[1002] Schmerz und Worte (Amalia)

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Gaius Marcellus
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[1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 13. Okt 2017, 15:16

Nachdem Toma verabschiedet war, wanderte Gaius wieder direkt zu Amalia. Er war noch nicht entnervt von der Situation, aber sie war durchaus belastend.

"Schwester. Ich habe mit Toma gesprochen. Er hat die Situation vergleichbar erzählt. Von Missverständnissen, unnötigen beidseitigen Drohungen, unverschämten Berührungen und demütigenden Krafteinsätzen." Gaius seufzte.
"Er fühlt sich tiefgehend gedemütigt und ich ahne, dass du dir hier einen anhaltenden Feind gemacht haben könntest...
Keinen offensichtlich problematischen Feind. Aber doch einen Feind, der ungeahnten Einfluss haben könnte... gerade deswegen." Gaius wirkte ernst. Toma hatte ein großes Gefahrenpotential für Amalia, ungeahnt.

"Außerdem ist es sehr bedauerlich, deine Forschungen zum Verhältnis zwischen Schmerz und seiner Wirkung auf Geist und Seele wären sicherlich gut mit seinen Forschungen zu den Grenzen körperlicher Leistungsfähigkeit zu vereinen gewesen."

Gaius pausierte. "Ihr beide scheint euch vor allem durch Stolz und Machtdemonstration gegeneinander gewendet zu haben... das Ganze nicht zu einem externen Problem zu machen, sollte mit meinem Einfluss funktionieren. Aber euch auszusöhnen nicht. Das könnt nur ihr zwei.
Eure Aussöhnung ist allerdings auch mein Interesse, ich habe noch Pläne der Zusammenarbeit mit dem Tzimiske, diese wegen dir zu verlieren... wäre sehr bedauerlich." Und damit teuer für Amalia...

"Ich habe einen recht simplen Plan. Hör ihn dir an, schlage Verbesserungen vor, nimm ihn an." Eröffnete Gaius seine direkte Lösung.

"Wenn Toma genesen ist, werden wir ein Treffen veranstalten, das wichtigste dabei ist Würde und Gesichtsgewinn.
Er wird sich bei dir entschuldigen, dass er dich unangemessen berührt hat, und irgendwie versichern, dass er in Zukunft vorsichtiger mit jenen Griffen sein wird.
Ebenso wirst auch du dich entschuldigen, dass du direkt deine Kraft gegen ihn gewand hast, und ihm versichern - wie du es mir gegenüber tun wirst - dass du deine starken Blutsmächte nicht mehr ohne akute Lebensgefahr oder Vergleichbares gegen andere Kainiten richten wirst.

Er wird die Macht deiner Gabe anerkennen und später, wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, werden wir beginnen enger zusammenzuarbeiten und euren Konflikt als komplexen Startpunkt einer fruchtbaren Beziehung sehen..."
Gaius wartete ab, blickte Amalia an, was sagte sie zu diesem... umfangreichen... Plan.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Amalia » Fr 13. Okt 2017, 16:54

Schon von weitem hörte Gaius Amalias sanfte Stimme in sehr gebrochenem italienisch reden "Sait gegrust. I bin Amalia Ne ... Neugeborgene von Saulot Blut. Tokter von Elisabeta. Ahnkila von Raveka." Sie bemühte sich sichtlich, übte sie doch in der meisten freien Zeit, die sie hatte. Dario sagte etwas auch albanisch, er wirkte mehr als erfreut und Gaius hörte dann das Wort "Neugeborene", welches Amalia mehrfach wiederholte. Sie trank einen Schluck aus ihrem Kelch, als sie ihren Bruder bemerkte. Sie sagte Dario, etwas auf albanisch, welcher daraufhin zum entfernten Kamin ging und sich wärmte.

