[1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

[August + September '17]

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Gaius Marcellus
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Re: Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 18. Aug 2017, 14:48

Gaius nahm die Worte des Lasombra langsam auf, sie waren in der Tat etwas enttäuschend, aber zugleich zeigten sie auf, dass alle in gleichem Maße unwissend waren... oder schienen.

"Wir nehmen wohl, was wir kriegen können." Lächelte er düster.
"Bereitet ihr Quinto denn als Landeplatz für Venedig vor? Dann müsst ihr ja zumindest die Option erwarten. Wenn ja... werden wir auch Venedig den Einzug in die Stadt ermöglichen?" Beantwortete er ruhig die erste Frage des Lasombra.

Seine Korretur zu Mailand nahm Gaius nickend entgegen. "Die Furcht vor den Sachsen teilen wohl auch die Höfe der Liebe." Damit beließ er es auch.

"Was das Innere angeht... die Höfe der Liebe fürchten aber ebenso eine Übermacht der Lasombra in Italien, die Domäne unter deren Einfluss zu stellen, sie an sie zu verieren... wird uns also womöglich dort eine Feindschaft eintragen... sollten sich die fremden Mächte zu intensiv in die inneren Angelegenheiten mischen oder gar eine Kontrolle wie der Seneschal aktuel ausüben.
Ihr sagt ihr glaubt sie werden die Strukturen nicht zerschlagen, habt ihr vor ihnen so viel Einfluss zukommen zu lassen? Wünscht ihr gar, dass sie Einfluss auf die Domäne in diesem Sinne nehmen... nicht unbedingt die Strukturen zerschlagen, aber neu ordnen?
Ich spiele immer wieder die Gedanken zur kriegerischen Auseinandersetzung durch... und eine zentrale Frage beibt: wenn wir die Etrusker schlagen, müssen wir fremde Mächte in unsere Stadt lassen?
Das Geiche gilt auch für unsere kainitische Ordnung... " Er sah die beiden an, ein wenig verständnissuchend.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Ilario » Mo 21. Aug 2017, 10:05

Ilario lächelte bitter als er an jene Nächte dachte da Quinto al Mare noch wichtig und geheim erschien. Wer auch immer die Kunde an Maximinianus weiter getragen hatte, hatte im weitestens Sinne Aurore hintergangen. Unwichtig momentan jedoch. "Quinto sollte Landeplatz sein, ich habe zusammen mit dem Allesfresser damals die Eignung des Ortes dafür begutachtet. Im Auftrag unserer höchstverehrten, geliebten Lehnsherrin. Mit ihrem Verschwinden wurde dieser Plan jedoch obsolet oder zumindest auf Eis gelegt.
Sollte Venedig, wider Erwarten, wirklich kommen würde ein Einzug in die Stadt nur zu unseren Bedingungen in Frage kommen. Wir müssten auch abwägen was der Wille unserer Herrin wäre. Dies gilt ebenso für Mailand. Eventuell werden wir fremde Mächte in die Stadt lassen müssen... Ohne sie haben wir keine Chance gegen Sizilien. Besser wäre natürlich sie würden außerhalb lagern. Ebenso dürfen wir unseren Verbündeten nicht vermitteln, dass wir sie draußen vor den Mauern bluten lassen und uns hinter den Mauern verschanzen."


Als Gaius über die Höfe der Liebe sprach und das politische Gleichgewicht Norditaliens sprach, schüttelte Ilario sein Haupt. "Es geht um Genua für die Höfe der Liebe, ich denke sie wollen ihren Außenposten nicht verlieren. Die Lasombra wollen vor allem den Staus Quo erhalten und verteidigen sich. Und selbst wenn Genua an den Mailänder Bund oder auch Sizilien fallen würde, was ich zu verhindern gedenke, würde es noch immer keine Übermacht der Lasombra geben. Vielmehr sind in den letzten Jahren unzählige Domänen an die sächsischen Ventrue und ihre Verbündeten gefallen.
Um nun den Bogen zu eurer Kernfrage zu schließen: Ich hoffe dass wir keine fremden, weltlichen Mächte in die Stadt lassen müssen. Kainitische vielleicht, aber hoffentlich nur vorübergehend. Einen Botschafter vielleicht oder ähnliches... Im Bilde über solche Pläne sind wir jedoch nicht. Was mit den bestehenden Strukturen geschieht ist denke ich davon abhängig ob es gelingt die höchstverehrte Prinzessin zurück auf den Thron zu bringen. Rechtzeitig. Denn egal wer siegreich ist, Ethrusker, Mailänder oder Sizilianer am Ende... Ein neuer Prinz würde die Domäne neu gestalten. Daher können wir dahingehend auch nicht viel planen. Nur alles tun um dies abzuwenden."


