Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

[Februar '17]

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Titus
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Titus » So 5. Feb 2017, 23:24

Titus hörte Furfur zu dann auch Angelique. Tiefe Falten des Nachdenkens zogen sich durch seine Stirn. Dann trat er vor, blickte jedem in die Augen.

"Ob es noch zehn Jahre sind oder noch dreißig bis zum Tag des jüngsten Gerichts...es ist nicht mehr viel Zeit. Und wenn wir nicht jetzt handeln, dann überlassen wir die Stadt und fast tausende Seelen der Verdammnis. Die heilige Kirche in Genua ist bereits unterwandert von den Königen und wird mit ihnen in den Abgrund der Sünde gezogen. Und wenn das Wort des Herrn nicht ausreicht, um die Unschuldigen vor den Dienern der Hölle zu beschützen, so muss es das Schwert tun. Ich habe es selbst erlebt. Melissa war mit Worten der Vernunft nicht mehr von ihrem teuflischen Plan abzubringen. Sie war von Gier und Stolz so zerfressen, dass sie nichts mehr zu sehen vermochte als ihre tiefe Niedertracht."

Er wandte sich dierekt an Angelique, trat auf sei zu und sah sie an.

"Worauf sollen wir warten, Angelique? Was ist Dein Plan? Worin können wir Dir helfen, um unseren Schutz für die Gläubigen wieder auf die Stadt auszuweiten?"

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Angelique
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Angelique » Mo 6. Feb 2017, 23:09

Angelique machte ängstlich einen Schritt zurück, als der Todesengel des letzten Hauses drohend auf sie zukam, anklagende provokante Fragen stellend.

"Ich... ich habe doch keinen Plan. Ich finde nur, GOttes Werk zu tun, sollte heißen, gute Werke zu tun, den Armen und Kranken zu helfen und Barmherzigkeit zu üben.

Wie soll Melissa, eine von uns, überzeugt werden durch das Schwert? Wie sollen die Sterblichen beschützt werden, wenn wir Krieg führen gegen die Unsrigen und die von ihnen Gelenkten? Wieviele werden sterben, ohne die Beichte und Absolution erhalten zu haben, wenn wir zuschlagen würden?
Was würde ER davon halten und was unser Allererster?

Wie können wir den Frieden der Prinzeps halten, wenn wir Krieg planen?
Für wie schwach hälst du die Himmlischen Heerscharen? Sie würden SEine Feinde hinwegfegen, ohne sich zu mühen. Unsere fehlbaren Versuche, ihr Werk zu tun, wäre wie das Kriegsspiel kleiner Kinder.

HAST DU ANGST VOR DEM GERICHT, ANSTATT ES FREUDIG ZU ERWARTEN?"

Das Letzte war nicht so flehend gesprochen, auch nicht anklagend, sondern mit der Gewissheit einer Fragestellerin in Malkavs Sinne. Angelique würde nie lernen, wann es besser war, den Mund zu halten.
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Titus
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Titus » Mo 6. Feb 2017, 23:54

In Titus Gesicht schlich sich ein kurzer Hauch von Schuld, als Angelique so erschrocken vor ihm zurück wich. Er hockte sich hin, um ihr auf Augenhöhe zu begegnen. Seine Stimme war ein wenig ruhiger, aber immer noch bestimmt.

"Der Krieg tobt schon längst um uns herum, kleine Angelique. Antigonos ist ihm zum Opfer gefallen und auch Alerio, er den Du von uns allen am meisten geliebt hast. Sie haben den Frieden schon vor langer Zeit gebrochen und werden nicht ruhen, bis sie den letzten von uns auch vernichtet haben. Soll das alles so weiter gehen? Sollen wir zu sehen, wie sie Gott lästern, Unschuldige in die Verdammnis reißen? Sollen wir ihnen keinen Einhalt gebieten?"

