Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

[August + September '17]

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Gaius Marcellus
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Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 20. Sep 2017, 18:04

Nachdem Gaius sich stolz aus dem Verhörraum entfernt hatte, schritt er den Gang einige Schritt zu seinen Mannen hinab, sie kamen stramm auf ihn zu - doch plötzlich gab er ihnen das Zeichen zu warten und wandte sich um.

Ein paar Schritt weiter an der Wand stand Sousanna, wartend, den Blick zu Boden. So weit, dass niemand auf die Idee käme, sie würde lauschen... aber auch ungehört von den Innenstehenden.
Gaius lächelte sanft und lehnte sich ihr gegenüber an die Wand. "Wieso sie wohl alleine mit ihr sprechen wollen? Ob sie wohl kriegsrelevante Informationen bei ihr vermuten?" Fragte er, recht leise und eher ungezielt.

Dann wandte sich die neutrale Miene ein wenig ins düstere "Und wie es ihnen darin wohl ergeht... ob sich die Brujah in Gegenwart der beiden besser zu benehmen weiss? Oder planen sie gerade in welchem Waldstück sie die Asche unbemerkt entsorgen können..." Nicht ganz Ernst schien diese Sorge, aber doch auch nicht kompletter Ulk... Ein wenig Sorge stand dem Hausherr durchaus ins Gesicht geschrieben und übertrug sich auch auf seine Wache.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Sousanna
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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Do 21. Sep 2017, 13:55

Erschöpft hatte Sousanna der Hüterin des Elysiums zugenickt und sich brav etwas weiter von der Tür entfernt an die Wand gelehnt. Immer noch war sie sehr blass und wusste man nicht, dass sie eine Untote war, konnte man Sorge haben, dass sie bald das Bewusstsein verlor. Der Weg hatte sie angestrengt und war ihr so ewig vorgekommen, dass sie tatsächlich froh gewesen war, nicht auch noch mit hinein zu müssen, wenn die beiden Anchilla die Brujah das erste Mal befragten.
Stumm und in ihren eigenen, düsteren Gedanken begraben hatte sie dagestanden, ehe Gaius das Wort an sie richtete. Fast schon mechanisch hob sich ihr Kopf und als sie ihn anblickte lag weniger der Ausdruck einer Freundin in ihren Augen, als viel mehr der resignierte einer Magd, die einem Herrn antworten musste. Da war von Höflichkeit ummantelte Verhärmtheit in ihrem Blick. Lächelnde Enttäuschung sprach aus ihrer Miene als sich die Mundwinkel sacht, aber bei Weitem nicht mehr so ehrlich wie einst hoben.

"Wohlwerter Gaius" Schon lange hatte sie diese förmlich steife Anrede ihm gegenüber nicht mehr gebraucht, doch er hatte bewiesen, dass auch er nichts in ihr sah denn das nützliche Werkzeug, dessen Freundschaft man vor den hohen Clans leugnete. "Ich fürchte, ich kann euch keine Antwort darauf geben. Ich kenne die Ziele der verehrten Acacia sowie des verehrten Brimirs nicht und ich denke, dass ihr, der ihr schon so lange mit ihnen zusammenarbeitet und ihnen fast ebenbürtig seid, gewiss noch mehr Einsicht in ihr Handeln besitzt, als eine einfache Neugeborene vom Clan der stetigen Wanderschaft." Eine seltsam bittere Betonung lag in ihren letzten Worten, so dass selbst das entschuldigende Lächeln, das ihr Gesicht sonst so sanft leuchten ließ, jenen unangenehmen Nachgeschmack nicht bei Seite wischen konnte.

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Gaius Marcellus
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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 21. Sep 2017, 14:23

Gaius blickte seine Freundin zuerst besorgt an, natürlich war sie mitgenommen, von den vergangenen Szenen... Doch dann vereiste er langsam, als er bemerkte, zugegebenermaßen sehr langsam, dass sie sich ihm gegenüber ungewöhnlich verhielt. Nicht der Schattenherzögin, nicht dem arrogant gewordenen Tier, nein ihm, ihrem Retter, der diese formidable Beute an ihre gemeinsamen Verbündeten geschenkt hatte - auf ihren Wunsch und in bestem Wissen, dass sie undankbar und voller Anspruchsdenken waren... Und dann dieser spöttische Anklang der Worte? Machte sie sich lustig? Oder war sie nur betrübt...

"Du... eh..." Gaius blieb eine kluge Antwort erst einmal schuldig. "Das ist bedauerlich..." Fügte er dann erst hinzu und schwieg verlegen auf den Boden blickend, entweder war auch er frustriert, oder er hatte einfach noch keine gute Antwort parat.

