[1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 5. Jan 2018, 18:57

Nach der Untersuchung

...Als Toma schließlich vor Seresa stand, entspannte sich ihre Haltung langsam wieder und ihre Fangzähne fuhren ein, während sie die Hände locker an der Seite hängen ließ und ihm in die Augen blickte.

Toma neigte leicht den Oberkörper zum Dank.
„Nun, wir sind fertig. Habt Dank. Es war sehr unproblematisch mit euch. Ihr könnt euch wieder ankleiden, wenn ihr das wünscht. Gern würde ich aber noch etwas fragen.“
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Fr 5. Jan 2018, 21:16

„Es war mir eine Ehre, werter Toma.“

Seresa erwiderte die Verneigung.

„Sofern Ihr Fragen habt und ich sie Euch beantworten kann, würde ich dies gerne tun.“

Die Brujah blickte in Richtung ihrer Kleidung und dann nochmal rückversichernd zu Toma.

„Benötigt Ihr hierfür meinen Körper?“

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 5. Jan 2018, 21:24

"Nicht unbedingt. Doch geht es mir um eure Narben..." antwortete er und ließ es ihr damit weiter offen ob sie sich anziehen wollte.
"... Ihr wurdet gebissen... Mich wundert warum derjenige der da von euch trank die Wunde nicht verschlossen hat. Konnte er.. oder sie es nicht?.. " Die Frage hielt er etwas offen, da es durchaus noch andere Möglichkeiten gab.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Fr 5. Jan 2018, 22:08

Seresa blickte zu Boden. Ihre Finger berührten kurz die Innenseite ihres Oberschenkels. Ein leises Seufzen war zu hören, während sie den Kopf schüttelte und zurück zu Toma blickte.

„Der Biss selbst wurde verschlossen, werter Toma. Es wurden jedoch willentlich zwei neue Löcher an eben jene Stellen gemacht, an welchen zuvor die Fänge waren.“

Die Brujah schwieg einen Moment.

„Es sollte eine dauerhafte Erinnerung auf meiner Haut bleiben.“

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 6. Jan 2018, 00:19

Er schaute erstaunt. Interessant.
"Habt ihr euch diese Erinnerung selbst verpasst oder Zwang sie euch jemand auf?"
Selbstverstümmelung war ja durchaus nicht so ungewöhnlich.
"Und die längliche Narbe an eurem Unterarm?" setzte er direkt die nächste Frage nach. Empathie lag ihm wirklich fern.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Sa 6. Jan 2018, 00:46

„Fabrizio, mein späterer Erzeuger, zwang sie mir auf.“

Seresa Blick war ernst, jedoch schien sie es ihrem Erzeuger nicht nachzutragen. Sie schien damit abgeschlossen zu haben.

„Auch die Narbe am Unterarm ist von ihm.“

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 6. Jan 2018, 02:45

Ein gewalttätiger Erzeuger. Nun nicht, dass er das nicht auch kannte. Er hatte selbst gute Erinnerungen an Schnitte in seinem Arm...gebrochene Knochen...gerissene Haut...doch war es alles für einen sinnvollen Zweck gewesen.
"Habt ihr denn etwas daraus gelernt?" fragte Toma und die Frage musste wahrlich seltsam klingen. Doch für ihn schien das einfach dazu zugehören. Das waren seine Prüfungen gewesen und seine Lehrstunden. Schmerz und Gewalt waren seine ständigen Begleiter in seiner Ausbildung gewesen. Doch Navod hatte auch nie reinem Sadismus gefröhnt, während es bei Seresas Erzeuger vielleicht nicht auszuschließen war.
"Oder hat er euch aus Spaß beschädigt?" Wie unsinnig so etwas war.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » Sa 6. Jan 2018, 18:15

Seresa schien kurz nachzudenken, während sie auf ihren Stapel Kleidung zuschritt.

„Ich gestehe, ich weiß nicht, ob mein verehrter Erzeuger mich aus Spaß beschädigt hatte.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Moment. Das Wort beschädigt klang für Seresa seltsam aus dem Mund des Tzimiscen. Jedoch klang es ungleich seltsamer, gar fragender, aus ihrem eigenen Mund.

„Womöglich.“

Seresa zuckte unwissend mit den Schultern.

