[1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

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Lorenzo
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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Lorenzo » Mo 25. Dez 2017, 17:20

Als Lorenzo hörte das Sie tatsächlich seine Sicht der Dinge hören wollte wurde sein Gesichtsausdruck bedrückt, ja man konnte seinen ganzen Kummer den er die Jahre seiner Existenz als Kainskind mit sich trug beinahe herauslesen.

„Der erste Punkt ist, dass wir von Kain den ersten Mörder in der Bibel abstammen, welcher von Gott verbannt wurde und. Im Alten Testament Mose 1 Kapitel 4 steht,

Zitat:
Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde. (Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermögen nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Sünde ist größer, denn daß sie mir vergeben werden möge. Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muß mich vor deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich findet. Aber der HERR sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen.
Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen.


Also wie du siehst selbst Kain kannte seine Verbannung selbst an und sah ein dass er nicht mehr im Willen Gottes lebte. Einzig aus Gnade heraus hat er Kain davor bewahrt, dass jemand Ihm Leid antut, aber selbst das half Ihm nichts

Zitait:
Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hört meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule; Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.

Und falls dir das nicht ausreicht als Beweis dafür dass wir verdammt sind, weil Erlösung für unserer Eins ausgeschlossen ist, dann höre das. Wir sind so bin ich der Überzeugung Wesen der Finsternis.

Denn Johannes schrieb im 1.Johannes 1 Vers 5
''Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. ''

Also können wir keine Geschöpfe Gottes sein, denn er ist Licht und wir sind die Finsternis, noch mehr wir leben in der Finsternis, denn sie ist unser Zuhause. Also ist es ausgeschlossen, dass wir von Gott erschaffen wurden. Aber auch das spielt bald keine Rolle mehr.“
Dabei war Ihr der Junge Kainit einen traurigen Blick der voll von Selbstablehnung und Hass auf das was aus Ihm wurde an.

Du siehst also, ich bete nicht aus Hoffnung, sonder weil ich und der Rest von uns verloren ist. Hoffnung ist eine Illusion der wir uns nur allzu gern hingeben, aber wenn unsere Existenz hier endet bleibt nicht mehr als Schwarze Asche von uns übrig, und selbst die wird vom Wind davon getragen.

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Seresa
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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Seresa » Mo 25. Dez 2017, 19:46

„Bitte verzeiht meine offenen Worte, werter Lorenzo, doch auch die Körper der Menschen verfallen mit den Jahren. Auch von ihnen bleibt letztlich nichts zurück auf Erden. Staub sind wir und zum Staube kehren wir zurück.“

Die Brujah wandte ihren Blick nicht von Lorenzo ab, während sie weiter zu ihm aufsah.

„Die Frage, welche Ihr Euch tatsächlich stellen solltet, werter Lorenzo, ist was Ihr denkt, dass mit Eurer Seele geschieht, sofern Ihr nicht mehr existiert.“

Seresa schwieg für einen Moment, als sie über die Geschichte von Kain nachdachte. Sie hatte sich darüber bereits selbst ihre Gedanken gemacht.

„Was Kain betrifft, so gestehe ich, liegt mir nichts ferner, als zu behaupten, dass Ihr Euch irrt, werter Lorenzo. Ich bitte Euch lediglich höflich darum, darüber nachzusinnen, ob Ihr womöglich etwas überseht.“

Ihre Stimme war weiterhin gedämpft, während sie neben ihm ging und ihm höflich und respektvoll zunickte, als sie ihn auf seinen ´Fehler´ ansprach.

„Ohne jedweden Zweifel hat Kain eine schwere Sünde begangen, als er seinen Bruder erschlug. Doch statt dem Herrn seine Sünde offen zu legen, um Vergebung zu bitten und zu erdulden, was der Herr ihm zur Buße auferlegen würde, verleugnete er seine Schuld. Der Herr aber sah, was Kain wahrlich getan hatte. So wie der Herr alles sieht, was wir tun und nicht tun, werter Lorenzo. Der Herr jedoch erschlug Kain nicht ob seiner Sünde, sondern gab ihm eine Gelegenheit Buße zu tun. Doch Kain beugte daraufhin nicht dankbar sein Knie, ob der gegebenen Möglichkeit, sondern wetterte gegen den Herrn, dass es nicht gerecht sei. Forderte seine eigene Vernichtung ein, indem er sagte, wer auch immer ihn fände, möge ihn totschlagen.“

Seresa schüttelte leicht den Kopf.