Amalia wechselte sogleich in die Zunge der Salubri als sie Gaius begrüßte "Bruder es tut gut dich wiederzusehen. Ich hoffe du musstest nicht zu lange warten, ich habe dich nicht bemerkt." Sie hörte den Worten ihres Bruders aufmerksam zu. Sie wirkte etwas missgestimmt aber da war noch etwas anderes ... Traurigkeit? Während die verbrannte Seite unverändert blieb, wirkte die schöne, unverletzte tatsächlich traurig und betrübt von den Worten, die ihr Bruder ihr brachte. "Nun Bruder ich wollte ihn nicht zum Feind haben ... glaubst du ich sollte mir Wachen anschaffen, sollte er planen mich umzubringen?" Dann schmunzelte sie kurz "Aber wenn es um die Leistungsfähigkeit des Körpers geht kannst du mich ruhig fragen. Ich kenne mich mehr als gut mit dem menschlichen Körper aus ... zu deinem Plan ... Ich halte deinen Plan gut und würde mich mehr als gerne aussöhnen. Feinde bringen mir auf meinem höheren Ziel nichts. Sie halten auf und meine Leistungen und Taten sind noch zu gering um der großen Mutter gegenüberzutreten." Dann lächelte Amalia ein wenig. "Gaius ich danke dir sehr für deine Hilfe bei dem kleinen Problem. Du hast mehr als einen gut bei mir." Dann sah Amalia ihren Bruder lange in die Augen. "Wollen wir uns noch etwas unterhalten? Nach diesem mehr als anstrengenden Bad käme mir so etwas gerade recht. Ich würde mich nur kurz umziehen ... auf Dauer ist dieses Kettenhemd anstrengend." Dann grinste sie wie gewohnt und nippte an ihrem Kelch mit Blut.
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 13. Okt 2017, 17:26

Gaius war sehr erfreut und nickte ehrlich zufrieden, er ließ seiner Schwester die Zeit sich umzuziehen, dann fragte er langsam und offensichtlich gespannt.
"Vertraust du mir? Würdest du dich in meiner Kontrolle kurzzeitig der Hilflosigkeit hingeben? Etwas erleiden gar... Sogar Toma gegenüber?
Wenn du mein Wort hast, dass keine Schäden bleiben... Dass ich dich schütze und gegebenenfalls heile? Schwester..." Die Spannung war dicht... Sehr dicht. Die Worte langsam und die Augen ineinander verhangen...
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Amalia » So 15. Okt 2017, 21:44

Amalia wartete und blickte zu Boden als sie nachdachte. Dann sprach sie "Gaius ich vertraue dir mein Leben an. Ich helfe dir im Krieg und du tust viel für mich. Du lässt mich bei dir wohnen, du hilfst mir dabei das Gastrecht zu erlangen und du hast mir bei der Toma Geschichte geholfen. ABER, so sehr wie ich euch vertraue, Toma vertraue ich nicht so weit wie ich mit dem linken Auge sehen kann. In der nächsten Zeit werde ich solchen Dingen nicht beiwohnen tut mir leid. Nach dem Krieg. Nachdem wir uns ernsthaft aussöhnten, er keinen großen Groll mehr gegen mich hegt und wenn ihr jeden Schritt überwacht ... werde ich mich in eure Hände begeben. Vorher nicht." Dann überlegte sie erneut. "Du sagtest, dass drohen nicht viel bringt ... doch sei gewiss sollte etwas schief gehen und Toma mir unnötiges Leid zutun oder gar deine Kräfte mich nicht mehr heilen können .... " sie guckte sehr ernst. "Solltet ihr euer Wort mich zu heilen brechen. Werde ich diesen Ort verlassen. Ich werde nicht länger in deiner Feste leben und jeglichen Kontakt mit dir brechen. Und natürlich würde ich darauf bestehen, dass Toma bestraft wird, sei es nun durch dich oder durch mich." Dann guckte sie wieder etwas entspannter. "Gibt es sonst noch etwas, was du mit mir besprechen möchtest?" Sie nahm noch einen großen Schluck aus ihrem Krug. "Bedenkt meine Worte und meine Bedingungen und ich denke mal du wirst mich an dem was Toma dir dafür verspricht teilhaben lassen oder? Schließlich mache ich das für dich und nicht für diesen hässlichen Bastard."
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 16. Okt 2017, 17:13

