[1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

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Seresa
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Seresa » Mo 12. Mär 2018, 02:28

Ein kurzes, verbissenes Lächeln hatte Seresas Lippen umspielt, als Titus davon gesprochen hatte, dass sie Zeit im Überfluss hätten, welches so schnell verschwunden war, wie es gekommen war. Seresas Stirn hatte sich nachdenklich in Falten gelegt, als Titus von Quinto al Mare erzählte. Als er geendet hatte, nickte sie mehrfach mit kleinen Bewegungen des Kopfes. Ihr Blick wanderte auf seine verborgenen Hände. Dann nahm sie einen tiefen, falschen Atemzug und ihre Schultern gingen nach hinten zurück. Ihr gesamter Körper richtete sich auf und straffte sich, während sich die Berührung ihrer Hände löste und Seresa sie seitlich an ihrem Körper hängen ließ. Offen und ungeschützt stand sie aufrecht vor ihm. Trotz der Situation schien sie sich willentlich zu entspannen. Ruhig blickte sie ihm in die stahlgrauen Augen. Die Worte, welche über ihre Lippen wanderten waren ebenso ruhig wie ihr Blick.

„Ich willige ein.“

Seresa hielt den Blick, schwieg für einen Moment, bevor sie ruhig, deutlich und klar weitersprach.

„Welche weiteren Informationen sind es, welche ich vielleicht für Euch sammeln kann und die Ihr gut gebrauchen könnt.“

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Titus
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Titus » Mo 12. Mär 2018, 11:58

"Es wäre mir zunächst wichtig herrauszufinden, wo die Sarazenen gelandet sind, als sie Quinto überfalen haben. Ob sie noch weitere Schandtaten begangen haben, als die brutale Abschlachtung der armen Gläubigen. Wer hat die erfahrenen Martinssoldaten mit einer Falschmeldung weggelockt und somit das Dorf nur unzureichend geschützt zurückgelassen. Wer kommandiert die Söldner, die dank göttlicher Fügung just in diesem Moment auftauchten, als die Sarazenen ihr gottloses Werk verrichteten."

Irgendetwas in der Stimme verriet Seresa, dass er vielleicht schon ein paar dieser Informationen besitzen würde. Vielleicht wollte er diese nur durch eine weitere Quelle belegen lassen. Oder vielleicht auch wollte er Seresa testen...würde sie ihm die Wahrheit sagen?
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Seresa
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Seresa » Mo 12. Mär 2018, 15:57

„Ich besitze zu Euren Fragen zum jetzigen Zeitpunkt bedauerlicherweise keine Informationen, wohlwerter Titus.“

Seresa blickte weiterhin ruhig in Titus Augen.

„Ich hatte von dem Angriff der Sarazenen auf Quinto al Mare im letzten Jahr aus den Tavernen der Stadt erfahren. Es hieß, sie hätten eine Messe überfallen und hätten versucht Kinder zu rauben. Es hieß, dass es zahlreiche Tote gegeben hätte, doch die Angreifer wären von Söldnern zurückgeschlagen worden. Ich gestehe, dass es mich selbst verwirrt hatte, als ich davon gehört hatte, da es in meinen Augen keinen Sinn machte. Ich war in der Stadt, als die Sarazenen im Krieg über Genua hereingeschwappt waren. Ich sah in der Ferne das Feuer in der Stadt, welches trotz dem Regen hell brannte und die Sarazenen damit anlockte wie Motten das Licht. Ich sah wie viele der schwarzen Schiffe das Hafenbecken verdunkelten, wie ein bedrohliches Gewitter und wie sie später plündernd durch die Straßen und Gassen zogen wie Aasvögel, die sich auf ein geopfertes Lamm stürzten.“

Ihr Gesicht verzog sich angewidert, während sie den Kopf langsam schüttelte.