„Doch das war nicht, was der Herr wollte. Der Herr wollte, dass Kain lebt. Kain hat sich vom Herrn abgewandt.“

Sie blickte weiterhin zu Lorenzo auf, während sie durch die Gassen schlenderten.

„Der Herr selbst hat uns den freien Willen gegeben, werter Lorenzo. Er verurteilt uns und unsere Schwäche nicht, denn er vertraut darauf, dass wir selbst aus freien Stücken und aus freiem Willen unseren Weg zurück zu ihm finden und unseren Geist in seine Hände empfehlen.“

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Lorenzo
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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Lorenzo » Di 26. Dez 2017, 13:39

Lorenzo hörte Seresa aufmerksam zu, kurz konnte man auch etwas wie ein hoffnungsvolles aufblitzten in seinen Augen erkennen, welches kurz darauf von der in Ihm wohnenden Dunkelheit wieder verschlungen wurde.

„Nun ich denke, wenn unsere Existenz hier endet werden wir in den Scheol hinabfahren, um dort für unsere Sünden zu büßen. Zumindest hat mein Herr dies immer zu mir gesagt, und die Schrift so scheint mir belegt dies durchaus, auch wenn ich diese nie selbst gelesen habe.“

Als Sie dann damit begann seine Sicht zu Kain zu zerpflücken lauschte er Ihren Ausführungen.

„Ob Kain je das Angebot annahm Buße zu tun oder es wie in seinem Falle ablehnte ist irrelevant, er hat seine Wahl getroffen und den Pfad des Sünders eingeschlagen,und sein von Sünde korrumpiertes Blut fließt in uns, so wie Kain sein eigen Fleisch und Blut hinterging und zuletzt aus Neid hinterhältig tötete, so sind auch wir korrumpiert und der Verdammnis preisgegeben. Und Kain hat seine Vernichtung nicht eingefordert, sondern dem Herrn offenbart was ihn erwartet, wenn Ihn jemand in die Hände bekommen würde. Und der Herr hat Ihn dann aus Gnade geschützt. Aber der Umstand das wir verloren sind lässt sich nicht leugnen. Wir sind tot und doch lebendig, wir sind eine Beleidigung für die Natürliche Ordnung. Was lebt wird sterben und was stirbt bleibt tot.

Aber ich sehe schon, ihr seid auch einer jener Kainiten, welche sich gern die Wahrheit zurecht legen. Die ihr handeln dann noch als etwas Gutes verkaufen wollen. Aber du täuscht mich nicht Schlange. Mein Herr wollte mir auch offerieren, dass unsere Art verloren ist, daher sollten wir alles tun um nie zu sterben, denn wenn dies eintritt werden wir im Scheol landen um dort auf ewig gequält zu werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Dabei blickte er die Kainitin mit einem traurigen und gequälten Gesichtsausdruck an, welcher seine Last die auf ihm lag widerspiegelte.

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Seresa » Di 26. Dez 2017, 14:38

„Bei allem gebotenen Respekt, werter Lorenzo, doch Ihr glaubt Eurem Erzeuger, der Euch in diese unsere Dunkelheit gerissen hat mehr, als dem Trost und Hoffnung spendenden Wort des Herrn, welcher Euch auf diese unsere Welt brachte und dessen heilversprechenden Worte Ihr selbst nie gelesen hattet?!“

Seresa betrachtete durchaus skeptisch ihr Gegenüber. Wiederholte nur in anderen Worten, was Lorenzo ihr gerade selbst gesagt hatte, um ihn verstehen zu lassen, wie absurd es eigentlich klang. Dann zuckte sie jedoch mit den Schultern, als sei es seine eigene Entscheidung, was er tat und dass sie ihn nicht dafür verurteilte.

„Ich gestehe, ich bin nicht hier um Euch von anderen Dingen zu überzeugen. Es ist Eure Entscheidung, was ihr glaubt oder was Ihr nicht glaubt, werter Lorenzo. Wie ich Euch bereits sagte, bin ich selbst noch auf der Suche. Doch bedenkt bei Eurer Überlegung, werter Lorenzo, dass auch die Menschen nicht frei von Sünde sind. Dass der Herr seinen eingeborenen Sohn hinabgeschickt hatte. Dass er ihn am Kreuze sterben ließ, zur Vergebung unserer Sünden. Dass er ihn am dritten Tage auferstehen ließ von den Toten, um ihn auffahren zu lassen in den Himmel. Als Zeichen der Hoffnung für uns, dass das was stirbt nicht tot bleibt, sondern am jüngsten Tage zu Ihm in den Himmel auffahren wird.“

Die Brujah blickte weiterhin zu Lorenzo, wohl wissend wie gefährlich es war, mit ihm über dieses Thema zu sprechen.

