[1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Toma Ianos Navodeanu
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[1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 9. Mär 2018, 00:05

Eines Nachts trat eine junge Frau an das Kloster heran in dem die tote Witwe hauste und klopfte an die Seitentüre, die ihr Herr ihr genannt hatte.
Würde ihr dort jemand öffnen, würde sie nach der vererhten Seinfreda fragen und nur ihr eine Wachstafel überreichen.

Folgende Worte waren in das weiche Wachs gedrückt:



Werte Seinfreda,

ich bedaure die Zeit der Stille zwischen uns und das unglückliche Ende unseres letzten Treffens. Solltet ihr Interesse daran habe, so würde ich es schätzen, wenn wir uns erneut treffen könnten um das weitere Vorgehen zu besprechen.

gez.
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Fr 9. Mär 2018, 00:18

Die rote Witwe las das Täfelchen mit einem freudigen Lächeln. Sie gab der Frau etwas stärkendes zu Essen und bat die junge Botin dann, vorauszueilen und ihr Kommen in der folgenden Nacht anzukündigen und eilte in ihr Arbeitszimmer, um sich vorzubreiten und hübsch zu machen.


Mit Vorfreude auf das Treffen und ein wenig aufgeregt klopfte Seinfreda in der nächsten Nacht an Tomas Tür in Domus. Die Haare waren zu zwei dicken Zöpfen geflochten in Schneckenform an die Seiten ihres Kopfes gewickelt und mit grünen Bändern verziert. Ein wenig Lippenrot zeugte von dem Versuch, nicht allzu leblos zu wirken. Die Nonnentracht war einem für ihre Verhältnisse recht freizügigen Kleid gewichen.
Die Haut darunter saß noch gut.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 10. Mär 2018, 10:50

Das angebotene Essen schlug die Dienerin aus. Mit überschwänglich vorgebrachtem Dank verneigte sie sich vor der Kainitin und verließ den Ort jedoch eiligst. Den Weg hinab vom Kloster hatte wohl auch jemand auf sie gewartet, denn ganz allein und ohne Fackel wäre sie wohl nicht hier her gekommen.

Dass sich die Witwe bereits in der nächsten Nacht bei ihm einfinden wollte, kam dem Tzimisce überraschend, doch er unterließ es Martha noch einmal loszuschicken. Stattdessen ließ er seine Ghule den Tag über das Haus vorbereiten und als Seinfreda in der kommenden Nacht an die massive verzierte Eichentür des kleinen Hauses klopfte, wurde ihr von einem kräftigen Mann geöffnet. Dieser verneigte sich und sagte jedoch nichts. Stattdessen hielt er nur die Tür offen und wartete darauf sie hinter ihr wieder zu schließen.

Wie auch das letzte mal als sie hier war, was bereits viele Jahre zurück lag, fand sie sich nun in einem warmen Raum wieder, der von einem Feuer in einer Herdstelle beheizt und erleuchtet wurde. Runderherum, an den Wänden selbst und auf Tischen und Kommoden standen immer noch Schnitzereien und Figuren aus Stein.

Neben der Tür und in zwei Ecken des Raumes standen augenscheinlich Wachen mit Speeren.

Sich vermutlich gerade von seinem Platz erhobend, kam der Tzimisce auf die Witwe zu.
Er war gänzlich unbekleidet und Seinfreda konnte die tiefvioletten Schattierungen auf seiner Haut sehen, die er auch zu Hofe schon getragen hatte und die sich von seinen Seiten aus über seinen ganzen Körper zogen und zur Mitte hin ausliefen. Seine Taille war ungewöhnlich schmal, der Brustkorb ungewöhnlich kurz, doch wirkte sein ganzer Rumpf dadurch gestreckt. Die Knochenkrone an seinem Kopf, die zahlreichen Knochenspitzen, die aus seiner Haut ragten und der Umstand, dass dem Vampir jegliches Geschlecht fehlte, machte den Tzimisce zu einem absonderlichen aber gleichzeitig faszinierenden Anblick.

