[1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 1. Jan 2018, 19:07

"Ja, ich war ein Mann. Aber ist es doch für einen weiblichen Kainiten nicht anders, oder?" Er blickte sie fragend an. "Ihr werdet eure Öffnung doch ebenso wenig brauchen."
Ihren erschrockenen Blick fand er irritierend.
"Viel in unseren Körpern ist obsolet geworden." bemerkte er weiter. "Daher erscheint es mir nur mehr richtig, dass die Gestalt von uns höheren Wesen eine andere sein muss als die der Menschen."
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Livia
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Mo 1. Jan 2018, 19:15

Livia lächelte. "Ich bezog mich mehr auf den Grad eurer Wandlung, die Stimme vor allem... eure Wirkung auf Menschen ist sowieso unabhängig vom dargestellten Geschlecht, nehme ich an. Euer Gedanke ist nachzuvollziehen... ihr versucht wirklich wie ein Kainit auszusehen, euch eine Form zu geben, die unsere Daseinsform zu einer eigenen Rasse erhebt?" Livia wog den Kopf hin und her.

"Ist es das? Eure Wandlungen scheinen ja nicht alle pragmatischer Natur zu sein, oder? Ihr habt Verwandtschaft mit Menschen, aber trennt euch in den Teilen, die wir nicht mehr brauchen." Während sie fragte, zog Livia sich wieder einen Schritt zurück und lehnte sich langsam wieder entspannend gegen den Tisch.
Sie wollte wohl Toma wieder die Führung überlassen und quittierte dies mit einem einladenden Lächeln. Aber ihr Körper hatte sich wohl noch nicht so sehr beruhigt, wie ihre Stimme es vermittelte. Er sah menschlich aus, ein schöner weicher Frauenkörper mit kleinen blauen Flecken und Kratzern. Nackt.

Ehe er sich an neues Handwerk machen konnte, stellte sie noch eine Frage in den Raum. Eine ungewöhnliche wohl. "Wieso habt ihr noch Haare und Nase, wohlwerter Former? Bei den Ansätzen die ich zu eurer Ästhetik verstanden habe, müssten diese zwei Körperteile doch auch... hinfort?"

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 01:25

Toma schritt wieder näher auf sie zu, als sie sich zurücklehnte und ihn einladend ansah.
Seine Hände legten sich auf ihre Arme und fuhren diese herab und wieder hinaus, wobei seinen Augen der Bewegung folgten.
Ohne sie also direkt anzusehen, antwortete er ihr:

"Ihr habt in der Tat recht was mein Haar betrifft, deshalb besitze ich auch außer am Kopf keines mehr.
Doch..hm...ich empfinde es trotz allem noch als ansehnlich.
Wie ich bereits sagte, es geht mir nicht immer nur um reinen Nutzen. Beides ist mir wichtig. Nutzen und Schönheit...Das Gefühl dass es richtig ist...erfordert viele Experimente...es wird nicht so bleiben..."
sagte er so als hätte er schon Pläne.

"Was meine Nase angeht. Ich kann immer noch riechen. Sogar stärker als zuvor."
So er es sagte, sog er demonstrativ die Luft ein und roch an der Kainitin.*
Unnütz ist sie also nicht und hässlich ja wohl auch nicht" Dabei fuhr er sich mit den Krallenfingen über den Nasenrücken und -spitze. Er hatte sie symmetrisch wohlgeformt.

"Doch nun wieder zu euch." wendete er das Thema und ließ seine Augen über ihren Körper wandern. Interessiert musterte er ihre Veränderung und sanft strich eine Hand über ihre Brüste und Bauch, untersuchte die Stellen wo zuvor noch die Schuppen gewesen waren.
"Könnt ihr sie wieder herstellen? Wie konnten sie so einfach verschwinden?"
Es war seltsam, warum waren da keine Schuppen mehr, nicht mal Reste, keine Spur von ihnen. War es nur eine Illusion? Wie das Mondkind ihm gezeigt hatte oder Sousanna?

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Di 2. Jan 2018, 01:35

Livia hob die Schultern. "Ich weiß auch nicht... ich sagte ja, es scheint Zierde zu sein... womöglich Balzverhalten." Sie schmunzelte dabei selbstironisch. "Und auch wenn ich euch als sehr interessanten Kainiten wahrgenommen habe, so scheint ihr definitiv niemand für eine Balz zu sein. Weder spielerisch, noch als Teil einer Jagd und... nunja... wie ihr selbst schon gesagt habt, aus reinen Gründen der Bedürfnisse ist es unsereins sicherlich nicht mehr spannend." Langsam strich sie, während er sie und ihre Brüste untersuchte, über seine Schultern, sah sich den normalen Körper des Tzimiske einfach einmal an. Von außen mochten die beiden sinnlich wirken, aber auch Livia versuchte nicht mehr irgendwelche sinnlichen Seiten in Toma zu finden.