Dann sah er wieder auf, hatte sich wohl gefangen, etwas Mut gefasst, wenn auch noch nicht die ganze Stärke und Sicherheit vergangener Nächte. "Du bist in deinem Stolze als Frau gekränkt? Du sagtest es ja... sie hat dir genommen... eine Blume blüht wo die Sonne scheint, in unserem Falle wohl eher dort, wo niemand sie ausrupft... und sie hat es versucht. So ging es mir nach dem Hoftag... als mein ehrenvoller Zorn von manchem als Blamage niedergemacht wurde." Gaius seufzte bei dem Gedanken an diese Ernüchterung, bei den Erinnerungen wie selbst sein Freund Brimir diesen Schritt noch gegen ihn wendete...

"Aber du musst wissen, für uns in dieser Domäne wirst stets du die Blume sein." Er lächelte mild. Wären seine Worte nicht mit der lebendigen Intonation des Barden vorgetragen, man könnte sein verlegenes Gesicht auch unbeholfen nennen. Aber irgendetwas schien daran zu sein, die Blume der Domäne, ein Gedanke, den der Heiler wohl öfter hatte - so klar wie er ihn aussprach.

"Keine dahergelaufene Berserkerin vermag dies zu ändern, nein, und auch hohe und niedere Clane bedeuten nichts dafür... keine.. der hohen Clane kann deiner Anmut das Wasser nachtragen." Er lächelte sanft, irgendwie schmeichelhaft, aber nicht einfach als Kompliment - es war viel mehr, als wolle der Ritter irgend etwas sagen.
"Lass dich nicht verbittern... es wirkt seltsam, wo sich unsere Verbündeten, manche die wir wohl gar als Freunde betrachten, jetzt so deutlich über uns erheben - mehr noch, es so zelebrieren... ich weiß auch nicht, wieso sie dies tun müssen." Gaius seufzte kopfschüttelnd. "Aber nur weil wir sie höher emporheben, senkt uns das nicht herab. Finde ich zumindest." Oder? Unhörbar angehängt.
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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Do 21. Sep 2017, 14:45

Etwas in Sousannas eingefrorener Miene zitterte. Unbemerkt krallte sich die schlanke Hand in ihren Rock. Er verstand nicht. Wollte einfach nicht verstehen. Brach alles, was sie kränkte auf bloßen, dummen Stolz einer eitlen, dummen Göre herab. War wie ihr Vater, als er ihr erklärte, dass sie verheiratet würde - nur zu ihrem Besten. Daran konnten keine Schmeicheleien etwas ändern.
Der zierliche, geschundene Leib begann zu beben. Wut und maßlose Enttäuschung bildeten ein eindrucksvolles Wechselspiel in ihren sonst so schönen Zügen. Hilflosigkeit war es, die aus ihren Augen sprach. Jene Hilflosigkeit einer Frau, die sich verraten fühlte, von jemandem, den sie dumm genug gewesen war, ihn für einen Freund zu halten.

"Sie hat getan, wovor ich seit meinem Tod Angst hatte." Sogar ihre Stimme bebte leise unter der Anstrengung ruhig zu sprechen und Tränen zurückzuhalten. "Hat mich für mein menschliches Aussehen bestraft wie so viele vor ihr. Hat ihre Fänge in meinen Leib geschlagen als wäre ich Vieh. Sie hat mir geraubt, was ich lange und hart erarbeiten musste: Mein Vertrauen in die Kinder der Nacht und das Wissen, vielen ebenbürtig zu sein. Und ihr kamt und habt mich gerettet. Habt mich gepflegt und behandelt als wäre ich doch etwas wert - und dann lasst ihr doch zu, dass mich diese dahergelaufene Beserkerin mich behandelt, wie euren geringsten Ghul... Lasst zu, dass eine Verbrecherin sich in jener Arroganz der hohen Clane, über mich, eine unbescholtene Bürgerin dieser Stadt, eure Freundin stellt. Glaubt mir, ich weiß wieder, wo mein Platz ist. Die letzte Nacht hat mich wieder eindrucksvoll dorthin verwiesen."

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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Gaius Marcellus » Do 21. Sep 2017, 15:17

Nun begannen sich Gaius Augen ganz zu öffnen und er blickte wahrlich entsetzt, sie grollte Ihm? Ihm, der sie gerettet und gepflegt hatte?!
Oh all dieser Krieg, all diese Verschwörung, wie sehr war all das zur Qual geworden, wie sehr alle Opfer in Undank gefressen, und nun so etwas... genau daneben. Fast hätte der Ritter einen Moment die Hoffnungslosigkeit der Ravnos eingeatmet, vertrauen in Kainiten und Freunde erzittern lassen, dann hob er das Schild - jenes Schild, dass er angeboten hatte zu lehren.

