[1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

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Gaius Marcellus
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[1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 1. Sep 2017, 23:07

Der kainitische Morgen war verhältnismäßig ruhig, die Sonne gerade restlos gesunken, die Luft ausgekühlt aber doch irgendwo drückend, als der übliche Trupp des Martinsordens sich auf seine wohltätige Tour machte... gerade heute war die Gruppe etwas größer, ein zusätzlicher Gelehrter, eine Kriegerin mehr, Gaius schritt neben Ihnen.

"Wir werden gleich das Stadttor passieren, das ist zur Zeit nicht so einfach, aber für uns wenig problematisch." Lächelte er. "Der Seneschall Maximinianus kontrolliert die Torwachen über die Garde meines Sestiere Domus." Fügte er etwas ärgerlich an.

"Dann werden wir Platea Longa betreten, das Sestiere der Könige... eine Gruppe aus Anhängern der Via Regalis, heute ist diese Gruppe jedoch etwas... zerfasert." Lächelte der Ritter finster.

"Dann zeige ich dir einige der Sesitere. Aber liebe Schwester, erzähle du doch während dessen etwas von dir. Du kamst auf eine Prophezeiung hin her? Über die du nicht sprechen darfst?" Er hob die Braue und alle Stirnfalten.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Amalia
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » So 3. Sep 2017, 17:02

Amalia folgte ihrem Clansbruder und lauschte seinen Worten und Darios Übersetzungen aufmerksam. Als dann die Frage an sie gerichtet wurde sagte sie entspannt: "Po ... një vizion ... motra ime besimi dhe më të lartë të Urdhrit ajo kishte dhe ajo po ndjek mua një detyrë që vizioni". Dario übersetzte die schlichte Aussage, dass die Höchste aus Amalias Orden diese Vision hatte und es Amalias Pflicht sei, dieser nachzugehen. Danach fragte er in Amalias Namen, warum Gaius seine Adoptivtochter verschwiegen hat, wo diese doch eine so nette Dame ist.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 5. Sep 2017, 14:21

Gaius lächelte "Was ist das denn für ein Orden, dem du anhängst? Wofür steht ihr, welche Via wandelt ihr, wandelst du? Via Celestis? Aber das heißt du hast eine Vorgesetzte..."

Gaius zeigte ihr nun Platea Longa, die unendlichen Hafenstreifen, die kleinen Häuslein und die großen nebenan. "Adoptivtochter? Eh ja... was hat sie dir denn erzählt, die gute Angelique? Jetzt habt ihr mir die Freude gemacht, sie dir selbst vorzustellen!" Lachte der Paladin kurz auf. "Es gibt noch einige Freunde, die ihr nicht kennt, aber diese sind derzeit auch selten auf der Feste. Die Zeit wird kommen."
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Di 5. Sep 2017, 22:34

Amalia bewunderte den schönen Hafen mit offenen Mund. Solch eine Schönheit hatte sie lange nicht mehr gesehen. Dann sagte sie, an Gaius gewand folgende Worte, welche Dario übersetzte "Wirklich ein grandioser Hafen ... wir haben nicht viel miteinander besprochen ... sie sagte, dass ihr einst ihr Leben rettet und fragte mich, ob ich wie ihr ein Heiler sei. Was meinen "Orden" angeht ... so seid gewiss ... ich habe eine Vorgesetzte ... Sofia die große Stimme ... ich bin ihre Leibwache ... mehr kann und werde ich euch nur sagen, wenn wir unter uns sind ... ohne Fremde Ohren ... doch seid gewiss ich wandle auf einem anderen Pfad, als meine Ordensschwestern".
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 5. Sep 2017, 22:37

Gaius lächelte. Dann wechselte er leise in die Zunge der Salubri. Kein Wesen dieser Welt, dass nicht ihrem Clan entstammte, beherrschte diese Sprache. Eines der größten Geheimnisse des Clans... "Nun Schwester... sparen wir uns den Übersetzer. Du bist Leibwächterin... ich bin erfreut. Deine Herrin ist nicht da? Ich könnte in den kommenden Monden eine Leibwächterin gut gebrauchen und wäre dir sehr dankbar dafür.
Welche Via, welche Glaubenssätze hegt dein Oren denn nun?" Die Verbindung zwischen den Clansgeschwistern sollte im grad des vertrauten Lächelnds wachsen.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Di 5. Sep 2017, 22:48

Amalia blickte zu Gaius. Blickte ihm in seine Augen und es kam ihm so vor, als würde auch ihr zerstörtes Auge ihn durchdringend angucken. Sie hatte diese Sprache lange Zeit nicht mehr gehört und freute sich offen und ohne Darios Hilfe sprechen zu können. Sie grinste ihr halbes Grinsen und sprach dann in ihrer sanften Stimme "Nun werter Gaius ... Es freut mich sehr, offen mit euch sprechen zu können. Ohne die Hilfe des geschätzten Darios. Ich hoffe ihr denkt nicht zu schlecht von ihm ... er ist nach meiner "Behandlung" ein wirklich guter und gütiger Mensch geworden. Meine Herrin und gute Freundin ist noch in unserem Haus bei den Ordensschwestern. Ich weiß nicht, auf welchem Weg sie wandelt. Unser Orden glaubt nicht an Gott oder Allah wir glauben an eine gütige Mutter, welche unsere Welt erschuf und uns allen das Leben schenkte. Mehr werde ich nicht darüber sagen ... nun ich selbst folge dem Weg dieser Mutter ... auf dem Pfad, welcher den Schmerz erforscht und studiert. Wenn ihr eine Leibwächterin braucht könnte ich euch dienlich sein ... vorausgesetzt, dass wir beide einander Schützen ... es liegt mir nicht viel daran in einem Krieg zu fallen, welchen ich nicht begann."