Seine feine Nase nahm wenig besonderes an ihr Wahr... doch nun... sie hatte einen Duft, ein Duft, der an die Ferne erinnerte... womöglich ein Parfüm aus einem fremden Land, dass sie vor einigen Tagen oder sehr sparsam oder dezent genutzt hatte.

"Wohlgefühl und entspannung, wohlwerter Herr Drache, wird sich heute wohl in diesem Sinne nicht mehr einstellen, fürchte ich." Lächelte sie etwas düster. "Soviel Frau ist mir geblieben... und man sollte den eigenen Körper nicht zu etwas zwingen, dass er nicht möchte, wenn man gute und schöne Ergebnisse will, oder?" Das Lächeln wandelte sich ins spielerisch fragende.

"Aber das Treffen mit euch hat sich bisher als überrraschend anders und zugleich spannend herausgestellt... wenn wir uns gegenseitig etwas Vertrauenswürdigkeit erweisen können... womöglich lässt sich die Untersuchung an einem anderen Abend unter prachtvolleren Voraussetzungen fortführen?" Bot sie zart an.
"Gerne würde ich mich noch etwas mit euch über Nasen, Haare und Forschungsmethoden unterhalten... und wer weiß, wenn eure Ästhetik mir zusagt oder eure Methoden all diese Wandlungen herbei zu führen? Womöglich schmälert dies das Misstrauen..." Sie sprach wie eine Händlerin, doch erneut forderte sie nichts, keinen Handel, kein Tausch, aber ein Angebot.

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 02:33

Niemand für eine Balz… ja das würde toma nicht bestreiten. Doch es war wohl nicht zu leugnen dass die setitin mit ihrem Körper einen starken Eindruck bei dem Tzimisce hinterlassen hatte und ihn durchaus gereizt hatte.

Seine Hände wanderten weiter um sie herum. Strichen über ihren Rücken, den er bisher noch gar nicht berührt hatte und fuhren weiter an ihr herab. Leider war nun nichts mehr erstaunliches an ihr. Ihre Haut so normal. Ihre Form so normal.

“prachtvolle Voraussetzungen?” fragte er und verstand nicht ganz. Ihren Vorschlag nahm er sodann mit gemischten Gefühlen auf.
“ich schätze euer Interesse. Doch ich habe euch schon einiges erzählt… Wenn ihr euch jedoch wirklich zu weiteren Untersuchungen bereit erklären würdet…mehr sogar… Dann wäre dies durchaus in Erwägung zu ziehen. Ihr habt mich auf jeden Fall beeindruckt. “ Damit wäre er ihr in der Tat schon positiver zugeneigt.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Di 2. Jan 2018, 10:08

"Prachtvoll... weil, ehm... nunja, ihr wisst ja bereits, Freude und Entspannung und Sicherheitsgefühl." Sie lächelte zart.

"An was für... Untersuchungen denkt ihr? Ihr sprecht so selbstverständlich davon, doch auch jetzt lag ich förmlich bereits auf eurem Tisch und war all euren forschenden Sinnen ausgeliefert." Schnurrte sie die Worte fast?

"Daher muss ich annehmen, eure Untersuchungen sind noch viel... tiefgehender?"

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 13:47

"Euer Körper besteht nicht nur aus einer äußeren Schicht." antwortete er und während er sprach wanderten seine Finger tiefer und glitten zwischen ihre Beine. "Das Innere eines Körpers ist ebenso, wenn nicht manchmal sogar spannender, als das Äußere."
Mit diesen Worten verschwand ein Finger in ihrem Körper.

Wo ein anderer jetzt verspielt oder lasziv gegrinst hatte, war das Gesicht des Drachen recht ausdruckslos.
Die Doppeldeutigkeit seiner Worte bei dieser Berührung hatte er nicht mal im Sinn gehabt.
Seine Berührung war reine Abtatstroutine, die Worte einfach nur die nüchterne Beantwortung auf ihre Frage.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Di 2. Jan 2018, 17:12

Livia zuckte zusammen, als der Drache so unwirscht in sie zu dringen gedachte, diesmal machte sie fast einen Satz, um seinem penetranten Griff zu entrinnen und fauchte leicht. Es war nicht beeindruckend, noch waren keine Zähne zu sehen, aber die kurze Wut im Gesicht der Setitin war nicht zu verhehlen. Sie fesselten den Drachen einen Moment in ihrem Anblick.
An ihrem Körper veränderte sich indess nichts.

