[1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Titus
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[1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Titus » Do 8. Mär 2018, 10:15

Die Therme, die einst seinem Verbündeten Gaius gehörte und sich nun im Besitz seiner Clanschwester befand, war in dieser Nacht weniger besucht. Titus hatte zu Beginn dieser Nacht gejagt, verspührte nicht mehr diesen drängenden Hunger, an den er sich schon seit so langer Zeit gewöhnt hatte.

Seit einiger Zeit schon verspührte er den Wunsch oder auch die Neugier, mal die Thermen zu besuchen. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal ein Bad genommen hatte. Selbst als Sterblicher hatte er kaum die Gelegenheit mehr als nur mit kaltem Wasser aus Bächen zu waschen. Der untote Zustand hatte ihn von Schweiß und dem damit verbundenen Gestank befreiht. Doch er sehnte sich ein bisschen nach dem Gefühl von Wärme, war er doch durch den Fluch seines Blutes nicht dazu in der Lage, sein Blut dem Menshcen gleich zu erwärmen...er hatte das Gefühl von Wärme schon fast vergessen.

Auch wenn nur wenige Besucher in dieser Nacht die Therme besuchten, ließ er sich doch einen Zuber geben, der ein wenig Abseits und nicht so gut einsehbar war, damit die übrigen Gäste durch seine ungewöhnlich bleiche Haut nicht beunruhigt wurden. Hinter Tüchern vor all zu neugierigen Augen verborgen begann sich der Liktor von Genua zu entkleiden. Sein Schwert hatte er nicht in die Therme mitgebracht, aber er hatte einen Dolch am Gürtel, den er auf einem Schemel griffbereit deponierte.

Das Wasser war heiß und duftete angenehm nach Sandelholz und anderen Ölen, dessen Geruch ihm nicht bekannt war. Langsam tauchte Titus erst mit einem, dann mit dem anderen Fuß in den Zuber ein. Schließlich ließ sich der ungewöhnlich kräftige und muskullöse Körper in das heiße Bad hinab. Mit dem Rücken lehnte er sich an die Wand des Zubers und streckte seine Beine aus. Das Wasser reichte ihm bis zur Brust und seine Arme legte er auf dem Rand des Zubers ab und legte den Kopf in den Nacken, wo ein wollenes Tuch ein komfortables Polster auf dem harten Rand des Zubers bildete. Die mächtige Brust hob und senkte sich langsam und regelmäßig, als er das Bad zu genießen begann und den Duft bewusst einatmete. Das Gefühl der wärmenden Umarmung des Wassers war ungewohnt doch wohlig und entspannend. Einer der seltenen Momente, die Titus bewusst und ausführlich genoss. Durch die Kraft seines Blutes verstärkte er den Tastsinn seiner Haut, bemerkte die kleinsten Strömungen innerhalb des Wassers, fühlte die hölzerne Oberfläche des hölzernen Zubers, die Maserung, die kleinsten Unebenheiten. Er schloss die Augen und genoss die Stille, die nur ab und zu durch ein leises Tropfen unterbrochen wurde, als der kondensierte Wasserdampf von der Decke zurück in den Zuber tropfte....


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La Vedova
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von La Vedova » Do 8. Mär 2018, 11:18

So verging einige Zeit.
Das Tropfen des Wassers von der Decke, manchmal der Wiederhall leise flüsternder Stimmen, einmal ein leises Auflachen eines der Mädchen.
Immer wieder das Pläschern, wenn jemand ein Becken oder eine Wanne verließ oder sich in das Wasser hineingleiten ließ.
Dann wieder nur das Tropfen, der warme Dampf, ein Dämmerzustand…

