Rosige Königswasser [Francesca]

[Januar '17]

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Caterina
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Caterina » Mo 23. Jan 2017, 14:35

Es war recht angenehm? Das entspannte, rosige Gesicht strahlte trotz der geschlossenen Augen. Die Ventrue war eine Klasse für sich. Ein breites Grinsen war die erste Antwort auf die so vielschichtige und knappe Antwort.

Ein paar Armbewegungen um das Wasser in Schwung zu bringen, doch auf Worte musste Francesca noch immer warten.
Erst, als der Bogen lange genug gespannt war, seufzte Caterina. Mit noch immer geschlossenen Augen fing sie an zu sprechen: „Wir wissen beide, dass ich euch keine Antwort vorenthalten darf. Doch ebenso sollte klar sein, dass meine Antwort niemals eure Neugier stillen wird.“

Wieder vergingen ein paar Atemzüge, bevor sich das linke Auge öffnete und zu der Königin lugte.
Als diese noch immer stocksteif und neugierig, vielleicht sogar ein wenig verärgert wartete, kam ein theatralischer Seufzer und die Mailänderin richtete sich wieder auf, sodass sich die beiden Frauen direkt ansahen.

„Ich fühle mich gerädert und hatte zu oft schon das Gefühl überfordert zu sein. Zu viele Ambitionen machen das Unleben nur gefährlich. Nicht jeder folgt dem Weg der via regalis und manche wollen einfach nur ihren Frieden.“, erklärte die Toreador nüchtern.

Dann kam ein erneutes Lächeln: „Aber das war wohl nicht die Antwort, die ihr euch erwartet, nicht wahr?“
Kurz überlegte Caterina, bevor sie sich schließlich doch zu einer der Ventrue gewollten Antwort hingab: „Ich schulde dem verehrten Herrn di Ventura sehr viel. Wenn er sagt, dass ich gehe, dann tue ich das. Wenn der Erstgeborene der Rosen Genuas Verwendung für meine Person hat, so bleibe ich.“

Etwas dramatisch ausgedrückt, doch der Wahrheit vollkommen entsprechend. So konnte man auch die Entschlossenheit dieser Worte an der gesamten Toreador sehen.
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Francesca
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Francesca » Mi 25. Jan 2017, 15:39

Francesca nickte aufmerksam, nun was hatte sie sich eigentlich erwartet? Wohl nicht allzu viel denn auf die Antwort Caterinas schien sie mehr als zufrieden zu nicken, fürs erste. Immer noch verspielt Kreise ziehen auf der Wasseroberfläche sah sie nun wieder zu ihr und blickte sie offen an, genauso offen und ehrlich waren ihre Worte trotz dessen fehlte es ihnen nicht an dem so gewöhnt höflichen Unterton:

"Oh ich würde euch nicht in die Verlegenheit bringen wollen Geheimnisse auszuplaudern. Auch wenn mir bewusst ihr das ihr mir Antwort schuldet so seht dies nicht als Versuch an euch auszuhorchen. Viel mehr ist Genua ein komplett anderes Pflaster als Florenz und ich möchte euch einfach nur etwas kennenlernen. Sehen ob wir gemeinsame Interessen haben. Ich würde nicht soweit gehen zu sagen das ich eine Freundin suche. Aber es käme mir nicht ungelegen ab und an mir jemanden einige meiner Gedanken zu teilen, von der ich weiß das sie mir keinen Strick daraus dreht. Also bitte, fühlt euch nicht ausgehorcht von mir. Ich möchte nur wissen mit wem ich es zu tun habe und seid gewiss eure Antwort fürs erste war zufriedenstellender als ihr vielleicht annehmt."

Eine kurze Pause wie als würde sie die weiteren Wort sorgsam abwiegen. Schließlich fügte sie aber dann doch hinzu:

"Ich bin mir sicher das ihr dem Signore di Ventura allerlei dank schuldet aber das geht mich nichts an. Wie gesagt viel mehr interessiert mich wo wir beide miteinander stehen werden in baldiger Zukunft und vor allem nach eurem Freispruch."