„Wer sind wir, dass wir wahrlich in Frage stellen können, dass wir nicht Teil des großen Plans des Herren sind, der alles was auf seiner Erde kreucht und fleucht erschaffen hat?!“

Seresa schwieg für einen kurzen Moment.

„Ich kenne die Antwort nicht, ob wir jemals Erlösung erfahren werden, werter Lorenzo. So Ihr erlaubt, würde ich gerne einige Fragen mit Euch teilen, denn wahrlich sie beschäftigen mich seid sie mir gestellt wurden. So es Euch zur Ehre gereichen würde, würde mich Eure werte Meinung dazu interessieren.“

Die Brujah würde auf eine positive Bestätigung ihres Gegenübers warten, bevor sie wie folgt fortfahren würde.

„Er sagte: „Aber ist die Ungewissheit, ob unsereins jemals Erlösung erfährt Grund dafür es nicht zu versuchen? Ist Das Leben in Sünde und Verdammnis etwas, womit wir uns abfinden müssen, nur weil wir nicht wissen, ob unsere Bemühungen am Ende mit dem Einzug ins Paradies belohnt werden? Auch ein Mensch, ohne Befleckung unsereins, kann sich nicht sicher sein, ob sein Leben in Tugend und Mildtätigkeit am Ende belohnt wird. Soll er auch alle Tugend fahren lassen und in Sünde leben, weil es vielleicht zu anstrengend ist, gottgefällig zu leben?““

Es waren die Worte Titus, die sie tatsächlich selbst über viele Wochen begleitet hatten und deren Fragen, sie mehr beschäftigt hatten, als es ihr tatsächlich lieb gewesen war.

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Lorenzo » Do 28. Dez 2017, 19:53

Lorenzo lauschte Seresa´s Worten mit Geduld, an mancher Stelle konnte man durchaus kurz Argwohn aufblitzten sehen welcher allerdings recht bald von einem nachdenklichem Blick abgelöst wurde.

„Nun eure Frage ist berechtigt, da ich meinen Erzeger für das was er aus mir gemacht hat hasse, glaube ich ihm nur soviel wie nötig ist, um in dieser von Finsternis dominierten Welt zu überleben.
Ob die Worte Gottes für unsere Art auch Hoffnung und Heil beinhalten,dies liegt mir fern abschätzen zu wollen, immerhin habe ich die Schriften über den Herrn und Heiland der Sterblichen selber nie gelesen. In meinen Gebeten bitte ich den Herrn mir einen Ausweg zu zeigen und mir Gnade angedeihen zu lassen. Bisher hat er allerdings geschwiegen und mich meines Leides selbst überlassen, aber vielleicht seid Ihr ja vom Herrn zu mir gerufen worden um mir die Antworten zu liefern die mir noch fehlen um das große Ganze zu erkennen. Umso mehr glaube ich, dass es möglich ist, dass ihr jene Person seid. die mir die Nötigen antworten liefern kann, da ihr nicht versucht mich von eurer Meinung zu überzeugen, oder gar sie als die einzig Richtige darzulegen wollt.Ob wir zu den Geschöpfen gehören, welche Gott der Herr erschaffen hat, da bin ich mir nicht sicher. Wer kennt schon all seine Geheimnisse und Pläne, wer hat die Wunder des Herrn schon geschaut, welche er Tag für Tag unter der Auf und Untergehenden Sonne geschehen lässt.“ Dabei konnte man deutlich sehen wie die Finsternis in Ihm abnahm und sich etwas wie Hoffnung in ihm regte.

„Nun eure Frage, was das Ungewiss sein der Erlösung und wie man sein Leben führt auch wenn das Endresultat ungewiss ist, kann ich euch nur zustimmen und so halte ich es auch, ich versuche kein Gefäß von dem ich Trinke zu zerstören und wenn ich unrecht sehe versuche ich es zu verhindern auch wenn meine Situation was meine Seele betrifft unklar ist.“

Wenn Ihr mir die Ehre erweisen würdet, erzählt mir doch mehr von dem was Ihr über das Seelenheil unserer Art denkt, ich bin sehr daran Interessiert mehr darüber zu erfahren und wer weiß vielleicht lösen wir ja zusammen das große Rätsel.“ Dabei lächelte er Sie auffordernd an

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 28. Dez 2017, 22:12

„Ich bedaure von Euerm angeschlagenen Verhältnis mit Eurem Erzeuger zu hören, werter Lorenzo. Ich hoffe, dass Ihr eines nachts Frieden mit ihm schließen könnt.“

Sie nickte ihrem Gegenüber höflich zu.