Gaius nickte auf ihre Ausführungen "Nun gut, ich werde deine Wünsche respektieren. Sie sind auch nachvollziehbar. Es ist auch nur eine Idee... doch ich glaube, sie könnte eurer Versöhnung sehr entgegen kommen. Und ja, ich könnte eventuell profitieren, dann hättest du natürlich Teil."
Genau so hatte er sich vorgestellt. Diese junge Salubri sprach sehr offen, aber sie hatte bereits gelernt. "Deine neue Aussage ist zwar für viele weiterhin als Drohung zu hören, aber sie erscheint mir viel bodenständiger, ein guter Schritt... Sorge dich nicht, eine enge Verbündete und Schwester ist mir viel wert." Er nickte langsam.

"Aber nein, ich glaube direkt besprechen müssen wir wenig.
Aber ich werde dir noch einige Einführungen in die Stadt geben, sie gehören zu deiner Vorstellung. Zu den Domänen, dem Jagdrecht, den Ämtern, alle dem.
Aber es ist einiges zu hören... aber auch sehr wichtig.
Also nimm Platz und mach es dir bequem." Er lächelte ruhiger.
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mo 16. Okt 2017, 19:22

Amalia lächelte und ihr saphirblaues Auge weitete sich vor Neugierde. Sie nickte begeistert, wollte sie doch mehr über diese Stadt erfahren. "Sehr gerne Gaius einen Moment noch ich habe viel Blut verloren und würde mir gerne erneut meinen Kelch füllen." Sie verschwand kurz und kam einige Minuten später wieder zurück zu ihrem Bruder. Der Leere Kelch war nun wieder bis zum Rand gefüllt und ihr hatte sie sich zu einem langen Zopf gebunden, sodass man ihre schöne und unbeschädigte Seite nun sehr gut betrachten konnte. Tatsächlich lächelte sie vor Freude und jeder der sie so sah wurde klar, dass diese junge Frau wirklich einst wunderschön sein musste, wäre da nicht ihre kalte, zerstörte Hälfte. Sie setzte sich wieder neben ihren Bruder und blickte in das entfernte Feuer. Aus der Ferne sah es ganz schön aus und das Flackern beruhigte sie. Dabei wendete sie Gaius unabsichtlich ihre Rechte Seite zu, sodass er nun das erste Mal nur das Gesicht einer jungen Frau und nicht die grässliche, monströse Fratze des Todes in ihr sah. So saß sie ein paar Minuten und blickte in die Flammen. Die ganze Atmosphäre und Stimmung schien sich geändert zu haben. So wirkte sie tatsächlich ein wenig zerbrechlich - wahrlich ein seltenes Bild, welches der Salubri da vor Augen hatte. So sehr Amalia auch auf Hass und Zorn gebaut war, so emotional und verletzbar wirkte sie nun.
Wie ein kleines Mädchen, welches davor stand eine Lange Lektion von ihrem älteren Bruder zu hören. Dann sagte sie ohne ihren Blick von den Flammen zu wenden "Nun Bruder. Fang an, wir haben ja den ganzen Abend Zeit und die Nacht ist noch jung" Sie lächelte und nahm einen Schluck aus dem Krug, ehe sie den WOrten des älteren lauschte.
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 18. Okt 2017, 16:58