Ein Lächeln, war das etwas eine Einladung? Aber für was? Was genau Francesca da andeutete konnte Caterina wohl bestenfalls nur erraten. oder war ihr Verstand noch schärfer als Francesca ohnehin schon ihr gegenüber erwähnte...
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Caterina
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Caterina » Mi 25. Jan 2017, 18:45

Mit der Entspannung war‘s hinüber. Schade, dass es schon so früh kam, ein paar wohlige Minuten mehr wären schick gewesen. Nun gut, es sollte nicht so sein.
Den Stock der Ventrue konnte man auch nicht an einer Nacht herausziehen. Von daher war das ja schon einmal ein Anfang.

Gar nicht unzufrieden nickte die Toreador Francesca zu, während diese ihre Beweggründe ausführte. Ein hintergründiges Lächeln umspielte die vollen Lippen und einige Zeit nachdem die Worte verklungen waren dachte Caterina über die Worte nach.
Die Mailänderin schien abzuwägen.

„Eure Worte klingen ehrlich, darum will ich euch aufrichtig antworten.“, begann Caterina vorsichtig, doch überzeugt.
„Ich habe noch nicht viele eures Blutes kennen gelernt. Doch kein König ist mir in guter Erinnerung geblieben.“
Bei diesen Worten ließ die Mailänderin die ‚Bekanntschaften‘ revue passieren. Als sie gedanklich bei der Audienz Maximiniaus angekommen war, huschte ein kurzes Schmunzeln über die Lippen.

Doch der Blick wurde schnell wieder ernst: „Liebend gern lerne ich euch besser kennen und gebe auch von mir preis. Allein schon, weil mir nichts anderes übrig bleibt und ich zumindest die Richtung meines Schicksals mitbestimmen möchte.“
Dann zuckten die Schultern und ein entschuldigender Gesichtsaudruck kam zum Vorschein: „Ich traue euch nur noch keinen Schritt über den Weg und Vertrauen ist hart verdient.“

Schließlich wurden die Gesichtszüge wieder weicher und nahmen freundliche Züge an, bevor ein ehrliches Lächeln zutage kam: „Es ist jedoch nichts Unmögliches.“
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Francesca » Fr 27. Jan 2017, 14:31

Francesca sah Caterina für einen unglaublich langen Moment einfach nur schweigend an. Ausdruckslos ihre Miene. Es dauerte wohl auch einen ganzen Moment bevor wieder Leben in diese marmorierten Züge kamen. Mit emotionsloser Stimme antwortete sie gen Caterina:

"Sippenhaft ist so eine unschöne Sache wisst ihr... Nur weil man von selben Blut ist heißt das ja nicht das man alle Ansichten seiner Familie teilt nicht?"

Ein Seufzen gefolgt von einem entnervten Gesicht. Dann fügte sie mit fast schon spottendem Unterton in der Stimme hinzu:

"Ihr tut gut daran mit nicht zu trauen. Im Endeffekt sind wir alle nur Raubtiere das versucht dem anderen ein Schnippchen zu schlagen. Also wäre es naiv mir blind zu vertrauen und ich halte euch nicht für naiv... Viel mehr halte ich euch für jemanden der ambitioniert ist und es weit bringen könnte wenn sie sich den richtigen Leuten anschließt..."

Wieder eine kurze Pause bevor sie hinzufügt:

"Nun, hielt ich es für unmöglich. Wären wir nicht hier und ich würde nicht meine kostbare Zeit verschwenden, meint ihr nicht auch? Also ja ich bin sicher auf die eine oder auf die andere Weiße werden wir einen Weg finden Vertrauen zu schaffen... Vielleicht beginnen wir damit das ich euch eine Frage zugestehe, die vielleicht etwas Vertrauen schafft. Ich werde sie beantworten..."

