Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

[Mai '17]

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Acacia
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Acacia » Di 20. Jun 2017, 11:35

Tomas Worte zeigten kein Echo auf den Zügen der Lasombra. Beinah wie der glatte Marmor, den sie ihn zu verarbeiten gebeten hatte, wirkte ihr Ausdrück. Kühl, ruhig und ohne wirkliche emotionale Beteiligung. „Ich glaube wir haben mehr als einen Beweis gesehen, dass Sousanna nicht dünnblütig ist.“, erwiderte sie nach wie vor eher neutral und blieb auch dabei als der Tzimisce ungeduldig seinen Diener heranwinkte. Schweigend griff sie nach dem Pergament, welches das ihr so vertraute Siegel trug und las die Worte, die dort geschrieben standen schweigend, ehe sie dem Diener das Schreiben zurückreichte.

„Maximinianus wies Euch an herauszufinden ob Sousanna ein wahrer Kainit sei und nicht zu versuchen sie zu vernichten. Nur wenn Ihr den Beweis erbringen würdet, dass sie keiner ist, dürftet Ihr tun was auch immer Ihr wollt. In meinen bescheidenen Augen konnte kein Indiz dafür aufgebracht werden, dass sie in irgendeiner Form dünnblütig ist, auch wenn ihr Körper erstaunliche Merkmale der Lebendigkeit aufweist. Vielleicht ist dies aber auch nur ein Schritt zu einem besser angepassten Raubtier, denn sie wird sich zumeist besser unter den Menschen bewegen können als ich … oder ihr.“ Für einen Moment hoben sich die blassrosa Winkel ihrer Lippen zu einem sachten Lächeln, waren sie doch beide auf ihre Art auffällig, wenn auch Toma sicherlich mehr als Acacia. „Ich bezeuge gern Eure Untersuchung gegenüber dem Seneschall, so dass Ihr Eure Aufgabe als abgeschlossen betrachten könnt.“
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 20. Jun 2017, 14:36

"Nun, der Seneschall schrieb auch nichts davon wie meine Untersuchung aussehen soll. Keine Bedingung, kein Ausschluss." stellte der Tzimisce seine Interpretation des Schreibens dar. "Natürlich ist ihre Vernichtung nicht mein Wunsch oder zielführend."...das wäre ja auch Verschwendung.

Dann winkte der Drache genervt ab. "Wie dem auch sei. Es wird offensichtlich nicht dazu kommen." Er blickte Sousanna an, dann wieder Acacia.
"Ihr habt auch durchaus recht. Es sprechen mehr Punkte gegen ihre Dünnblütigkeit, als dafür." gestand er ein.
"Demnach wird sie nicht dünnen Blutes sein...nur...angepasster" das letzte Wort zischte er beinahe verächtlich.


"Ich benötige eure Bezeugung jedoch nicht. Viel mehr seid ihr doch hier, weil Sousanna sie braucht." Dabei schaute er Sousanna irgendwie abfällig an.
"Weswegen sie aber keine Angst haben muss. Ich werde dem Seneschall selbstverständlich die Wahrheit erzählen und die Ergebnisse so weiterleiten, wie wir sie heute festgehalten haben." Da richtete sich sein Blick auf Jakob mit den Wachstafeln und der Ghul blickte direkt nervös, aber nickte eifrig.
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Sousanna » Di 20. Jun 2017, 15:00

Ein erleichtertes Grinsen ließ sich nicht unterdrücken. Es war gut gewesen, dass Acacia sie begleitet hatte. Hätte sie selbst sich dagegen gewehrt, von ihm in der Sonne verbrannt zu werden, hätte man es ihr als Trotz oder Schwäche auslegen können. Oder gar als Eingeständnis ihrer Schuld.
Leicht neigte die Ravnos allerdings den Kopf als Toma sie so angiftete. "Ich bin euch wirklich sehr dankbar, dass ihr das so weitergeben werdet." Gern hätte sie eine Spitze eingebaut, dass irgendwann vielleicht alle Kinder Kains so werden würden, wie sie, doch Sousanna selbst glaubte nicht so ganz daran und noch war der Verdacht nicht gänzlich von ihr abgefallen. "Ich denke es ist gut, dass diese Vermutung, ich könnte dünnen Blutes sein, nun ein für alle Mal aus der Welt geschafft ist."

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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Acacia » Do 29. Jun 2017, 13:50

Schweigend hatte sie den abfälligen und genervten Bemerkungen des Tzimisce gelauscht und ihm dabei aufmerksam zugehört. Eine Regung suchte man auf ihrem glatten Marmorgesicht jedoch vergeblich. Glatt und kühl wie der so viel beschriebene Stein war ihre Mimik und auch ihre Augen glichen tiefen, nächtlichen Seen ohne jede Spiegelung. „Ich bin mir sicher, dass werdet Ihr und dass danach jegliches Gerücht Sousanna könnte von dünnem Blut sein verstummt, nicht wahr?“ Im Gegensatz zu ihrer ausdruckslosen Mimik war ihre Stimme tödlich sanft und beinah schon giftig freundlich.

