Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

[März - Mai '16]

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Matteo
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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Matteo » Mo 30. Mai 2016, 10:47

In der folgenden Pause sah Matteo zunächst zu Maximinianus und Geodoc, als sicher war, dass die Ancillae sich vorerst nicht äußern würden, wanderte sein Blick weiter zu den Neugeborenen, gab auch dem Brujah Gelegenheit zu sprechen. Nachdem dieser das getan hatte oder eben nicht, widmete der Toreador seine Aufmerksamkeit der verstimmt wirkenden Acacia.

"Falls ich euch erzürnt haben sollte wohlwerte Acacia della Velanera, so bitte ich aufrichtig um Verzeihung. Es lag mir fern, euch durch an letzter Stelle zu nennen um euch herabzusetzen. Vielmehr gedachte ich dadurch euren besonderen Status als einzige Dame dieses Zirkels, sowie als Hüterin hervorzuheben." Besänftigende Worte, die zumindest einen Großteil der Wahrheit darstellten.

Matteo war jedoch niemand der sich Befehle erteilen ließ wenn diese offizieller Berechtigung entbehrten und so zeigte sich, dass diese Rose durchaus Dornen hatte, um eine findige, klarstellende Wortwahl nicht verlegen war. "Eurem Wunsch komme ich gerne nach und lasse die Embriaci unberührt. Diese andere Familie sehe ich mir an, habt Dank für eurem Rat werte Acacia della Velanera."

Diese Schatten hatten Matteo durchaus beeindruckt, dennoch war er nicht gewillt mehr als nötig zu weichen. Immerhin waren sie beide neugeboren im Blut der Hohen Clans. Sein Lächeln ihr gegenüber blieb jedoch freundlicher Natur, fast schon freudig Angesichts dieses kleinen verbalen Schlagabtausches. Wie hatte er solcherlei vermisst.
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Il Canzoniere
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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 2. Jun 2016, 11:26

Maximinianus folgte dem kurzen Schlagabtausch der beiden mit dem Blick, wohl um zu bewerten wer der beiden sich im Tanz der Könige durchsetzen würde. Auf Matteos Entschuldigung hin wanderte sein Blick noch einmal zu Acacia. Beiden gab er genug Raum den anderen auszutesten, alles in allem war er jedoch so entspannt wie er überhaupt sein konnte. Als ob solche Reiberein zur nächtlichen Gesellschaft gehörten wie das grün zu einer Wiese.

Auch Josef gab er genug Raum um sich an den Toreador zu wenden, würde aber auch über dessen Schweigen hinweg gehen wenn dieser nicht ansetzen würde zu sprechen. Der Schock durch Godeocs Ausraster saß sicher noch tief.

Ein wenig die Wogen glättend fuhr er dann, an Matteo gewandt, fort: "Das soll kein Ausschluss sein. Im Gegenteil. Wir greifen uns gegenseitig sehr engmaschig unter die Arme. Eure bestehenden Handelsverbindungen können wir sicher mit den unserigen vernetzen, Zwecks Ersparnis für Bewachung, Transportkosten und solcherlei Dinge." ein kurzer Seitenblick glitt zu Acacia, ob diese dies ebenfalls für sinnvoll hielt. Offenbar traute er ihrer Expertise in diesem Punkt sehr.

"...allerdings arbeiten wir alle hart für eine Erweiterung unserer Kreise. Die Familie Arduinici ist..." ein, irgendwie enttäuschter, Seitenblick zu Josef "...bisher unserer Aufmerksamkeit relativ weitgehend entgangen. Fremde Kainiten haben sich dort eingenistet. Wir wollen nun einen Fuß in die Tür bekommen. Ihr könnt dabei auf große, mercatorische, Rückendeckung zählen, solange wir dabei alle etwas verdienen.

Denn das ist es was wir tun: wir kooperieren zum Wohle der gesamten Gruppe. Jeder steuert etwas bei und jeder arbeitet hierfür.

Ich hatte dabei weniger an die Arduinici gedacht, auch wenn dies ebenfalls eine starke Bereicherung für unseren Kreis wäre...sondern eher an generellen Einfluss in Ravecca. Einer der wenigen Sestieri indem unser Einfluss bisher noch nicht weitreichend ist. Falls ihr den dortigen Senat unter eure Kontrolle bringen könntet wäre das gar noch effektiver als die Familie Arduinici. Solltet ihr uns hier helfen können wir sicher auch über eine Expansion eurer Unternehmungen, Fulvio Embriaci betreffend, besprechen.

Solltet ihr daneben auch noch, wie Acacia vorschlägt, die Familie Arduinici infiltrieren... nun. Es würde für euch sprechen.

Ihr seht, wir arbeiten an vielen verschiedenen Fronten... und eilen von Sieg zu Sieg."

