[1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 5. Jan 2018, 19:45

„Ja..Nosferatu sind vielleicht in der Tat verflucht. Oder ihre Schönheit ist einfach ein mir eher unbegreiflicher Grad…“ sinnierte Toma mehr für sich selbst denn ihr zu antworten.
„Um Errettung gefragt? Von ihrem Aussehen? Nein, bisher nicht. Scheinbar arrangieren sie sich irgendwie damit.“ Er zuckte mit den Schultern.

„Ihr fragt ob ich mich als Mensch schönerer gemacht habe? Ja, natürlich. Wie gesagt…ich bin den Weg gegangen, nur nie zur Perfektion. War der Übergang zur kainitischen Ästhetik, wie ihr es nennt, doch auch recht fließend, denke ich. Es ist eine ganze Weile her, ich weiss es nicht mehr genau zu sagen, welche meine Stufen auf diesem Weg waren.
Natürlich war mein Erzeuger aber ein großer Einfluss…Er ist ebenfalls nicht sonderlich menschlich zu nennen und doch auch gänzlich anders als ich. Am Anfang habe ich versucht ihm nachzueifern, seinem Bild zu entsprechen, bis ich selbst Ideen eingebracht habe, etwas eigenes sein wollte. Deshalb verließ ich meine Heimat auch irgendwann.
Was mich dann formte, war einfach alles was mir gefiel. Ich probierte aus und behielt was mir gefiel, veränderte was mir irgendwann nicht mehr gefiel.
Das Bild im Kopf entspricht nicht immer dem der Realität.“

„Ihr vergleicht mich mit einem Dämon…wie durchaus einige. Ich kann den Zusammenhang verstehen, doch liegt es mir wirklich fern mich gegen Gott zu stellen. Ich wählte die Zähne und Stacheln, weil wir Raubtiere sind. Wir sind gefährlich und wir sind eins mit unserer inneren Bestie…zumindest einige von uns. Wir sollten es nicht verstecken. So wie wir das Tier nicht unterdrücken sollten.
Auch wenn das Tier dem Menschen Untertan ist und der Mensch uns; und das Tier somit das niederste ist, so vereinen wir doch beide in uns.
Warum? Gott muss es so gewollt haben. Ein neues Wesen aus beiden alten zu schaffen.“


Die Augen des Drachen waren bei seiner Erzählung größer geworden, doch als er die Setitin nun ansah wurden die Pupillen wieder etwas schmaler.
„Ihr fragt ziemlich viel. Ich schätze Wissensdrang. Doch erzählt doch auch etwas von euch. Wie kamt ihr in die Nacht? Warum hat euch euer Erzeuger erwählt? Habt ihr als Mensch bereits gehandelt und euch für Kunst und Musik interessiert oder entdecktet ihr dies erst in eurem Leben in der Nacht?“
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Sa 6. Jan 2018, 01:15

Livia nickte erst, schüttelte dann wie schmunzelnd hinterfragend den Kopf, lauschte dann wieder andächtig... die Geschichte des Drachen interessierte sie wirklich und sie verbarg das nicht. Curiositas war zwar unter Chrsiten aller Lebensformen eine Todsünde, aber das reine Sündigen würde niemanden mehr tiefer in die Höllen bringen.

An sich wäre sie wohl ausgiebig auf seine Theorien eingegangen, hatte sich sogar ein zwei mal zurückhalten müssen, nichts zu sagen, aber dann veränderte sich der Wandler schon wieder! Seine Fragen waren harmlos und normal, die erste Bemerkung jedoch ein offensichtlicher kleiner Schock für die Setitin.
Verlegen lächelte sie und blickte zuerst auf den Tisch, dann den Boden, dann wieder Toma.
Er merkte, wie die Nackte sich fast subtil die Arme in ihrem Kleid einwickelte, dieses Kleid damit aber auch wie einen Sichtschutz zwischen ihren entblößten Leib und ihren Gegenüber brachte... er hatte sie ganz gesehen, dass mussten also noch Reste menschlicher Schamhandlungen sein... wohl verbunden mit den Antworten auf seine Fragen.

