Der Preis eines Wortes [Gaius]

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Acacia
Lasombra
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Re: Der Preis eines Wortes [Gaius]

Beitrag von Acacia » Di 20. Jun 2017, 15:01

Schweigend lauschte Acacia dem Gegenangebot des Salubris und in diesem Moment wurde klar, dass ihre oft marmorne Mimik ein unschätzbarer Vorteil in Verhandlungen wie diesen war. Es war unmöglich zu sagen welcher Punkt der Lasombra wichtig war und welcher nicht – oder wie interessiert sie wirklich an diesem Handel war. Allerdings war ihr Verhältnis bisher nicht das Beste gewesen und sie schien doch daran interessiert zumindest dieses aufzubessern.

„Es gibt keine Frau in Genua, die ein solches Erbe vorzuweisen hätte und die niemanden versprochen ist.“, erwiderte sie vollkommen gelassen auf seine Worte. Kühl und berechnend war der Blick aus den nachtschwarzen Augen, die kaum mehr natürlich wirkten. „Und ich werde nicht Seinfredas Ghul und damit euch beiden ein Haus in Mascharana verschaffen und damit eine weitere große Händlerfamilie erschaffen … nicht für den ausgelobten Preis.“ Ihr Kopf neigte sich eine Spur, während sie ihn aufmerksam ansah. „Ihr beide habt Zeitdruck, da eure Bezahlung mit jedem Jahr, welches vergeht, weniger wert ist. Ich habe keinerlei Zeitdruck und auch wenn diese Kontakte mir vieles erleichtern würden, so brauche ich sie nicht. Der Name unserer wunderbaren Stadt verbreitet sich immer weiter und die Menschen kommen von allein hierher um zu handeln. Ein weiterer Halt auf meinen Routen an der Küste der Normandie für ein paar weitere Waren – selbst wenn es begehrte sind – ist diesen Machtverlust nicht wert.“

Sie seufzte leise und bewegte ihre Hände sacht, als suche sie eine andere, bequemere Position für diese. „Du musst das so sehen: ich habe gute Handelsverbindungen in das Frankenland, nach England und in die nördlicheren Reiche. Mir gehört der Seehandel und ich kann jeden herausdrängen oder akzeptieren, der mir gefällt. Wir Könige arbeiten als Kartell zusammen und du gehörst noch nicht dazu, also ist es nicht nur meine Handelsmacht, sondern die der mächtigsten Könige in Genua. Zumal die Könige mich darüber entscheiden lassen was wir wo mit wem handeln, einfach aus dem Grund, weil wir alle dadurch am meisten gewinnen. Es ist nicht so, dass ich nicht mit euch handeln will und euch nicht ermöglichen möchte, dass ihr eure Ressourcen dadurch verstärken könnt: Nur du verstehst nicht wie viel – oder wenig – es wert ist, was du anzubieten hast.“ Für einen Moment schwieg sie und ließ die Worte sacken, ehe sie erneut ihre dunkle Stimme erhob und weitersprach. „Wenn ihr Schiffe habt, könnt ihr sie dafür einsetzen um eine Handelsverbindung in die Normandie aufzubauen. Ihr könnt diese in meinen Konvois mitfahren lassen, so dass sie von meinen Begleitschiffen und meinen Absprachen mit den Piraten geschützt werden. Ich gewähre euch Zugang zu einer der großen Familien, indem ich euch eine passende Braut überlasse und somit eine Verbindung nach Genua, die mit Rechten und Steuervorteilen bedacht ist. Dafür behalte ich einen Teil des Gewinns und sorge dafür, dass die Handelsroute profitabel ist und bleibt.“
Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht. Wir sind wie Eisblumen viel zu schön für den Tag.
Wir sind wie Eisblumen, kalt und schwarz ist unsere Macht.
Eisblumen blühen in der Nacht.

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Gaius Marcellus
Salubri
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Re: Der Preis eines Wortes [Gaius]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 23. Okt 2017, 15:57

Gaius nickte zustimmend, er fühlte sich an manchen Stellen in die Enge gehandelt... aber so war das eben im Gespräch mit Acacia... "Gut, dann nehme ich euren Vorschlag an und leite ihn weiter, nach dem Krieg sprechen wir uns noch einmal und sehen, ob der Handel noch von Interesse ist, ehe wir die Abmachung ausführen?" Er ließ die hohe Dame bestätigen.

"Es war mir eine Ehre mit euch zu verhandeln, ich hoffe unsere Worte werden reiche Früchte für uns alle tragen und ich hoffe auch unsere anderen Abmachungen werden als gute Zusammenarbeit Erfolge schaffen." Er verneigte sich tief vor der frischgebackenen Ankilla. Ließ ihr wieder Zeit zu antworten und mit den üblichen Floskeln ließ er sich verabschieden.
Finitus
Zusammenfassung: Nach ihrer groben Versöhnung bietet Acacia Gaius ihre Unterstützung an, wenn er sie als Ankilla anerkennt und unterstützt. Sie bietet ihm weiteren Lohn an, wenn er gar seinen Erzeuger dazu gewinnt, ihren Status zu stärken. Dann verhandeln beide über eine Eheschließung, kommen zu einem groben Ergebnis und nicken es ab - nach dem Krieg soll es geschlossen werden, wenn beide Kainiten es dann noch für profitabel befinden.
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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