Wieder wartete Ilario und gab dem Salubri Zeit um alles zu verarbeiten ehe er selbst zu seinen Fragen kam. "Da ihr hier noch steht scheint Maximinianus euer Doppelspiel nicht zu durchschauen. Was habt ihr bezüglich seiner Pläne erfahren können beziehungsweise über die Pläne der Ethrusker? Und meint ihr er ahnt etwas, hat einen Verdacht gegen euch?" Er beobachtete Gaius genau, suchte nach Anzeichen von Täuschung und nach anderen... war vielleicht sein Geist schon beeinflusst? Gab es Zeichen unterdrückten, kämpfenden Willens?

"Weiterhin erwähntet ihr in der Botschaft mögliche Absprachen an denen euch gelegen sei? Was genau meint ihr damit, habt ihr da konkrete Vorstellungen?" Auch wenn Ilario großen Plänen abseits des Überlebens und dem Großen Ziel eher abgeneigt war, für persönliche Absprachen galt dies vielleicht weniger.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 23. Aug 2017, 16:25

Gaius nickte zu Quinto. "Der Seneschall hat euch damals gegen den Brujah unterstützt... aber jetzt wird dieser dort wohl das Sagen haben. Allerdings ist Ajax meines Erachtens nach ebenso auf der richtigen Seite und gewillt die Pläne ihrer Majestät dort zu erfüllen. Solange in Quinto diese Seuche herrscht, kann dort sowieso niemand wirklich regieren... und die Seuche lässt sich scheinbar nur durch meine Gaben heilen. Wir sollten uns da also nicht so viele Sorgen machen und auch keinen weiteren Streit provozieren lassen..." Beim Gedanke an die Beherrschung des Brujah schüttelte Gaius den Kopf.

"Sachsen und Pariser sind keine Verbündeten, sie scheuen sich sogar. Daher fürchten die Höfe wohl sehr wohl ein Problem des Gleichgewichtes zu ihren Ungunsten, auch durch Hardestadt. Wenn wir nicht noch eine Invasion aus dem Frankenreich fürchten wollen, sollten wir also wirklich tunlichst ausländischen Einfluss auf Botschafter und Sondergesandte reduzieren und nach Möglichkeit Truppen auserhalb belassen." Gaius nickte, alles andere wäre so ungleich komplizierter.

"Was Maximinianus angeht... ich kann den Mann nicht einschätzen, er wollte mich bereits mit den zwei Fieschli-Senatoren in Domus, der Stadtgarde und weiterem Einfluss dort, sowie dem Amt des Blutvogtes kaufen." Man merkte, die Ideen gefielen Gaius offensichtlich. "Ebenso handelt er mich als Marschall der Domäne." Gaius wog den Kopf hin und her, in seinen Augen gab es dazu eh keine Alternative. "Man könnte nun denken er versucht mir zu schmeicheln und mich zu kaufen, wenn er von der Intrige wüsste, wäre das auch mehr als passend... zugleich aber hat er mir massiven Widerstand bei meinen Bestrebungen die Garde vorzeitig zu übernehmen entgegengesetzt, misstraut meiner Vertrauten Seinfreda weiterhin sehr öffentlich und derartiges... Taten die mich also fortstoßen. Seine Angebote sind auch außerhalb der Intrige sehr passend, ich kann also nciht genau sagen, dass sie eindeutig seien." Gaius hob die Schultern. "Jetzt jedoch wünscht er ein Treffen, auch ein Grund euch herbei zu rufen, es soll in der kommenden Woche geschehen und ich will mich mit euch rücksprechen - denn mir meine Ziele knapp vorzuenthalten und mic hdamit auf ein Treffen zu locken wäre wiederum sehr passend... abererseits ist dises Treffen auch ohne die Intrige zu durchschauen nichts ungewöhnliches, er muss seine Strategie mit mir besprechen und verlässt seine Sicherheit nicht dafür." Gaius seufzte, für beide Seiten sprach so viel...

