[1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 22:33

Sobald die Brujah zugesagt hatte, erhob sich Toma von seinem Platz, trat hinter seine Dienerin und griff nach dem Saum ihres Kleides. Raffte es nach und nach zusammen und zog es immer höher. Unaufgefordert hob sie ihre Arme, damit er ihr das Kleidungsstück über den Kopf ziehen konnte. Dabei rutschten die weiten Ärmel des schlichten Kleides herunter und offenbarten bereits Teile ihres Körpers. Ebensolche Zierungen wie am Kragen sprossen auch aus ihren Armen, umschmeichelten ihre Hände. Ihre Arme waren dünn, geschmeidig, weiblich, doch über diese zogen sich rote Bänder. Vertiefungen in ihrer Haut. Wie Rillen. Eingedrückte Haut, die durch ihre Nähe zum Fleisch und Blut darunter und ihrer Dünnhäutigkeit rötlich schimmerten und einen kunstvollen Kontrast auf ihrer hellen Haut bildeten.

Nach und nach zog Toma ihr das Kleid höher, darauf bedacht, dass es wohl nicht irgendwo festhing.
Nur ein paar Sekunden später stand die junge Frau dann nackt vor ihr. Unter ihrem Oberkleid hatte sie kein Untergewand getragen. Nur Schuhe hatte sie noch an ihren Füßen und das Tuch auf ihrem Kopf zog Toma mit einem Schwung herunter.
Ans Licht kamen keine Haare.
Haut zog sich über ihren Kopf. Hautlappen. Lang und dick, die wie langes Haar über ihre Schultern fielen, aber eben kein Haar waren.
Der Kragen entpuppte sich tatsächlich als verhornte Haut, die kunstvoll um ihre Schulterpartie geformt wurde. Da waren sogar mehr als eine Lage.
Doch was das wirklich auffälligste an ihr war, waren die Hände auf ihren Brüsten und ihren Oberschenkeln.
Hände...fremde abgetrennte Hände, die in ihren Leib eingearbeitet wurden. Passend zueinander geformt, dass sie alle ähnlich aussahen, dass sie dieselbe Hautfarbe besaßen und selbe Größe hatten. Spitze Nägel zierten alle Hände, so wie sie die echten Hände der Frau zierten.
Wie ihre Arme war auch ihr gesamter Körper mit den roten Striemen überzogen. Um ihre Taille zog sich ein Gürtel aus Knochen.
Die blauen Augen des Kunstwerks schauten in Seresas und Seresa konnte auch sehen, dass sie aufgeregt atmete, dass sich ihr Brustkorb hob und senkte.
Es musste das erste mal sein, dass sie jemand so sah. Jemand anderes außer Toma und die anderen Diener und instinktiv legte sie die Arme näher an ihren Körper, senkte den Blick.

Der Drache stand hinter ihr und blickte erwartungsvoll auf die kleine Brujah. Seine Hand strich dabei über das "Haar" seiner Schöpfung und als sie den Kopf senken wollte, fasste er ihr unters Kinn und hob ihren Blick wieder in die Höhe. "Lass sie dich ansehen, Martha."
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Di 2. Jan 2018, 23:10

Ihr Blick wanderte langsam über den Körper des der jungen Frau, die Toma mit Martha angesprochen hatte. Wie auch bei ihrem ersten Treffen mit dem Drachen selbst, lag eine Mischung aus Faszination, Ekel und Unverständnis in ihrem Gesicht. Seresas Mund war leicht geöffnet und heute wie damals wirkte sie sichtlich überwältigt von dem Anblick, der sich ihr bot. Als sie sich ihm eigen Starren gewahr wurde, senkte sie kurz und fast ebenso verlegen den Blick, wie Tomas Schöpfung. Sie hätte wohl versuchen können ihre Reaktion zu ändern, doch der Drache hatte sie um die Wahrheit gebeten und Seresa hatte ihr Wort gegeben. Sie würde nicht lügen. Weder verbal noch anderweitig. Doch wie sollte sie etwas in Worte kleiden, wofür sie keine Worte kannte?! Sie benötigte vor allem aber Zeit, um die Details der Arbeit zu erkennen und sich eine Meinung zu bilden.