„Mich verbindet wahrlich nichts mit den Schwarzen. Ich gestehe, mir ist nicht bekannt, ob sie bei Tage oder des Nächtens in Quinto al Mare angelegt hatten. Nachdem ich keine Gerüchte von einem Feuer in der Nacht hörte, nehme ich an, dass es bei Tage geschehen sein muss. Zumal Messen für gewöhnlich des Tages gehalten werden. Ich fragte mich, weshalb sie eine Messe angreifen würden, wenn sie derweil unbehelligt leerstehende Häuser hätten plündern können. Ich gestehe, ich weiß nicht, wie viele Menschen in Quinto al Mare leben oder lebten, jedoch zweifelte ich daran, dass es ausreichend waren, um ein Schiff mit Kindern zu befüllen. Es wunderte mich, dass sie nach Quinto al Mare kamen, zumal ich bis auf Pisa von keinen anderen Angriffen entlang der Küste gehört hatte.“

Seresa schwieg für einen kurzen Moment.

„Ich hatte die Sarazenen im Krieg gut durchdacht vorgehend erlebt. Zielstrebig und organisiert. Nichts schien dem Zufall überlassen zu sein. Jedoch bezweifelte ich redlich, dass sie eine solch weite Strecke auf sich nehmen würden, nur um…“

Ihr Gesicht spiegelte aufrichtige Verachtung für die Tat wieder. Dann schüttelte sie leicht den Kopf und sie schloss ihre Augen für einen Moment. Seresa sog erneut Luft in ihre toten Lungen. Seufzte, während sie ausatmete, bevor sie die Augen öffnete und erneut Titus anblickte.

„Wie dem auch sei. Wie ich bereits sagte, besitze ich zu Euren Fragen zum jetzigen Zeitpunkt bedauerlicherweise keine Informationen. Sofern es jedoch Euer redlicher Wunsch ist, werde ich mein möglichstes Tun, um Wissen bezüglich Euer Fragen zu sammeln. Wissen zu suchen ist und bleibt jedoch immer eine gefährliche Angelegenheit, wohlwerter Titus, vor allem, wenn es zu viele ungeklärte Fragen gibt.“

Die Brujah schwieg und ihr Blick wurde nachdenklich.

„Es starben Menschen, welch die Wahrheit über das hereinschwappen der Sarazenen im Krieg hätten erzählen können. Es wurden Preise für die Freiheit treuer Vasallen Genuas verlangt, die Licht ins Dunkel des wahren Kriegsgeschehens hätten bringen können. Es wurde nicht einmal davor zurückgescheckt…“

Seresas brach ab und schüttelte den Kopf. Einen Moment später setzte sie jedoch erneut an.

„Was ich eigentlich sagen wollte, wohlwerter Titus, ist, dass die richtigen Fragen an den falschen Stellen zu stellen, unweigerlich die Aufmerksamkeit auf einen zieht. Man muss nicht einmal zwangsläufig etwas wissen. Gelegentlich ist die Tatsache, dass Jemand etwas in Frage stellt ausreichend genug, um das eigene Unleben mehr als zu gefährden. Aber ich sagte Euch redlich, dass ich einwillige. Ich werde versuchen, worum Ihr mich batet.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Augenblick.

„Ihr sagtet, Ihr wisst meine Redlichkeit zu schätzen und zu ehren, wohlwerter Titus, und ich will Euch wahrlich glauben, dass Ihr redlich meint was Ihr sagt.“

Sie zögerte, senkte den Kopf und trat dann ruhigen einen Schritt auf den Kappadozianer zu.

„Lasst mich redlich zu Euch sein und Euch offen eine Frage stellen, wohlwerter Titus, die womöglich mein eigenes Unleben gefährden mag.“

Sie blickte zu dem Kappadozianer auf.