"Ich würde dieses Treffen per se gern wahrnehmen, es nicht zu tun wird kaum erklärbar sein, jedoch erscheint mir die Gefahr immens... wenn ich dort hin sollte, hoffe ich, dass wir zusammen die maximalen Sicherheitsvorkehrungen treffen können und bin dafür bereit einiges zu tun..." Gaius seufzte erneut.

"Da sind auch die Punkte zu den Etruskern, er will sich wohl meiner Loyalität versichern, ehe er mich in diese Seite des Plans einbezieht... " Oder bei der Audienz warten ein paar noch ältere Etrusker...

Die eigenen Absprachen ließ Gaius erst einmal ruhen, hier war so viel Stoff zur Besprechung... vergessen würden sie sie alle nicht.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Brimir » Fr 25. Aug 2017, 11:38

Brimir schüttelte immer wieder den Kopf, als es um Maximinianus und dessen Taten und Einfluss ging. Sein Blick sagte dabei durchaus, dass er solches Verhalten vom Ventrue erwartet hatte und seine Ausdruck zeigte keinerlei Überraschung.

"Du siehst, Gaius. Maximinianus unterstützt dich... so lange, bis es nicht mehr in seinen Plan passt. Und dann hat er es auf dich abgesehen. Matteo ist deswegen gefallen. Die Lasombra will er nun am Liebsten aus dem Weg geräumt haben. Was meinst du, wie du enden wirst, wenn er dich zum Marschall gemacht hat? Und glaubst du wirklich, dass er dir das gibt, was er mir nach Jahren der Zusammenarbeit nicht geben wollte, obwohl ich bereit war einen hohen Preis zu zahlen? Ja... ich habe vor meiner Anklage versucht Domus zu beanspruchen, um die Liktoren zu stärken. Und du siehst... wo wir heute stehen."

Der Nordmann hob eine Braue.

"Wenn du zu ihm gehst... bist du Asche... und wir ebenso. Er wird dich zu Dingen bringen, die du nicht tun willst... und dann wirst du uns verraten. Nein... du solltest nicht zu ihm gehen... ... und, wenn wir dafür zuschlagen müssen, um das zu verhindern. Lieber verzichten wir auf die Informationen, die er hat, als ihn vor zu warnen."
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Ilario » Mo 28. Aug 2017, 13:49

Unmerklich schüttelte Ilario den Kopf als Gaius davon sprach mit welchen Versprechungen die Schlange von Seneschall den Salubri lockte. Manches davon war so durchsichtig, anderes wiederum verständlich und sinnvoll. Der Ventrue verstand es vortrefflich mit den Erwartungen seiner Opfer zu spielen, einiges würde Ilario sicherlich daraus lernen können.

"Ich stimme zu, besser bleibt ihr dem Treffen fern. Seid nicht erreichbar oder schiebt Gründe vor. Allein an der Tatsache, dass er euch mit dem Amt des Blutvogtes ködern wollte zeigt, dass der wohlwerte Brimir recht hat: Der verehrte Seneschall würde euch jetzt unterstützen, möglicherweise auch mit Versprechungen hinhalten, und nach dem Krieg fallen lassen." Eine etwas längere Pause folgte, ehe der Magister dem Liktor einen gut gemeinten Rat gab und dabei in Richtung von dessen Geleitzug deutete. "Wenn ihr umsichtig bleibt und nicht Maximinianus' Ruf ins Bischofskastell folgt, wäret ihr auch gut beraten im Schutze eurer Feste zu bleiben und eure Besuche in der Stadt, aber auch vor allem in euren Liegenschaften dort zu begrenzen. Das meiste sollte ja auch durch Mittelmänner machbar sein, deren Verlust schmerzlich aber verkraftbarer wäre als eurer."
Nicht auszudenken wenn Maximinianus Gaius alles Wissen um diese Verschwörung entreißen würde. Das Überleben von ihnen allen wäre gefährdet und das aller Bewohner der Domäne, Kainiten wie Menschen.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 28. Aug 2017, 15:51

Gaius nickte. "Wie ihr wünscht, nach eurem Ratschluss will ich ohne weitere große Ideen nicht zu diesem Treffen erscheinen. Unsere Pläne rücken sowieso näher, wie die Mailänder, wenn die Angriffe mich verhindern, um so besser..."