Abwartend sah sie zu Caterina, im Gegensatz zu der Rose war aus Francescas Gesicht jegliche Freundlichkeit gewichen. Es ging ums Geschäft und da war sie dem Blut treu und ließ sich nicht von Emotionen leiten...
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Caterina » Fr 27. Jan 2017, 16:19

Die ganzen Worte taten dem offensichtlichem Amusement keinen Abbruch, dennoch hörte sich die Toreador erst alles an, bevor sie selbst antwortete: „Sippenhaft ist wirklich eine furchtbar unschöne Sache und doch kann man sich gewissen Gaben des Blutes nicht erwehren.“

Im Gegensatz zu der marmornen Mimik der Ventrue, ließ Caterina ihre Gesichtsmuskeln absichtlich arbeiten um Emotionen zu suggerieren, wo nur bedingt welche waren.
So wurde aus dem Stirnrunzeln der letzten Worte wieder ein sanftes Lächeln und schließlich ein breites Grinsen.

„Sich den richtigen Leuten anzuschließen ist wohl eine Tugend der Kainiten. Beherrscht man sie, kommt man wahrlich weit.“, kam die kryptische Antwort und über das rosige Gesicht stahl sich kurz ein verschmitzter Ausdruck.
Dann jedoch wurde auch die Toreador wieder ernst: „Ich bitte euch, mir diese Frage auf einen späteren Zeitpunkt aufsparen zu dürfen. Ich weiß nichts über euch und würde nur eine dümmliche Frage stellen, die weder mir noch euch weiterhelfen würde.“

„Wenn der Dame genehm, würde ich viel lieber damit anfangen, etwas unverfängliches, wie die Vergangenheit von uns zu erläutern.“, kam mit einem diabolischen Lächeln.
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Francesca » Fr 27. Jan 2017, 16:42

Sie nickte. Dennoch kehrten keine Emotionen auf die Züge der Königin zurück. Nein es war viel mehr als würden Gedanken durch den freien Raum streifen. Wie als wenn ihr kalt wurde, tauchte sie noch ein gutes Stück weiter ab in das warme Wasser der Therme so das nur noch ihr Kopf heraus schaute. Dann antwortete sie mit monotoner Stimme:

"Nun genau wie es sich mit den falschen Leuten zu verscherzen... das ist oft der erste Stein der einen Fels in Rollen bringt der den Untergang bedeuten kann... Aber euer Wunsch sei euch gewährt ihr dürft die Frage einstweilen zurück stellen."

Erst als Caterina auf die Vergangenheit zu sprechen kam schien sich in den Zügen der blaublütigen etwas zu regen. Für einen Moment könnte man meinen etwas wie Schmerz in den smaragdgrünen Augen von Francesca erkannt zu haben. Dann fügte sie mit auffordernder Stimme hinzu:

"Die Vergangenheit..., sicher... möchtet ihr nicht beginnen? Wie seid ihr zu dem geworden was ihr jetzt seit?

Die erste Regung zeigte sich auf dem Gesicht von Francesca seit Minuten, ein Lächeln gefolgt von einer einladenden Handbewegung. Dann fügte sie mit ernsten Worten hinzu:

"Oh und bitte seid versichert nichts was ihr mir hier vertraulich erzählt wird diesen Raum verlassen, ihr habt mein Wort...."

Folgenschwere Stille die Augen lagen auf Caterina.
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Caterina » Fr 27. Jan 2017, 18:12

"Habe ich euer Wort als Wandlerin der via regalis?", wurde die Stille unterbrochen.

Dann zuckten die festen Schultern, bevor Caterina demonstrativ an sich hinuntersah.
Mit einem Grinsen fuhr die Toreador schließlich fort: "Ich war das Schmuckstück meines Vaters und wurde dementsprechend behandelt. Mein seeliger Gatte war zwar grob beim Auspacken des Geschenkes seines Handelpartners, doch was tut eine gutes Eheweib nicht alles um es dem gerechten Mann recht zu machen."
Ein Theatralisches Seufzen entrang sich der Kehle, bevor Caterina gekünstelt traurig tat: "Doch leider verstarb mein ach so lieber Ehemann an seinem alten, schwachen Herzen."

