[1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

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Gaius Marcellus
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 28. Aug 2017, 16:57

Gaius wog den Kopf hin und her während er sich setze und seine Gäste einlud das gleiche zu tun.
"Die biblische Humanitas? Die Liebe zum verlorenen Sohne? Zum Zöllner? Zur Hure?" Der Liktor nickte. "Keine leichte Aufgabe auch die menschen zu lieben, die sich gegen uns und unsere Schutzbefohlenen vergehen... in gewissem Maße versuche ich auch dies. Meine Hilfe gilt vor allem denen, die sich nicht selbst helfen können, dies ist aber nicht nur das unschuldig arme Volk. Vor allem der Abschaum und die Ausgestoßenen sind es, die dieser Hilfe wirklich bedürfen und die sie auch erhalten... Caritas beruht auf Liebe zu Gottes Geschöpfen. Doch wenn die Pflicht uns ruft, müssen wir auch bereit sein den Einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft zu Opfern - uns selbst einbegriffen.
Ich sehe meinen Pfad wohl wneiger als den eines Freundes, nein, eher den eines Vaters... der seinen Clan unter sich hegt und pflegt, aber auch richtet und leitet - wie es der himmlische Vater, wie es die alten Väter des Volkes Juda taten, ja wie es selbst Kain tat. Aber auch ein strenger Vater liebt den Sohn den er straft, den Sohn, den er in den Krieg schickt und den Sohn, den er auf die Felder ziehen lässt... er selbst tut es ihnen ja gleich.
Fremdbestimmung? Ein seltsames Wort... sind deine eh... Gefährten denn frei? Könnten sie jederzeit gehen, wenn sie wollten? Werden nicht auch einige von ihnen durch Blut an dich gebunden und verlieren so die freie Entscheidungskraft? Ein guter Herr übt Fremdbestimmung aus, doch ein guter Herr wird dabei von seinem Volke anerkannt und angenommen... es ist sein Recht aber auch seine Pflicht zu bestimmen und für die Seinigen zu sorgen. So wirst du es doch sicherlich auch tun? Womöglich bist du per du mit den deinigen... aber im Kern?" Gaiust hob die Schultern, wie sollte es auch anders sein, außer tyrannisch.

Wenig später hatte ein Knappe eine Platte angetragen und vor die beiden Gäste gestellt, jeweils gab es Brot, Käse, Wurst und feinen weißen Wein. Gaius konnte nur sehnsuchtsvoll daneben sitzen, doch dies mit Würde, ließ er sich diese kleine Qual des Vampirseins doch selten entgehen.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Ramon
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Ramon » Mi 30. Aug 2017, 00:10

Ramon wog sorgfältig ab, was der Ritter zu sagen gedachte, und was wiedereinmal nur seiner unterbewusste Botschaft war, die er vermutlich während seiner Ausbildung diktiert bekommen hatte, ohne zu hinterfragen. Bevor er jedoch antworte begann er für die am Tisch sitzenden das Brot zu brechen, und den Weinkrug umherzureichen. Er gab sich dabei die beste Mühe, wie einer der Ritter zu wirken, kam den routinierten Handgriffen die die Krieger an Krüge und Weinbecher setzten jedoch noch nicht vollends nach. Größere Peinlichkeiten blieben ihm jedoch erspart, sodass er sich nach der Sättigung wieder ganz dem Gespräch mit Gaius widmete

"Caritas auto Caritatam" wohlwerter Liktor, Hilfe durch Selbsthilfe ist das Stichwort.

Selbst der geringste der Sethskinder geht Wege die uns verschlossen wurden. Wenn ihr den Bedürftigen helfen wollt so fragt stehts "Quid opus est" Was wird benötigt ? Ihr unterschätzt die Menschen wenn ihr denkt, sie wären nicht fähig sich selbst zu helfen, Wir sind der Mörtel, der die Steine zusammenhält, und doch würden sich die Steine auch ohne unser zutun in Richtung Himmel stapeln. Wenn ihr euch doch als Vater begreift, was ist der Moment indem ihr eure Kinder als Erwachsen anseht ? Als Wesen die euch ebenbürtig sind, und sich doch in Wesentlichen Punkten von euch unterscheiden ? der Fehlschluss liegt doch grade in der Behauptung, das WIR bereit sein müssen, den EINZELNEN zum Wohle der Gemeinschaft zu opfern. Nicht wir müssen bereit sein, den Einzelnen zu opfern, sondern der einzelne muss durch sein Leben in Gemeinschaft bereit sein, notfalls für die Gemeinschaft das Martyrium auf sich zu nehmen, Ist doch diese Stoffliche Welt ohnehin das Werk des Demiurgen. Die Prüfung der Weltlichen Existenz gelingt auch uns nur, wenn wir uns mit den Menschen zusammentun. Allein Massinias ist es zu verdanken, das wir in diesem Ziel wohl um Jahrtausende zurückgeworfen wurden. Doch wer kann schon genau sagen, wann die nächste Saat Wurzeln schlägt. Die meinen sind sich im vollsten Bewusstsein über ihre Bedeutung für mich, und ich bin mir im vollsten Bewusstsein über meine Aufgaben. Es gibt nur einen guten Herrn, und was denkt ihr, warum er sich nicht tätlich in unserer Welt äußert ? er hat erkannt das die reinste Form der Herrschaft, die Herrschaft ohne Vollzug ist, so halte ich es auch. Werden Bitten an mich herangetragen so nehme ich mich ihnen an, ebenso wie meine Bitte nach Vitae von den meinen erfüllt wird, und ich der Gemeinschaft als eine Art Sprecher diene.