Dem in nichts nach stand auch die Frau die sich in Tomas Schatten befand und sich artig verneigt hatte als Seinfreda eingetreten war.
Sie war ebenso nackt wie der Tzimsice, nur war ihr Körper noch reicher verziert als der des Drachen, wenn man es denn Verzierung nennen wollte.
Hände...tatsächliche Hände lagen auf den Brüsten und ihren Oberschenkeln, als würden sie diese greifen, sie bedecken. Dazwischen war ihre Taille mit mehreren Reihen kleiner Knochen umringt und rote Rillen wanden sich spiralförmig ihre Arme und Beine hinab. Die Finger endeten in kleinen spitzen Nägeln und die Handgelenke und die Schulterpartie wurde von einem Saum aus Horn gekrönt.
Als wäre das nicht bereits genug, fehlte der jungen Frau jedes Haar, doch Streifen aus Haut zogen sich über ihren Schädel einer glatten Harrpracht gleich.

Das musste wohl Martha sein, von der Toma das letzte mal gesprochen hatte.

"Willkommen werte Seinfreda. Seid mein Gast und fühlt euch wohl. Was ihr wünscht werde ich euch kommen lassen." begrüßte sie der Tzimisce und lächelte.
"Nach der Tradition meines Blutes, soll euch hier kein Leid geschehen, solange ihr mein Gast seid."
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Sa 10. Mär 2018, 16:22

Für die Umgebung hatte Seinfreda kaum Augen, sondern nur für ihren extravaganten Gastgeber. Fasziniert betrachtete sie seinen umgestalteten Körper und Scham stieg in ihr auf, als sie erst auf den zweiten Blick erkannte, dass er tatsächlich völlig unbekleidet war. Doch..wie konnte das sein, war er etwa ein Eunuch? Hatte er sich freiwillig sein Glied entfernt? Entsetzt starrte sie auf seinen Schoß, riss dann jedoch den Blick davon los.

Seine Begleitung war kaum weniger besonders, nie wäre Seinfreda auf den Gedanken gekommen, dass es Toma möglich war, zusätzliche Gliedmaßen anzufügen. Sie fühlte sich an Geschichten aus dem Kloster erinnert, an kopflose Fabelvölker, die ihr Gesicht auf der Brust trugen und andere gefährliche Monster und Dämonen. Doch dies hier waren keine Geschichten, kein Volk vom anderen Ende der Welt...Dies war real, es war grausames Handwerk und größte Kunst.

Seinfreda brauchte einige Momente, um sich zu fangen und Toma zu antworten.
"Ich danke sehr für diese Einladung, verehrter Freund, ich habe mich sehr darüber gefreut. Und ich muss Euch dieses Kompliment einfach machen : Eure Pracht übertrifft meine kühnsten Vorstellungen!"
Sie trat ein wenig näher, erst jetzt sah sie sich im restlichen Raum um. "Danke für Euer Angebot, doch habe ich im Augenblick keine Wünsche, die Eure Diener mir erfüllen könnten...", sie schenkte ihm ein Lächeln und deutete dann auf das Mädchen. "Ist dies Martha, von der Ihr mir berichtet habt...?"

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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 10. Mär 2018, 17:13

In der Tat war der Tzimisce ziemlich nackt und doch konnte einem da auf den ersten Blick wohl Zweifel kommen, denn weder männliches noch weibliches Geschlechtsorgan befand sich zwischen seinen Beinen, keine Brustwarzen auf der jedoch männlich anmutenden Brust. Da waren auch keine Narben, wie es bei einem beschnittenen Mann gewesen wäre. Einfach nur glatte reine Haut, als wäre er so geboren worden. Als müsste es so sein und nicht anders.