„Ihr sagtet, dass der Orden bereits seit einigen Jahren eine Seuche in Quinto al Mare bekämpft. Ihr sagtet, dass Wachen des Ordens in Quinto al Mare waren, welche weggelockt wurden. Ihr sagtet, dass fromme Menschen, die ihr körperliches Heil bei einem Gebet in die Hände des Herrns gegeben hatten, von Sarazenen abgeschlachtet wurden. Ihr sagtet es sei ein persönliches Anliegen Eurerseits herauszufinden, wer hinter diesem Überfall steckt.“

Seresa zögerte einen kurzen Moment, während sie mit ihren braunen Augen seinem Blick standhielt.

„Es werden Geschichten in den Tavernen der Stadt erzählt. Geschichten von einem Geist, der rast und ruhelos, die Mühle in Burgus antreibt in Zeiten großen Hungers. In Zeiten in denen es auf Grund des Krieges, auf Grund von Missernten und auf Grund von verloren gegangenen Hilfslieferungen anderer Dörfer kein Korn gibt, welches ein Geist zu mahlen vermag.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Augenblick. Sie senkte erneut ihre Augen auf seine Brust und zögerte. Setzte zu sprechen an und zögerte erneut. Sie schloss die Augen, atmete und blickte ihn wieder an.

„Habt Ihr jemals darüber nachgedacht, dass Quinto al Mare geschehen sein könnte, weil auf Grund dieser Gerüchte die Sarazenen annehmen könnten, dass die Gebeine ihrer im Krieg Gefallenen nicht bestattet wurden, sondern - wissentlich und willentlich - geschändet wurden?“

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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Titus » Mo 12. Mär 2018, 22:16

Er nahm die Ausführungen Seresas in sich auf und versuchte sie zu verstehen. Titus runzelte die Stirn, offenbar konnte er den Gedankengängen der Brujah offenbar nicht ganz folgen.

"Ich glaube der Sarazenenüberfall auf Quinto hat nichts mit dem Überfall der Sarazenen auf Genua zu tun. Die Sarazenen im Krieg wurden von Sizilien geschickt...vom See der Schatten. Der See der Schatten hat schon seit längerem Genua mit Krieg bedroht und in dem Moment, an dem Genua verwundbar war, hat der See der Schatten zugeschlagen."

Titus pausierte.

"Ich verstehe nicht, wo Du den Zusammenhang der angeblichen Geistermühle in Burgus und dem angeblichen Sarazenenüberfall auf Quinto al Mare siehst. Vielleicht besitzt Du die Güte mich an Deinen Gedanken teilhaben zu lassen."

Offenbar schien die Vermutung, dass die Frage ihre Existenz bedrohen würde, unbegründet zu sein, denn noch schien der Liktor recht gelassen aud das zu reagieren, was Seresa sagte.
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Seresa » Mo 12. Mär 2018, 23:10

Als das Wort Sizilien in Zusammenhang mit Sarazenen fiel, legte sich Seresas Stirn in Falten und ihr Blick wurde ungläubig. Ziellos wanderte er umher, während sie den Kopf schüttelte, als würde das Gesagte für sie keinen Sinn ergeben. Sie trat einen Schritt zurück, während sie weiter den Kopf schüttelte.

„Nein.“

Ihre Stimme war kaum mehr als gehaucht, während ihre linke Hand zur Brust ging und den Gegenstand darunter festumklammerte. Ihr rechter Arm umfasste ihren Körper, als versuchte sie sich selbst zu schützen, festzuhalten oder gar zu trösten. Für einige Momente starrte sie auf den Schatten, welcher Titus durch das Licht des Feuers warf. Im Hintergrund erklang ein drohendes Grummeln des Donners. Als sie sprach war ihre Stimme klar, doch sie blickte ihr Gegenüber nicht an. Der Blick verweilte noch immer auf seinem Schatten.

„Nein. Nein, Ihr habt wohl recht, wohlwerter Titus. Ich muss mich wohl irren, wenn Ihr etwas anderes glaubt. Meine Schlüsse müssen wohl die Falschen sein.“

Seresa schwieg für einen kurzen Moment.