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Angelique
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Angelique » Di 7. Feb 2017, 15:51

"Mein Alerio wurde von Fabrizio getötet. Er wiederum wurde immun unter der Aegis der Schatten von Sizilien gemacht. Die Prinzeps wünschte keine Rache, die sie als ihr Recht erachtet.
Warum ist dies so? Weil sie weise ist und vorausschaut.

Was glaubt Ihr, wird dieser Krieg für Kreise ziehen? Kainiten werden sterben. Ihre Schöpfer werden zornig sein oder voller Gram, so wie es die Schöpfer Alerios und Antigonos jetzt sind. Töten wir unsererseits welche von denen, werden ihre Erzeuger und Brutgeschwister oder Nachfahren das nicht vergessen. In Bälde würde es von den Säulen der Herkules bis zum Berg Meru eine Abfolge von Mord und Gegenmord geben.
Ihr Adligen nennt das Fehde, nicht wahr? Blut für Blut, bis eine Seite ausgelöscht ist oder ein weiser Schiedsrichter den Streit beilegt?

Euer Krieg jetzt wäre aus der Position der Schwäche heraus begonnen. Und ich weiß nicht, ob er gerecht genug wäre, dass GOtt uns beisteht wie dem David gegen den Goliath.
Ich stamme aus dem einfachen Volk. Uns ist es gleich, welch Banner weht, solange nicht geplündert, geschändet und gemordet wird. Ich selbst sah Trauernde und Gebrochene, die nicht einmal wussten, welche Seite ihr Leben zerstört hatte und warum.
Das werde ich niemals selber tun. Meine bescheidenen Kräfte sind ausreichend genug, Gerechtigkeit zu üben, aber nur ,wenn ich sicher bin, der Sünder verdiene dies auch.

Krieg unter Brüdern kann niemals gerecht und dem HErrn wohlgefällig sein. Das sollte unsere eigene Geschichte doch sehr deutlich machen.

Ich werde mich wehren, wenn die Rache der Könige uns trifft, aber ich werde weinen, dass ich töten muß.
Ich lasse Euch nicht im Stich, wenn Ihr kämpft. Aber ich appelliere an die Ratio."
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Ferrucio Erminio
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Ferrucio Erminio » Do 9. Feb 2017, 06:35

Ferrucio hatte sich auf einen nahen Stuhl niedergelassen, die Beine gekreuzt und aufmerksam zugehört. Seine blauen Augen starrten auf den Boden als ob er ihm irgendwelche Geheimnisse entlocken könnte, die ihm zur Seite stehen würde. Wie eine Statue verharrte er, stumm und still. Plötzlich jedoch erwachte er aus seiner Starre und schmetterte die flache Hand auf den Tisch. Das Schallen erfüllte den Raum, ließ das Holz zittern.

„Ich kann das nicht länger mit anhören“, sagte er heiser und richtete den Blick auf seine Brüder.

„Gehenna erwartet uns und mit den Dunklen Zeiten, die Leere. Blut wird fließen, die Straßen ihn Flüsse verwandeln und die Kinder zu Speisen der Alten. Kronen aus Eisen zerbrechen und Gold schmilzt.“ Sein Blick verlief sich in der Leere und die Muskeln unter der dünnen Haut zuckten wild, zitternd sprach er aus was sich ihm offenbarte. „Vernebelt sind die Geister von Königen und Bettlern, selbst die Priester sehen nicht was sich anbahnt. Doch Schwingen der Bosheit nahen sich, ich kann sie hören. Das Biest hat 13 Häupter und 7 Kronen und sein Name ist…“
Er verstummte. Seine Augen waren weit aufgerissen und für einen Moment erstarrte seine gesamte Form zur lebenden Statue. Schließlich kehrte Leben zurück in seine Glieder und der Priester rieb sich die Schläfe.