Zu Sicherheitsvorkehrungen sagte er nichts weiteres, blickte nur kurz fragend auf Brimir... hob aber kaum merklich die Schultern.
"Wenn Maximinianus in unsere Hände fällt, was dann? Vernichten dürfen wir, dürft ihr ihn nicht... doch so viele Kontakte und Verwandte er hat, wird uns alles für immer die Feindschaft der Etrusker einbringen? Wir können höchstens auf die Prinzessin hoffen... dafür müssen wir aber mehr Beweise sammeln, oder nicht? Die Belege zum Verrat am geehrten Matteo sind zu dünn, sein 'Verrat' durch die Ankunft der Etrusker wohl ebenso..." Gaius seufzte kurz, eine Ebene die ihn ja kaum betraf... kaum.

"Ansonsten... wir alle gehen ja hohe Risiken ein, es ist unsicher, wo wir landen und wer auf welcher Strecke liegen bleibt oder nach vorne katapultiert wird." Auch wenn die Chance mancher dazu wohl höher war, als anderer.
"Brimir und ich begannen bereits grundsätzlichste Absprachen... mir ist natürlich bewusst, dass man einen Kuchen nicht verteilt, ehe er.. eh... gebacken ist. Dass unsere Situation eher hochgradig chaotisch ist. Aber grundsätzliche Interessensbekundungen und Unterstützungen sind sehr wohl auch im Vorfeld machbar, denn es wird öfter die Situation geben, wo die Entscheidungen des Einzelnen das Wohl und die Interessen aller betreffen und wir dürfen uns, wenn die Schlacht erst mal tobt, nicht mehr nur um unsere eigenen Felle kümmern oder gar um diese fürchten... wenn wir also ein paar grundsätzliche Absprachen haben, können wir alle sicherer aufeinander blicken - nicht wahr?" Kurz blickte er zum Liktor, dann zum frischgebackenen Vasall.
"Meine Interessen sind klar, menschlich wie kainitisch ist es Domus, dass ich mit den Meinigen zu besiedeln gedenke und nicht zu teilen interessiert bin. Menschlich der Orden zur Erfüllung meines Schwures und Interessen. Kainitisch mein Amt oder Vergleichbares.
Einfache Ziele zu denen ich dennoch hoffe Sicherheit von meinen Verbündeten zu erlangen - denn für unsere Missionen werde ich sie alle immer wieder riskieren und angreifbar machen müssen." Und diese in Kauf genommenen Lücken wollte er nicht ausgenutzt sehen. Sonst könnte der Liktor sie kaum anbieten und daher unmöglich voll effizient agieren.

"Euch wird es sicher ähnlich gehen... Bei Brimir wohl offensichtlicher, eure Interessen und Liegenschaften kenne ich nicht, werter Ilario - bisher haben sie keine großen Wellen geschlagen, aber ihr seid auch erst kurz in der Domäne, aber auch ihr werden Ziele haben? Wie eure schnelle Vasallität ja durchaus anzeigt..."
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 29. Aug 2017, 09:19

"Sollte alles nach Plan verlaufen und wir tatsächlich in der Lage sein den verehrten Seneschall zu überwältigen schicken wir ihn umgehend zurück zu seinen Ahnen. In die Verbannung, hoffentlich. Die Feindschaft der Ethrusker soll uns nicht weiter kümmern, wir handeln sie uns soweiso ein, aber es sollte nichts Persönliches werden zwischen uns und den sehr verehrten Ahnen des Bundes." So äußerte Ilario seine Befürchtungen. Das Kind eines Ahnen zu ermorden wäre nicht nur ein Traditionsbruch den Aurore mit der Vernichtung bestrafen würde, sondern auch allen entfernt Beteiligten den persönlichen Zorn mehrerer Ahnen der Ventrue einbringen würde.

"Was meine Ambtionen angeht und meine... Liegenschaften fragt ihr? Mag sein dass ich erst ein halbes Dutzend Jahre in Genua weil... Dennoch bin ich Berater ihrer höchstverehrten Majestät und bin nun schon doppelt so lange in Genua wie ihr es wart werter Gaius, als ihr Vasall und Liktor wurdet. So jedenfalls ist es in der Chronik der Domäne verzeichnet..." Erwiderte er die kleine Stichelei. So weit er wusste war Gaius unter den Neugeborenen Genuas derjenige der am meisten nach Einfluss strebte und dies, wenn man nach seinem schnellen Aufstieg zum Liktor betrachtete, seit Beginn seiner Zeit hier tat.