"Nun... ich bin Neugierig, ja.
Und ich mag eure Erzählung.
Nicht nur den Inhalt, auch die etwas ungewöhnliche Art." Erläuterte sie zuerst mit einem leichten Lächeln, aber doch unsicher und in Gedanken.
"Eure Fragen... beantworte ich nicht alle gerne, aber ihr habt recht, ich frage viel...
Ich selbst bin nicht durch Zufall, aber doch durch Zufall in die Nacht gekommen... Es ist fast eine tragische Geschichte, aber das wird es bei vielen von unserer Art sein." Sie lächelte noch einmal haltsuchend - bei Toma war es das vermutlich nicht einmal.
"Mein Erzeuger rettete mich, rettete mich aus einer Entführung, aber auch aus den Umklammerungen des Todes... die klasssiche Geschichte, könnte man meinen... gezeugt, um nicht zu sterben." Sie lächelte nun wirklich gequält. "Ein ungewolltes Kind, bin ich aber dennoch nicht... nur zeugte mich eben nicht derjenige, der mich ausgewählt, ausgebildet, geradezu herangezüchtet hat... sondern einer seiner Vertrauten." Der Kopf lag nun wie entschuldigend schräg.
"Ich weiß nicht, ob das nicht zu persönlich ist... ich habe die Geschichte in Genua niemandem erzählt... manche Kainiten sehen soetwas als Schande an, andere als großes Glück und Loyalitätsbeweis... aber ich bitte euch daher wirklich um Verschwiegenheit." Sie blickte ihm kurz fest in die Augen.
"Also ja, ich lernte als Mensch bereits alles, was ich heute kann - auch wenn ich es ob meiner Jugend noch nicht ausführte, ein paar weitere Jahre der Reifung waren angedacht." Sie hob kurz entschuldigend die Schultern, wodurch ihr durchaus schön und sicherlich ausreichend gereifter Körper doch noch einmal sichtbar wurde.

"Was ist mit euch? Ihr wart sicherlich durch eure Fähigkeiten und Interessen bereits als Mensch ins Augenmerk eures Erzeugers geraten?" Sie lächelte etwas weniger schüchtern, versuchte sich durch das Raten wohl aus der Verlegenheit zu bringen.

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 6. Jan 2018, 02:36

„Ich werde sie nicht weiter erzählen, keine Sorge.“ Erwiderte Toma auf ihre Geschichte. Warum sie sich plötzlich so schamhaft verhielt, verstand er aber nicht.
„Ihr wart demnach so wertvoll, dass sich sogar ein anderer als euer Lehrmeister eurer annahm.“ Stellte er bewundernd fest. Das sagte ja einiges über sie aus, oder über ihren Clan.

„Natürlich fiel ich auch meinem Erzeuger auf. Wie sollen sie uns sonst auch finden und auswählen?“ Antwortete Toma mit einem grotesken Schmunzeln, auf ihre Frage, bevor die Augen etwas in die Ferne schwiffen. Scheinbar erinnerte er sich an die Zeit zurück.
„Ich ‚stolperte‘ in sein Territorium, doch anstatt mich zu töten oder zu versklaven, schien er wohl doch mein Potential zu sehen. Ein passendes Gefäß für das Blut der Drachen.“ Erklärte er nicht ohne sichtbaren Stolz.
„Es war mein Schicksal. Ich war auserwählt. In die Nacht geholt zu werden, war der größte Moment meines Lebens. Alles was ich je getan habe, schien darauf hingezielt. Ein Zeichen, dass ich für etwas bestimmt bin. Gesegnet mit einer gottgleichen Macht.“ Ein plötzlicher Eifer erfasste den Tzimisce und man konnte es durchaus auch Wahnsinn nennen, was in seinen Augen klomm. Dann blinzelte er und sah sie wieder anders an.
„Aber was meintet ihr mit ‚ungewöhnliche Art‘ vorhin?“ schien ihm wieder einzufallen.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Sa 6. Jan 2018, 02:45

Livia schmunzelte bei seiner Frage kurz. "Verzeiht, aber ihr seid kein sehr geübter Geschichtenerzähler, ihr seid eher ein Wissenschaftler. Das merkt man auch in eurer Art zu sprechen. Ihr sprecht von den abstrusesten Verformungen von Leben, gottgleichen Mächten und Einsichten in verborgenste Gefilde, im gleichen Ton, in dem euch ein Sprachgelehrter etwas über die Verbverwendung des Italienischen erklären würde und in der selben Ruhe, in welcher euch ein Mathematiker die Wunder der Algebra erklären könnte." Auch wenn sie damit gewissermaßen seine Art zu Erzählen... abwertete... man konnte eine Verzückung, etwas Gutheißendes, in ihrem Ausdruck nicht überhören...

"Es ist 'ungewöhnlich', aber im Positiven." Sie lächelte. "Man spürt euch eure Begeisterung einfach an..." Eine Eigenheit der Kainiten, dass sie für die perversesten Gelüste auf eine völlig alltägliche Art und weise brennen konnten.
"Ich hoffe, das erklärt, was ich meine." Sie lächelte nicht mehr verlegen, aber etwas schüchtern.