„Nun gut. Die Prinzessin der Domäne ist die höchst verehrte Aurore, Enkeltochter ihrer Majestät Alexander von Paris, aus dem Clan der Könige. Solltest du sie je sehen, lass dich nicht von ihrem jugendlichen Aussehen täuschen, sie hat wohl gar das römische Reich erlebt… und lass dich auch nicht von ihrer wunderschönen Aura einfangen und zu Dummheiten oder Nähe verleiten – sie wird deine Königin sein, nicht deine Freundin, begegne ihr immer mit dem größten Respekt.“ Gaius wirkte schwärmerisch aber auch bedrückt, bei diesen Schilderungen.
„Ihr Vertreter in der Domäne ist der Seneschall Maximinianus, Ankilla der Ventrue, wir sind gerade in nur sehr geringem Kontakt… er hat sehr viel um die Ohren.
Daneben hat Genua ein zentrales Gremium, den Mondsenat, das ist eine Art Ältestenrat, aber nicht von den Ältesten, sondern den Herren einzelner Sestiere besetzt. Ich bin aktuell das neueste Mitglied für das Sestiere Domus. Auch im Rat sind der Ankilla Godeoc für Calvicula, das Sestiere ist gesamt seine Domäne, geh nicht dort hin, er ist Nosferatu und so ungeliebt wie mächtig. Daneben der Ankilla Benedetto von den Kappadozianern für die Dörfer des näheren Nordens, er ist sehr weise und unglaublich neugierig… auch der genannte Seneschall ist Mondsenator, für Mascarana, das Villenviertel, solltest du ihm je begegnen sei unglaublich penibel mit der Etikette und vorsichtig. Die neu ausgerufene Ankilla Acacia della Velarana vertritt Platea Longa, sie ist aus dem Clan Lasombra und ebenso eine Frau, bei der der erste Eindruck viel bedeutung hat… weder mag sie Angeber, noch Kriecher, ihr engster Verbündeter ist Brimir, Ankilla der Gangrel, du kennst ihn ja bereits, er vertritt die Dörfer des näheren Ostens. Zuletzt gibt es noch die Neugeborene Melissa von den Tzimisken im Rat, sie steht für Broglio vor, aber liegt meines Wissens nach noch in Starre… das Sestiere Ravecca hat seinen Senator vor einigen Jahren verloren, die junge Sousanna ist sein Nachfolger – auch wenn ihre Benennung noch nicht ganz allen klar ist. Generell gilt… drohe keinem dieser genannten jemals, vor allem den Ankilla nicht… keiner von ihnen duldet Neugeborene mit zu großen Worten. Und es ist egal was dahinter steht, wenn du ihnen drohst, sind deine Worte zu groß und sie müssen sie förmlich zerstören – und damit dich. Also… egal wie sie dich reizen. Lass es…“ Gaius lächelte nicht mehr, sprach er aus Erfahrungen? Hatte er solche Sorgen? Oder war er einfach nur betont nah und direkt. In jedem Fall hatte er sehr viele Eindrücke und Hilfestellungen mitgereicht, viel mehr als er es sonst tun würde, aber Amalia war immerhin seine Schwester.
„Neben den Mondsenatoren gibt es folgende Ämter, die Hüterin des Elysiums, Acacia. Die Botschafter, einige abgereiste Vampire – Josef der Brujah, Phosora aus unsem Clan. Der Chronist, Benedetto. Am wichtigsten sind wohl die Ädile gewesen, das waren der Seneschall, Godeoc und Acacia, jedoch hat der Seneschall jüngst ihr Amt abgeschafft. Neben ihnen stehen wir Liktoren, die Gesetzeshüter und Streitschlichter der Domäne, Brimir, ich und Titus, ein Neugeborener der Kappadozianer, auch er ist Teil meines Ordens. Solltest du ihn treffen, streite dich nicht mit ihm, erst ist ein wahrlich überzeugter Christ und Krieger Christi und wenn du einen Ausbruch vor ihm hast wie mir gegenüber, wird er dich aus Genua verjagen. Wir müssen nicht immer all unsere Emotionen zeigen…“ Gaius hob die Schultern. „Er ist sehr direkt und ein guter Mann.“ Ansonsten… „Daneben gibt es die Geißel, das ist etwas unüblich… die Geißel ist der Kult der Jagd. Ein Kainit, der meist durch Menschen spricht, Ghule. Diese Ghule sehen aus wie Nonnen, doch der christliche Heilige den sie verehren ist nur eine Tarnung für ihr Prinzip der Jagd…“ Er wirkte ebenso irritiert wie freudig, von den Mariae berichten zu können, deren Aufeinandertreffen mit Amalia müsste zum schreien komisch… oder tödlich… sein.
„Besonders in Genua sind Domänen und Reviere, Domänen gibt es nicht zu viele, Calvicula als Ganzes ist erwähnt worden, der Seneschall hat den Bischofspalast unter sich, Benedetto sein Kloster San Marino, die Hüterin Acacia hat ein Dorf unweit von hier, West genannt, das sie als ihre Domäne betrachtet. Das Hafenviertel Platea Longa ist Domäne ‚der Könige‘, eines Bundes aus Anhängern der Via Regalis. Daneben gibt es die Jagdreviere, Gebiete in denen nur die angegebenen Personenkreise jagen dürfen – über diese wachen die jeweiligen Mondsenatoren. Brimirs Dorf ist zum Beispiel auch sein Revier. Zentral Broglio gehört Melissa. Nordbroglio der Geißel. Kreuzdorf ist dem Clan Malkav, das Dorf wurde aber jüngst vernichtet. Die Kappadozianer haben das Dorf Burgus unter sich.“
Gaius überlegte lange… sehr lange… dann pausierte er und blickte völlig verwundert.
„Bei der Idee die ich gerade verfolge… eh… deine Narben. Bleiben sie bei allen Verletzungen oder nur, wenn du deine Rituale zeichnest?“ Für das eine war es etwas wenig, für die andere Idee jedoch etwas viel. „Das ist, das wäre bedenklich. Ich muss etwas testen… willst du dir dir, nein…“ Gaius zögerte. „Doch, darf ich testen, in wie weit meine Heilung in der Lage ist diese Narbenbildung zu verhindern? Willst du dir eine unbedeutende Wunde zufügen, sie nicht selbst heilen, an einer Stelle wo sie sowohl geheilt werden könnte… als auch das im Notfall scheitern?“ Er war wieder angespannt, verdammt, sein schöner Plan.
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mi 18. Okt 2017, 17:29