Nach einem Herzschlag des Schweigens zauberte die Lasombra dann jedoch ein Lächeln auf ihre Lippen, welches blass und falsch wirkte. Etwas, dass sie garantiert mit Absicht tat. „Ich denke, wir sind hier dann fertig. Oder gibt es noch etwas anderes, das dringend besprochen werden muss?“
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 30. Jun 2017, 21:25

Die feinen Regungen in der Stimme der Lasombra und die Spitzen in ihren Worten nahm der Drache gar nicht wahr.
Er blinzelte. "Ich verbreite keine Gerüchte." In der Tat hatte er nie mit jemanden über Sousanna gesprochen, abgesehen Caterina, die aber selbst wegen ihr gekommen war.

"Wenn ihr noch etwas Zeit erübrigen könntet, würde ich gern kurz mit euch über euren Auftrag sprechen. Nicht alle Kainiten scheinen von diesem Vorschlag begeistert. Zum Beispiel eure Clansbrüder." ging Toma direkt zum nächsten Thema über.
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Sousanna » Sa 15. Jul 2017, 20:03

Die Ravnos hatte dem Gespräch der beiden interessiert gelauscht und schließlich sanft und verständnisvoll gelächelt. Natürlich verbreitetete der Drache keine Gerüchte, wie sollte er auch unter Leute gehen und tratschen? Die Vorstellung wie dieses Monster sich auf einer vergnüglichen Gesellschaft bewegte und Sousanna schlecht redete, schien ihr geradezu absurd - aber auch amüsant. So brachte sie dieser Gedanke tatsächlich dazu, dass das schelmische Ravnosfunkeln selbst hier an diesem Ort des Grauens in ihre Augen zurückkehrte.
"Verzeiht, dass ich unterbreche", begann sie dann in einen ausgesucht höflichem Tonfall. "Aber wenn ihr diese Besprechungen gerne ohne mich führen möchtet, dann würde ich euch anbieten, jetzt bereits von euch zu scheiden. Es sei denn, ihr wünscht noch etwas mit mir zu besprechen. Dann warte ich natürlich liebend gern."

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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 21. Jul 2017, 16:41

Als Sousanna das Wort erhob, kehrte der Blick des Drachen zurück zu ihr, jedoch voller Desinteresse.
Was er wollte war nun erledigt und daher hatte er nun keinen Bedarf mehr für sie.
"Meinetwegen könnt ihr gehen, wenn die Hüterin nichts von euch will..." Da wanderte der Blick auch wieder zurück zu der unheimlich schönen Lasombra.
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Acacia » Di 5. Sep 2017, 20:41

Schweigend hatte sie das monströse Gesicht des Tzimisce noch einen Moment lang gemustert und dann genickt. Gerade hatte sie ihm antworten wollen, als Sousanna sie unterbrach, aber die Lasombra deswegen nicht weiter erzürnt wirkte. „Geh nur. Wir sprechen in einer anderen Nacht miteinander.“, erwiderte sie freundlich auf ihren Wunsch gehen zu dürfen. Geduldig wartete sie dann bis die Ravnos den Raum verlassen hatte, ehe ihre Aufmerksamkeit wieder ganz zu dem Tzimisce zurückkehrte.

„Schreibt eine Liste mit den Kainiten, die sich weigern. Ich werde persönlich mit ihnen sprechen.“, beantwortete sie dann die implizite Frage Tomas, wobei ein leicht kühler Ton in ihre Stimme geschlichen war, bei dem unklar war ob er sich auf die Kainiten bezog, die ihr noch mehr Scherereien bereiteten oder aber auf Toma, der offenbar nicht in der Lage war einen derartigen Auftrag alleine durchzuführen.
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 11. Sep 2017, 19:40

"Das kann ich gern tun. Die meisten hegen lediglich Sorge, was ihr mit den Statuen vorhabt, wohlwerte Hüterin." erwiderte Toma, nachdem Sousanna gegangen war. "Sie vertrauen euch nicht.
...Ich könnte euch die Statuen auch ohne das Einverständnis der jeweiligen Kainiten anfertigen." bot er plötzlich an. "Nur sollten sie dann nicht für diese jemals sichtbar sein." Auch wenn er es nicht direkt aussprach, war die Frage, die da wohl mitschwang auch: Was tut ihr mit den Statuen?

"Und die Ähnlichkeit könnte etwas darunter leiden, dass ich sie aus meiner Erinnerung schaffen müsste."
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Re: Zum Ende wird es dünn [Sousanna, Acacia]

Beitrag von Acacia » Mo 9. Okt 2017, 22:52

Ihr Blick lag still auf der Monstrosität vor ihr, als er von Vertrauen sprach. Ein feines Lächeln spielte um ihre Lippen und sie schüttelte leicht den Kopf. „Fertigt die Statuen nach Eurem besten Wissen und Gewissen an. Sollte sich ein Kainit beharrlich weigern auch gern aus dem Gedächtnis. Ich kann nicht versprechen, dass sie nicht zu sehen sein werden … allerdings ganz sicher nicht für menschliche Augen. Zumindest die meisten.“ Ihr Blick hatte eine kühle Note bekommen und es wirkte so als wäre sie nicht gänzlich zufrieden.

„Gibt es sonst noch etwas, was Ihr besprechen wollt? Ansonsten ist meine Zeit dieser Nächte begrenzt und andere Angelegenheiten verlangen meine Aufmerksamkeit.“ Sollte der Tzimisce tatsächlich nichts mehr zu besprechen haben, würde sie sich höflich aber zügig verabschieden und dann auch die Werkstatt des wohl offensichtlichsten Monsters dieser Stadt verlassen.
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