[1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 8. Apr 2018, 00:55

Primus was? An dieser Stelle runzelte er die Stirn, aber er glaubte zu wissen was sie ihm ja sagen wollte. „Nun ja, das ist in der Tat der einzige Grund. Ich bin handwerker, ich wollte andere Handwerker. In Domus leben Handwerker.“ So einfach war das. Er hatte keinen emotionalen Bezug zu diesem Viertel, auch in all den Jahren nicht aufgebaut.

Was das Seereisen angeht...Es ist noch nicht an der Zeit diese Domäne zu verlassen und selbst für eine kurze Reise fehlt mir die Zeit. Ich habe noch genug Arbeit hier zu erledigen.“ erklärte er und klang für einen kurzen Moment bedauernd, aber so sehr hing er diesem Gedanken dannn doch nicht nach.

„Ein solches neues Handwerk würde mich sehr interessieren. Wenn wir einen fähigen..hm...wie nennt man das? Glasmacher? Hier her bringen könnten, das wäre sicher von Vorteil. Oder jemanden zur Ausbildung dorthin schicken“ erklärte er erfreut, als er so darüber nachdachte. „Venedig ist wohl näher gelegen als Byzanz, was sinnvoller wäre, obwohl es aus beiden Städten hiesige Kainiten gibt.“ Sousanna würde er nur sicherlich nicht fragen.
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La Vedova
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Di 10. Apr 2018, 16:25

Seinfreda lächelte bei seinen Überlegungen und freute sich sichtlich darüber, dass die Begeisterung nun auch auf Toma übergeschwappt war.
"Ich werde einmal Sousanna fragen, ob sie sich vorstellen kann, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Kommt sie nicht aus Byzanz? Und sie ist Händlerin...vielleicht hat sie Kontakte..."

Langsam ließ die Nordländerin Tomas Hand los und räusperte sich leise. Ihr Ton klang etwas ernster als sie weitersprach.
"Nun, es gibt noch ein Anliegen, weshalb ich hier bin. Sicherlich habt Ihr es Euch schon gedacht.
Auch wenn Ihr scheinbar keine so große Verbundenheit zu diesem Sestiere verspürt wie ich, so seid Ihr für mich doch ein wichtiger, ja ein beinahe unverzichtbarer Teil dessen.
Bis vor dem Krieg kümmerte sich Gaius um die Belange des Viertels und seit er ...verschwunden ist, kümmere ich mich um die Belange, die zuvor unsere gemeinsamen waren. Das ist viel und ich muss zugeben, dass ich bisweilen mit dieser Verantwortung ringe, auf die ich nicht vorbereitet war. Ich hatte gedacht, dass wir gemeinsam etwas aufbauen können, gemeinsam dem Auftrag zur Gesundheit der Herde verfolgen...dass er die ausführende Kraft ist, während ich den Forschungen und Künsten nachgehen kann. Dass er mich schützt und uns den Weg bahnt, damit meine Visionen wahr werden können.
Das war ein Irrglaube und ich sehe nun, dass es dumm von mir war, in dem alten Muster zu leben, das mir schon zu Lebzeiten von Geburt an durch mein Geschlecht beschieden schien. Ein Gespräch mit Livia vor einer Weile öffnete mir die Augen: Denn nach unserem Ableben scheint es so, als seien unsere Geschlechter nicht mehr von Belang. Ich habe erkannt, dass ich mich nicht weiter vor der Verantwortung scheuen darf, mich nicht in meinen Scriptorien verstecken darf und selbst dafür sorgen muss, dass meine Visionen wahr werden.
Ich bin keine Kriegerin und ich weiß, dass es womöglich durchsetzungsstärkere Kinder der Nacht gibt als mich. Doch auch ich habe Stärken, auch wenn diese wie die Euren eher im Verborgenen liegen. Vielleicht ist dies sogar ein Vorteil für Euch, dass ich keine Einzelkämpferin bin, ja gar nicht sein möchte.
Deshalb möchte ich Euch fragen, ob Ihr etwas dagegen einzuwenden hättet, wenn ich mich auf den Posten im Mondsenat bewerbe, um dort für das Sestiere Domus zu sprechen. Ich möchte das nicht über Euren Kopf hinweg tun und würde mich wirklich sehr über Eure Unterstützung freuen.", sie hielt nach diesem Redeschwall kurz inne und beobachtete Tomas Reaktionen auf das, was sie gesagt hatte.
"Ich würde mich mehr als freuen, mit Euch gemeinsam dieses Sestiere zu gestalten."
Nun wartete sie ab, was er davon hielt.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 12. Apr 2018, 11:36

„Sousanna…“ wiederholte er und zog die Oberlippe hoch, was seine spitzen Zähne zeigte.
„Nun, es ist euer Projekt. Zieht hinzu wen immer ihr mögt.“ Sagte er zwar, aber man merkte seine Abneigung gegen Seinfredas Idee. „Aber auch der werte Ajax stammt aus Byzanz und der werte Ilario aus Venedig.“ Schlug er stattdessen vor.

Er hatte es nicht direkt kommen sehen, dass sie dies ansprach, aber es war ihm bewusst gewesen, dass irgendwann jemand dieses Amt wieder einnehmen würde, da Gaius‘ nicht so baldige Rückkehr ja abzusehen war. Dennoch hatte er nicht erwartet, dass sie ihn tatsächlich einbeziehen wollte. Sofern sie es ernst meinte, freute ihn dies jedoch.