Gaius schnaubte kurz, atmete tief durch und... nickte. "Sie hat dich zu der Art Mensch gemacht... wie manch einer von uns, sie alle sieht." Genau so wie der Seneschall es mit seiner infantilen Prüfung getan hatte. Wie es Toma mit seiner Entführung und Experimentation getan hatte.
Deswegen liebte sie Ramon? Weil ihm all das nichts bedeutete, sein geringster Ghul genau so behandelt wurde, wie sein Bruder? Deswegen verehrte sie die grausame Schattenherzögin? Weil diese in ihr das Potential erkannt und auch aktiv gefordert, nicht nur gefördert hatte - ultimativ anerkannt? Deswegen war sie an Caterinas Seite? Da das schöne Küken das gleiche Leid trug - nur mit viel mehr Stärke und Wut? Schuppen, nein Stahlplatten, lösten sich von des Heilers Augen und er dachte zum ersten Mal seit langem wieder tiefer in ein Leid des Geistes gedrungen zu sein... und Mitleid, fast Bitterkeit, auch ein Hauch Zorn umfluteten ihn... und mehr, etwas düsteres ihn selbst betreffend, nicht die Ravnos.

Kurz wandt sich der Hausherr nun innerlich, keine Zeit abzuwiegen, aber doch so widersprüchliche Gedanken im Kopf. Auch sein Gesicht wirkte gequält. Wirklich fassen konnte er sich nicht, dann sprach er jedoch wieder - fing der Ravnos wandernde Augen.

"Verzeih mir, liebe Freundin... wie einstmals schmerzt es mich, dass meine Versuche euch das Vertrauen in die Kinder der Nacht zu stärken, sich ins Gegenteil verkehrt haben...
Du gehörst nicht auf jenen Platz, du bist etwas wert, wert gerettet zu werden, gepflegt, behandelt und geschützt... wert an unserer Seite zu stehen, direkt, mit deinen eigenen Waffen aber gegen den gleichen Feind, wert vor uns zu stehen oder hinter uns zu stehen, wenn die Queste kommt...
Ich." Irgendwie transportierte die immer noch ruhige Stimme des Salubri auch einen ungewöhnlichen Ton: Schmerz. "Ich... ja, du hast recht, ich habe sie nicht zeitig in die Schranken verwiesen, habe mich einlullen lassen in Verhandlungen, die ich gelingen sehen wollte, war zu weich, habe zu lange gebraucht den falschen Stolz der Person zu erkennen - sie zu durchschauen.
Kurzum..." Sein Blick war nur kurz auf dem Boden, dann wieder bei Sousanna.
"Ich habe in diesen Verhandlungen versagt, zu sehr verhandelt... und dich dabei verletzt. Mich selbst gegrämt damit, du hast gesehen wie sehr." Diese Erkenntnis auszusprechen bereitete dem Heiler fast physische schmerzen. "Ich weiß nicht wie es passiert ist und wieso... vermutlich ist meine Güte in diesem Augenblick wahrlich gegen mich gerichtet worden und ich fand den Abhang zu spät.
Ich hoffte durch den Abbruch und das Ablehnen ihrer Bitten noch Umkehr zu bewirken..." Aber offensichtlich hatte er sich geirrt, um ihret wie um seinetwillen. Ihrer beider Stolz verletzt.

"Sousanna... vergib mir, dass ich dich in jenem Moment nicht geschützt habe. Dies sind Wunden, die meine Kräfte nicht heilen können, ich hoffe meine aufrichtigen Worte hingegen schon...
und die Taten unserer gemeinsamen Vergangenheit, im erfolgreichen wie im gescheiterten."

Langsam hatte die Stimme wieder an Kraft gewonnen, sprach nun direkt zu Sousanna in aller Tiefe.
"Ich kann dir nur sagen, alles Urteilen liegt in deiner Hand, du bist mir Wert, als Kainit, aber mehr als Freund.
Bitte entschuldige, dass ich nur deine körperlichen Wunden erkannt und nur deinen Leib geschützt habe - nicht den Geiste."
Kurz pausierte der Liktor, dann setzte er noch einmal an.
"Diese dort." Er blickte auf den Vehörraum. "Mögen uns an einen anderen Platz vorausgegangen sein... aber wir, wir haben hier einen Platz.
Auch du, auch dein Platz ist hier, neben meinem... als Kainitin, als Vasallin, als Erste deines Clanes, als Senatorin und... neben und über alle dem, als Freundin."
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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Fr 22. Sep 2017, 15:59

