[1002] Pilgerkäppchen und der große, böse Seewolf [Fabrizio, Angelique]

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Angelique
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Re: [1002] Pilgerkäppchen und der große, böse Seewolf [Fabrizio, Angelique]

Beitrag von Angelique » Sa 7. Okt 2017, 14:54

Wahrnehmung + Aufmerksamkeit Schw 9 1 WP
7.10. um 12:12 Uhr Olol rolled 30. (2 + 5 + 6 + 6 + 2 + 9 = 30) 2 Erfolge

Selbstbeherrschung gegen den Genuss des Kusses 1 WP
7.10. um 12:17 Uhr Olol rolled 18. (8 + 3 + 7 = 18) 2 Erfolge


Angelique spürte die scharfen Zähne ihre zarte Haut durchbohren, das schreckliche Gefühl, wenn Hilflosigkeit, Schmerz und Demütigung von Wollust und sehnsüchtiger Trance ersetzt wurden. Wenn das Opfer zur willigen Komplizin der Sünde wurde.

Doch hundert lange Jahre hilfloses Kind, machtlose Frau und Legionen von selbstgerechten Männern, von denen die meisten inzwischen Futter für die Würmer oder Asche im Wind waren, hatten eine kleines Monster geschaffen, dass nie wieder so leicht Opfer würde.

Weder der sanfte Alerio mit den traurigen Augen, noch der gewalttätige Schänder Fabrizio hatten es geschafft, dass Angelique sich in dem Genuss des Bisses verlor.
Aber das Spiel der Schatten, das der venezianinische Sizilianer schuf, während ihr köstliches, magisches Blut in seinen Rachen floss, war es, dass sie wahrlich aus der Umarmung riss. Sieh, sprachen Engel und Teufel im Chor. Und sie sah.... Schatten. Nur Schatten.

Andere wären jetzt zornig geworden. Angelique aber war nur enttäuscht. Entweder ein billiger Budenzauber, um ihren scheinbar fragilen Geist zu brechen, sie zum Sklaven des Puppenspielers zu machen, der ihren geliebten scheinbar beschwören konnte, oder, schlimmer noch, der Zauberlehrling war selber Sklave seiner eigenen Illusionen geworden.
Es wurde Zeit, dass er lernte, was er ihr scheinbar entgegenbrachte: Respekt vor ihrer Magie, so wie sie Respekt vor der seinen hatte.

Sie riss sich schmerzhaft los vom schändenden und doch so wohltuenden Biss. Sie hatte vor langer Zeit damit zu leben gelernt, dass man blutende Löcher in sie stanzte und sie dann fortwarf.
So beeinträchtigte es sie nicht im mindesten, während Fabrizio, der Schlaue und Heimtückische, vielleicht immer noch in Taumel ihres potenten Seelensaftes schwankte.

Mit spöttischen und auch mitleidigem Lächeln und verschränkten Armen vor der Brust sah sie zum Seelensauger des Schattenklans und sprach ihr Urteil:

"Du solltest nicht deine eigenen Lügen glauben. Das mindert deine dunkle Glorie. Und du solltest niemals eine Seherin zu täuschen versuchen. Das geht nie gut aus.

Du wolltest doch sehen? Dann SIEH!“

Es schien nicht länger Angelique, die Müllerstochter, zu sein, die aus dem Mund des hilflosen Kindes zum Schattenpiraten sprach, sondern Malkav, der Sultan der Seher, der Wesir der Visionen, der Gottkönig der Geistesgestörten. Und die Schatten des Abgrunds verblassten vor den Feuerrädern, zu denen die Eulenaugen des Mädchen wurden.

Eine unnatürliche Stille senkte sich über den Friedhof, so als sollte der untote Seeräuber sich auf seinen Sinn der Sicht konzentrieren und nicht durch Worte ablenken lassen.

Das kleine Vampirmädchen aber schlenderte zwischen die alten Grabsteine, bis es außer Sicht war.


Irrsinn 2 1W gegen Fabrizios Wahrnehmung + Selbstkontrolle/Instinkt
7.10. um 12:36 Uhr Olol rolled 27. (3 + 8 + 10 + 6 = 27) mindestens 2 Erfolge


Verdunklung 1 und 2
"I'm a mighty thesaurus! Rawr!"

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Fabrizio
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Re: [1002] Pilgerkäppchen und der große, böse Seewolf [Fabrizio, Angelique]

Beitrag von Fabrizio » Sa 7. Okt 2017, 16:46

Fabrizio taumelte tatsächlich einen Schritt zurück als sie sich so selbstbewusst los riss. Er musterte sie fasziniert während er noch mit instinktiver Gier die letzten Tropfen Vitae von seinen Lippen leckte.

Dann blickte er sich etwas verwirrt um, hatte seine Schattenkunst versagt?
Nein, da standen die Schatten, da stand Alerio, ein grandioses perfektes Trugbild. Wie hatte sie ihn durchschaut?

Er lächelte der enttäuscht entschwindenden Angelique hinterher, sie war immer wieder interessant, spannend. Dabei ließ er nur mit der Macht eines beiläufigen Gedankens die Schatten verschwinden und...

Drehte sich erneut etwas verwirrt um! Warum stand Alerio da noch?
Noch einmal versuchte er Alerio in die tiefen der Schatten zurück zu drängen. Es misslang ganz augenscheinlich.

Alerio nickte ihm süffisant grinsend zu.
Verdammt nochmal, das hatte er der Schattenillusion nicht befohlen!
Jetzt erst klangen Angeliques bittere und beschwörende Worte drängend wieder in seinem Geist...

"Verdammt... verdammt... verdammt..." murmelte er etwas wirr vor sich hin

Nach einer kurzen Weile kamen seine Wachen wieder zögerlich zu ihm.
"Seht ihr ihn?"
Die Wachen schauten ihn etwas eingeschüchtert an.
"Seht ihr ihn verdammt noch mal?"

"Ich sehe nichts Herr..." gab dann einer kleinlaut zu und die anderen bemühten sich eiligst ihm mit wortlosem Nicken beizupflichten

"Verdammt... verdammt... verdammt..." murmelte Fabrizio immer wieder verunsichert und verärgert, sich immer wieder etwas paranoid umblickend, während er nun seinerseits eilig den Friedhof verließ

Alerio folgte ihm.

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Angelique
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Re: [1002] Pilgerkäppchen und der große, böse Seewolf [Fabrizio, Angelique]

Beitrag von Angelique » So 8. Okt 2017, 13:47

Finitus
Fazit:
Angelique und Fabrizio verließen das Badeparadies der Vampire, um ungestört von Menschen kaum vorstellbare dunkle Verlustigungen zu betreiben. Der Pirat machte eine kleine Verfolgungsjagd daraus, um sicher zu sein, dass niemand folgte und Angelique würdig war.
Auf dem alten, vergessenen Friedhof ließ die Malkavianerin zu, dass der Erzschurke Genuas von ihr trank. Seiner Natur treu folgte er einem sinistren Plan und erschuf Illusionen der Schatten, wohl um Angelique mit Alerios Trugbild gefügig zu machen.

Doch die Seherin durchschaute das Spiel, entriss sich dem hypnotischen Genuss des Ausgesaugtwerdens und belegte den Schurken nun ihrerseits mit Visionen, die aus der Illusion Fabrizios einen geisterhaften Spuk werden ließen, der dem ohnehin Paranoiden nun lange folgen würde.
"I'm a mighty thesaurus! Rawr!"

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