„Jedoch gestehe ich, dass es Jene unserer Art gibt, welche Euch Eure Fragen besser beantworten könnten als ich. Ich bin selbst mehr auf der Suche, als dass ich tatsächlich Antworten gefunden hätte.“

Seresa schüttelte leicht den Kopf.

„Ich weiß nicht, was mit unserer Seele passiert, sollten wir unseren endgültigen Tod finden. Ich weiß auch nicht, ob wir sie womöglich schon verloren haben. Ich glaube jedoch daran, dass wir sie noch immer besitzen, denn wie sollten wir sonst ohne Seele existieren können?!“

Die Brujah blickte ihr Gegenüber fragend an. Dann fuhr sie fort.

„Ich gestehe, ich weiß nicht, wie der Plan des Herren wahrlich aussieht. Dies ist etwas, was ich selbst erst seit kurzem versuche zu ergründen, zu verstehen und zu verinnerlichen. Jedoch glaube ich, dass er sieht, was wir tun. Das Gute, wie auch das Schlechte. Unsere Mühen und unsere redlichen Versuche das Richtige zu tun. Das er sieht, dass wir uns nicht von ihm abwenden, sondern seine Führung suchen. Ihm dienen trotz unserer Schwäche. Unsere Schuld ergründen in der Zwiesprache mit ihm. Sie unseren Beichtvätern offenbaren und sie damit vor das Angesicht des Herrn bringen, um danach für unsere Schuld redlich und angemessen Buße tun.“

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Lorenzo » Mo 1. Jan 2018, 18:12

Lorenzo lauschte Ihren Worten,

„Nun auch mir tut es leid, dass die Dinge zwischen uns nun mal sind wie sie sind, aber ich werde Ihm das vermutlich nie verzeihen, dass er das was ich nun bin aus mir gemacht hat.“

Als Sie von ''jenen Leuten'' zu sprechen begann, konnte man deutlich sehen wie er förmlich an ihren Lippen hing.
„Sagt könnt ihr mir jene vorstellen welche die Antworten auf die Fragen kennen, welche mich beschäftigen? Ich wäre sehr daran Interessiert diese kennenzulernen.“

Dann fuhr Lorenzo fort,

„Nun ob wir verloren sind oder nicht, wir werden es erst erfahren wenn wir diese Welt verlassen haben. Ob wir eine Seele besitzen oder nicht, auch das hab ich für mich nie klären können, allerdings denke ich da wie Ihr, ohne Seele würden wir schließlich nicht auf dieser Erde wandeln können. Nun ich hoffe, dass Ihr recht damit habt, dass Gott alles sieht was wir tun. Der Gedanke, dass wir uns umsonst hier abmühen in seinen Pfaden zu wandeln wäre doch zu traurig für mich als dass ich diesen ertragen könnte. Auch ich suche nach angemessener Buße wenn ich vor den Herrn trete und Ihm mein Leid und meine Schuld offenbare.“

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Seresa » Mo 1. Jan 2018, 22:58

„So dies Euer redlicher Wunsch ist, würde ich ihn fragen, ob er gewillt wäre, mit Euch darüber zu sprechen, werter Lorenzo. Verzeiht jedoch bitte, wenn ich Euch im Moment hierfür keine verbindliche Zusage unterbreiten möchte, mag ich seinen Willen wahrlich nicht zu erahnen und ich möchte mich ihm gegenüber nicht ungebührlich verhalten.“

Seresa senkte kurz entschuldigend den Kopf, bevor sie Lorenzo wieder anblickte.

„Sofern Ihr mir mitteilen möchtet, wo Euch ein Bote mit einer Nachricht erreichen kann, würde es mir zu Ehre gereichen, ihm diese Information weiterzutragen, so dass er, sollte er damit einverstanden sein, mit Euch in Kontakt treten kann.“

Dann blickte sie für einige Momente gerade aus.

„Das Verhältnis zwischen einem Erzeuger und seinem Kind mag wahrlich nicht immer einfach sein, haben sie uns meist etwas geraubt, von dem wir wahrlich nicht bereit waren uns zu trennen.“

Seresa schwieg, bevor sie erneut zu Lorenzo blickte und mit den Schultern zuckte.