„Ist es mir gestattet, mich zu nähern?“

Seresa blickte zuerst Martha an, dann wanderte ihr Blick kurz prüfend zu Toma und dann wieder zu Martha, ganz so, als wäre ihr nicht einzig die Erlaubnis des Drachen wichtig, sondern auch oder gerade vor allem, die seiner Dienerin wichtig, die gerade so gänzlich nackt, wenn auch nicht unbedingt gänzlich schutzlos vor ihr stand.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 23:37

Den Blick der Brujah hatte er erwartet. Sie waren einfach alle noch nicht soweit. Doch was würde sie sagen? Würde sie ihn anlügen?

Als Seresa um Erlaubnis bat, antwortete Martha ihr nicht. Wusste sie doch dass sie nichts zu sagen hatte und dann erwartete sie auch gar nicht, dass die Vampirin sie..also wirklich sie... ansprechen würde.
Toma stattdessen senkte den Kopf zu einem Nicken.
"Ihr dürft. Ihr dürft sie auch berühren, wenn ihr das wollt." Ihm kam gar nicht in den Sinn seine Dienerin zu fragen, ob es für sie in Ordnung war. Sie war nur ein Objekt, ein Kunstwerk eben und sie hatte stillzustehen.
Da weiteten sich die Augen der Frau etwas als sie das hörte, doch mittlerweile war sie so oft angefasst wurden. War sie schmerzhaft und unschicklich berührt worden, dass ihr auch das nichts mehr ausmachte. Es war nur überraschend.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 4. Jan 2018, 01:42

Etwas überrascht, ob der Antwort des Tzimiscen, kam Seresa langsam einige Schritte näher, blieb jedoch noch etwas mehr als eine Unterarmlänge von der Dienerin entfernt. Vielleicht war es Seresas eigene Vergangenheit, die sie gerade anders umgehen ließ, mit seinem Kunstobjekt. Weil sie selbst nur allzu gut um die falsche Liebe wusste, die die junge Frau für ihn empfand. In ihren Augen war sie noch immer mehr als nur ein Gegenstand, der herumgereicht wurde. Herumgereicht werden durfte. Dennoch nahm sie das Angebot des Tzimiscen an und erforschte seine Kunst.

Die Zeit verging.

Seresa nahm den letzten, kalten Schluck Blut aus dem Kelch zu sich, während der Drache bei seinem Kunstwerk stand. Mit ihren blauen Augen sah Martha zu Toma auf und verneigte sich dann, ebenso vor Seresa bevor sie den Raum durch eine angrenzende Tür verließ.

„Nun, ihr habt sie nun ganz und gar gesehen. Was sagt ihr?", fragte der Tzimisce abschließend.

„Ich gestehe, ich habe bisher nur Euch gesehen, werter Toma, jedoch keine Anderen Eures Blutes, noch ihre Schaffenswerke und Ihr wisst, dass ich nichts von Kunst im eigentlichen Sinne verstehe. Doch Ihr habt um meine redliche Meinung gebeten und diese will ich Euch nicht vorenthalten.“

Seresa beobachtete die Reaktion ihres Gegenübers aufmerksam. Ohne Schnörkel zu sprechen, barg immer die Gefahr den Anderen unwissentlich in die Raserei zu treiben. Vor allem, wenn es das eigene Schaffenswerk war, auf welches man stolz genug war, um es zu präsentieren. Allerdings hatte Seresa sich darauf eingelassen und so sprach sie tatsächlich wahrheitsgemäß in schnörkelloseren Sätze.

„Eure Kunst wirkt so andersartig. Sie ist für mich in ihrer Art und Weise gänzlich fremd. Sie ist deshalb ungewohnt, da ich noch nie so etwas gesehen hatte. Mein Verstand konnte zuerst schlicht nicht begreifen, was meine Augen sahen. Ich benötigte einen Moment, um mich daran zu gewöhnen, was ich sah. Um die erste unbewusste - und meiner Unerfahrenheit in solchen Dingen geschuldete Ablehnung - zu überwinden und mich wahrlich dafür zu öffnen.“

Sie blickte den Tzimiscen fast entschuldigend an, während sie für einen Moment schwieg.

