[1006] Langeweile [offen]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 2. Apr 2018, 20:20

Toma unterließ es diesmal darauf hinzuweisen, dass ihm die Anrede völlig egal war und kam direkt zu den Fragen dessen.

"Sicher. Aber setzt euch doch." bot er seinem Bruder daraufhin einen Platz am Tisch an und setzte - so Alain sich setzen würde - sich diesem gegenüber.

"Wie es üblich ist, hättet ihr eure Ankunft dem Prinzen mitteilen müssen und er oder der Seneschall hätte darüber entschieden bei wem ihr vorzusprechen habt, doch da es nun so ist, wie es ist...Übernehme ich eure Aufklärung und leite euer Gesuch des Gastrechtes weiter. Ich nehme an ihr wollt dieses, da ihr ja vom Bleiben spracht." ging Toma auf diese neuen Fragen ein.
Ich hoffe ihr wisst immerhin in wessen Domäne ihr euch befindet?" fragte er seinen jungen Bruder und wartete einen Moment auf die Antwort bevor er fortfuhr.
"Andere unserer Art könnt ihr natürlich im Elysium finden. Die Kirche San Donato, südlich von hier zwischen Broglio und Ravecca gelegen, beherbergt des nachts das Elysium. Behütet von der verehrten Acacia della Velanera, Ankilla der Lasombra."
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Alain le Beau
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Alain le Beau » Di 3. Apr 2018, 08:25

Alain setzt sich. Lehnt sich zurück. Verschränkt die Hände hinter dem Kopf. "Ist mir bewusst", sagt er leise. "Aber ich kam aus... verschiedenen Gründen etwas in Eile hierher. Gründe, die euch sicher nicht interessieren." Ein Zwinkern. "Damengeschichten." Dann beugt der Rothaarige sich vor und faltete im Schoß seine Finger. "Für eure Hilfe bin ich euch dankbar. Ja, ich will in der Tat eine Weile bleiben. Da könnte es keinesfalls schaden, den Namen des hiesigen Prinzen zu erfahren." Neugierig schaut er Toma an.
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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 3. Apr 2018, 23:49

Toma bedachte seinen Bruder mit einem abschätzigen Blick. Doch noch mehr konnte er gar nicht enttäuscht werden.
"Aurore, Ahn der Könige, Enkelin Alexanders von Paris, Ahnherr der Könige und Kind Ventrues....ist Prinz von Genua."

""So ihr ihr Gastrecht erhalten wollt, wird euch in ihrem Namen eine Aufgabe gegeben und ihr werdet zwei Fürsprecher finden müssen die bezeugen ob ihr ein wertvoller Teil der Domäne sein könnt. Bis dahin ist es euch nicht gestattet euch innerhalb der Mauern zu nähren."
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Alain le Beau » Do 5. Apr 2018, 20:26

Nun wirkt Alain doch etwas entsetzt. Er schaut Toma an, als habe dieser ihm gerade befohlen, von einer Brücke zu springen. "Verzeiht, habe ich euch richtig verstanden? Innerhalb der Mauern... der Stadt?" Er fasst sich an den Kopf. "Ton Dieu. Ist Ravecca ebenfalls innerhalb der Mauern?" Dann beginnt er im Kreise zu gehen. "Nein, nein, das kann doch nicht wahr sein. Nein!" Ruckartig bleibt der Rothaarige stehen und schaut Toma entschlossen an. "Ich werde diesen Prinzen aufsuchen. Noch heute! Jetzt sofort! Und dann mit dieser Aufgabe beginnen!"