"Aber ja, ich strebe nach Höherem. Im Senat könnte ich unserer höchstverehrten Prinzessin, auch in meiner Funktion als Berater, am besten dienen. Mein Interesse liegt seit Anbeginn meiner Zeit in Genua vor allem in Mascarana. Dort sind die Menschen denen ich in ihren dunkelsten Stunden beistand... Also keine Sorge, in Domus werde ich euch nicht in die Quere kommen." Manches war dem Salubri sicher schon bekannt gewesen oder er hatte es vermutet, jedenfalls legte Ilario dies nun offen und wartete ab inwieweit Gaius dies aufnehmen und eventuelle Absprachen in Erwägung ziehen würde.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 29. Aug 2017, 13:40

Gaius nickte. So in etwa hatte er es sich vorgestellt. Dann schmunzelte er, Ilario hatte sich informiert? Über seine Ankunftszeit? Interessant.
"Mondsenat für Mascarana?" Gaius nickte zustimmend. "Gedenkt ihr dieses zentrale Sestiere in der Art unter eure Kontrolle zu bringen, wie andere es in ihren Sestiere und Ortschaften tun? Oder eher lockerer, wie es beim Seneschall den Anschein machte, unter dessen Regide viele Kainskinder in dem Sestiere vertreten waren?" Dabei blickte er fragend in Richtung Brimirs, dachte wohl auch an sich selbst und gar Godeoc. "Das Sestiere könnte für viele Kainiten der hohen Clans von großer Bedeutung sein?" Fragte er sanft.

"Wie meint ihr das mit den Menschen - eine spannende Aussage... heute haben wir wohl nicht die Zeit philosophische Gespräche zu halten... aber eure Meinung dazu interessiert mich, entweder heute oder in der Zukunft." Das Lächeln war ebenso sanft.

"Ich werde mehrfach an entscheidenden und nicht gut zu verschleiernden Positionen stehen, meine Abkehr gegen den Seneschall wird vermutlich nicht gut zu verschleiern sein, eventuell muss ich absichtlich eine Niederlage hinnehmen, um unseren Plänen zu folgen... mehrere prominente negative Positionen." Gaius war sich dieser Situation sehr bewusst, er wirkte traurig darüber, aber zweifelte die Nötigkeit dieser Schritte nicht an. "Dennoch hoffe ich auch nach einem aufopferungsvollen Kampf weiterhin Karriere und Genua zu machen...
Zugleich stellt meine Position mich an Stellen, an denen ich wenig mit unseren neuen Freunden in Kontakt kommen kann, wenig meine eigenen Interessen ihnen gegenüber vertreten kann, wenig öffentlichkeitswirksam positiv agieren kann.
Ich vertrete eure Positionen auf dem Schlachtfeld, werter Lasombra. Ich erhoffe mir, dass ihr meine Positionen auch aktiv auf dem Felde der Diplomatie vertretet.
Natürlich nicht zentral, keiner von uns wird über seine Positionen zentral verhandeln aktuell." Er lachte bei dem Gedanken. "Aber wenn dann irgendwann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, an dem die richtigen Personen wissen müssen, dass wir hier gemeinsam agiert haben... in der es um die Zukunft der Kainiten dieser Domäne geht... da hätte ich gerne auch euch als Vertreter im Worte, wo ich ein Vertreter in der Tat bin. Mehr nur als eure Nichteinmischung in eine meiner Interessen." Gaius pausierte kurz, setzte dann aber noch einmal an.

"Und auf dass wir in Zukunft die Lücken, Peinlichkeit und Blößen die wir uns für diesen Kampf geben nicht gegeneinander verwenden... auch dies wäre mir ein Bedürfnis."
Sich eines Nachts Vorwürfe der Loyalitätslosigkeit gegen den Seneschall von einem seiner Kumpanen anzuhören, war eine grausame Vorstellung des Liktors.

"Was sagt ihr dazu?" Brimir hatte ähnliches bereits angefangen zuzusprechen.
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 29. Aug 2017, 14:31

"In Mascarana gedenke ich es ähnlich locker zu handhaben wie der verehrte Seneschall. Natürlich werde ich Gleiches mit Gleichem vergelten, jemand der in dem Siestri welches er oder sie vertritt restriktiv handelt wird dies ebenso erfahren. Die Bedeutung dies Mascarana für angehörige aller Clans hat entspricht der des euren denke ich. Falls ihr auf das Abkommen zwischen wahlweise dem wohlwerten Liktor Brimir oder aber den Liktoren und mir, ich bin nicht sicher inwieweit ihr dies intern geklärt habt, hinauswollt. Ja, diese Abmachung gilt." Es schien recht spannend und vielsagend ob die Liktoren eingeweiht und eins waren oder nicht.