„Was ich dann jedoch sah und fühlte war überaus faszinierend. Die Rillen auf ihrer Haut waren auf beiden Seiten von der gleichen Anzahl. Es war, als würden sie auf der linken und rechten Seite gleich sein. Ich dachte zuerst es wären offene Wunden. Doch tatsächlich war die Haut darüber so fein und zart. Ich fürchtete gar sie könnte reißen, wenn ich sie nur berühre. Die Hände an ihrer Brust und Hüfte wirkten zuerst grotesk und unsinnig, doch in Verbindung mit den Knochen um ihre Taille geben sie ihr eine wahrlich interessante Körperform. Scheinen die Hände gierig zu greifen und doch schützend zu halten. Sind sie warm und ein Teil von ihr. Jedoch scheinen sie dann doch fremd und kein wirklicher Teil von ihr zu sein. Ganz so, als würden fremde Hände auf ihrer Haut ruhen und sie berühren, ob sie es will oder nicht. Sie bleiben mit ihr verbunden. Ich kann mir nicht vorstellen, welche Gedanken dies in ihr auslösen mag. Doch da sie selbst noch immer so empfindsam ist, nehme ich an, dass sie diese Vorstellung selbst erregen und doch abschrecken muss in beiderlei Hinsicht.“

Dann zuckte Seresa jedoch mit den Schultern. Sie schien sich nicht wirklich vorstellen zu können, ob ihre Annahme tatsächlich für Martha zutreffen würde.

„Ihre Haare selbst sind schön, wirken sie durchaus lebendig. Es ist wahrlich bedauerlich, dass sie sich nicht wie richtiges Haar frei bewegen können. Dafür scheint sie die Berührung darauf zu spüren, was eine unerwartete Tatsache war. Mir gefallen die kleinen Details, wie die Verzierungen an ihrem Oberkörper und ihren Handgelenken und mit wieviel Sorgfalt sie herausgearbeitet worden. Sie zu sehen und doch nicht zu sehen, wenn sie Kleidung trägt ist eine reizvolle Tatsache. Alles wirkt weich und rund. Es scheint ineinander zu fließen und zueinander zu passen.“

Seresa zögerte einen Moment, als überlegte sie, ob sie die nächsten Worte tatsächlich in dieser Form sagen sollte.

„Bitte verzeiht, werter Toma, sollten meine folgenden offenen und direkten Worte Eure Kunst beleidigen. Auf mich wirkte es so, als wäre sie nicht nackt, obwohl sie nackt vor mir stand. Es wirkte, als träge sie eine einzig und nur für sie angefertigte Kleidung. Als träge sie die wahrlich prächtigste, außergewöhnlichste, akribischste und detailreichste Kleidung, die ich wahrlich je gesehen hatte, direkt auf ihrem bloßen Leib.“

Sie schwieg für einen kurzen Moment und hoffte redlich, dass die Art und Weise, wie sie seine Kunst gesehen hatte, ihn nicht gänzlich beleidigte. Sie verstand einfach schlicht zu wenig davon.

„Wie ich Eurer werten Dienerin bereits selbst sagte: Sie ist wahrhaft bezaubernd. Ich danke Euch aufrichtig dafür, dass ich Euer Kunstwerk sehen durfte.“

Die Brujah verbeugte sich mit ihrem Oberkörper vor dem Tzimiscen.

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 4. Jan 2018, 12:02

Je mehr sie sagte, desto mehr reagierte er darauf. Die Augen weiteten sich, die Pupillen wurden groß, der Mund öffnete sich und entblößte die beiden Reihen Reißzähne. Und so schwer sein Gesicht auch manchmal zu lesen war, so eindeutig war doch nun, dass er nicht wütend war.

Mit einem Satz war er plötzlich an ihr drann und nahm ihre Gesicht zwischen seine Hände, hob ihren Blick zu seinem und seine Begeisterung schwappte aus seinem Blick in ihren.

„Ja! Kleidung...scheinbare Kleidung. Die ihren Körper umschmeichelt und ziert und doch gleichzeitig alles zeigt. Die eigen ist und nicht aufgelegt, die nicht verdeckt, die immer da ist, die sie selbst ist.
Ja! Formen die zu ihrem weichen Körper passen und doch auch Kontrast durch harte Knochen und spitze Nägel. Die Hände die sie zieren und verhüllen und doch gleichzeitig den Blick darauf lenken, fremd scheinen und doch ebenso lebendig sind wie sie selbst.
Ja! Symmetrie, eine angenehme Betrachtung, passend...zueinander.“


Toma war mit Worten nicht so gut, wie die gelehrte Brujah, umso mehr freute er sich über ihre Worte, die so gut auszudrücken vermochten, was seine Intention gewesen war.