"Da stand ich nun, ich armes Ding, völlig verzweifelt ob der riesigen Verantwortung, die mir mein Gatte hinterließ.", zwar war der Ton jammernd, doch die Mundwinkel waren verdächtig nach oben gezogen.
"Mein Erzeuger unterstützte mich in dieser schlimmen Stunde und wir merkten, wie ähnlich wir uns waren.", langsam wurden die Augen verklärt und Caterina schien tatsächlich in der Vergangenheit zu schwelgen.

Ein paar Wasserspielchen mit den Fingern, auf denen die dunklen Augen ruhten, während sich schöne Erinnerungen abzuspielen schienen. Dann wurde die rosige Miene schlagartig düster und die Toreador blickte wieder auf: "Doch mein Meister schien sich überschätzt zu haben und endete als ein Häufchen Asche."
Leise, fast nicht hörbar und für die sonst so selbstbewusste Frau untypisch kamen die folgenden Worte traurig hervor: "Er trieb mich ins Ungewisse. Hier auf dieses rauhe Pflaster."

Die Stimme brach schließlich vollends ab und einige Zeit verging, bevor sich wieder ein Lächeln auf die vollen Lippen zauberte und Caterina die düstere Erzählung mit einem Handwink abtat: "Nun bin ich hier und mache das Beste daraus."
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Francesca » Mo 30. Jan 2017, 12:38

Francesca verzog ein wenig missmutig das Gesicht. Natürlich hatte sie ihr Wort als Königin, hatte sie das nicht eben gerade gesagt... Letztendlich zuckte sie mit den Schultern als sie zu Caterina sah und dieser nun aufmerksam lauschte. Als sie geendet hatte war kurz etwas wie Mitgefühl auf dem Gesicht von Francesca zu sehen zumindest schien es so. Wahrscheinlicher aber war wohl das man sich geirrt hatte. Gefühle bei einer Kreatur dessen Seele unwiderruflich verdammt ist, sind gar schwer vorzustellen. Außerdem bleibt immer noch der Gedanke wie viel von der Geschichte eben nur eine fiktive Geschichte ist und was davon vielleicht wirklich der Wahrheit entsprach. Schließlich schien sie sich wieder etwas aufrechter hinzusetzen und sprach dann mit höflicher Stimme:

"Wisst ihr... eine bemerkenswerte Geschichte... nein wirklich sehr interessant... Ich bin schon außerordentlich gespannt was ihr mir noch so erzählt."

Eine kurze Pause bevor sie abermals begann allerdings diesmal mit völlig emotionsloser Stimme:

"Ich wurde Mitte des 9. Jahrhunderts in Florenz in geboren. Meine Eltern waren wohlhabende Italienische Adelige. So kam es leider auch das ich irgendwann verheiratet wurde, natürlich zum besten der Familie..."

Sie seufzte bevor sie fort fuhr:

"Ein ganz und gar... charmanter... Mann... ein entfernter Cousin des Marktgrafen zu Tuszien... er war reich aber es war alles andere als eine Liebesheirat müsst ihr wissen... Nun er schenkte mir auch zur Hochzeit das Gestüt mit dem ich meinen heutigen Wohlstand erarbeitet habe... Jedenfalls lernte ich auf einen Ball zu Hofe etwas 5 Jahre nach der Heirat meinen Erzeuger kennen... ein wirklich... bezaubernder Mann. Jedenfalls etwas zwei Jahre später bin ich gestorben... oder aber auch nicht..."