Amalia hörte mehr als aufmerksam zu, wandte ihren Blick jedoch nicht von dem wohlig prasselnden Feuer. Als Gaius die Namen runterrasselte merkte sie sich alles was wichtig sah und erst als er sie auf ihr Makel ansprach zeigte sie eine Regung. Ihr rechter Mundwinkel ging nach oben und bewieß erneut, wie schön sie einst war, ehe sie wieder zu Gaius blickte und dieses wundervolle Trugbild je zerstörte. Ausdruckslos und kalt blickte sie ihn an - Die Fratze des Blutengels, während die Schönheit weiter lächelte. Stille herrschte im Saal, als Amalia eine wundervoll geformte Klinge zog und sich mit der Schneide über ihre Handfläche fuhr. Sie verzog keine Miene bei dem Schnitt und hielt Gaius die blutende Wunde hin. "Hier Bruder versuche dein Glück auch wenn ich wahrscheinlich die Antwort schon kenne. Doch bedenke keine Wunde ist unbedeutend." Sie lächelte freundlich und blickte ihrem Bruder direkt in die Augen.

Schritte - Viele Schritte - Schnelle Schritte - Eine Frau die kurz vor Schreck die Luft einzieht die beiden Monster auf Amalia zuhielten. Vrasës und Zemërim kamen freudig und Schwanz wedelnd angelaufen und wollten ihr Frauchen begrüßen- Auch ihr entfuhr ein kurzer Ausdruck der Überraschung ehe sie die beiden wunderschönen Hunde ihn die Arme schloss und mit ihrer unverletzten Hand streichelte. Die andere lag immer noch vor Gaius, auf das dieser seine Künste an ihr testen konnte.
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 23. Okt 2017, 15:46

Gaius heilte seine Schwester. Doch in der Tat, eine Narbe. Er biss sich auf die Lippe, verdammt - sein Plan war sooooo schön! Verdammt verdammt verdammt.

"Schade. Gut, vergessen wir das Ganze erst einmal... ich sorge für eine Aussöhnung mit Toma. Immerhin verbindet uns nun dieser Versuch." Er lächelte zögerlich. Musterte die schöne Seite seiner Schwester... nein ,kein Reiz für ihn, es gab etwas, dass Gaius in der Tat zu Kainitinnen zog... ihn gar zu mancher Diener machte. Doch Amalia besaß dies nicht, auch die wunderschöne Acacia besaß es nicht, manchmal mussten jene so besondere Frauen sich gewöhnlicheren ergeben. Zumindest in den verschrobenen Windungen seines Geistes.