Eine Weile schaute er sie nachdenklich an, bevor er antwortete.

„Meine Erwartung als ich einmal hier her kam, war Handwerker unter mir zu sammeln. Leider hat sich dies als nicht so einfach herausgestellt und Gaius schien sich selbst einige unter den Nagel zu reißen…
Ich würde es begrüßen wenn ihr mich einbeziehen würdet in die Entscheidungen die das Sestere betreffen. Jedoch habe ich kein Interesse an Politik oder den Menschen. Ihr könnt jeden Senator haben, den ihr wollt und versuchen den Menschen zu helfen. Ich will nur ihre Arbeitskraft, den Gewinn ihres Handwerks, ihre und meine Fähigkeiten ausbauen; und Unterkünfte für die meinen, damit ich forschen und werken kann ohne mich um Nahrung und Sicherheit für sie oder mich sorgen zu müssen.“
Erklärte er, was eigentlich seine Absichten waren. „Wenn ihr mir helft dies zu erreichen, unterstütze ich euch bei euren Vorhaben in diesem Sesterie, werte Mondsenatorin.“
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Fr 13. Apr 2018, 02:46

Seinfreda lächelte Toma ehrlich erfeut an. "Nun, wenn es weiter nichts ist, das Ihr wünscht, so sehe ich einer zufriedenstellenden Zusammenarbeit nichts im Wege stehen.
Für den Bau am Domus bevorzugte ich damals tatsächlich von uns gebundene Handwerker, das stimmt. Die Details über die verschiedenen Handwerker und Betriebe können wir gerne bei Gelegeheit austauschen, um uns nicht unnötig in die Quere zu kommen und gegenseitig zu behindern, das ist bloß nervenaufreibend und hilft keinem weiter.
Auch ich hatte bisher nicht viel Interesse an der Politik...doch inzwischen habe ich verstanden, dass ich dieses aufbringen muss, um tatsächlich in den richtigen Größenordnungen etwas bewegen zu können. Solltet Ihr Vorschläge bezüglich der Gesetzesvorschläge haben, könnt Ihr Euch also gerne an mich wenden, damit sich meine Senatoren auch für Eure Interessen einsetzen können. Falls Ihr Ideen und Visionen für das Viertel habt, so würde ich mich freuen, Euch dabei unterstützen zu dürfen oder sie mit Euch gemeinsam umzusetzen, aufzubauen..wahr zu machen.
Mangelt es Euch denn momentan an Unterkünften und Nahrung für Euch, abseits der allgemeinen Hungersnot, also Blut meine ich?", fragte sie dann erstaunt "Sollte das der Fall sein, so kann ich gerne helfen. Es mangelt an nichts davon und ich sehe keinen Grund darin, alles für mich zu horten. Tatsächlich gebe ich momentan schon von meinen...Erzeugnissen einiges ab. Solltet Ihr also Bedarf haben, so habt keine Scheu, ich helfe gerne.", dabei lächelte sie freundlich. In Ihrem Kopf schien sie tatsächlich gerade einige Dinge durchzugehen, der Blick wanderte überlegend durch den Raum, ohne aber tatsächlich die Gegenstände zu betrachten. "Sagt...Ihr wisst nicht zufällig von weiteren Kainiten, die sich Domus als Sestiere ihres Unterschlupfs gewächt haben?"

"Und natürlich werde ich mich demnach also am besten an Ilario oder Livia wenden, damit auch der Zusammenarbeit an den Bauprojekten keine Zwitracht im Wege steht..."; fügte sie dann leiser und schmunzelnd hinzu.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1006] Wenn wir uns wieder sehen [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 15. Apr 2018, 17:52

„Es würde mich freuen, wenn wir das klären könnten bezüglich der Handwerker. Das ist meine Bedingung. Ich möchte über sie entscheiden, bzw würde mein Ghul sie verwalten.
Die Handwerker arbeiten natürlich nur mit Jakob zusammen, wenn er ihnen Aufträge bringt. Daher würde ich es sehr zu schätzen wissen, wenn eure Aufträge exklusiv über meinen Ghul an die Handwerker verteilt werden.“


Toma schüttelte den Kopf auf ihre Frage nach dem Blut. „Es mangelt mir nicht an Blut. Es ist mehr so...seht ich jage nie in Domus. Es erscheint mir nicht klug dies direkt vor der Haustüre zu tun. Es ist jedoch zeitaufwendig sich dieses aus den anderen Sesterie zu holen. Eine einfachere Methode das Blut zu beschaffen ohne zu viel Aufmerksamkeit auf mich und mein Heim zu ziehen, würde mich sehr interessieren. Jedoch ist mir bewusst, dass das für meine Bedürfnisse nicht so gänzlich einfach ist. Doch prinzipiell besitzt der Mondsenat das Recht exklusive Jagdgebiete zu vergeben. Ich möchte dies. Sollte sich irgendwann eine geeignete Möglichkeit...ein geeignetes Gebiet ergeben. Mehr nicht und es eilt nicht.“ erklärte er was er mit seiner Aussage gemeint hatte.

„Seresa hatte vor einigen Jahren in einem Gasthaus getagt, jedoch scheint sie wohl mittlerweile bei ihrem Bruder Ajax unterzukommen. Andere Kainskinder sind mir in unserem Sestere nicht bekannt.“
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