„Es lagen so viele unzählige und erschlagene Sarazenen in den Straßen und Gassen von Genua nach dem Krieg. Ich hatte Sorge, die Heiden würden Rache nehmen wollen für sie, sowie für ihre versenkten Schiffe. Die Genuesen haben ihre Kinder verloren, wurden ihres Hab und Gutes beraubt oder gar schlimmeres.“

Erneut schüttelte sie den Kopf.

„Wer hätte ihnen wahrlich verübeln können, wenn sie Auge um Auge und Zahn um Zahn gefordert hätten?! Wenn sie die Leichen verbrannt und ihre Knochen zermahlen hätten, auf dass die Seelen der Schänder Genuas nach dem Leben niemals Zugang finden würden, woran auch immer sie geglaubt haben mögen.“
Seresa schwieg für einen kurzen Moment, während sie erneut zu ihm aufblickte und ruhig seine Augen suchte.

„Aber Ihr sagtet gerade, Ihr glaubt, dass der Sarazenenüberfall auf Quinto al Mare nichts mit dem Überfall der Sarazenen auf Genua zu tun hat.“

Ihre Finger lösten sich langsam von dem Gegenstand, welchen sie schutzsuchend gehalten hatte und auch ihr anderer Arm löst sich. Seresa ließ ihre Arme sinken und die Hände befanden sich seitlich, bevor sie wieder aufrecht vor Titus stand und ihn noch immer ruhig anblickte.

„Ich sagte Euch redlich, was ich weiß und was ich redlich glaube, wohlwerter Titus. Was ist es, was Ihr glaubt?“

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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Titus » Mo 19. Mär 2018, 23:13

Titus zog für einen kurzen Augenblick, nachdenklich die Mundwinkel nach unten.

"Sowohl meine werte Clanschwester Seinfreda wie auch ich glauben nicht, dass so viele Zufälle passieren können. Messen werden nicht auf freiem Feld gehalten...ich glaube, dass ein Kainite dahinter steckt...wer, nun das bleibt noch herraus zu finden. Bezahlte Schergen, die erbeutete sarazenische Kleidung getragen haben. Die erfahrenen Martinssoldaten weggelockt durch eine Falschmeldung...ein paar viele Zufälle, die alle gut passen..."
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Seresa » Di 20. Mär 2018, 00:42

Seresa schien nachzudenken, bevor sie schließlich nickte.

„Messen werden fürwahr gewöhnlich nicht unter freiem Himmel gehalten. Ich gestehe, ich war bisher selbst noch nie im Hause des Herrn in Quinto al Mare, so dass ich nicht beurteilen kann, wie viele Gläubige sich dort hätten einfinden können. Womöglich wurde das freie Feld gewählt, um die an der Seuche Erkrankten daran teilhaben zu lassen?!“

Die Brujah blickte fragend auf Titus und zuckte schließlich mit den Schultern.

„Ich gestehe, ich weiß es nicht. Ich habe Quinto al Mare selbst nie aufgesucht, um mich dort zu nähren. Deshalb vermag ich es wahrlich nicht zu beurteilen, wie die Seuche aussah und wie oder ob sie die Menschen dort beeinflusste. Zumal ich gestehe, dass ich glaubte, ich hätte nichts tun können, um ihnen in irgendeiner Form zu helfen oder gar Trost zu spenden. Ich verstehe mich weder auf die Heilkunst, noch ist mein Glaube stark genug, um beim Herrn für Linderung ihres Leides zu beten.“

Seresas Kopf und Blick senkte sich.

„Ich denke, ich hätte mich nicht von ihrer Not abwenden sollen und zumindest versuchen müssen ihnen beizustehen, auch wenn mein Glaube schwach ist und ihnen wohl kaum als Licht in der Dunkelheit gedient hätte. Doch manchmal ist es das, was wir am meisten brauchen. Die Hoffnung, dass andere sich nicht vor Abscheu und Widerwillen von einem abwenden. Der kleine Funke Hoffnung nicht alleine in der Dunkelheit zu sein.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Moment, bevor sie schließlich den Kopf schüttelte und wieder zu Titus aufblickte.