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Matteo
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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Matteo » So 5. Jun 2016, 15:16

"Von Sieg zu Sieg sagt ihr, aber gegen wen? Wer ist der Feind verehrter Maximinianus, wer steht gegen diesen Zusammenschluss?" fragte Matteo neugierig, denn immerhin schien es so als ob er, wenn er hier Verbündete suchte, woanders Feinde fand.

"Die Arduinici erstmal außen vor gelassen, klingt Ravecca doch durchaus vielversprechend. Wenn dort Wahlen anstehen... werde ich einen geeigneten Kandidaten finden, zu dem meinen machen und unterstützen. Wenn es mir gelingt dort Fuß zu fassen, mit der Unterstützung dieser Versammlung, wäre dies selbstverständlich nicht zu euer aller Nachteil. Im Gegenteil..."

Versicherte der Toreador den anderen, wobei ihm schon klar war, dass die Sache einen Haken hatte. Vermutlich einen ziemlich großen.

"Wenn möglich bringe ich den Senat Raveccas unter Kontrolle, wenn ihr dies jedoch befürwortet, so bitte ich um euren Rat verehrte Anwesende: Gibt es bereits geeignete Kandidaten oder sollte ich einen eigenen, geeigneten Mann aufbauen? Und vor allem, welche Kräfte hindern euch dort Einfluss zu nehmen? Wer würde sich meinen Bestrebungen möglicherweise in den Weg stellen?"
Er blickte von einem zum anderen, suchte nach möglicherweise unbewussten Anzeichen in den Mienen der Könige. Matteo traute keinem der Anwesenden weiter als er ihn oder sie werfen könnte, aber immerhin teilten sie gemeinsame Überzeugungen und Wandler auf dem Weg der Könige waren zumeist verlässlich. Soweit Kainiten das überhaupt sein konnten.
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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 10. Jun 2016, 22:12

Eine sachte Bewegung des Kopfes deutete an das dies eine berechtigte Frage war. Und das er bereit war dem Toreador hier ein paar grundlegende Informationen zur Verfügung zu stellen.

"Im großen und ganzen sind ist es der Mailänder und seine Aliierten. Da gibt es einige. Ein illegaler Lasombra-Ancilla in Ravecca der in Kürze von den Liktoren aufgebracht werden soll, sowie der Mailänder Benedetto, Ancilla der Kappadozianern, sind die beiden größten Ärgernisse. Aber auch Antigonos, Neugeborener und Liktor des Clan Brujah, Ferrucio Erminio, Neugeborener des Clan Malkavianer und in geringerem Ausmaße ein paar weitere beschäftigen uns. In Ravecca solltet ihr vor allem auf den Ancilla der Lasombra und Alerio, Neugeborener und Liktor des Clan Lasombra aufpassen. Beide haben weitreichende Kontakte im Sestieri, wobei ersterer sich größtenteils auf andere Dinge konzentriert." ein Blick glitt über den Tisch und Godeoc auf der anderen Seite schnaubte, schien jedoch nicht gewillt zu sein hierzu etwas zu sagen, auch wenn es offenbar auch den Ventrue interessierte.

"Was die Unterstützung angeht: da ich mir sicher bin das eure angedeutete Gegenleistung angemessen sein wird, könnt ihr auf unsere Hilfe zählen.

Wie ihr vorgeht bleibt euch überlassen. Wenn ihr einen eurer Männer in den Senat Raveccas wählen lassen könnt soll uns das recht sein. Wollt ihr euch hingegen....einkaufen... empfehle ich euch euch auf die Senatoren Danielo di Mare oder Raffaele Brambilla zu konzentrieren. In dieser Reihenfolge."


Während der Ventrue kühl und abwartend dasaß schien Godeoc, dem zweiten Ancilla das Vorgehen herzlich egal zu sein. Er sah sich ein wenig gelangweilt im Raum um und folgte dem Gespräch offenbar nur mit einem Ohr. Auch für Matteo schien er kein großes Interesse zu zeigen.

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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Josef » So 26. Jun 2016, 22:50

Abgesehen von den Momenten der Vorstellung und wenn einer der Anwesenden ihn mit einem Wort oder Blick bedachte, wirkte der Ungar in der Tat sehr zurückgezogen. Der Blick würde lediglich für einen schlichten sterblichen als hellwach und stetig lauernd wirken. Jene die schon Erfahrungen mit ihm gesammelt hatten, konnten erkennen, dass dies nur ein Teil jener Maske war, die ihm als Händler zur Gewohnheit geworden war. Stehts aufmerksam, stehts höflich und respektvoll, damit man ja nicht den Reigen der Geschäftigkeit verpasste und darin jene besonderen kleinen Perlen herauspicken konnte.