„Es kann keinen Frieden geben mit dem Teufel und seinen Werken. Sei es der Dieb in der Nacht oder der Tyrann hinter dem Thron“, keuchte er und richtete sich wieder auf. „Ich kann nicht länger untätig sein. Was wird der Dunkle Vater von uns denken, wenn seine Zeit gekommen ist und was er sieht ist Scham in unseren Augen.“

Er nickte Furfur zu und trat an dessen Seite.

„Was fürchten wir uns vor den Königen? Dass sie unsere Habseligkeiten von uns reißen? Unsere Diener und Spitzel vernichten? Dies sind irdische Belange. Wir sind Kreaturen des Geistes, unsere Seelen sind rein, Reichtum und Macht ist nicht für uns. Was sonst? Dass sie uns töten und zu Gott senden? Wir werden mit freudigen Armen von Engeln und Jesus empfangen werden, Gerechte unter Gerechten. Der Tod kann uns nichts anhaben. Jene von uns, die reinen Glaubens sind haben keine Höllenqualen zu befürchten.“

Mit diesen Worten richtete sich sein strafender Blick auf Angelique, durchbohrte sie und ein vages Lächeln erschien auf seinen Lippen. Er breitete die Arme aus und schloss die Augen.

„Gott erkennt die seinen, ob lebendig oder tot. Ich sage wir kämpfen.“

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Il Canzoniere
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Il Canzoniere » Do 9. Feb 2017, 15:46

Benedetto sah zwischen den anderen vier Kainiten mit gerunzelter Stirn hin und her. Als Angelique ihn direkt ansprach wartete er noch einen Moment, bis sie und Titus von Ferrucio unterbrochen wurden. Dann schüttelte er betrübt den Kopf.

"Selbst wenn es nur dreißig Jahre sind. Schnell ziehen diese ins Land. Meine Fehde mit Maximinianus geht bald doppelt so lang. Ich muss Furfur und Ferrucio zustimmen. Wir haben immer wieder die andere Wange hingehalten. Und mit welchem Erfolg? Die Hälfte von uns ist vernichtet. Und die Heiligen werden weiterhin vom Kastell aus ermordet. Auf politischer Ebene ist dem ganzen nicht beizukommen, das habe ich bereits versucht. Das ganze folgt einem Plan. Und wem anderes als dem Demiurgen sollte die gezielte Ermordung der wahrhaft Gläubigen sonst dienen? Ich denke das die Feinde Gottes die Zeichen genauso erkannt haben wie unsere Brüder Ferrucio und Furfur. Der Wasail der sich damals in einen Menschen verwandelt hat, der Dünnblütige, der Seneschall hat ihn.... gemeinsam mit Phosoa verhört."

Furfur, der neben Ferrucio stand und dessen Rede nickend beipflichtete schlug sich selbst auf das Knie, zischte. "Ich wusste es. Die Hure des Demiurgen hat die Saat der Korruption ins Herz der Domäne gelegt. Die Frau ist mit Dämonen im Bunde. Ich jage sie seit Jahren, reinige die Spur der Ketzerei die sie durch die Domänen, die sie besucht hat, zieht. Aber der Seneschall deckt sie. Wenn sie hinter dem Mord an den Heiligen steckt, passt das ins Bild."

Nun war es Benedetto der nickte. "Ihr glaubt das sie den Ventrue dazu verleitet hat die Heiligen ermorden zu lassen? ... aber wieso zieht sie solche Aufmerksamkeit auf dieses Thema? Sicher ein Dutzend Kainiten hat mittlerweile Wind davon bekommen, auch wenn nur wir uns darum zu kümmern scheinen." einen Moment sah man ihn nachdenklich die Stirn in Falten legen. Seine Zunge leckte sich über die Lippen während die kleinen Äuglein hin und herhuschten "....außer wenn die Tatsache das es so gut wie keine Heiligen in der Domäne gibt ihr wichtiger ist als Heimlichkeit. Aber weshalb?" ratlos blickte er die anderen Aufrechten der Reihe nach an. Auch Angelique mit einbindend. Der Kampf gegen den Demiurgen war sicher einer dem sie sich anschließen konnte.