"Wir werden schon andere Wege finden, deine Dankbarkeit auszudrücken. Als Geschwister ist das jetzt aber nicht unsere oberste Priorität... ich sehe, du wärst bereit vieles auf mein Geheiß hin zu tun und das erfreut mich." Er lächelte sanft.

"Was deine Vorstellung angeht... du brauchst zwei Fürsprecher, einen Vasall, einen Vasall oder Gast, dann kannst du Gast werden. Ich werde dein Vasallenfürsprecher sein - hast du einen weiteren Fürsprecher? Diese Fürsprecher übernehmen Verantwortung für dein Handeln, wenn du dich negativ verhälst, fällt es auch auf uns zurück und wir gelten als leichtsinnig oder käuflich... selbst trägst du die Verantwortung natrülich auch." Es war ja kein Kindesstatus.

"Desweiteren wirst du eine Aufgabe bekommen, diese Aufgabe ist im Sinne der Domäne und Prinzessin, sie kann lange dauern ... meine Beispielsweise wird ewig währen." Verkündete Gaius stolz. Streng genommen hatte er sie erfüllt, aber er hatte sie öffentlichkeitswirksam auf die Ewigkeit ausgedehnt.
"Wenn du dich um deine sichtlich bemühst oder sie gar erfüllst, wird es dir Anerkennung in der Domäne bringen. Wenn du sie ignorierst oder ich dir eine zu eigennützige stelle, wird deine Vorstellung womöglich nicht anerkannt."
Gaius pausierte kurz, legte sich Worte zurecht.

"Deswegen will ich dir folgende Aufgabe geben...
Der Krieg wird kommen und ich wünsche, dass du dich danach um die Kriegswitwen kümmerst..." Offensichtlich meinte er nicht alle, aber so viele, wie irgendwie möglich.
Informeller fuhr Gaius fort. "Bilde Strukturen ihre Not aufzufangen, ihr Leben zu schützen, sie vor Not zu bewahren. Ob du Ehemänner für sie suchst, Klöster bauen lässt oder Armenhäuser nur für Frauen..." Gaius hob die Schultern. "Dazu kannst du dich Ihnen als Gerichtskämpferin oder geheime Rächerin zur Verfügung stellen.
Sprich womöglich mit Angelique dazu... eines Nachts, aber nicht zu bald, womöglich gar mit der verehrten Acacia."

Dan blickte er Amalia an. Die Aufgabe war fast ein weiterer Gefallen, und riskant, womöglich lockte er viele Frauen i ngefährliche Richtungen... aber womöglich eben auch nicht. Prüfend sah er zu Amalia "Einverstanden?"
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Re: [1002] Schmerz und Worte (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mo 23. Okt 2017, 18:55

Amalia lächelte als sie Gaius dabei zusah, wie er ihre Hand heilte und die Narbe sah. "Ich habe es erwartet." Sie streichelte ihre Hunde, welche freudig mit den Schwanz wedelten und sich dann zu ihren Füßen legten. "Zu der Fürsprecherfrage .... der werte Lasombra Ilario sagte, wenn du zustimmst und er einen Gefallen bei mir gut hat, würde er mein zweiter Fürsprecher sein." dann dachte sie über die Aufgabe nach und lächelte noch ein wenig breiter. "Ja Bruder. Ich bin einverstanden. Natürlich bin ich das ... diese Frauen sind verzweifelt und ihnen muss geholfen werden. Ich werde ihnen eine Familie bieten ... ich sprach bereits mit dem geschätzten Vergonzo Faro über den Bau eines Hauses ... gewiss könnte er noch ein paar Räume einbauen, für die die Obdach brauchen. Das wichtigste ist, dass sie nicht alleine sind ... ich werde ihnen durch diese Zeit helfen und ihnen Beistand leisten." Dann blickte sie wieder in das Feuer und streichelte Vrasës' Kopf, geistesabwesend und nachdenkend.
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