Und mit einer ebensolchen Selbstverständlichkeit, sich seiner Nacktheit in keinsterweise schämend, sondern sie tragend wie die schönste Kleidung bewegte er sich auch.
Er bemerkte natürlich ihren Blick und schmunzelte grotesk während er den Kopf leicht schief legte.
"Es freut mich dass ihr gekommen seid. Ich bedaure wie ich unser letztes Treffen verließ. Ich bedaure, dass sich so viel Zeit dazwischen legte. Doch ich habe euch nicht vergessen und unser...Projekt."

Als sie ihn lobpreiste neigte er dankend das Haupt und war äußerst entzückt darüber. Das Lächeln wurde breiter und sein Blick viel hinter sich auf Martha, die schweigend und etwas in sich gesunken da stand. Jedoch nicht mehr ganz so ängstlich wie noch bei Seresas Besuchen.
Er blickte sie auffordernd an und seine Augen wanderten zu Seinfreda. Daraufhin trat Martha weiter vor und streckte den Rücken mehr durch. Stolzer präsentierte sie sich. "Ja, Martha." bestätigte er und strich ihr mit der Hand über ihr Hauthaar, das sich warm unter seinen kalten Fingern anfühlte.
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » So 11. Mär 2018, 17:28

"Ich habe Euch auch nicht vergessen und bedaure auch den Ausgang unseres letzten Treffens...Ich habe damals nicht ganz verstanden, was Euch so aufgebracht hat und ich habe mich gefragt, was ich wohl falsch gemacht habe...Ich konnte bis heute nicht herausfinden, was es war, das Euch verärgert hat, doch hoffe ich, dass die Unzufriedenheit verraucht ist", sie sah Toma hoffnungsvoll an. "Es gibt einige Neuigkeiten und Vorschläge und Ideen, die ich Euch gerne unterbreiten möchte, doch sagt zuerst, wie ist es Euch ergangen in letzter Zeit? Gab es neue Forschungen, spannende Erkenntnisse?"

Seinfreda betrachtete Martha genauer und deutete mit einem Handgestus an, dass sie die junge Frau wohl gerne berühren wollte. Als sie ihre Hand ausstreckte, musste Toma wohl die durchaus andere Hautfarbe auffallen. Im Gegensatz zu dem blassen, grauen und eingefallenen gesicht der Nordfrau war diese Hand durchaus hübsch anzusehen, beinahe sah sie....gesund aus? Doch dann wurde klar, dass es sich nur um einen feinen Handschuh handeln musste, der mit minuziösen Stichen genäht war...auch wenn die Fingernägel wirklich täuschend echt wirkten...?

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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 12. Mär 2018, 19:46

„Oh ihr hattet nichts falsch gemacht. Es lag einzig an mir und ich schätzte es wäre ncht in eurem Sinne wenn ich unsere Arbeit vernichtet hätte.“ gab er zu und ein Schatten legte sich über sein Gesicht als er an diese elende Nacht dachte. „Ich bedaure es auf jeden Fall aufrichtig, dass ich eure Zeit damals verschwendet habe. Sagt wie ist das Gesicht geworden? Ich schätze unzufriedenstellend.“
Selbst unzufireden verzog er die Lippen.

„Erkenntnisse hatte ich in letzter Zeit leider weniger als ich gern gehabt hätte...jedoch kam ich dazu euren verehrten Ältesten kennzulernen. Es war bemerkenswert einen solchen strebsamen und erfahrenen Geist zu treffen, so voller Neugier und Wissen und ohne Scheu...zumindest was seine Interessen anging.“ Es war nicht wirklich angenehm gewesen für den Tzimisce, aber voller neuer Erfahrungen.

Als Seinfreda ihre Hand nach Martha ausstreckte, sah Toma darauf und bemerkte deren seltsames Aussehen. Handschuhe mit Nägeln?
Plötzlich fasste die Hand des Tzimisce nach der Seinfredas, nicht um sie daran zu hindern Martha zu berühren oder um sie grob zu packen. Nein, er nahm sie einfach nur bei der Hand und hob diese zu seinem Gesicht, um sie sich genauer zu betrachten. Dabei streichelten seine Finger über den „Stoff“ des Handschuhs und wer wenn nicht der Tzimisce hätte Haut erkannt, sobald er sie berührte.
Tote Haut, die jedoch nicht zu dem toten Körper darunter gehörte.