Interessiert sah Ramon in die Gesichter seiner Sitznachbarn, welche Emotionen wohl dort zu lesen waren ? jedenfalls würde er Gaius freundlich aber bestimmt anlächeln, ehe er das Wort an einen seiner Ritter wenden würde.

"Quid opus est ?" Was benötigst du ? was zeichnet dich aus, was macht dich zu einem würdigen Mitglied des Ordens ? Ich will mehr erfahren über die Beweggründe eines Jungen Mannes, sich einem Orden wie diesem anzuschließen. interessieren würde mich selbstverständlich auch, wie du zu denen stehst, die der wohlwerte Gaius Marcellus und meine Wenigkeit repräsentieren. Beeinflusst dich unsere Gegenwart ? Beeinflussen wir dein Verhalten ? Würdest du sagen diese Gemeinschaft bringt dich als einzelnen dazu, für sie das Martyrium auf dich zu nehmen ?

Gespannt wartete Ramon auf die Antwort, die Nacht war sicherlich schon gegen Mitternacht geneigt, Zeit also die tiefgründigen Gespräche zu beginnen, die ihm in Zukunft helfen würden, die Felder zu bestellen.
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

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Gaius Marcellus
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Gaius Marcellus » Mi 30. Aug 2017, 12:34

Nach Ramons erster Ausführung antwortete im Gaius, der Kainit.
"Deine Konklusion ist so interessant wie hochmütig, Ramon. Interessante Mischung, wohlgemerkt.
Sind wir der Mörtel? Wer weiß... womöglich sind wir auch nur eine Pest, oder ein engelsgleicher Segen, oder beides... klar ist, dass wir sind. Wir sind nich wegzudenken, wir sind Teil dieser Welt und wir beeinflussen sie mit. Und wir sind vielseitig, individuell, zu machtvoll um uns gegenseitig wirklich zu kontrollieren... das heißt es wird immer die Tyrannis und den Terror einzelner unserer Art geben - also muss es auch die Caritas und Schutz anderer unserer Art geben." Er lächelte sanft.
"Ich weiß nicht ob ein Vater seine Kinder je wirklich ziehen lässt, aber ja, da endet das Bild wohl, es gelingt nur eingefroren in der Zeit, wie wir... wir nehmen unsere Blutdiener und andere nicht auf, nur weil wir ihrer Entwicklung helfen wollen, sondern um sie Teil einer größeren Entwicklung machen zu wollen, womit ihrer Entwicklung geholfen werden kann.
Aber nimmst du die deinigen aus dem einzigen Zweck der Selbstentwicklung auf? Auch du suchst doch Ziele zu erreichen. Hast dir Diener gemacht, weil es opportun war, nicht weil sie es wirklich wollten..." Gaius hob die Schultern, doch nur leeres Gerede des Brujah?