„Ihr habt es verstanden! Ihr habt es erfühlt und erfahren! Ihr habt sie nicht einfach verurteilt, ihr seid darauf eingegangen! Kaum eine Meinung könnte wertvoller sein als eure, denn ihr habt euch ihr wirklich geöffnet!“

Selten war der Tzimisce wahrlich so begeistert gewesen, vor allem was andere Kainskinder anging. Enttäuschten sie ihn doch oft oder waren ihm einfach egal.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 4. Jan 2018, 16:06

Seresa wollte überrascht zurückweichen, stellte jedoch in der versuchten Bewegung schnell fest, woran ihr Plan letztlich scheitern musste und was sie darin nicht bedacht hatte. Hinter ihr war der Tisch. So war sie an Ort und Stelle stehen geblieben. Seresas Körper hatte sich versteift, als der Tzimisce seine Hände ungefragt an ihr Gesicht gelegt hatte. Ihre Finger hatten sich um das Holz des Tisches verkrampft, um den Drachen nicht reflexartig von sich zu stoßen. Diese Reaktion Tomas hatte sie wahrlich nicht erwartet, aber sie schien in diesem Moment keine Angst zu haben, dass er sie angreifen oder gar verletzen wollte. Seresa hielt den Blick des Drachen und ihre Anspannung, Verwunderung und Überraschung fiel langsam ab, je länger er redete.

Wäre sie ein Mensch gewesen, hätte sie vermutlich erleichtert ausgeatmet, dass ihrer Einschätzung nicht gänzlich falsch war. Einen Künstler zu beleidigen war eine Sache. Einen Kainiten zu beleidigen war eine Andere. Aber einen kainitschen Künstler wie Toma zu beleidigen war dann doch noch einmal eine ganz andere Geschichte. Sie war froh, dass ihre Wahrheit und ihre Wahrnehmung sich mit dem deckten, was er erzeugen wollte. Dass er ihr zugestanden hatte Martha lang und ausführlich zu betrachten. Denn ohne dies, wäre da vermutlich auf den ersten flüchtigen Blick nur die Mischung aus Faszination, Ekel und Unverständnis geblieben.

„Wahrlich, Ihr ehrt mich mit Euren Worten, werter Toma.“

Die Brujah senkte kurz den Blick ihrer Augen, bevor sie wieder zu Toma aufsah. Mit dem Kopf konnte sie sich nicht verneigen, hielt diesen der Tzimiscen noch immer in seinen Händen.

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 4. Jan 2018, 18:13

Einen Moment hielt er sie noch fest, während keiner von ihnen etwas sagte, dann löste er seinen Griff von ihr und trat wieder einen Schritt zurück.
"Ihr habt mich mit eurer Vorgehensweise auch überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so genau hinseht, hinfasst. Eure Worte waren zwar dennoch sehr umfassend, aber ich gehe davon aus, dass ihr die Wahrheit gesagt habt. Immerhin habt ihr euch ja auch nicht davor geekelt sie zu berühren."

Er klatschte einmal in die Hände und hielt diese zusammen.
"Nun das war ein sehr erfreulicher Abend. Um nun noch einmal auf unseren Handel einzugehen: Ich würde euch einen Zeitpunkt übermitteln an dem ihr zu eurer Untersuchung kommt und danach lade ich euch zu der Vorführung einer Körperöffnung. " bot er an oder legte es mehr fest.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 4. Jan 2018, 21:09

Seine Hände auf ihrem Gesicht zu spüren war wahrlich ungewohnt für Seresa. Für gewöhnlich fasste die Brujah niemand an. Zumindest nicht mit ähnlich kalten Händen wie den ihrigen. Der Moment verging und Seresa war sich unsicher, was da gerade eigentlich zwischen ihnen war. Seresa hatte kurz verlegen den Blick gesenkt, als Toma sie losgelassen hatte, nur um dann wieder seinen Blick zu suchen, während er weiter mit ihr sprach. Als er davon gesprochen hatte, dass sie keinen Ekel hatte, Martha zu berühren, wollte Seresa bereits fragen, weshalb sie das hätte haben sollen. Als er jedoch seine abschließenden Worte sprach, verneigte Seresa nur zustimmend ihr Haupt.