Die geschärften Sinne des Liktors nahmen den Geruch schon früh wahr, als er sich zu den Düften der Öle und der Umgebung gesellte. Ein weicher, frischer Geruch von Moschus und Minze und…Frau.
Mit gesenktem Blick schob Layla die Vorhänge beiseite und nährte sich vorsichtig dem Becken. Die dunkelhäutige junge Frau mit dem ebenmäßigen Gesicht und den vollen Lippen brachte einen Eimer mit heißem Wasser, um die Temperatur in der Wanne aufrecht zu erhalten. Sie bewegte sich geschickt und leise, um den Krieger nicht zu stören. Den Großteil ihrer langen Haare hatte sie unter einem hellen Tuch verborgen, das ähnlich einem Turban um ihren Hinterkopf geschlungen war. Sie trug weite, leichte Kleidung, die wegen des Wasserdampfes in der Luft an einigen Stellen feucht auf ihrer Haut auflag, dennoch aber alles bis zu ihren Handgelenken bedeckte. Einzig die Haut unter ihren Fingernägeln und die ihrer Handflächen war rosig hell. Einzelne Schweißperlen rannen ihr den Nacken hinunter. Mit einer eleganten Bewegung ließ sie das heiße Wasser in den Zuber fließen, ohne es dabei zu laut plätschern zu lassen.
Vorsichtig und während sie so tat, als betrachte sie bloß den Eimer in ihren Händen, tastete sich ihr Blick den Körper des muskulösen, aber ungesund blassen Mannes entlang und ließ dabei nichts aus. Beinahe war sie versucht, ihn zu berühren, doch brauchte sie beide Hände für den Eimer und wusste es besser, als den Mann bei seiner Entspannung zu stören.
Und so wich sie wieder zurück, beinahe wie ein Lufthauch, der den Dampf des Zubers nur kurz im Aufruhr versetzte…

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Titus
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Titus » Do 8. Mär 2018, 12:00

Außer dem langsamen, tiefen und regelmäßigen Atemzügen blieb der Kappadozianer reglos im Bad sitzen. Er nahm die Gerüche und Geräusche in sich auf. Er spührte, wie sich das heißere Wasser aus dem Eimer in dem etwas kälteren Wasser des Zubers ausbreitete. Wie eine Wolke waberte das warme Wasser durch den Zuber, strich über Schenkel, Bauch und Geschlecht des Kappadozianers und wärmte den Körper des Kappadozianers weiter auf.

Titus Körper präsentierte sich der jungen Frau in seiner bloßen Nacktheit. Die kräftgen Muskeln über die sich die ungesund bleiche Haut spannte verrieten unverhüllt die schier unglaubliche Körperkraft, über die der Kappadozianer verfügen musste. Hier und da waren Narben von einigen Schnitten oder Stichen zu sehen, die sich Titus wohl in sterblichen Tagen zugezogen hatte. Die meisten waren behandelt worden und gut verheilt. Eine Schnittwunde am rechten Oberschenkel hatte sich aber offenbar mit Wundbrand infiziert und war nur langsam und verformt wieder zusammengewachsen.

Titus öffnete nicht die Augen, ließ Layla gewähren und ließ sie seinen gesamten Körper betrachten.
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von La Vedova » Do 8. Mär 2018, 23:08

Für die Besucher musste es ein amüsanter Anblick sein, als die schwarze Baderin mit aufgewühltem Blick das Zuberabteil verließ, sich dabei fast im Vorhang verfing, sich fahrig über die feuchte Stirn und die geröteten Wangen strich, sich Luft zufächelte und dabei beinahe den Eimer fallen ließ. Offenbar hatte sie etwas oder jemand sehr durcheinander gebracht, denn sie stand einige Momente einfach nur dort und schien völlig vergessen zu haben, wohin sie eigentlich hatte gehen wollen. Zögernd machte sie einen Schritt zur Seite, nur um sich dann wieder in Richtung Zuber umzudrehen, mit einem Blick über die Schulter, ob ihr jemand zusah.

Sie schüttelte den Kopf, ein Ruck ging durch ihren Körper und sie flüsterte zu sich selbst "Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten...Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach...Oh, führe mich nicht in Versuchung..." Die Stimme war weich und tief und von einem seltsamen Singsang.
Dann schlug sie mit der freien Hand ein Kreuz, atmete tief ein und machte sich daran, einen weiteren heißen Eimer herbeizuschaffen.