Er legt den Kopf schief und schaut Toma an, als ob er ihn etwas fragen wollte. Aber dann schüttelt er nur leicht den Kopf und lächelt ein schiefes Lächeln. "Wo finde ich diese edle Dame?" Mit einer leichten Handbewegung winkt er ab. "Keine Sorge, keine Sorge, ich weiß was sich gehört. Ich werde brav um eine Audienz bitten. Geduldig warten. Mich solange..." es schaudert Alain "...von Landeiern und Farmtieren ernähren, wenn ich muss. Brr." Mit bedauerndem Blick schaut er auf die Diener Tomas, so, als wünschte er sich, mehr getrunken zu haben.
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 6. Apr 2018, 22:43

Genervt sah das Monster seinen ungleichen Bruder an. "Setzt euch wieder." befahl er, auch wenn es ohne besonderen Nachdruck kam.
"Ich habe euch gesagt, dass ich euer Gesuch übernehmen werde. Ich hätte das so oder so für euch getan, da ihr mein Bruder seid, aber es ist auch meine Pflicht. Ich bin Herold dieser Domäne und damit dafür zuständig euch die Aufnahmeregelungen und Besonderheiten zu erklären. Jedoch hoffte ich, euch erst einmal, besser kennenzulernen." erklärte er sachlich.

"Es gibt also keinen Grund nun loszulaufen. Aber wenn euch meine Gastfreundschaft so wenig bedeutet...Nur zu."
bemerkte er dann jedoch noch pikiert, während er einen Wink mit der Hand machte und Alain herausfordernd ansah, als hätte er wirklich eine Wahl.
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Alain le Beau » Sa 7. Apr 2018, 12:57

Alain stutzt. Dann zieht er einen Schmollmund - seine vollen Lippen sind dazu besonders gut geeignet, wie Toma feststellen kann - und setzt sich mit einer kurzen, grazilen Geste wieder. Er schlägt die Beine übereinander, legt die Hände vor das Knie und lehnt sich zurück. "Ich beuge mich eurer Weisheit, mon frère".

Seine Stimme klingt melodisch und die Sprachmelodie wirkt einstudierter als zuvor. "Und es liegt mir nichts ferner, als eure Gastfreundschaft zu schmähen." Der Rothaarige breitet die Hände aus. "Ihr habt mir geantwortet - so fragt. Was wollt ihr über mich erfahren? Ich gehöre ganz euch."
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 8. Apr 2018, 10:58

„Wer ist euer Erzeuger? Warum hat er euch ausgewählt? Was zeichnet euch aus? Wonach strebt ihr? Was ist euer Ziel? Schafft ihr Kunst? Seid ihr bewandert in unserere formenden Kraft? Ihr strebt nicht nach Vollkommenheit scheint mir. Welcher Weg führt euch durch die Nacht? Habt ihr besondere Merkmale?“ fragte er eine Frage direkt nach der anderen, als würde er eine Liste abarbeiten, die sich aber nur spontan in seinem Kopf gerade gebildet hatte und beäugte bei letzterer den Körper seines Bruders.
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Alain le Beau » So 8. Apr 2018, 11:09

Alain zuckt zurück, erneut von diesem eklantanten Mangel an Stil und Etikette getroffen. Aber er fängt sich, lächelt und hustet leise. "So viele Fragen. Ich werde mein Bestes geben, sie euch zu beantworten. Mein Erzeuger, wie ihr bereits gehört habt, ist der ehrenwerte Konrad von Wolmar, lange mein Reisegefährte und Freund..." Toma hat das Gefühl, dass Alain hier noch mehr anfügen könnte, es aber schlicht unausgesprochen lässt "...in den Landen der Franken. Er erwählte mich, nun, aufgrund meines Potentials. So wurde ich statt seiner Vesper sein Schüler. Und bevor ihr fragt: Er schätzte mehr als meinen Körper. Mein Talent, mit den Sterblichen umzugehen, etwa."

Dann faltet der junge Tzimisce die Hände. "Mein Ziel ist, ein Paradies auf Erden zu schaffen. Einen Garten der Sinne. Einen Palast der Lust. Und ja, zu diesem Zwecke schaffe ich Kunst. So wie ihr das Fremdartige..." Alain nickt zu Martha "...schätzt, so schätze ich das, was die Sterblichen als Schönheit bezeichnen. Auch wenn ich durchaus den Reiz in eurem Schaffen erkenne." Erneut wirft er Martha einen sehr interessierten Blick zu.

