares Wort des Recken, eine Audienz mit ihm, oder, bei den drei Marien, die Diebe, die meine Ware stehlen wollen, bekommen die Bolzen vor den Armbrüsten!"
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Brimir » Mi 22. Jun 2016, 14:32

Der Knabe, der inzwischen die GEschäfte übernommen hatte, staunte nicht schlecht, als Roger so wütend hinein kam. Er brauchte auch eine ganze Weile, ehe er verstand, was der Söldner genau wollte. Dann jedoch eilte er rasch hinauf zum Wohnhaus über dem Lager, um Grimsteinn zu holen. Der ältere Nordmann lauschte den Worten Rogers, nachdem sie in das Hinterzimmer gangen waren. Sein Gesicht wurde zu einer steinernen Mine, während der andere Ghul immer weiter ausholte. Dann erst setze sich Grimsteinn und füllte zwei Becher mit Wein. Einen davon reichte er an Roger weiter.

"Ich weiß, genauso gut, wie du, dass Brimir sicht nicht für Handel interessiert."

Und doch wirkte er nicht enttäuscht davon und machte auch nicht den Anschein, dass er auf sich allein gestellt wäre, wenn es darauf ankäme.

"Aber... ... Brimir schätzt sein Eigentum... ... der Handel zwischen dir und mir... ich kaufe die Schiffe... ... du die Armbrüste und wir übergeben sie an die Milizen... ... gegen Entgeld... er hat dem eingewilligt, weil sie letztendlich... ihm zum Vorteil gereichen. Er wird sie als sein Eigentum sehen... auch, wenn sie eigentlich 'unser' sind."

Grimsteinn grinste verschwörerisch.

"Ich werde ihm eine Eule schicken, damit er heute Abend hierher kommt. Ich bin sicher, dass er deine Vorrangehensweise teilen wird, wenngleich ich ihm raten werde ersteinmal mit Maximinianus zu reden, bevor das im Blutbad endet."
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Angelique » Mi 22. Jun 2016, 20:11

"Ausgezeichnet! Der Friede und Wohlstand scheint dem Kuttengeier wohl zu Haupte gestiegen zu sein! Wir beide können uns noch an Tage erinnern, wo für sehr viel weniger sehr viel Blut geflossen ist."
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Brimir » Do 23. Jun 2016, 14:56

""Ohja... ... sehr gut sogar... "

Grimsteinn verzog das Gesicht etwas. Er war wirklich nicht der Krieger unter den Wikingern und doch erinnerte sich der Händler sehr wohl an solche Tage.

"Ich hoffe dennoch, dass diese Sache diplomatisch aus der Welt geschafft werden kann. Sonst wird Genua einen neuen Konflikt ernten, wie damals unter Benedetto und Maximinianus... ... nur wird Brimir nicht so zimperlich sein, wie der Gottesdiener."

Er schaute Roger an.

"Sei mein Gast, bis zur Nacht... oder komme heute Abend wieder. Brimir wird kurz nach Einbruch der Dunkelheit hier sein."
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Angelique » Do 23. Jun 2016, 19:15

Rogers Wut milderte sich etwas und er zwang sich ein Lächeln ab. "Niemals würde ein Chevalier d' un ecu Roger de Arles deine Gastfreundschaft ablehnen."
Zu diesem Zweck hatte er ein kleines Geschenk mitgebracht. Ein Reiseschachspiel wie es die Muselmanen nutzten. Die winzigen Figürchen waren bar jeder Menschenähnlickeit, aber trotzdem elegant, wie es nur die Mauren herstellen konnten.

Und so wartete er auf die Nacht.
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Brimir » Di 5. Jul 2016, 10:48

"Oh... ... das ist ein wundervolles Geschenk. Ich danke dir. Wollen wir es doch gleich mal ausprobieren."

Grimsteinn baute auf und ließ Bier und Met hinauf bringen. Und dann verbrachte man den ganzen Tag bei einer Runde Schach. Oder zwei... oder Drei.

Bis schließlich am Abend die Eule losgeschicjt wurde und Brimir schon kurz nach Einbruch der Nacht die Tür aufstieß.

"Grimsteinn... was ist los? Roger... ... " Ein knappes Nicken folgte. "Erzählt schon."

Der Händler ließ scheinbar Roger das Wort.
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Angelique » Di 5. Jul 2016, 20:07

Roger wiederholte leise, scheinbar ruhiger, was er Grimsteinn gesagt, unterließ aber die Beleidigungen. Die guten Ohren des Untoten mochten aber wohl hören, dass Zorn und Kampfeslust unterschwellig mitschwangen.
Das orientalische Spiel hatte den Burgunder offenbar geschult, mehr als nur einen Zug im Voraus zu planen.

"Entscheide, Hauptmann Brimir, wie sollen wir reagieren auf solch Unverschämtheit? Ich weiß, dass Ihr Euch nicht scheut, auch Perfecti, Eure... Verwandten, direkt zu maßregeln. Und wenn Ihr entscheidet, dass wir des Ventrue gieriges Herz mit Bolzen in einen Igel verwandeln, werfe ich persönlich die Armbrust, nach dem es ihn begehrt, ihm ins Grab hinterher, damit er ein paar Jahrzehnte über das Lehnswesen nachdenken kann, das er missbraucht, aber nicht einmal versteht. Wenn Ihr aber sagt, wir kriechen vor ihm, dann krieche ich, wenn es Euer Befehl ist."
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Re: Handelskrieg

Beitrag von Angelique » Di 20. Sep 2016, 11:34

Roger wartete an den nächsten Tagen vergeblich auf Taten des Nordmanns. Am Ende knickte Brimir wohl doch vor dem intriganten Senechall ein. Wie er es hätte erwarten müssen, waren die Lehnsschwüre an den Ventrue wohl bindender als Handelsabkommen.

Auf lange Sicht bedeutete es einen herben Rückschlag für Angeliques Bemühungen durch Handel reich zu werden, am Ende den Ruin.
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