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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Angelique » Do 9. Feb 2017, 16:34

Angeliques Kopf ruckte herum und sie starrte den Klanbruder an. Konnte das sein? War Ferrucio es, der alle aufstachelte und manipulierte? Setzte er des Heiligen Malkavs Gaben ein, um die Herzen der Aufrechten zu verhärten?
Er war ein erklärter Anhänger des Papstes, der traditionell Ligurien und dem Kaiser feindlich gesinnt war. Wollte er Zwietracht sehen, damit die Macht Roms hier erstarkte? Wusste er nicht, wie suizidal das war?

Soviele Kainiten auf einem Haufen wie in Genua konnten nicht unbemerkt bleiben, waren die Kleriker erst einmal hier. Angelique wurde plötzlich ganz warm, so als spüre sie bereits die Feuer der Inquisition, die Irrsinnige wie Ferrucio über die fortschrichtlichen und toleranten Städte Norditaliens bringen würden.

Furfur und Ferrucio - ebenso wie Fabrizio schienen alle Unheilbringer Genuas mit "F" anzufangen.
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Ferrucio Erminio » Do 9. Feb 2017, 17:19

„Ah ja, Phosoa. Ich erinnere mich gut an die Schlampe, schnell zu verärgern und vom trägen Begriff“, schnaufte er und kreuzte die Arme vor der Brust.

„Vielleicht fürchtet sie die Güte, die den Heiligen innewohnt? Die Nähe zu Gott und dessen unbändige Liebe verleiht ihnen oft unsagbare Macht. Nicht nur über die Lebenden, sondern auch den Toten gegenüber.“ Ferrucios Blick glitt über die versammelten Aufrechten mit Argwohn und Sorge.

„Wenn wir uns dem Krieg zuwenden, meine Freunde, wo sollen wir beginnen? Ich beherrsche solch Handwerk nicht, und sehe nur zwei Schwerter unter uns allen, noch dazu ein Kind. Sollten wir uns alter Kunststücke bedienen, so kann ich mich der verarmten Stadtbürger erneut annehmen. Ihr Zorn und Zahl sind nicht zu unterschätzen.“

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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Angelique » Do 9. Feb 2017, 22:40

Wieder einmal zuckte Angelique zusammen. Nur ein Kind! Als der Papist aber auf die Armen ins Spiel brachte, mischte sie sich erneut ein.

"Was habt Ihr vor mit den Armen, Ferrucio? Wollt ihr sie etwa anstacheln zum Aufruhr? Ausruferneuigkeit für Euch: Es gibt jetzt soviele ausgebildete Miles und Söldner in Genua, dass das ein Blubad würde, BEVOR Euer Mob auch nur einen Kainit zu Gesicht bekäme! Gescheige denn, was es für ein Blubad wäre, bekämen sie einen zu fassen!"
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Ferrucio Erminio
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Re: Non semper ea sunt, quae videntur [Aufrechte]

Beitrag von Ferrucio Erminio » Fr 10. Feb 2017, 03:25

Der Priester neigte den Kopf leicht zur Seite und starrte das Kind aus blauen Augen an.

„Nun, denn“, sprach er sichtlich angespannt. „Was ist dein Vorschlag, Angelique? Wir kauern weiterhin im Schatten der Könige und warten auf einen Knochen, den sie uns eventuell hinwerfen? Wie Hunde vor den Füßen ihrer Herren? Fürchtest du den Kampf so sehr, dass du lieber deine Würde und Ehre hingibst als für das einzustehen, was du im Herzen weißt…“ Er löste sich von Fufur und trat in den Raum, auf Angelique zu. Seine Haltung war gebückt, sodass er mit seiner Clanschwester auf Augenhöhe reden konnte. Mit einem grimmigen Lächeln deutete er auf ihr Herz. „In deinem Herz weißt, ist Unrecht vor Gott und Mensch?