Mit großen Augen blickte er der Kappadozianerin ins Gesicht. „Ihr tragt Haut?!“
Und ein amüsiertes breites Grinsen zog sich über das Drachengesicht.
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Di 13. Mär 2018, 13:00

Seinfreda schüttelte den Kopf "Nein, keineswegs, Ihr habt meine Zeit nicht verschwendet. Das Gesicht ist gut verheilt, wenn dies auch länger dauerte als das letzte Mal. Die Ähnlichkeit ist weiter fortgeschritten und ich würde sagen, dass es schon eines genauen Blickes bedarf, um den Unterschied zu erkennen. Die größte Diskrepanz besteht wohl in der Hautfarbe und der...Beschaffenheit", bei den letzten Worten war sie etwas leiser geworden, den Blick etwas niedergeschlagen zu Boden gerichtet. "Doch das ist wohl nichts, das wir bearbeiten könnten, nehme ich an..."
Sie sah zur Seite "Ich habe das Mädchen heute nur nicht mitgebracht, weil ich Dinge mit Euch besprechen möchte, die nicht für unwissende Ohren geeignet sind. Das nächste Mal könnt Ihr sie gerne nocheinmal selbst begutachten und hoffentlich feststellen, dass das Unterfangen nicht fehlgegangen ist - und wenn Ihr möchtet könnt Ihr auch noch weitere Verbesserungen anbringen.
Da ich mit meinen bescheidenen Malkünsten annährend den Perfektionismus einen Künstlers nachvollziehen kann, verstehe ich die Unzufriedenheit mit einem Werk, das dem inneren Bild, das man von ihm hat, oder in diesem Fall dem Vorbild, nicht ganz entsprechen kann..."


"Oh, ihr habt Benedetto kennengelernt?", überrascht sah sie zu Toma auf "Ja, er ist voller Wissensdurst..." Ihr Clansältester hatte bei dem letzten Gespräch gar nicht erwähnt, dass er mit dem Tzimisce gesprochen hatte. "Worüber habt ihr gesprochen, etwa über die Aufgabe?", fragte sie neugierig nach. Offenbar war Neugier ein gemeinsames Gut der Kappadozianer.


Als Toma nach ihrer Hand griff, erstarrte sie kurz, ließ ihn aber gewähren. Es war ihm also aufgefallen...Sie lächelte leise als sich die Erkenntnis in seiner Mimik ausbreitete. Wäre sie noch menschlich gewesen, hätte sich wohl Röte in ihr Gesicht geschlichen. So nickte sie aber einfach ertappt und ein wenig stolz.
"Tragen wir nicht alle Haut?", fragte sie leise zurück "Leder und Felle...und so dachte ich mir, weshalb nicht mal etwas Neues probieren...? Gefällt sie Euch?", fragte sie, ihre Hand noch immer in seiner.

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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 13. Mär 2018, 22:53

Als sie noch von dem Mädchen sprach, warf er ihr einen skeptischen Blick zu. Versuchte sie nur freundlich zu sein? Sicher würde man den Unterschied bemerken können. Er würde ihn auf jeden Fall bemerken.
Nun was brachte es über verschüttetes Blut zu weinen. Er würde sie sich ein ander mal genauer ansehen und da sie immerhin nicht beschädigt sein sollte, konnte man das Ziel immer noch erreichen.

Nun jedoch lag seine ganze Aufmerksamkeit auf dieses erstaunliche Stück Körper- und Schneiderskunst.
Das hatte er nicht erwartet, dass sie mit fremder Haut auftauchen würde, dass sie einem menschen also die haut abgezogen und genäht hatte um diese als Kleidung zu tragen...schöne weche reine Haut...
Ein Gefühl purer Euphorie überkam den Tzimisce. Sie war frei jeder Scham und Moral. Empfand es nicht als verwerflich Teile von menschlichen Körpern zu verwenden...Das hätte er nicht erwartet.