„Es wäre mir eine Ehre, werter Toma.“

Die Beiden verabschiedeten sich daraufhin voneinander.

~*~


Als die von Toma erwähnte Nachricht wenige Tage später Seresa erreicht hatte, fand sich die Brujah am vereinbarten Termin erneut im Haus des Tzimiscen ein. Wie gewohnt, hatte sie sich dem Tzimiscen genähert, bevor sie vor ihm stehen geblieben war.

„Seid gegrüßt, werter Toma. Es ist mir eine Ehre und aufrichtige Freude Euch wiederzusehen. Habt Dank für Eure erneute Einladung in Euer wertes Heim.“

Die Brujah wirkte entspannt und tatsächlich erfreut, den Drachen wiederzusehen. Zumindest konnte man so ihr sanftes Lächeln deuten, während sie ihr Haupt respektvoll vor Toma verneigte. Auch wenn die heutige Begegnung der Beiden zumindest für Seresa eine durchaus neue und ungewohnte Erfahrung werden würde.

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 4. Jan 2018, 23:24

Guten Abend, Seresa. Es freut mich dass ihr meiner Einladung erneut gefolgt seid und es euch nicht anders überlegt habt. " begrüßte sie der Tzimisce.

Toma war in dieser Nacht unbekleidet.
" Ich denke ihr seid über dem Punkt hinaus wo euch Nacktheit stören würde, oder?" kommentierte er sein Erscheinungsbild.

zum ersten Mal konnte Seresa also nun den gesamten Körper des Tzimisce sehen. Sein seltsam verkürzter Brustkorb,die schlanke Taille, sein dennoch muskulöser Oberkörper und die geschlechtslose Scham.

Neben Toma war auch Martha wieder mit anwesend ebenso so nackt wie ihr Herr. Doch von ihr hatte die junge Brujah auch mehr als genug gesehen. Martha kniete am Boden wie zuvor und hatte ihre Hände unterhalb der fremden Hände auf ihre Schenkel gelegt, so daß es schien als würden zwei Hände aus einem Handgelenk ragen und in verschiedene Richtungen zeigen. Sie senkte den blick und Oberkörper etwas zum Boden ab als Seresa eintrat. Es war nicht ganz sicher aber schien die Dienerin doch eine Spur röter zu werden sobald sie Seresa sah.

Neben den beiden war sonst nur eine Wache anwesend, die neben der Tür stand. Dieser war jedoch angekleidet.

"Wünscht ihr etwas zu trinken? Sonst können wir direkt anfangen." offerierte der Drache und lächelte.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Fr 5. Jan 2018, 00:48

„Bitte seid versichert, dass ich Euer großzügiges Angebot zu schätzen weiß, werter Toma, doch derzeit wünsche ich nichts zu trinken.“

Seresa verneigte ihr Haupt höflich vor dem Tzimiscen.

„Und nein, Nacktheit stört mich fürwahr nicht, hatten wir dies bereits an unserem ersten Aufeinandertreffen erörtert. Von meiner Seite gäbe es wahrlich keinen Grund, weshalb ich es mir hätte anders überlegen sollen. War schließlich ich es, welche mit dem Vorschlag auf Euch zukam.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Moment.

„Zumal wir einen Handel abgeschlossen hatten. Ich bin noch immer bereit dazu meinen Teil davon zu erfüllen. So es Euer Wunsch ist, können wir direkt anfangen. Möchtet Ihr die Untersuchung hier durchführen, werter Toma? In Gegenwart Eurer Diener?“

Seresa blickte kurz zu Martha, lächelte ob ihrer Röte und nickte ihr höflich zu. Die Brujah selbst schien es nicht wirklich zu stören. Sie wusste nur nicht was der Tzimisce vor hatte. Seresa hatte derweil den Knoten an ihrem Umhang gelöst und trug ihn über den Arm geschlagen, als wollte sie Toma fragen, wo sie ablegen durfte.

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