Lange bevor du daran dachtest diese Stadt zu betreten habe ich hier Wunder gewirkt. Habe die Armen geheilt, ihre Seele gehütet und sie in die Arme des Herrn geführt. Habe ihnen das Licht gegeben, welches ihnen vorenthalten wurde. Ihre Würde habe ich ihnen wiedergegeben, welche ihnen von Maximilian und seinen Stiefelleckern genommen wurde. Nichts als Undank, Missgunst und Neid habe ich geerntet, während Teufel Bischofe mordeten und die Ohren der hiesigen Kainiten vergifteten.

Und du, Benedetto“
, sprach er und deutete auf seinen alten Verbündeten während er auf ihn zuging, ihm sanft die schlanke Hand auf die aufgedunsene Wange legte. „Spreche ich nicht die Wahrheit? Kämpften wir nicht Seite and Seite für Gerechtigkeit, brachten unseren Kummer und Schmerz zur Prinzessin? Haben wir nicht getan, was in unserer Macht stand um Blutvergießen zu verhindern? Hast du nicht geopfert, so wie ich es tat. Dankte man es dir? NEIN! Abgespeckt hat man dich, mit niederen Rängen und falschen Hoffnungen. Unwürdig eines Geistes wie dem Deinen.“

Sein Blick wanderte zu Titus. „Mein guter Freund. Ritter unter Gott, ein Krieger des Kreuzes. Wie viele Beleidigungen deiner Ehre kannst du aufzählen über die vielen Jahre? Welch Ehrungen wurden dir von niederen Männern geraubt, nur, weil dein Herz rein ist?“ Seine vom Stigmata gezeichnete Hand legte sich auf des Ritter Brust und Mitleid und Zorn stand dem Malkavianer deutlich im Gesichte.

„Selbst Fufur, ein Mann, der seines Gleichen sucht. Er vollbringt das Werk Gottes hier auf Erden, reinigt die irdischen Reiche von Kulten des Bösen, schützt uns alle vor den Werken der Dämonen. Doch sehe höre ich keine Lobreden ob seiner Arbeit. Keine Stimme preist den Ritter, der sich opfert für das Seelenheil anderer. Selbstlose Dienste werden nicht geschätzt noch gewürdigt.
Doch damit hat es ein Ende.“


Er trat in die Mitte des Raumes, breitete die Arme aus als wolle er alle Anwesenden umarmen.

„Ich will Gerechtigkeit für jede Schmach, die uns angetan wurde. Jeder Heilige, den sie entleibten. Jede Spende, welche sie stahlen! Und wenn es mich jede Unze an Kraft kosten wird, von jetzt bis zur letzten Minute des letzten Tages!“ Er begann sich in einen Rausch zu reden, seine Stimme wurde laut, immer lauter, seine Augen weit aufgerissen und die Hände zum Himmel erhoben. „Zu lange haben wir im Schatten gelauert, Aasfresser waren wir ohne Pracht. Hunde und Zauberer übernahmen was uns zusteht, die wenigen, die sich nicht von Gott abgewandt haben!“

Wie im Fieberwahn riss er an seiner Kutte, man konnte den Stoff reißen hören, entblößte einen Teil seiner Brust als der Wahn in seine Augen trat. Macht strömte aus seinen Poren, der Heilige Geist kam über ihn wie eine Lawine.

„ICH WILL RACHE! ICH WILL GERECHTIGKEIT! GOTTES KÖNIGREICH AUF ERDEN!

Und beim Allmächtigen, ich werde sie bekommen.“ Wie ein Wirbelsturm, wandte er sich Angelique zu. „Also entweder du hilfst uns Gerechtigkeit zu üben an Teufeln, Hexen und Wilden oder du entscheidest dich für den Weg des geringsten Widerstandes. Doch steh mir nicht im Weg."

Präsenz I :
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