"Sinnesfreuden," sagt er dann nachdenklich. "Sie sind eine unterschätzte Form der Kunst. Ihr habt Ihnen abgeschworen. Das könnte ich nicht. Das Tier verlangt danach. Warum ihm das nicht geben, was es wünscht? Warum es nicht verwöhnen und zufriedenstellen? Wir sind nicht wie die Sterblichen - da stimme ich euch voll und ganz zu. Wir sind nicht an ihre Moral, ihre Grenzen gebunden. Unbegrenzte Lust. Das ist mein Weg."

Eine Pause. Als Alain über Tomas letzte Frage nachdenkt, runzelt er die Stirn und schaut seinen Bruder irritiert an. "Ich... habe rote Haare?"
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 8. Apr 2018, 21:48

Vesper? fragte Toma nach, da er dieses Wort in diesem Zusammenhang nicht verstand.
"Ist euer Erzeuger wie ihr? so menschlich? Talent mit Menschen umzugehen..hm...warum war ihm das wichtig?" Toma hatte dieses Talent nie besessen.Unter anderem ein Grund warum er war wie er war und von seinem Erzeuger ausgewählt wurde. Wie absonderlich, dass ihr Blut so verschieden war. So verschieden erwählte.

Mit Unverständnis sah er ihn an als er von Sinnesfreuden sprach und dem was das Tier verlangte.
"Mein Tier verlangt so etwas nicht. Hat es nie. Wir verlangen besser zu werden, weiter zu gehen als alle anderen. Lust, kurzfristige Freuden...lenkt uns nur ab. So etwas hällt auf, es bringt einen nicht weiter. Oder was soll aus euch einmal werden? Wollt ihr immer der Lust fröhnen? Wird das nicht langweilig?"

"Immerhin schafft ihr Kunst. Doch wenn sie die Grenzen der alten Welt nicht durchbricht...was ist sie wert?"
"Dennoch würde ich gern eure Kunst und Fähigkeiten einmal sehen." zeigte Toma doch ein wenig Interesse an den Interessen seines Bruders.

Als Alain jedoch keine besonderheiten vorweisen konnte, schüttelte er betrübt den Kopf.
"Nichts? Was euch von den Menschen unterscheidet? Sagt mir wenigstens dass ihr nicht so geboren wurdet." erwiderte er und sah seinen Bruder hoffnungsvoll an, dass er zumindest sein Äußeres selbst gewählt hatte.
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Re: [1006] Langeweile [offen]

Beitrag von Alain le Beau » So 8. Apr 2018, 22:03

"Oh nein", sagt Alain bestimmt. "Ich war sehr viel kleiner. Und habe nur geschrieen. Der Mann, der nun vor euch steht, hat sich sein Aussehen schwer erarbeitet. Oder besser gesagt: Er hat geschickt jede Arbeit vermieden." Der Rothaarige breitet die Arme aus. "Vielleicht... habe ich hier und dort etwas nachgeholfen. Aber meine Übung, was unsere Talente betrifft, hält sich in Grenzen." Wieder eine Geste zu Martha. "Ein solches Kunstwerk könnte ich nicht erschaffen. Allein die Manipulation des Knochenwerkes. Ich habe davon gehört, doch ich beherrsche sie nicht."

Dann zuckt er mit den Schultern, eine Geste, in welcher er die Gravitas der Diskussion abzuschütteln scheint. "Kein Mensch kann tun, was ich tue. Gott mag mich verdammt haben - aber gleichzeitig hat er mich befreit. Ich habe Sinnesfreuden erlebt, die Sterbliche nicht einmal zu träumen wagen. Und ich bin nur ganz am Anfang meines Weges." Er breitet die Hände aus. "Ja, Veränderung ist nützlich. Vielleicht sogar heilig. Denn sie ermöglicht neue Erfahrungen. Eines Tages... werde ich vielleicht eine Frau sein, für einige Jahrzehnte. Oder Mann und Frau zugleich. Langeweile ist eine Entscheidung, werter Toma. Und ich entscheide mich jede Nacht dagegen."
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