Dann blickte Amalia wieder raus aufs Meer und wartete darauf die Stimme ihres Blutes wieder zu hören.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 5. Sep 2017, 23:12

Gaius lächelte und schmunzelte tiefsinnig, die olivgrünen Augen strahlten einen kurzen Moment stärker. "Eine gütige Mutter? Die heilige Jungfrau? Eine Mutter der Weisheit... Ich danke dir für diese ehrliche Antwort." Irgendwie weit weniger schockiert als man erwarten würde, auf die Aussage der unchristlichkeit... war er nicht Führer eines Christenordens? Oder verstand er sie einfach falsch?

"Warum erforscht du Schmerz? Was siehst du darin?" Hier war kurze Verwunderung. "Hat damit final er dich auf diesen Weg gebracht?" Er blickte zu Dario und zu Amalias Gesicht "Dass du in diesem Schmerz etwas fühlen kannst?"

Dann pausierte er kurz. "Was den Krieg angeht... gut. Natürlich. Wir sind wenige als Clan und ich werde nicht zulassen, dass wir noch weniger werden. Ich selbst will als Marschall dienen, ich bin auch ein wahrer Krieger und habe gute Ghule, aber zu zweit wären wir mit Sicherheit beide eine Kraft..." Die Vorstellung gefiel ihm. "Vor allem, wenn wir es erstmal geheim halten... vor den anderen Kainiten. Dann wäre es eine machtvolle Überraschung." er lächelte versonnen.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Di 5. Sep 2017, 23:33

Amalia blickte noch weiter zur See und lauschte den Worten ihres Bruders. Er hatte seine Worte zwar beendet, doch es dauerte bis Amalia sich zu ihm drehte und ihn wieder ansah und dann zögernd sprach: "Eine gütige und strenge Mutter ... aber genug von dem Thema. Ich würde sagen er war es nicht final ... er hat mir bestimmt den Schubs in die Richtung gegeben. Aber die treibende Kraft, war er nicht. Nun wieso ich den Schmerz studiere ... ich habe mit der Zeit raus gefunden, " sie streichte als sie dies sagte über die lange Narbe an ihrem Hals, wo einst ihre Kehle durchtrennt wurde. "Dass ich, wenn ich mich, nach einem begangen Mord selbst schneide, oder verletzt werde ... zwar heilen kann aber die Narben bleiben. Weiter habe ich herausgefunden, dass unser Blut in der Lage ist immense Schmerzen zu verursachen ... doch dies habe ich sehr, sehr lange nicht mehr gemacht. Es kann auch sein, dass mich der Schmerz so fasziniert, weil mein ganzes Leben auf ihm aufgebaut ist ... aber genaueres weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall recht praktisch zu wissen ... wie und wo man zuschlagen muss, um alles zu bekommen was man benötigt, seien es nun Informationen, Respekt ... oder der Freie Wille."

Amalia blickte wieder auf das Meer und sprach weiter: "Ich werde euch helfen ... doch seid gewiss ... so sehr ich euch mag und schätze Bruder ... wenn meinen Glaubensschwestern, Dario oder irgendeiner anderen Person, welche mir nahe steht etwas zustößt ....", sie blickte ihm nun wieder direkt und ernst in die Augen. "werde ich euch Schmerzen zeigen, welche ihr wahrscheinlich noch nie gespürt habt ... dieser Schmerz wird göttlich sein. Wenn ihr damit einverstanden seid ... seht mich als eure Verbündete."
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 5. Sep 2017, 23:54

Gaius hatte zuerst interessiert genickt, es war fremd, aber spannend. Gerade die Frage der Narbenbildung... Zu den Worten zu erzwungenem Gehorsam und Respekt sagte der Ritter in diesem Augenblick nichts. Zwang war Teil jeder Welt, aber nicht der einzige.

Aber als seine Clansschwester ihm offen drohte weiteten sich seine Augen in Verwunderung und kurz auch Ärger.
"Es ist weder nötig noch angebracht einem Bruder zu drohen, Amalia. Ich hüte mein eigenes Volk wie meine Söhne und den gleichen Schutz und Verantwortung werde ich auch euch und den eurigen gewähren.
Aber im Krieg kann es immer Opfer geben und keiner von uns ist es wert, dass wir um sein Leben zu retten eine Schlacht verlieren oder derartiges.
Ich versichere dir, niemand wird geopfert. Aber eine Garantie kann dir keiner geben." Er blickte sie eine Weile durchdringend an. "Einverstanden?"
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mi 6. Sep 2017, 00:02

Lange herrschte Stille zwischen den Geschwistern ehe Amalia wieder das Wort erhob "Verzeiht mir Bruder ... manchmal gehen meine Emotionen mit mir durch ... Aber ich kann euch gerne meine Arbeit zeigen und zur Verfügung stellen, wenn ihr es irgendwann einmal brauchen solltet. Ich werde darüber nachdenken ... am besten an einem Ort, wo man nachdenken kann. Doch wenn ich euch helfe, fände ich es nur fair, wenn ihr mir bei meiner Mission helfen würdet. Und ich würde es äußerst begrüßen, wenn mein Glaube erstmal unter uns bleiben würde." Sie neigt höflich ihr Haupt und fuhr dann fort: "Wollen wir weiter gehen? Die Stadt ist noch groß." Dann lächelte sie ihn wieder freundlich an. Sie war noch sehr unentschlossen, das sah man ihr an.
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