[1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

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Gaius Marcellus
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 6. Sep 2017, 02:15

Gaius nickte. "Was in dieser Sprache gesprochen wird, wird weder meine Herrin der Geheimnisse der Mutter, noch eure Herrin der Geheimnisse der Mutter erfahren." Schmunzelnd zwinkerte er, offensichtlich meinte er ernst, was er sprach. Nur was sprach er? Diskretion war zumindest zugesprochen. "Solche Drohungen solltest du generell unterlassen in Genua, körperlicher Schmerz ist wahrlich kein adequates Drohmittel in der kainitischen Gesellschaft... meinen Freunden und Untergebenen gegenüber natürlich ebenso. Wir werden sehen, ob wir diese Gabe beizeiten benötigen werden, ja." Er lächelte nun sanfter.

"Was eure Mission angeht, ja... was ist sie ? Gerne helfe ich den Interessen meiner Clansschwester." Während er so sprach führte Gaius die kleine Truppe zu einem antiken Gebäude, wie man sie in Split und anderen Städten der Dalmatischen Küste unweit von Amalias Heimat noch öfter fand... spätrömische Herrlichkeiten. Während die Martinsritter sich um einige Arme der Umgebung kümmerten, deutete Gaius der Albanerin an ihm zu folgen, sie huschten auf die andere Seite und befanden sich in einer Therme. Übermüdete Wachmänner schraken auf, als sie die Türe öffneten und ihren HErren dort sahen... die Therme war zu so später stunde nicht mehr geöffnet, aber Wachsamkeit war dieser Nächte überall geboten...
"Darf ich vorstellen... die Thermen der Domäne, meine Thermen." Er führte die Frau, die ihm nun in einem weiteren Punkt wahrhaft ähnlich wirkte über die alten bunten Fliesen... "Die Wasser sind schon etwas ausgekühlt... ich bevorzuge aber sowieso das Frigidarium... ein Bad gefällig?" Umspielte Amalia eine ungewöhnliche Einladung in diesem Alten und wunderschönen Bad.
Fast still, etwas düster, irgendwo ein leichtes plätschern und aus irgend einem Grund kribbelnde Kälte.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mi 6. Sep 2017, 11:18

Amalia lächelte zurück "Danke. Meine Mission ist es den Leichnam unserer Göttin zu finden. Sofia meint, dass es hier in der Umgebung sein müsste."
Es dauerte nicht lange und sie kamen zu den Thermen und sowohl Amalias als auch Darios Augen wurde groß solch ein beeindruckendes Gebäude hatten sie noch nicht gesehen. Dann kamen sie in das Gebäude und Amalia stockte der Atem. Solch ein bezauberndes und wundervolles Gebäude hatte sie noch nie gesehen. "Gaius ihr habt euch selbst übertroffen. Ein wundervolles Gebäude. Und nein ich hätte nichts gegen ein Bad." Schmunzelnd nahm sie die Einladung an.

Amalia ging zu einer der Umkleiden und nach ein paar Minuten kam sie unbekleidet wieder hinaus. Sie setzte sich in das kühle Nass und Gaius hatte nun die Möglichkeit, all ihre Narbe zu sehen. Neben unzähligen Schnitten und Stellen, wo Stücke von Fleisch fehlten, würden ihm vor allem die lange Schnittnarbe an ihrem Hals, sowie die Kreuznarbe an der Stelle, wo ihr Herz liegen müsste, auffallen. Ihren Rücken zierten Striemen der Selbstkasteiung und über ihrem Busen waren duzende und aberduzende fein säuberlich angeordnete kleinere Schnittnarben. Bei genauerer Betrachtung gab es nur noch recht wenig Stellen, welche keine Narbe zierte. Ihr Körper sprach von Leid und Schmerz und doch wirkte Amalia nicht schwach dadurch, sondern umso stärker.

Dario blickte kurz und fragend zu Gaius und Amalia, welche beide nickten und so ging auch er in eine der Umkleiden. Er kam wieder raus trug jedoch noch seine Bruoch. Sein dicklicher Körper war grauenvoll anzusehen. Brandwunden, Schnittwunden und offensichtliche Fleischwunden waren noch Zeuge von dem, was auch immer Amalia mit ihm angestellt hatte. Was auch immer sie getan hatte .... es muss grausam gewesen sein.