Nach ramons zweiter Ausführung jedoch antwortete in der Tat Roland, der Mensch. Er sah jung aus, war kräftig, leicht vernarbt und doch recht hübsch anzusehen.
"Ich schloss mich dem Orden schon vor langer Zeit an, ehe er gegründet war, will ich meinen. Zumindest der Idee. Es muss bald zwei Dekaden her sein, da gab es große Unruhen in Broglio, die Bewohner des Armenhauses stießen immer wieder mit den Bürgern aneinander... ich selbst war jung und voller Wut. Doch Gewalt war keine Lösung hieß uns ein Fremder, dieser Fremde sprach zu mir und meinen wütenden Freunden, er sprach zu den Verzweifelten und den Gierigen im Armenhaus, er hatte nicht sein Schwert als Redehelfer in der Hand, sondern eine Schaufel... und er brachte uns Linderung." Noch einmal blickte Roland den Kainit an, wartete auf dessen Bestätigung, ob er diese Geschichte erzählen dürfte. "Der Fremde begann Löcher zu graben, doch keine Gräber mehr, nein, er grub unermüdlich und wir bauten Latrinen über diese Löcher... später bauten wir gemeinsam Unterstände, Hütten und Anderes. Als der Friede zwischen dem armen Volk und den Bürgern wieder hergestellt war zog er weiter, doch ich folgte ihm. Viele hier sind ehemalige Handwerker, wütende junge Männer oder ehemalige Bettler, verzweifelte junge Männer. Wo Worte und Taten Frieden, Gesundheit und Ordnung bringen können - da wollen wir Teil sein. Ich zumindest.
Ich eh, habe wenig über die besondere Art der hohen Herren nachgedacht... wie zuvor nicht über die meines Senators oder den Grafen." Roland hob die Schultern. "Sie wissen vieles, denn sie, ah ihr, seid alt... der Herr kennt sich gut mit dem Kriege aus, seine schöne Gefährtin weiß mehr zu Gott als der Papst selbst... doch auch Andere gibt es, auf die wir und sie hören, die Rechenmeister, die Schmiede, die, die das benötigte Wissen zu den relevanten Fragen haben." Er hob die Schultern.

Gaius indes hatte leise gelacht und genickt "Ja Ramon, meine erste glorreiche Tat in dieser Domäne war es Hütten und Stallungen für armes Volk in einem fremden Sestiere zu bauen und ihren Konflikt zu beenden. Nicht, was man von einem Kind der hohen Clane erwarten würde?" Er schmunzelte. "Aber wir sind eben nicht alle gleich... und Verantwortung zeigt sich unterschiedlich und wird unterschiedlich beantwortet."
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Ramon
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Ramon » Fr 8. Sep 2017, 20:06

Ramon hörte interessiert dem zu, was gesagt wurde, insbesondere die Geschichte von Roland schien ihn sehr zu interessieren, fast schon fasziniert hing er an den Lippen des Martinsritters, ehe er einen kräftigen Schluck Weißwein nahm, und dann doch zunächst Gaius antwortete.

Mörtel wird beim Bau von Zellen verwendet, genauso wie beim Bau für Häuser, meine Konklusionen enthalten keinen Hochmut, es ist vermutlich die einfachheit meiner Antworten die euch so denken lässt, doch genau so einfach ist die Lösung, wohlwerter Gaius.


Meine Gemeinschaft glaubt, das die Welt wie wir sie kennen bereits die Prüfung Gottes ist, immerhin leben wir nicht im Paradies. Wenn wir nun aber in der Prüfung sterben, was passiert mit uns ? Nun, ich kann es euch leider nicht beweisen, doch glauben wir daran das unser Geist , das immaterielle was uns innewohnt, nicht sterben kann. Unser Bewusstsein wird stehts auf die Erde wiederkehren, wenn auch in anderen Körpern. Doch alles körperliche ist dem Demiurgen, dem Gegengewicht Gottes, wenn wir also die Fesseln unseres Körpers abgestriffen haben, so können auch wir Erlösung finden.
Ich ermögliche meinen Gefolgsleuten also die Fesseln ihres Körperlichen Verfalls abzustreifen,um geistige Vollkommenheit zu erreichen, Natürlich unterstützen sie meine Wege, doch ich würde sie nie dazu zwingen, Dienste für mich zu vollbringen gegen die sie sich sträuben.

Nachdem er geendet hatte nahm er das Brot, brach es entzwei, reichte Roland und den anderen Stücke und sprach an ihn gewendet ein paar weitere Worte.

Ich danke dir ganz besonders Roland, deine Antworten und deine Lebensgeschichte faszinieren mich. besteht eine Verbindung unseres Blutes zwischen dir und dem wohlwerten Gaius ? Ich würde dich gerne einladen, Zeit mit mir und den meinen zu verbringen, mehr über uns zu lernen, sodass sich der Austausch zwischen den Martinsrittern und meiner Gemeinde verbessert, nichts dauerhaftes, aber ich fände es schön wenn du unseren Predigten beiwohnen würdest, und mit meinen Kriegern trainierst. Vielleicht ändert es deine Sicht auf die unsrigen, und du begreifst uns mehr als anders, und doch gleichartige. Gaius bleibt natürlich dein Ordensoberer, das will ich gar nicht anfechten. Ich denke ihr könntet lernen, das wir gar nicht so geheimnisvoll sind, wie ihr denkt, und das es sich mit uns gut Leben lassen kann.