Sie zuckte mit den Schultern:

"Etwa um diese Zeit herum hat auch mein werter Gemahl sein ableben genommen... Blutarmut so meinten die Medizi damals... tragische Sache... wohl seinem häufigen Aderlass zu schulden kommend... Da ich zu diesem Zeitpunkt noch kinderlos war... ging der ganze Besitz meines Gatten an dessen Bruder... lediglich das Gestüt blieb mir zu diesem Zeitpunkt zog ich zu meinem Erzeuger verbrachte die darauffolgenden Jahrzehnte oder das Jahrhundert bei ihm... Letztendlich haben dann mehrere Ereignisse dazu geführt das ich hier nach Genua kam... und dort endet die Geschichte einstweilen..."

Für einen Moment sah sie nachdenklich drein es war fast so als erinnerte sie sich an eine alte Angst. Schien aber wohl in Gedanken versunken für den Moment...
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Caterina » Di 31. Jan 2017, 17:59

„Immerhin blieben euch die edlen Rösser.“, flüsterte die Mailänderin fast. Sie war nicht wirklich bekümmert, doch wusste auch nicht so recht, was zu sagen war.
Schließlich hellte sich die Miene auf.
„So sind wir wohl zwei arme Witwen, die nur um die Runden kommen wollen, nicht wahr?“, fragte Caterina mit einem Schmunzeln und Augenzwinkern.

Dann kehrte wieder Ruhe ein. Die Toreador ließ anscheinend auch einiges revue passieren.
Sie spielte gedankenverloren mit dem Wasser, schien darin ihre ganze Konzentration zu haben.
Doch irgendwann kam eine weitere Frage:„Wie ist Florenz? Ich war noch nie dort.“
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Re: Rosige Königswasser [Francesca]

Beitrag von Francesca » So 5. Feb 2017, 17:03

Francesca lachte fast freudlos auf als Caterina die Pferde erwähnte. Mit bitterem Hohn auf der Zunge antwortete sie:

"Ja immerhin blieben mir die edlen Rösser..."

Dann zog sich ihr Gesichtsausdruck wieder zurück und ein Lächeln trat an dessen Stelle als sie antwortete:

"Witwen ja, arm? Nun ich würde mich nicht als arm bezeichnen. Allerdings glaube ich auch kaum das Matteo euch nicht bestens versorgt mit allem was ihr haben wollt, zudem schätze ich euch so ein das ihr durchaus euer eigenes Vermögen habt und es euch nicht schlecht gehen wird...."

Eine kurze Pause bevor sie mit einem Lächeln das deutlich ihre rasierklingenscharfen Fangzähne zeigte hinzufügte:

"... Oh ihr meintet dass wir arm dran wären... Nun lasst es mich so sagen... Ich bin nicht nur nicht traurig über den Verlust meines Gemahls... Nein ich gehe sogar soweit zu sagen das ich nicht eine einzige Träne für ihn vergossen habe in Trauer die echt wahr.... Aber ja ich schätze das macht uns beide zu Witwen... so 'arm' wir doch auch sind..."

Ein Schmunzeln bevor sie aufsah und zu Caterina blickte bevor sie mit Ekel in der Stimme antwortete:

"Florenz ist eine bezaubernde Stadt... ein mit nichts zu vergleichender, alles übertreffender Pisspott... Die Stadt stinkt... aber nicht etwas von der Gosse aufwärts... nein vom Kopf dieses ekel riechenden Sündenpfuhls... Nach außen hin mag Florenz schön, herrisch und eine schillernde Atmosphäre haben... aber im Herzen dieser Stadt schlägt ein verwesendes Herz das ihres gleich in Sachen Bösartigkeit sucht..."

Sie unterbrach sich und hätte sie gekonnt wäre sie wohl vor Scharm errötet. So fügte sie jedoch nur mit etwas entschuldigender Stimme hinzu:

"Verzeiht... wie unschicklich von mir... aber ich dachte ihr schätzt die Wahrheit... und wenn ihr Freundinnen zu werden wünscht ist die Wahrheit doch denke ich ein guter Anfang nicht?"

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