"Was eure Zeugung angeht, so verstehe ich euren Stolz sehr!" Einen Moment konnte Toma eine Art... positives Mitgefühl? In Livias Zügen erkennen, scheinbar verübelte sie niemandem, in die hohen Clane auserwählt zu werden.
"Ihr wart vermutlich damals bereits ein großer Bildhauer? Und dieses Potential sah euer Erzeuger in euch? Wer den Stein schleifen kann, der kann, mit den rechten Werkzeugen, auch das Fleisch in zeitlose Perfektion formen?" Versuchte sie sich weiter in seine Denkart einzufühlen.

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 6. Jan 2018, 23:43

Unverständlich schaute er sie an als sie seine Art zu reden erklärte. Das war ihm nicht bewusst und er verstand auch nicht, wo der Unterschied lag zu einem Geschichtenerzähler, aber er war auch nicht gut mit Worten, legte da auch keinen Wert drauf.
"Wie würde ein Geschichtenerzähler denn solche Dinge erzählen? Ich sage nur was ich denke oder was Tatsache ist."
Sein Kopf neigte sich von der einen auf die andere Seite.

"Seid ihr stolz auf euer Blut, auch wenn es ein niederer Clan ist?" Nicht jeder der niederen Clane war ja per se schlecht. Nosferatu waren nützlich, Gangrel oft starke Krieger und von den Setiten wusste er ohnehin nichts.

Ihrer letzten Frage antwortete er nicht.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » So 7. Jan 2018, 12:59

Livia lächelte, auch sie beantwortete seiner erste Frage nicht, den Tzimiske zum Unterhalter und Barden zu wandeln, das wäre wohl ein Ding der Unmöglichkeit - außerdem ging es ums Prinzip. Aber sie tat es auf eine gewisse verspielte Art.

Seine Frage jedoch warf sie etwas aus diesem Konzept heraus und brachte sie in echte tiefere Gedanken. Womöglich antwortete sie auch deshalb nicht?
"Stolz...
Stolz ist ein interessantes Wort dafür.
Verachte ich mein Blut? Nein - keineswegs. Ich schätze es sehr, es hat mir Zugang zu einer ganz neuen Familie gebracht, auch wenn diese Familie etwas fremdartig ist. Es hat mir Zugang in eine ganz neue Welt gebracht, auch wenn dies wohl jedes Blut der dreizehn Clane hätte. Es hat meinem Wesen entsprechende Gaben und Besonderheiten ausgeprägt." Sie lächelte kurz beim Gedanken an die Schuppen.

"Allein um des Blutes will bin ich stolz auf meinen Clan und werde ihn nie verleugnen. Ja." Sie nickte.
"Die Differenzen zwischen hohen und niederen Clanen sind auch sehr unterschiedlich, je nach dem wo man sich befindet. In der Heimat meines Clanes sind sie ganz selbstverständlich der Höchste, stellten die meisten der wichtigen Figuren und die edelsten Kulturträger...
Aber auch im großen Byzanz gibt es diesen Unterschied nicht. Zählt nur die Familie und ihre Verbundenheiten an Andere." Sie hob die Schultern.

"Ob ich mir hingegen wünsche in den anderen Clan aufgenommen worden zu sein, dem ich angedacht war...
In mancher Nacht sicherlich." Gab sie etwas schwermütig zu.
"In anderen Nächten bin ich heilfroh, von der... Schlangengrube des Dschihads befreit zu sein. Nicht in die Ränke jenes Blutes eingesponnen." Sie lächelte etwas freier.

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 8. Jan 2018, 23:12

„Oh..“ machte Toma und schaute überrascht. „Das heißt euer Erzeuger ist gar nicht vom selben Blute wie euer angedachter Erzeuger?“
das hatte er erst angenommen, doch Vertrauter musste natürlich kein Blutsverwandter sein.
Wie bitter. Wenn man schon wusste wo man hingehörte und dann alles anders kam und es nie wieder möglich war rückgängig zu machen.
Er wusste nicht wie er in einer solchen Situation reagiert hätte, wenn er nicht von Navod verwandelt worden wäre, wenn irgendein anderer Clan ihn plötzlich genommen hätte...seine Bestimmung....hätte es dann so sein müssen? Auch wenn er woanders nie reingepasst hätte?
Toma blinzelte einmal um die Gedanken zu verscheuchen.
„Ihr scheint also der Meinung es war das bessere Schicksal? Welches Blut hättet ihr denn anderfalls bekommen?“
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Di 9. Jan 2018, 00:40

Livia wog ihren Kopf hin und her, schien zu überlegen, war sich wohl auch nicht sicher, wie sehr sie den Tzimisce einweihen sollte... zwar war es ihr weder peinlich, noch eine Schande, die Wahrheit zu sagen... Aber Wissen war nun einmal Macht in ihrer verfluchten Gesellschaft.
Also zögerte sie kurz, fixierte dann wieder die Augen des Monströsen.