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Titus
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Titus » Fr 9. Mär 2018, 22:09

Durch die geschärften Sinne des Liktors konnte Titus die Worte der jungen Frau hören. Innerlich schmunzelte er und versuhcte sich an das Gefühl zu erinnern ein Objekt der Begierde gewesen zu sein. Bilder aus sterblichen Tagen erschienen vor seinem geistigen Auge, lange schon verschwommene Bilder, farblos und ohne Konturen. Ein Gesicht erschien ihm, das einer Frau. Sie war kaum zu erkennen zu verblasst war die Erinnerung, er wusste nur noch, dass sie wunderschön war, liebevoll, zärtlich...sie war sein und seine große Liebe.

Er verlor sich in diesen Erinnerungen...er hatte sie so lange nicht gehabt und er ließ seine Aufmerksamkeit fahren, die geschärften Sinne erloschen und er versuchte diesen Mioment, dieses Gefühl fest zu halten. Alles andere um ihn herum war ausgeschlossen und drang nicht in sein Bewusstsein ein...nichts sollte ihn von den Erinnerungen seines einstigen Eheweibes abbringen.
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von La Vedova » So 11. Mär 2018, 17:52

Es verging eine Weile, als sich erneut heißes Wasser in den Zuber ergoss. Wie beiläufig berührte der weiche Stoff von Lailas Ärmel Titus aus dem Wasser ragendes Knie. Die dunkelhäutige Schönheit blickte unter ihren schweren Lidern hindurch auf die kleinen Wellen und durch sie hindurch...Sie betrachtete die entspannte Gestalt des Mannes etwas nachdenklich.
Dann griff sie zur Seite und nahm einen Block Seife zur Hand, deren Honigduft schon kurz darauf die Luft erfüllte, als sie einige Seifenspäne herunterrieb und langsam zwischen den Handflächen auflöste. Kurz zögerte sie, dann trat sie hinter den Mann, kniete sich auf einen Schemel, griff um ihn und begann ganz vorsichtig und mit kreisenden Bewegungen die mächtige Brust einzuseifen. Dabei war ihr Gesicht ganz nah neben Titus zurückgelehntem Kopf und er konnte jede Nuance ihres Duftes warnehmen, den die glatte Haut verströmte. Er konnte auch das Pochen ihres Herzens hören, das ihr bis zum Hals schlug.

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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Titus » So 11. Mär 2018, 22:09

Titus war so sehr in seiner Erinnerung gefangen, dass er die Berührungen des Mädchens zunächst nicht. Zu sehr konzentrierte er sich darauf das Bild vor seinem geistigen Auge aus seiner Erinnerung zu schärfen. Das Gesicht bekam einige Konturen, das dunkle Haar, die ebenmäßigen feinen Züge, die Nase. Der Duft, der Titus in die Nase stieg passte zu diesem Bild so gut, dass er den Geruch in sich aufnahm und tief die Luft durch die Nase einsog just in dem Moment, als Laila sich über ihn drüber beugte. Er reckten Kopf ein wenig mit der Nase voran in die Dähe ihres Halses, dort wo sich der Duft ihrer Haut und der ihrer Haare vermischte. Ein wenig drückte er seinen Rücken durch, um ein wenig näher an die Quelled es duftes zu gelangen. Die Hände, die auf seiner Brust umherwanderten und seinen Körper erkundeten, nahm er kaum war. Neben den Bildern vor seinem Auge drangen Geräusche aus längst vergangenen Tagen an sein Ohr. Der Wind, der durch ein Kornfeld rauschte, das Zwitschern der Vögel, das helle Lachen seiner schönen Frau, das vergnügte Kichern seiner Kinder...fast zwei Jahrhunderte trennten ihn von diesen Erinnerungen und doch war er in diesem Moment ihnen so nah wie nie...seiner Familie...sein ein und alles...ein leichtes seeliges Lächeln umspielte seinen Mund, als er sich dieser Erinnerung hingab.
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Livia » Di 3. Apr 2018, 16:10

Nichts konnte Titus Ruhe in diesem Moment unterbrechen, und nichts wollte es... doch eine weitere Frau betrat die Bühne in jenem Moment - eine weitere Frau, die noch nie in dieser Therme war, die merklich unsicher war, ob es eine kluge Idee gewesen war, dieser Einladung der weisen Seinfreda zu folgen... doch nun war sie hier, war eingelassen worden, hatte die neuen Wächter gegrüßt, ihre Kleidung abgelegt und sich nur in ein einfaches Leinentuch begeben, sogar die Haube musste zurückbleiben.