"Was denkt ihr euch?!
Ihr solltet doch ein Kenner des menschlichen und kainitischen Leibes sein und wissen, dass unsereins immer noch Schmerzen ungelindert empfindet zugleich nicht mehr über die menschlichen Funktionen verfügt, solche... Eingriffe... schmerzlos zu überstehen? Selbst sterbliche Frauen sind dazu nicht einmal in der Lage..." Sie schüttelte den Kopf, mittlerweile war Enttäuschung eher in Wut geschwappt.

"Ihr nutzt meine Gutmütigkeit aus, wohlwerter Toma." Fügte sie an, während sie ihren Stand wieder einige Schritte von ihm entfernt normalisierte und nun negativ erregt und doch nackt vor ihm stand.

"Ich betonte doch mein Verlangen danach, dass ihr eure Handlungen, so sie invasiv, schmerzlich oder ungewöhnlich sind - und das gerade wäre alles davon geworden! Anzukündigen... dies kann kaum zu viel verlangt sein?"

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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 2. Jan 2018, 19:32

Er schnaubte abfällig, gleichsam mit einem Geräusch das einem Zischen glich, als er die Luft auch durch seine Zähne presste.
Diese waren gefletscht, die Lippen abschätzig verzogen und die Pupillen zogen sich näher zusammen während er in ihre Augen starrte.
"Ich bitte euch!" rief er empört. "Gerade weil ich den menschlichen und kainitischen Leib kenne weiss ich wann ich euch Schaden zufüge und wann nicht. Wenn ihr euch nicht urplötzlich ruckartig bewegt, geschieht euch auch nichts. Ein Finger hätte euch nun wirklich nichts getan."
Durchaus eingeschnappt verschrenkte er die Arme vor der Brust. Immer wieder dasselbe...genau deshalb bevorzugte er schweigende Objekte. Er war es einfach nicht gewohnt jeden Schritt und jede Berührung vorher anzukündigen.
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Re: [1003] Wenn der Hunger uns treibt [Livia]

Beitrag von Livia » Mi 3. Jan 2018, 00:29

Livia war unsicher, sie hatte den Tzimiske erst noch fixiert, dann blickte sie zu Boden, atmete aus. "Ich bin angespannt... ja." Fast schuldbewusst, zumindest unzufrieden.
"Was glaubt ihr denn noch an mir zu finden?... In mir.
So scheint mein Leib doch reichlich gewöhnlich, selbst ich habe schon genug nackte tote Frauen sehen müssen, ihr sicherlich unendlich?" Abwertung klang nicht darin, es war kein Vorwurf.

"Ich glaube wir haben für ein erstes Treffen beide sehr viel der wunderbaren Besonderheiten des Gegenübers gesehen und sollten dies nicht überstrapazieren, meint ihr nicht, wohlwerter Hausherr? Weitere Gelegenheiten, unter besseren Umständen, finden sich mit sicherheit unendlich." Lächelte sie wieder etwas versöhnlicher, noch blieb sie nackt.

"Eure Arbeit, eure Vorgehensweise, euer Begehren... es fasziniert mich, eure Kunst fasziniert mich, ihr fasziniert mich..." Gab sie unumwunden zu.
"Aber sie verstört mich auch, gerade im Anbetracht meines eigenen, mir heiligen, Leibes..." Verschwieg sie ebenso wenig, wieso auch, sie musste den Drahtseiltanz zwischen schöner Versuchsperson und eigenwilliger Kainitin schaffen, nicht in eine Position der Schwäche abrutschen.

"Wenn euch die bisherigen Einblicke auch bereits eine Freude bereitet, ein wenig der Neugierde befriedigt und Neue geweckt haben... dann war dies doch mehr als ein erfolgreiches Stelldichein und das ganze ohne Handel und Kosten und Preise." Vertiefte sie ihr... Angebot... dass noch so vage in der Luft lag, verletzlicher gar als sie selbst, noch so klein, dass es jederzeit vom Tisch gestoßen werden könnte... aber ihr eigenes Interesse war nicht zu leugnen und Aufbruchsstimmung hatte sie noch keine direkt signalisiert. Nur genug dieser... blinden Untersuchungen.

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