„Ich war schließlich nur ein Mensch. Kaum mehr als ein Objekt, über welches er nach seinem Willen verfügen und mit dem er anstellen konnte, was er wollte.“

Ihr Blick ging nur kurz zu Martha. Was sah der Drache wohl in ihr?! Dann beugte sie sich hinunter und hob das kleine Lederbeutelchen auf.

„Ich vermute, er wurde durch die Umstände dazu gezwungen?!“

Seresa drehte sich leicht zum Tzimiscen um und betrachtete ihn fragend, als ob sie sagen wollte: Klingt das seltsam für Euch?!

„Manchmal müssen wir eben Dinge tun, weil wir sie für Richtig erachten.“

Die Brujah legte die Lederschnur um den Hals.

„Ich vermute, bei ihm war es ähnlich. Ich gestehe, ich hatte meinen verehrten Erzeuger jedoch nie danach gefragt, weshalb er es tatsächlich getan hatte.“

Seresa zuckte mit den Schultern, bevor sie den Blick von Toma abwandte, die Leinenbrouche aufnahm und zu Toma zurücksah.

„Es war nie wichtig für mich zu verstehen, warum er tat was er tat. Er hatte letzten Endes bewiesen, dass er recht hatte und dafür gesorgt, dass mein Körper gerade nicht unter der Erde liegt und zerfressen wird von Maden, Würmern und anderen Käfern. Das war mehr als ich von ihm je erhofft oder erwartet hätte. Die Narben von ihm auf meinem Körper zu tragen, ist dafür wahrlich ein kleiner Preis. Ob ich jedoch etwas daraus gelernt habe, werter Toma?!“

Die Brujah überlegte für einen Moment, während sie die Beinlinge entfaltete, sich hinkniete und sie über ihre Füße und Beine zog. Von unten herauf, blickte sie Toma an, während sie weiter mit ihm sprach.

„Nur dass wir unserem Schicksal oder unserer Bestimmung nicht entgehen können.“

Das Lederbeutelchen baumelte um ihren Hals, während sie während dem Sprechen auf das andere Knie wechselte.

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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 7. Jan 2018, 00:01

Während Seresa sprach, neigte sich der Kopf des Drache von einer Seite auf die andere, als er darüber nachdachte.
..durch die Umstände dazu gewzungen...etwas tun weil man es als richtig erachtet...das konnte er alles verstehen.
Als sie von Schicksal und Bestimmung sprach lächelte er auch. Das konnte er sehr gut nachempfinden.
„Das können wir in der Tat nicht.“

„Aber das, was mich wundert ist, warum er sein ausgewähltes Kind beschädigt, wenn nicht um ihm etwas damit beizubringen. Es dadurch besser zu machen? Wenn ihr nur ein dahergelaufener Mensch oder ungehorsamer Ghul gewesen wärt, so hätte es mich nicht verwundert, aber dann wäret ihr auch nicht sein Kind geworden. ...Oder?“ andererseits, waren die Entscheidungen mancher Kainiten was ihre Kinder anging mehr als seltsam.
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Re: [1003] Eine Frage des Vertrauens [Seresa]

Beitrag von Seresa » So 7. Jan 2018, 01:01

Ein Lächeln umspielte Seresa Lippen, während sie den Kopf schüttelte, die Beinlinge glattstrich und sich erhob.

„Nun, werter Toma, das mag - bei allem gebotenen Respekt meinem verehrten Erzeuger gegenüber - daran, dass ich zu dem Zeitpunkt der Verletzung nicht sein Ghul und auch nicht sein ausgewähltes Kind war.“

Seresa nahm die langen Wickel für ihre Brust auf.

„Ein dahergelaufener Mensch war ich jedoch auch nicht.“

Die Brujah stand aufrecht, während sie Toma anblickte, begann sie ihre weibliche Brust mit geübten Griffen glatt zu drücken und zu umwickeln.

„Es ist wahrlich eine lange Geschichte, werter Toma. Die Kurzfassung lautet wohl, dass ich das Kind einer anderen sein sollte und er mich ihr geraubt hatte.“

Sie zuckte kurz mit den Schultern.

„Wie dem auch sei. Ich bin und bleibe letzten Endes sein Kind und ich hege wahrlich keinen Groll mehr gegen ihn.“

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