So stand die so junge, so menschlich wirkende Frau, zart und verletzlich, am Beckenrand und blickte sich um... die exotische sterbliche Schönheit hatte sich etwas zurückgezogen, um Titus Meditation Raum zu geben - Livia tauschte ein freundlich verschüchtertes Nicken und unverhohlen neugierige Blicke mit ihr aus. Dann jedoch besann sie sich wieder und nutzte die Chance, dass der eisige Kappadozianer gerade im Gefängnis seiner eigenen Gedanken gefangen war, um ins Wasser zu gleiten, wie ein junger Otter.

Das Tuch blieb zurück und Livia tauchte wie in alten Tagen in den zivilisierteren Städten des Ostens in die warmen Wonnen. Sie ließ sich geradezu absinken, um dann am Beckenrand - gegenüber von Titus - nur bis zum Hals wieder aus den Wassern emporzusteigen, die Augen ebenso genießerisch geschlossen überwand sie langsam die letzten Gefühle von Zweifel und menschlicher Scham und spürte ihren toten Körper nach langer Zeit endlich wieder... wartend, ob Titus erwachen würde oder die Wasser zu flüstern begännen... so schön wie die sanften Wogen, die an des Kappadozianers Brust brandeten, als das Wasser in Bewegung kam - aber doch ohne Selbstsicherheit.

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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Titus » Mo 9. Apr 2018, 20:08

Es war dieser Augenblick, als die kleine Woge an seine weiße Brust ankam und die Bewegung im Wasser registriert wurd, als der Kappadozianer seinen Kopf hob und die Augen öffnete. Die Atmung hatte aufgehört, das seelige Lächeln aus seinem Gesicht war verschwunden. Die entspannten Muskeln seiner Arme, die auf dem Rand des Beckens ruhten spannten sich unwillkürlich an, als ihr Herr das andere Raubtier in diesem Becken bemerkte.

Das ernste Gesicht trug einen erwartenden und auffordernden Ausdruck. Doch zunächst blickte er Livia schweigend an...es war an ihr sich zu erklären. Unwillkürlich wurde es in diesem Becken kälter...
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Re: [1006]Dampf und heißes Wasser [offen]

Beitrag von Livia » Mo 9. Apr 2018, 22:31

Livia hatte sich ein klein wenig des Platzes im Bad eingenommen, noch ehe sie entspannen konnte, fixierte Titus sie in seinem Blicke und die Merkurianerin blickte ein wenig verunsichert gen Wasser.

Wenige Momente später, kaum, dass das Wasser zum Stillstand gekommen war, blickte sie wieder gen des Kappadozianers und lächelte sanft.
"Die Nacht zu Gruße, wohlwerter Titus, Geißel des Herren." Grüßte sie vorsichtig. "Verzeiht, wenn ich euer Gebet oder eure Meditation gestört habe..." Sie schenkte ein entschuldigendes aber doch kleines Lächeln - wollte nicht, dass der Kappadozianer falsche Ideen bekam oder gar noch ungeahnte Seiten zeigte!

"Doch euch hier in diesem Bad zu sehen - das erste Mal, dass ich es selbst betrete - es war mir ein zu deutlicher Wink, als dass ich euch dieses Becken ganz alleine und die Nacht euch ganz alleine überlassen könnte." Sie lächelte ein wenig schelmisch, sprach nicht weiter, ließ dem Kappadozianer die Option sie doch noch hinfortzuschicken - oder doch eine ungeahnte Seite zu zeigen. Solange es nicht eine jener Seiten wäre, wie Sousanna sie in diesem Bade erlebt hatte... Ein winziger, wahrlich kaum - aber eben doch - zu erspürender Moment der Unsicherheit und der dunklen Erinnerung huschte durch das hübsche angesicht der jungen Frau und ließ dann wieder Platz für jenes eher unschuldige Lächeln.

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