Ob er sich fragte ob eben jener Blick nach dem Perlen ihm inzwischen abgegangen war, war hingegen schwer zu sagen. Josef Szoykel war wahrscheinlich nur zu einem gewissen Teil im Moment wahrlich anwesend. Der Anwesende Teil hatte sich hinter das linke Auge zurückgezogen aus dem er gerade den Toreador beobachtete, das Kinn auf die Hand gestützt und mit einem abgespreitzten Finger die Wange stützend. Dieser Teil zählte die Wörter und ihre möglichen Bedeutungen die der Neuling von sich gab genau und wog ihren Schätzwert ab.

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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Matteo » Do 7. Jul 2016, 20:01

Der Mailänder. Maximinianus wusste schon welche Hebel er in Bewegung zu setzen hatte... Der Mailänder Bund, eine Rechnung die beglichen sein wollte. Seine Züge wurden hart und tiefempfundener Hass war in seinen Augen zu finden. Ebenso schnell verschwand er jedoch wieder und Matteo sprach mit nüchterner Stimme.

"Ich werde euren Rat beherzigen verehrter Herr Seneschall und mich auf diese beiden Männer konzentrieren, allein schon wenn ich damit die Interessen dieses Kappadozianers behindere... ich werde den Senat und damit Ravecca unter meine Kontrolle bringen. Allerdings langsam und wohldurchdacht. Eine schnelle Aktion würde, selbst bei Erfolg, ebenso schnelle Gegenschläge nach sich ziehen und das daraus resultierende Chaos wäre weder in meinem Sinne noch dem Euren nehme ich an."

Der Toreador verneigte sich und wartete ob einer der Anwesenden das Wort an ihn richten würde oder ob alles gesagt sei.
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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Il Canzoniere » Sa 16. Jul 2016, 20:12

Maximinianus nickt dem Toreador knapp zu. Etwas anderes als ein sorgsames Vorgehen schien er nicht erwartet zu haben.

"Das war soweit alles. Ich denke wir sprechen uns in nicht allzu ferner Zeit, was die Fortschritte angeht." entließ er den Neuankömmling aus der Runde sollte niemand mehr Anstalten machen etwas konkretes zu fragen.

Während sich der Toreador entfernte warf er einen abschätzenden Blick zu den anderen Kainskindern hinüber, wohl um abzuschätzen was diese von Matteo hielten, sagte jedoch nichts mehr.

Erst nachdem das Rosenkind gegangen war kam er auf einen weiteren Punkt zu sprechen.

"Von meiner Seite aus der letzte Punkt für heute Abend ist die zukünftige Sicherung der Stadt. Nun wo Fraxinentum und Korsika ausgeschaltet sind und an dem Aufbau einer eigenen Marine gearbeitet wird kann uns von der Seeseite lediglich ein kompletter Flottenverband gefährlich werden. Dreist genug für so etwas wären aktuell nur die muslimischen Reiche.... Dem würde ich gerne einen Riegel vorschieben. Und einen weiteren vorgeschobenen Posten der Sarazenen auflösen an dem sie Verpflegung und Frischwasser aufnehmen können: Sardinien." Sein Blick wanderte kurz zwischen Acacia uns Josef hin und her, so als ob Godeoc bereits im Bilde sei. Wirklich interessiert wirkte dieser aber noch immer nicht.

"Zur Beobachtung der dortigen Situation, dem herstellen eines kainitischen Kontaktes und Ermittlung potentieller Aliierter auf der Insel entsende ich euch, Josef, in den kommenden Nächten offiziell als Diplomaten dorthin. Eure hiesigen Ressourcen stelle ich unter treuhänderische Verwaltung von Acacia, eure Stimmen im Senat werden im Sinne der Könige genutzt, solange ihr nicht selbst Anweisungen hinterlasst oder euch kurzzeitig in der Domäne befindet. Über Einzelheiten bezüglich eures Auftrages für Ihre Majestät werde ich euch in einem kommenden Gespräch aufklären und auch etwaige Rückfragen dazu beantworten. Dieser Rahmen hier soll euch lediglich etwas mehr Vorbereitungszeit einräumen." ein kühler Blick betrachtete den Brujah der heute Abend mehr einstecken als austeilen musste einen Moment und gab diesem Zeit diese Aufgabe anzunehmen.

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Re: Frisches Blut für alte Kronen [Könige + Fabrizio]

Beitrag von Il Canzoniere » Di 20. Sep 2016, 11:04

Der Brujah nahm die ihm offenbarte Aufgabe höflich an.

Es folgte eine höfliche Verabschiedung der Anwesenden und nach und nach verließen die Könige das Kastell um die geschmiedeten Pläne in Blut zu verwandeln.

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Anmerkung: Weiteres Vorgehen mit Josef OT besprochen.
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