Betreffend Gaius Nachfrage zu den Menschen erwiderte Ilario dessen Lächeln und sprach
: "Gern, ein philosophisches Gespräch zum Umgang mit den Menschen im Hinblick auf unsere gewählten Via und der Vereinbarkeit mit unserem Selbstverständnis käme mir in ruhigeren Zeiten sehr gelegen. Ich freue mich darauf ein solches Gespräch vielleicht bei einer elysiären Feier nach dem Krieg?"

Der Magister vollführte eine zustimmende Geste, er konnte Gaius Bedenken sehr gut nachvollziehen. Schließlich spielte er das Spiel selbst auch ohne Netz und doppelten Boden. Absprachen im Rahmen ihrer Möglichkeiten wärebn also denkbar und wünschenswert. Eine Richtung aus der die Gefahr weniger kommen könnte ließe mehr Raum zum Angriff in die gewünschte.

"Ich verstehe dass ihr nach mehr strebt, aber behaltet im Auge wann es genug ist. Wann sich die Kainiten der Domäne gegen euch wenden. Ist euer Amt als Liktor, euer Einfluss in der sterblichen Welt und Domus denn nicht genug? Wenn nicht, was ist es das ihr begehrt? Ihr seid ein Verbündeter, im Rahmen von Möglichkeiten und Vernunft stehe ich euch gern zur Seite, so wie auch ich es mir von euch erhoffe. Auch werde ich niemandem vorwerfen gegen den Seneschall gehandelt zu haben."


Ilario dachte kurz an kürzliche Briefwechsel und beschloss Gaius einen guten Rat zu geben. Es gab mit Gewissheit Kainiten in Genua die sich um solche Dinge Gedanken machten.

"Und achtet auf euren Rücken, jene die ihr jetzt Freunde nennt und andere freiheitlich orientiertere Kainiten werden euch Tyrannen schimpfen wenn ihr so sichtbar nach immer mehr strebt."
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Re: [1002] Konspiratives Treffen [Gaius, Brimir(?), Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 29. Aug 2017, 16:25

Gaius lächelte. "Nein, ich habe nicht vor, nach immer mehr zu streben.
Das Bestehende soll vertieft werden.
Amt, Sestiere und Revier.
Und ich hoffe, meine freiheitlichen Verbündeten werden mich durch mein Verhalten nie als Tyrannen wahrnehmen." Gaius hatte seine eigene Politik, noch hatte diese sich selten ausgezahlt, womöglich war sie zum Scheitern verurteilt, dann war er eben der selbe Träumer wie Ramon, womöglich würde es aber auch anders kommen.

"Um zu konkretisieren: Ich will weder mein Amt verlieren, noch einem Übergeordneten unterstellt werden." Damit bezog er sich wohl auf Angebote für andere, wie das des Seneschalls an ihn, ihn zum Blutvogt zu ernennen, daran war Gaius sicherlich auch interessiert, aber er erwähnte es nicht weiter... oder womöglich doch nicht?

"Und in Domus gibt es nach des Seneschalls Wegfall eine Lücke, die ich nicht von anderen Kainiten geschlossen sehen will." Der Konflikt hier wäre unangenehm.

"Eure Zusage bei diesen Themen niemanden gegen meine Interessen zu unterstützen und selbst nicht aktiv zu werden, wäre mir willkommen.
Aktive Unterstützung natürlich auch Dankbarkeit wert." Dabei schloss er Brimir wohl mit ein, dazu hatte dieser noch nie etwas gesagt. "Sollte euer höchstwerter Erzeuger selbst oder derartiges euch zu gegenteiligem Zwingen... kann man immer über Möglichkeiten verhandeln." Beschwichtigte er zum Schluss, zwar war Gaius von derartigen Sicherheiten wenig angetan, aber er hatte gemerkt, dass die anderen aus den hohen Clans diese Perspektive immer gern berücksichtigt sahen.

Dann blickte er die beiden anderen Kainiten an, ob sie ähnlich konkret werden wollten? Neben der Absicherung die Zusammenarbeit nicht gegeneinander zu verwenden, könnten ihnen derartige Absprachen die nötigen Sicherheiten gewähren ohne zu tief zu greifen und sie handlungsunfähig zu machen - so hoffte zumindest Gaius.
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