„Werter Lorenzo, bitte verzeiht die Offenheit und Direktheit meiner Worte Euch gegenüber, will ich Euch wahrlich nicht zu nahe treten noch Euch wissentlich beleidigen. Womöglich solltet Ihr tatsächlich eines Nachts darüber nachdenken, ob Ihr ihm nicht um Eurer Selbst willen verzeihen könnt. Denn Verzeihen bedeutet nicht, dass wir gutheißen, was der Andere uns angetan hat. Wir entscheiden uns schlussendlich nur dazu, von nun an nicht mehr zuzulassen, dass diese Tat unser Dasein schädlich beeinflusst.“

Sie verneigte sich höflich vor Lorenzo.

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Lorenzo » Di 2. Jan 2018, 12:02

Lorenzo lächelte Sie aufmunternd an und sprach,

„Ist schon in Ordnung, wenn er dem zusagt wäre es mir eine Ehre und wenn nicht dann wäre es das letzte was ich wollte, dass Ihr euch ungebührlich verhalten würdet. Euer Bote kann mich im Alla Murra antreffen.

Lorenzo wurde dann etwas nachdenklich und man konnte sehen wie er mit seinen inneren Gefühlen in Konflikt stand.

„Nun da habt ihr Recht, jedem von uns wurde etwas woran wir hingen von unseren Erzeugern geraubt, bei dem einen ist es Familie bei anderen vielleicht die große Liebe die man verlassen muss.“

Dann fuhr er fort,

„Nun wenn das Vergeben bedeutet, sein Handeln nicht von dem was geschehen ist beeinflussen zu lassen, dann hab ich dies wohl schon getan, denn er hat keine Macht mehr über meine Emotionen, er ist wie Luft wenn er da ist und wie Luft für mich wenn er es nicht ist. Wie jemand der für mich nie existent war und dann wie ein Dunkler Schatten aus dem nichts dann doch wieder auftaucht wenn er es für nötig hält mich mit seiner Anwesenheit zu belästigen.“ Dabei blickte er ernst vor sich hin und verneigte sich dann der Ordnung wegen auch vor Seresa.

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Re: [1003] Treffen zweier unbekannter [Seresa]

Beitrag von Seresa » Di 2. Jan 2018, 15:10

Seresa hatte Lorenzo nur stumm zugenickt, als dieser das Alla Murra angesprochen hatte. Als er dann von seinem Erzeuger gesprochen hatte, hatte sie ihm aufmerksam zugehört.

„Bei allem gebotenen Respekt, werter Lorenzo, lasst Euch eines von jemandem sagen, dem das Überkochen von Emotionen so vertraut ist, wie einem Menschen das Atmen von Luft. Vor allen anderen unserer Art, wird gerade Euer Erzeuger immer die meiste Macht über Eure Emotionen haben. Sofern er Euch nicht willkürlich auf der Straße aufgelesen hat - was ich bei allem gebotenen Respekt wahrlich bezweifle - hat er Euch lange genug zuvor beobachtet. Kennt Eure Schwächen, wie auch Eure Stärken und weiß vermutlich nur allzu gut, wie er wahrlich Euer Tier reizen könnte.“

Die Brujah senkte fast um Entschuldigung bittend vor ihrem Gegenüber das Haupt.

„Ich gestehe, ich mag wahrlich nicht zu beurteilen, wie Eure Situation für Euch ist, werter Lorenzo. Mein Rat an Euch, so Ihr erlaubt, wäre dennoch, dass Ihr Euren Erzeuger besser nicht wie Luft behandeln solltet so er auftaucht, sondern ihn und seine Wünsche Euch gegenüber lernt zu tolerieren. Denn mit allem gebotenen Respekt Euch gegenüber, hat er Euch wissentlich und willentlich in diese Dunkelheit gezogen. War bereit einen Teil von sich Euch zu schenken, auf dass Euer Leib nicht von den Maden, Käfern und Würmern zerfressen wird.“

Seresa nickte leicht.

„Mir ist durchaus selbst schmerzlich bewusst, werter Lorenzo, dass dies ein überaus kleiner Trost ist, betrachten wir den Preis, den wir dafür zahlen müssen und die wahrhaft dunkle Welt hinter der Welt, in der wir gezwungen sind zu überleben. Jedoch ist es an uns zu entscheiden, welchen Weg wir letztens gehen. Den zur eigenen Vernichtung oder jenen zur eigenen Erlösung.“

Erneut verneigte die Brujah höflich ihr Haupt, bevor sie dann jedoch schwieg.

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