"Nein, mein Erzeuger war nicht vom Blute wie der Kainit, der so viel meiner Ausbildung und... hinführung lenkte.
Ob es besser war für mich, ach, eine schwere Frage, wohlwerter Toma.
Wie sehr wandelte sich mein Leben, mein Unleben und mein Schicksal durch jene Ereignisse? Wie anders wäre meine Persönlichkeit - gerade in Angebtracht des übernatürlichen Zuges unserer Erhebung? Wie viel des Menschen steckt noch in euch, der ihr einst wart, und wie viel ist schlicht Neu und über die Zeit und das Blut gekommen?" Diese Fragen... jeder noch so einfältige Tölpen konnte sehen, die Setitin stellte sie sich wohl oft selbst.

"Das Blute Arikels war es, in dessen Dunstkreisen ich meine Menschenjahre verbrachte, Ihre Künste sind meine Künste, manchmal zumindest so hoffe ich es - ist ihre Schönheit meine." Ein schwelgendes Lächeln durchzog ihr Gesicht.
"Da ich nun nicht mit anderen der hohen Geblüter um Ämter, Titel und Vasallen ringen muss, habe ich aber die Freiheit andere Wege, menschlich-merkantile, kainitisch-ästhetische, allerlei... zu gehen. Womöglich passt dieses Schicksal besser zu mir. Wenn nicht, dann hat es sich meine Person zumindest soweit in passende Form gewandelt, dass ich mich nicht mit blutigen Tränen in den Tagschlaf weinen muss." Gab sie doch etwas zynisch von sich. "Und ein seltenes Blut ist auch oft ein auf anderer Ebene strahlendes Blut." Das wusste der Tzimisce in Italien vermutlich...

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 9. Jan 2018, 21:18

Interessiert hörte er ihrem Monolog zu. Es machte Sinn dass der Clan der Rose sie gewollt hatte, wenn sie so bewandert in der Musik und Kultur war. Doch ihr nun jetziges Blut hatte doch einigen Reiz mehr. Da hatte sie recht.

„In der Tat. Seltenes ist immer besonderer, eher einzigartig. Und eures scheint euch tatsächlich in besonderer und bemerkenswerterer Weise gewandelt zu haben. Besser als es als Rose möglich gewesen wäre, möchte ich meinen.“ Diese Schuppen ließen ihn wirklich nicht los und hätte sie nicht dieses Schicksal ereilt, hätte er sie nie gesehen oder vielleicht erst sehr viel später.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Di 9. Jan 2018, 21:42

Livia lächelte beim Zuspruch des Tzimisce. Sie verharrte noch einige Augenblicke in der Stille. Hatte noch viele Fragen zu stellen - nun war sie es wieder, die so viel mehr erzählt, als erfahren, hatte - aber besser man verließ ein Gespräch mit dem Eindruck beim Gegenüber, es habe einiges erhalten und nicht mit dem negativen Beigeschmack ausgenutzt worden zu sein.

"Ich danke euch, für euer Verständnis. Es ist nicht unbedingt ein leichtes Thema für mich..." Gab sie zu. "Und hat mich durchaus etwas angestrengt." Ergänzte sie sanft.
"Es war... ich will offen sein... überraschend angenehm, eure Bekanntschaft zu machen, wohlwerter Toma.
Ihr mögt Anderen wie ein Monstrum vorkommen, aber eure... Kunst... hat mich etwas bewegt.

Ich werde die kommden Monde und Jahre hoffentlich in der Stadt ankommen dürfen, dann will ich auch sehen, wie meine bescheidene merkantile Kunst eurem Kunstschafften beistehen können." Sie lächelte. Der Tzimiske hatte ihren Wunsch sicher nicht vergessen. Sie erwähnte ihn nicht erneut.

"Die Gespräche mit euch, sie waren sehr inspirierend... doch ist es euch genehm, wenn ich mich für den Moment zurück ziehe?
Ich bin mir sehr sicher, wir werden uns wiedersehen, und das nicht nur am Hoftag." Es klang fast wie ein Versprechen.

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