Amalia blickte auffordernd zu ihrem Bruder, welche Narben mag er unter seiner Rüstung verstecken.
"Cahf ah nafl mglw'nafh hh' ahor syha'h ah'legeth, ng llll or'azath syha'hnahh n'ghftephai n'gha ahornah ah'mglw'nafh"
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 6. Sep 2017, 11:54

Gaius schauderte als er die Narben seiner Schwester Eine um die Andere genau beobachtete und anblickte, ihre Narben blieben erhalten... könnte man sie heilen. Dann schauderte er erst recht, als er Daria betrachtete. Warf diesem einen aufmunternden Blick zu. Der Ghul musste alt sein. Gaius selbst hatte sich von einem Wächter die Rüstung abnehmen lassen und glitt danach noch aus den Unterkleidern. Er war durchtrainiert und trug auch einige Narben, aber ganz Andere, streng genommen trug Gaius nur drei große und tiefe Schnitte, die vom Oberarm über die Brust bis in die Bauchregion reichten. Gleiche Schlagrichtung wie im Gesicht. Einzig, jene im Gesicht schienen besser gesäubert worden zu sein, die am Unterleib hatten eine nekrotisiert wirkende Narbenumrahmung. Vor dem Tod und der Wiederauferstehung mussten diese Wunden wirklich unangenehm und nur grob verheilt gewesen sein. Womöglich war er daran... gestorben?

"Gebaut habe ich sie nicht, sie sind noch aus römischer Zeit." Erläuterte Gaius stolz. "Aber sie begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Mein Erzeuger, er liebte römische Bäder, nun, er hat die Zeit in einem Ort der Bad hieß in Britannia erlebt. Erinnert ihn wohl an die alte Zeit." Er lächelte Versonnen.

Dann wurde er wieder ernster. "Du suchst den toten Leib deiner Göttin hier? Also meinst du eher eine... Kainitin? In Starre? Wie hast du konkret vor dies zu suchen, diese Ansage ist doch reichlich... vage? Aber ja, ich kann mir gut vorstellen euch zu helfen, wenn wir offen miteinander sind.
Ich glaube als Clan könnten wir hier wirklich einiges erreichen, wenn wir uns nur weise verhalten und gut koordinieren... womöglich entdecken wir ja noch einige weitere Gemeinsamkeiten." Wieder dieses einnehmende Lächeln, hatte der Salubri Ahnungen?
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Mi 6. Sep 2017, 18:51

Amalia sah Gaius bei seiner Entkleidung zu und wartete, bis dieser ebenfalls ins Wasser stieg, ehe sie wieder anfing zu reden. "Nun werter Gaius ... euer Erzeuger hat Geschmack. Ich weiß nicht wonach ich suche, vielleicht ist es auch einfach nur ein Haufen Knochen ... aber die Herrin sehnt sich nach ihren Jüngern soviel steht fest. Dies ist die Vision die Sofia hatte "Pochen, blutiges Pochen im Dornenkranz. Heiß träufelt Blut hinab, benetzt das Strauchwerk. Nichts ist grausamer und gütiger. Keine Umarmung segenspendender als die der Stacheln, die sich ins Fleisch der Dienerin der Göttin graben, Gnade und Weisheit bringen. Alles verschwimmt in Blutrausch. Dicke heiße Tropfen rinnen die Kehle der Treuen hinab. Nebel steigt auf. Die Nacht nimmt, wandelt und gebiert. Aus ihr steigt eine Landschaft. Warm ist sie, Gebäude schälen sich aus dem Dunst. Die Umrisse einer Kirche. Zimmermannswerk und doch der blutigen Mutter geweiht. Fremde Zungen schreien nach ihr. Betteln um Erlösung. Dort wird sie kommen, die Zeit der segensreich Zornigen, die aus ihrem Reich vertrieben wurde, um den nach Verdamnis Gierenden die Welt zur Vernichtung zu überlassen. Hier werden sie, die leidgeprüften, die verlassenen Kinder der Herrin Heil finden. Ihren Schutzbefohlenen ein Zuhause bereiten. Hier wünscht die gebärende Verschlingerin ihr Heiligtum. Denn hier in den mondbleichen Zähnen wurde ihr Leib, das letzte Mal erdolcht und im Staub verscharrt. Hier wacht er über seine Töchter" vielleicht könnt ihr ja damit was anfangen." Dann blickte sie den Salubri direkt an. "Was für Gemeinsamkeiten sollten wir denn noch haben?" Dann fuhren ihre Augen seinen Körper hinab und blieben auf der Verwundung liegen. "Was hat euch diese Narbe zugefügt? Hat euch diese Verwundung das Leben genommen?"
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 6. Sep 2017, 20:55