Sousannas unnützer Atem ging schwer als wäre sie gerannt. Ihre Brust wogte auf und nieder, als hätten sie die Worte, die sich ausgesprochen hatte bis aufs Äußerste angestrengt. In ihrem durch die Verletzung bleich gewordenen Gesicht zeichneten sich nun rote Flecken ab. Auch ihre Miene zeigte nun die tiefe Qual, die sie zuvor wohl zu verstecken versucht hatte.
Doch auch wenn ihre eigene Pein den zarten Leib beben ließ, als bräche er bald in sich zusammen, entging ihr die Qual in Gaius' Miene auch nicht. War es Enttäuschung über sie? Über sich selbst? Zorn? Über sie und Seresa? Oder auch über sich.
Dann aber kam ihr ein ganz anderer Gedanke und ein sachtes, dafür sehr ehrliches Lächeln, zart und schüchtern wie die erste Blume nach Schnee und Eis huschte über ihr Gesicht. "Ich bitte euch, mir für meine Anschuldigungen zu verzeihen.", bat sie sanft und senkte in alter Demut den Blick. "Ihr, wie ich, scheinen bereits viel Spott von anderen Kindern der Nacht ertragen haben. Nur weil sie sich nicht die Mühe gemacht haben, zu verstehen. Es tut mir leid, dass ich euch durch meinen Ausbruch und mein Verhalten verletzt habe. Nur weil viele mir Unrecht taten, heißt das nicht, dass ihr das auch tun wolltet."

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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 22. Sep 2017, 16:30

Gaius hatte ihre gequälte Miene mit gleicher Qual verfolgt, seine Offenbarung stand im Gang und harrte... dann Sousannas aufhellen und diese fast zu freundlichen und doch so labenden Worte. Genau die Worte, nach denen der alte Krieger sich gesehnt hatte, genau getroffen, erneut.

Gaius nickte nur und schritt langsam und fast vorsichtig den einen Schritt zu Sousanna über den Gang. "Alles vergeben und vergessen... ja, ich will dir weder Unrecht noch Schmach tun. Sousanna, darf ich dir anbieten mich wahrlich als Freund zu sehen, erneut, weiterhin, gar jetzt erst recht... uns verbindet wohl nicht viel gemeinsames Handeln - aber viel gemeinsam Erlebtes, von Scheitern wie mit eurer Narbe, zur Katastrophe wie in meinem Bade, hin zum Beistand in letzter Sekunde. Mehr als mit den meisten anderen Kainskinder dieser Domäne... zumindest für mich.
Darf ich dir anbieten, das formale fortzulassen, auf dass auch du mich zukünftig duzt. Egal was exakt die Gesellschaft diktiert, ob nun als Amtsträger oder als Freunde, wir sind verbunden." Er lächelte sanft, stand nicht fern, würde es besser passen - er wäre ihr wohl um den Hals gefallen... im friedlichen Sinne. So hielt ihn Anstand und das Wissen um Sousannas Ängste was jenes Thema betraf zurück...
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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Fr 22. Sep 2017, 17:44

Jenes altbekannte Strahlen trat auf Sousannas Züge. Fast erhellte es den gesamten Gang mit den Strahlen einer Sonne, die ihnen beiden nichts anheben würde.
Dachte er darüber nach, ihr um den Hals zufallen, so tat sie es nun. Ohne Sorge oder Angst stellte sie sich auf die Zehenspitzen und umarmte den alten Krieger fest. In ihrer momentanen Situation und da ihre Konstitution wohl ohnehin nicht die beste war, schien sie sich allerdings etwas etwas gegen ihn zu fallen, da sie für einen Moment das Gleichgewicht verlor. "Ich danke ... dir.", hauchte sie ihm sanft zu. "Für alles."

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Re: Von Erbsenprinzessinnen und Froschprinzen [Sousanna]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 7. Okt 2017, 18:08

Gaius lächelte noch leicht und nickte, hauchte auch ihr ein "Danke..." entgegen. Dann nahm er ihre Umarmung gänzlich an, und hielt auch Sousanna ein paar Momente, stark, sicher und diesmal gänzlich ohne Bedrohung...
So unterschiedlich sie waren, aktuell teilten sie ein Leid.

Erst sehr langsam und zögerlich löste sich die Umarmung wieder und ein freundliches Gesicht blieb zurück.
Finitus
Zusammenfassung: Sousanna und Gaius standen bedröppelt vor der Tür, an welcher die Ankilla sie wie Bedienstete zurückgelassen hatten. Nach Kurzem durchbrachen sie die peinliche Stille... und ein überraschender Konflikt kam zwischen den beiden doch gerade so engen Geretteten und Rettern hervor.
Doch anstatt sich zu rechtfertigen, offenbarte der Retter sein Versagen vor seiner Freundin betrübt, offenbarte sogar einen geteilten Zweifel, einen geteilten Schmerz... und wenig später lagen sich die ungleichen Verbündeten wieder in den Armen. Beschlossen das kurze Intermezzo in dieser Nacht kainitischer Abründe und Missbrauchs mit der endgültigen Benennung par -du, als Mondsenatskollegen, Seite an Seite, als Freunde.
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