Kräftig, leidenschaftlich hielt er ihr Hand umklammert und strich mit seiner anderen Hand über ihre Finger, über die fremde Haut darüber, die Nägel.
„Wundervoll“ Die Pupillen des Drachen hatten sich zu runden schwarzen Seen geweitet und völlig entzückt starrte er auf ihr neuestes Accesoires.
„Beeindruckende Nähfähigkeiten. Auch sauber abgezogen, ohne sie zu beschädigen...wie bedauerlich, dass sie vergehen wird.“
War das ein mitleidiger Blick in seinem Gesicht? Als er wieder zu ihr sah und ihre Hand losließ.

„Von wem stammt die Hand? Und wo habt ihr gelernt was dazu nötig ist?“
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Di 13. Mär 2018, 23:30

Seinfreda sonnte sich in seinem Kompliment, war sich jedoch gar nicht so sicher, ob er es wirklich ernst meinte. Woher sollte sie wissen, ob er sie nicht innerlich verurteilte? Wollte er ein Geständnis aus ihr herauslocken, um sich dann über ihr Vergehen auszulassen, es gar gegen sie zu verwenden? Andererseits schien dies wahre Begeisterung in seinen Augen zu sein...insofern man dies sagen konnte, da seine Augen wirklich außergewöhnlich und sehr tierhaft aussahen und jetzt wo sie das ganze genauer betrachtete wirklich etwas Unheimliches hatten... waren die Pupillen immer so groß gewesen?
Sie räusperte sich "Ich bin, wie Ihr ja wisst, Heilerin, ich studiere die menschliche Anatomie und habe gelernt, Tiere möglichst ideal zu häuten, um feinstes Pergament herstellen zu können...Ich muss zugeben, dass dies hier absolut nicht einfach war und es auch einiges an...Verschnitt gab.", meinte sie dann etwas verlegen. "Ja, leider ist sie vergänglich.."SIe hielt kurz inne.
Er hatte nach der Hand gefragt...

Nach kurzem Zögern, griff sie nach der Kordel ihres Überwurfs und legte ihn über die Lehne eines Stuhles in der Nähe. Dann öffnete sie die Schleifen des Überkleides und zog es vorsichtig, um die Frisur nicht zu zerstören über den Kopf, sodass sie nur noch im ärmellosen Unterkleid vor ihm stand. Eigentlich hätte sie keine Scham empfinden brauchen, Toma kannte ihren Körper schließlich so gut wie kaum ein anderer. Dennoch schlug sie die Augen nieder, wusste nicht wohin sie blicken sollte. Einerseits hoffte sie natürlich, dass ihm ihr kleines Werk gefiel. Andererseits war ihr bewusst, dass sie in diesem Moment Furchtbares über sich preisgab...und noch schlimmer war, dass sie keinerlei schlechtes Gewissen hatte, sondern die Aufmerksamkeit genoss, die Toma ihr entgegen brachte.
Kurz stand sie so vor ihm, nun wurde nämlich das Ausmaß ihres Versuches offenkundig: Nicht bloß Handschuhe waren es, die sie trug. Die Nähte verliefen auch die Arme entlang und verschwanden unter dem Unterkleid, nur vom Hals aufwärts trug sie keine fremde Haut.
Sie blickte etwas unsicher zu Toma auf, dann jedoch gab sie sich einen Ruck und legte auch das lose Unterkleid zur Seite. Die Nähte verliefen seitlich an ihrem Rumpf entlang und bis zu den Füßen hinunter, die nicht ganz so gut gelungen waren wie die Hände. Scheinbar hatte sich die Kappadozianerin selbst in diese Haut eingenäht.

So stand sie nun vor ihm. Mehr oder weniger nackt und mit unsicherem Blick ging sie wieder zu ihm hin. Jetzt hatten sie beide keine Kleidung mehr an.

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