Gaius staunte bei dieser immensen Prophezeiung nicht schlecht, selbst Angelique hatte bisher keine solch immensen Worte hervorgebracht. Verstehen konnte er nicht viel, Verknüpfungen feststellen... "Sie spricht von selbst zugefügtem Schmerz und der daraus gewonnenen Klarheit.... Vom Blut, dass die Anhänger der Göttin trinken, Kinder der Nacht, von einer Zeugung, nicht wahr? Erst wird das Blut geraubt, dann wandelt der Tod und schlussendlich gebiert unser blut einen Kainiten. Aber wie kommt man von einem Kainiten zu einer Landschaft, die daraus steigt? Eine Stadt eher?
Eure blutige Mutter... sie könnte unsere Prinzessin sein? Sie hat dieses Land für uns, nun fast gemacht." Gaius schmunzelte. "Und sie will eine Kathedrale. Gott, der Jungfrau gewidmet, aber im Kern doch auch ihr... in dieser Kirche, da singen sie Loblieder für die Heilige Mutter Maria...
Doch dann. Diese Dystopie? Feinde die über uns kommen?" Er schauderte, noch mehr? Oder die Prinzessin, wenn sie zurüpck kehren würde... aber dann wären sie die segensreichen Zornigen, die in zukunft Vertreibung vor sich hätten....
"Aber es könnte sich auch einfach auf einen Ort beziehen, an dem ihr euren Kult errichten sollt... und nun... sie könnte in Starre gestochen und hier beerdigt liegen. Oder an dem Ort an den ihr sollt, es muss ja nicht Genua sein." Gaius wog den Kopf hin und her. "Aber wieso wacht ER über SEINE Töchter? Und wo sind diese mondbleichen Zähne, das ist doch der Ort den ihr SUcht? Ihr kamt ihr auf Genua... nicht der erste Ort an den man von Albanien aus denken würde?"
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Fr 8. Sep 2017, 13:37

Amalia nickte und verfolgte die Worte des Clansbruders mit großem Interesse. Dann sagte sie gedankenverloren und immer noch die Narben betrachtend "Ich weiß es nicht werter Gaius. Aber fest steht, ich werde sie finden und meine Mission ausführen. Aber ihr habt mir noch nicht meine Frage bezüglicher dieser faszinierenden Wunden beantwortet. Seid ihr daran gestorben, so wie einst ich? Und was vermochte es solche Wunden zu schlagen?" Dann grinste sie und blickte ihrem Bruder wieder ins Gesicht. "Solche Dinge faszinierten mich schon immer ... und ... ich bin immer offen für neue Geschichten. Schließlich ist die Nacht noch jung und das ist nur die erste von ein paar Fragen, welche ich euch stellen möchte werter Bruder."
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 8. Sep 2017, 15:56

Gaius zögerte, er hatte die Geschichte nicht viel erzählt, aber sie war seine Clansschwester und ihre Sprache für außenstehende nicht verständlich. "Ja. Diese Wunden waren gewissermaßen mein Tod. Mein Erzeuger ist Heiler, er könnte mich also heilen statt zu zeugen, wie es bei dir der Fall zu sein scheint... womöglich gibt es deswegen wenige unseres Clans, da sie oft nicht aus Unfall zeugen - sondern nur gezielt." Er schmunzelte.

"Um ehrlich zu sein, nun gut, ich werde es dir in Diskretion erzählen...
Diese Waffen waren verflucht, die mich trafen, sie teilten Schläge von Gift und Galle aus... mein Erzeuger konnte zwar den Blutfluss heilen, nur die Narben wären geblieben, aber das Gift...
Ja. Diese Wunden sind es, die mich zu dem gemacht haben... was ich bin. Die dazu beigetragen haben."
Er seufzte.
"Von wunderschönen und vernichtenden Frauen geführt... tödlich... von schrecklichstem aber wahrhaft ungewöhnlichem Schmerz." Er schüttelte sein Haupt wie unter Gänsehaut.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Fr 8. Sep 2017, 16:35