„Ich verstehe Eure Überlegung mit der erbeuteten Kleidung, was ich jedoch nicht verstehe bei Eurer Überlegung ist, welche Falschmeldung von solch Dringlichkeit sein könnte, dass wie Ihr selbst sagtet erfahrene Martinssoldaten von ihr weggelockt wurden. Ich gestehe, ich weiß nicht, in welcher Form sie die Seuche in Quinto al Mare bekämpften oder weshalb sie sich vor Ort befanden, doch hattet Ihr erwähnt, dass sie den Überfall nicht verhindern konnten, weshalb ich annehme, dass sie dort waren, um die Menschen zu schützen?!“

Seresa blickte Titus unsicher und fragend an. Ganz offensichtlich wusste sie nicht, was der Martinsorden dort tat oder getan hatte. Sie zögerte für einen Moment, bevor sie weitersprach.

„Bitte verzeiht, wohlwerter Titus, ich weiß wahrlich nicht, ob es angemessen wäre, eine solche Frage zu stellen. Doch Ihr sagtet auch, Ihr glaubt, dass einer oder eine unserer Art dahinter steckt. Sofern Ihr die Frage gestattet, wohlwerter Titus, habt Ihr oder Eure werte Clansschwester einen Verdacht, wer wahrlich solch ein schreckliches Verbrechen begehen würde und aus welchem Grund?“

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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Titus » Di 3. Apr 2018, 12:43

Titus wog den Kopf hin und her und überdachte die Überlegungen der jungen Brujah einige Augenblicke.

"Es ist sicherlich nicht unangemessen zu fragen, doch antworten kann und werde ich nicht. Einen Verdächtigen zu nennen würde beinahe einer Anklage gleich kommen und ohne die mit Beweisen zu bekräftigen, würde meinen gesellschaftlicher Status beschädigt werden. Deswegen beschränke ich mich zunächst auf die Beschaffung von Informationen."

Titus sah zu dem Feuer im Kamin und dann wieder zu Seresa.

"Wenn Du nichts weiter vorzubringen hast, was nicht bis zu unserem nächsten Treffen warten kann, so möchte ich Dich nun bitten zu gehen. Ich habe noch andere Aufgaben in dieser Nacht."
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Re: [1005] Preis der Wiedergutmachung [Titus, Seresa]

Beitrag von Seresa » Di 3. Apr 2018, 15:25

Seresa verneigte ihr Haupt tief vor dem Kappadozianer. Nach Worten des Abschieds verließ Seresa die Martinsfeste. Das Wetter hatte sich nicht verbessert, doch das Gewitter war zumindest für diese Nacht weitergezogen.

Finitus

Zusammenfassung:
Bei schlechtem Wetter hatte sich Seresa auf den Weg zur Martinsfeste gemacht, um ein Gespräch mit Titus bezüglich seines geäußerten Wunsches - bei dem Ältesten der Brujah Mattia - eine Audienz zu erhalten. Dieser hatte seiner Clansschwester einige Fragen gestellt, welche Seresa nicht gewillt war zu beantworten, ohne vorherige Rücksprache mit dem Kappadozianer. Sie redeten über die schwierige Situation in der sich Mentor und Mentee der Via Caeli befanden. Im gemeinsamen Glaubensbekenntnis wagten sie einen Schritt aufeinander zu und Titus gewährte Seresa danach einmal im Monat unter Auflagen nach San Siro zu pilgern, um mit ihm gemeinsam zu beten. Bevor sich die Beiden trennten, fragte Titus Seresa, ob diese gewillt sei, weitere Informationen bezüglich des Überfalls auf Quinto al Mare für ihn zu sammeln. Die Brujah willigte ein. Die beiden Kainiten unterhielten sich über den Angriff. Seresa selbst hatte nur Gerüchte gehört, während Titus einen schlimmen Verdacht hegte. Schließlich trennten sich ihre Wege.

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