Ihr habt doch keine Einwände, oder Gaius ?
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 8. Sep 2017, 23:26

"Alle Wege die Sagen 'Ich bin der einzig wahre und die einfache Wahrheit' sind gefährlich... gerade in unserer Welt aus Finsternis. Wie viele große Ideen sind nur zum Zwecke geschaffen, dass sich wir Junge in ihnen verrennen und unsere Lebensenergie darin vergeuden?" Er schüttelte den Kopf. "Dies kann man natürlich nicht nutzen, alles Wissen abzulehnen, aber ich weiß welche Worte es sind... die den einfachen Menschen tanzen lassen. So werden sicher ide Alten die Worte kennen, mit denen sie uns Tanzen lassen können." Gaius hob die Schultern. "Und wenn dann ein Junger daher kommt und fest überzeugt ist, dass seine Worte die Einzgen und seine Wahrheit die Ultimative ist... nun... es hat seinen Grund, dass ich meine Via nicht missionarisch verbreite, dass unser ganzer Orden nicht missionarisch auftritt sondern nur eine Mission verfolgt." Gaius lächelte sanft. Zumindest diese Art von Freiheit gewährte er gerne...

"Aber gut, ich akzeptiere deine Überzeugung und auch ich muss zugeben, deine Worte sind nicht unsinnig... Angelique spricht sie nicht sehr anders, manchmal mit mehr Tiefe, manchmal mit mehr... Umwegen." Er lächelte milde und verliebt bei der Erinnerung. "Der Gedanke einer Reinkarnation... betrifft er auch uns? Was hindert euch dann daran, jederzeit euren sterblichen Leib zu verlassen, dem Leben und Unleben selbst ein Ende zu setzen? In jeder problematischen Lage zumindest, es an anderer Stelle neu zu probieren?
Und wie geht ihr mit unserem Fluche um? Was ist er für euch... eine Perfektion, eine Segnung des guten Gottes? Oder sind wir gar Geschöpfe des Demiurgen?" Viele Fragen prasselten von Gaius Seite, der zuvor etwas positiv lethargische Ritter erwachte langsam.

Roland indess war verunsichert. Blickte kurz zu Gaius, wieder zu Ramon. "Nun, eh... nach dem Kriege könnte ich mir durchaus vorstellen, eure Gottesdienste zu hören, auch wenn mir eure Worte seltsam vorkamen... wo liegt das Geschenk Gottes dann in diesem Leben? Wie ist es eine Prüfung, wenn wir sie stets aufs Neue beginnen können?

Und eh, nein, ich trinke nicht das Blut meines Herren..." Er blickte irritiert, wer würde soetwas seltsames tun? Also außer ausnahmsweise zum Binden eines Eides und derartiges wohl... "Wir sind Blutsbrüder, das wohl, ich kenne auch seinen Hunger auf unser Blut... selbstverständlich. Und wenn meine Stärke ihn am Leben erhalten kann... dann gebe ic hsie gerne. Auch wenn der Herr dies nur sehr selten von uns erbittet." Roland hob die Schultern, wohl war Gaius kein hungriger Kainit, oder schröpfte einfach nicht seine Kriegerschaft.
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Re: [1002] Feuer Frei! (Martinsorden, Ramon)

Beitrag von Ramon » So 5. Nov 2017, 18:15

Ramon schmunzelte, diese Art der Unterhaltung war es tatsächlich, die den Geist wachhielt. wenn man die theologische Ausrichtung des Ordens anpassen würde, was ja nach Angeliques Beitritt keine allzu unwahrscheinlich Entwicklungsprognose war, so könnte sich Genua tatsächlich zu dem Hafen entwickeln, die die Perfectii brauchen, um ihrer Verfolgung zu entgehen. Fast schon übereifrig stürzte sich Ramon weiter in die Debatte mit Gaius.

Wenn ihr jedoch sagt,"der einzig wahre Weg ist es zu sagen das es keine wahren Wege gibt" habt ihr dann nicht ebenso einen teuflischen Weg erfunden, der denen ähnelt, die unsere Welt mit Finsternis füllen? die Perfectii streben nach individueller Vervollkommnung, niemand kann eine Anleitung für eine reine Seele erschaffen, wohl aber können wir ein Umfeld errichten, in dem niemand gezwungen ist, seine Seele verkümmern zu lassen. Aber erzählt mir mehr von euren Ansichten, noch bleiben einige Stunden in denen wir uns austauschen können. und auch ihr Roland, seid herzlichst eingeladen, unserem Gespräch weiter zu folgen. Aufdass es euch der Erkenntnis näher bringen möge


Ramon löst sein Versprechen ein und baut mit Estephan eine Balliste auf den Mauern der Martinsfeste. Es folgt ein philosophische Gespräch im Speisesaal der Martinsfeste, welches Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Glaubensströmungen offenbart.

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