Amalia lauschte fasziniert den Worten Gaius und als er von "wahrhaft ungewöhnlichem Schmerz" erzählte weitete sich ihr Auge. Es war zwar grauenvoll doch in ihren Augen auch wunderschön. Das Gebilde der Narben und der daraus resultierende Schmerz - köstlich - Sie neigte ihr Haupt, ehe sie ihre sanfte Stimme erhob: "Ich danke euch für eure Offenheit, werter Gaius. So werde auch ich es als Geheimnis waren." Dann stand sie auf und stellte sich vor ihrem Bruder, sodass er sie betrachten konnte. Ihr Körper war für eine Frau außergewöhnlich muskulös und auch durchaus wohlgeformt, wären da nicht die unzähligen entstellenden Narben. "Nun werter Bruder. Ich will euch die Geschichten hinter meinen Bedeutendsten erzählen, da es zu lange dauern würde, alle aufzuzählen." Sie lächelte und langsam glitten ihre Finger zu den dutzenden Narben über und mit einem Schnitt schon auf ihrer Brust. "Diese Narben ... stammen von mir. Es ist eine Art Ritual ... oder ein Zwang ... jede von ihnen repräsentiert und erinnert mich an eines meiner Opfer. Zumindest an die die gestorben sind." Sie hielt kurz inne und versank in Erinnerungen. Dann gingen ihre Finger weiter zu ihrem Hals. "Hier hatte man versucht mich im Schlaf zu ermeucheln, nur dumm das der Entflohene nicht wusste, das das nichts bringen würde. Aber eine der wichtigsten ist diese." Neben den "Zählnarben" war eine weitere auf der Brust der, nach außen hin, so jungen Salubri. Sie glich in ihrer Form dem Kreuz der Christen und lag genau an der Stelle, wo ihr Herz saß. "Diese Narbe, nahm mir mein Leben und führte mich in die Arme Saulots."

Sie schwieg kurz und setzte sich dann wieder neben ihren Bruder. Es herrschte kurz Stille, ehe sie wieder anfing zu reden. "Nun, werter Gaius. Würdet ihr mir die Ehre erweißen und mir sagen, wo ich den Prinzen dieser Stad finde? Ich würde mich gerne vorstellen." Sie lächelte freundlich und blickte auf das stille Wasser.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 8. Sep 2017, 16:49

Gaius musterte die Verletzungen der Frau interessiert... selbst zugefügt, doch schon einige Tote, aber nicht extrem. Sie musste jung oder doch viel gnädiger sein, als erwartet... wenn er alle durch ihn verschuldeten Toten aufzählen müsste... das wäre kein Spaß. Die Last der Verantwortung und der Führung.

"Das heißt, jenes Kreuz dort, hat dir dein Ghul zugefügt?"

Kurz wog Gaius den Kopf hin und her.
"Nun, was das angeht... Bist du nun meine Verbündete in diesen Kriegen die da vor der Türe stehen? In Verantwortung uns beiden Gegenüber, Loyalität als Clan, Dienstbarkeit für die Domäne und Diskretion als Partner?"

Auch Gaius erhob sich noch einmal und reichte Amalia dann die Hand hin, ihr Bündnis mit Worteskraft zu besiegeln.
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Re: [1002] Sechs Augen sehen auch nicht mehr als Vier (Amalia)

Beitrag von Amalia » Fr 8. Sep 2017, 17:15

Amalia lachte kurz und doch irgendwie freundlich und warm. Es war ein schönes Lachen, welches nicht zu ihrer sonstigen Erscheinung passen wollte. "Nein werter Gaius ... gestattet Frage, ohne euch zu beleidigen. Würde es euch etwas ausmachen, wenn ich "du" zu euch sagen würde und das werter auch meistens weglassen würde. Zumindest wenn wir unter uns sind? Und Nein mein Ghul fügte mir diese Wunde nicht zu. Der fette Priester und Kinderschänder war es. Seine Dienerschaft ist eher ein zweites Leben." Sie blickte dem Bruder lange in die Augen. Lange und durchdringend. Dann erhob sie ihren Leib nahm seine Hand und fasste sie überraschend fest. Fester, als man bei ihrer sonst schon recht starken Statur gedacht hätte. "Nun Gaius. Ich werde euch als Leibwache dienen. Doch wird meine Loyalität immer zu der großen Mutter gehen. Ich werde für Genua einstehen, doch wenn es mir zu Heikel wird oder ich merken sollte, dass der Kult bedroht wird, werde ich mich zurückziehen. Doch sagt mir erst, bei wem ich mich vorstellen kann."

Dann guckte sie ihn ernst an. "Und ich werde nicht öffentlich dem Krieg beiwohnen. Ich werde eure Leibwache sein und euch nicht von der Seite weichen. Ihr deckt mich und ich decke euch. Aber ich werde nicht ohne euch in irgendwelchen Schlachten oder Gefechten kämpfen. Wenn euer Haus brennt, werde ich mich um meine Leute und euch kümmern. Eines solltet ihr noch wissen. Ich kämpfe nicht Ehrenvoll ich bin keine große Kriegerin. Ich finde Leute. Ich foltere Leute. Ich töte Leute. Und Vampire gelten in meinen Augen wesentlich mehr als Menschen. Wenn ich also vor der Wahl stehen würde einen Kainiten oder 20 und mehr Menschen zu retten, so werde ich den Kainiten wählen. Das solltet ihr bedenken, bevor ihr mich ins Boot holt."
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