[1004] Rausch der Freiheit[offen]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

Moderatoren: Toma Ianos Navodeanu, Acacia

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1988
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

[1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Sousanna » Di 30. Jan 2018, 15:36

Jene Nacht, in der das eine Jahr starb um als ein neues zu erstehen, erinnerte die Ravnos stets an ihren eigenen Tod. Ein ebenso verstörendes wie erkenntnisreiches Ereignis, das es zu feiern galt. Und da ihr eigener Todestag stets von den Weihnachtsfeierlichkeiten überschattet wurde, streunte stattdessen in jener Janusnacht eine junge Frau durch die Gassen Raveccas. Sie suchte auf ihre Weise die Amüsements einer solch besonderen Nacht, auch wenn man ihr kaum ansah, wie blutrünstig jene Amüsements sein würden.
Unter der Kapuze ihres dunklen Mantel leuchteten freudig gerötete Wangen. Gewiss waren es Alkohol und Kälte, die sie so glühen ließen wie die Sonne. Ihr Lächeln war beinahe euphorisch zu nennen. Tänzelnd strich sie durch die Straßen, mit aufmerksam, neugierigen Blicken. Neugierig, nein gierig auf jede Vergnügung, die sich ihr bieten würde. Ihre Wege führten zu Tavernen. Eine Nachtschwärmerin. Leichte Beute für jeden, der sich ebenfalls auf seine Weise vergnügen mochte. Gleich ob Monster der Nacht oder des Tages.

Ihr Lachen war glockenhell. Brachte die Sonne selbst in die düstersten Spelunken. Frei war dieses schöne Kind. Frei wie ein Vogel. Und ebenso frei schenkte sie Lächeln und Freuden. Reich war sie gewiss nicht. Ihre Kleidung ließ eher vermuten, dass sie zu den Schaustellen gehörte, die sich immer wieder hier her verirrten. Von hier war sie gewiss auch nicht. Wie warme, sanfte Wellen umschmeichelte ihr Akzent die Ohren eines Zuhörers. Dazu ihr Antliz. Exotisch und doch so vertraut.
Es war ihr ein Leichtes, bunte, wilde Fantasien in ihrem Opfer zu erregen. Von Unschuld und Abenteuer. Von Rehen und Raubtieren. Und dazwischen bunte, zwitschernde Vögel.

Kaum jemand bemerkte, das hin und wieder während eines Kusses, ein Messer blitzte. Zu rasch war die Bewegung. Zu schnell verschwand dieser Anflug einer Klinge wieder.
Viel eher bemerkte man den kleinen blonden Halbstarken, der ihr stets wie zufällig folgte. Ein hübsches Kind der Straße. Frech, schnoddrig und doch mit einem gewissen Charme bewegte er sich in der Menge, störte sich nicht daran, wenn man ihn beiseite stieß, auch wenn dann zufällig Dinge aus den Beuteln der Betreffenden verschwanden. Machte hübschen Damen dreist-amüsante Komplimente, auch wenn er seltsamerweise, einen Bogen um Schöne, die er so schattengleich verfolgte, machte.
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
Denn mein Herz gehört den Todten an!
Friedrich Hölderlin

Benutzeravatar
Marco
Gangrel
Beiträge: 52
Registriert: Di 23. Jan 2018, 12:54

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Marco » Mi 31. Jan 2018, 10:53

Marco war auf Erkundungstour in den Straßen Genuas ohne seine beiden Gehilfen und sah sich insbesondere den Hafen an, in dem er hoffte bald eine bleibende Zuflucht zu finden. Dies war die Sorte Umgebung die er gewohnt war, obwohl der Hafen Genuas an diesem Abend deutlich belebter und friedlicher wirkte als der in Nizza. Diese feinen Unterschiede machten ihn aber nichts aus. Im Gegenteil, es bereitete ihm durchaus Freude unter Menschen zu sein. Er fühlte sich so lebendig und unbeschwert wie lange nicht mehr. Vielleicht hatte ihn auch die Neujahrsstimmung angesteckt.

Einmal erblickte er ein junges Mädchen und war versucht sich durch sie zu stärken. Doch er verwarf den Gedanken, denn obwohl ihr Blut wohl köstlich war wirkte sie viel zu jung und unschuldig um seinen Geschmack zu treffen. Ja, der Weg des Himmels verlangte von ihm sich nur von Sündern zu ernähren, sofern die Unschuldigen ihm nicht freiwillig ihr Blut boten. Zum Glück waren seine beiden Ghoule genau das. Grausame Halsabschneider waren sie gewesen, die ihn bei ihren ersten Treffen als Sklaven verkaufen wollten. Durch ihn hatten sie zwar eine noblere Bestimmung gefunden, doch war damit ihre Buße noch nicht abgeleistet. Er sah in der Menge allerdings auch einige Taschendiebe, was Erinnerungen an sein früheres Leben weckte, bevor er von Zuhause weggelaufen war. Einige von ihnen hätten bestimmt ein gutes Opfer abgegeben.

Einer dieser Taschendiebe folgte der faszinierenden jungen Vampirin die er auf der großen Versammlung gesehen hatte und erinnerte ihn wirklich sehr an sich selbst. Als sich Sousannas und sein Blick trafen schenkte er ihr ein freundliches Kopfnicken um zu signalisieren, dass er sie erkannt hatte.

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1988
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Sousanna » Mi 31. Jan 2018, 12:11

Die Schöne war gerade in einem recht angeregtem Geplauder mit einem jungen, gutaussehenden Herren verwickelt, der ihr gerade beteuerte, er könne ihr die Welt kaufen, so sie ihm nur einen Kuss gab. Ihr helles, sonniges Lachen darüber trieb ihrem Gegenüber und einigen Umstehenden wohlige Schauer über den Rücken und ließ sie sich so männlich und göttergleich wie nie fühlen. Auch Sousanna genoss diese Momente. Sie als blutsaufendes Monster, das ihre Beute nicht mit Gewalt, sondern nur mit List, Witz und Schönheit umwob, bis man ihr freiwillig gab, was auch immer sie wollte.

Dann aber bemerkte sie den Gangrel und auch wenn ihr Inneres tief seufzte, bekam er ein zuckersüßes Lächeln zugeworfen, dass ihre Bewunderer schon beinahe neidisch werden ließ. Rasch entschuldigte sie sich von den enttäuschten Mannen, versprach ihnen aber, gleich wieder zu kommen, nachdem sie mit ihrem kleinen Bruder gesprochen hatte.

Tänzelnd kam sie zu Marco hinüber und zwinkerte ihm verschwörerisch zu. "Genießt du ebenfalls den Zauber einer so besonderen Nacht? Ich habe schon lang keinen deines Blutes in der Stadt gesehen.", grinste sie ihn an und richtete in einer spielerischen Geste ihr Kleid, das ganz - zufällig natürlich, verrutscht war. An einem solchen Abend war kein Platz für ein Ihr, schon gar nicht zwischen Ravnos und Gangrel.
Ihre Zunge liebkoste schon diese wenigen Worte sanft. Ließ sie klingen wie die Stadt aus der sie stammte. Warm, bunt und voller Schönheit, in der sich doch ein Dolch verbergen konnte.
So dicht wie sie einander nun standen, konnte er ihren Duft nach wohlriechenden Ölen, Gewürzen und den Geheimnissen des Orients wahrnehmen. Wie ein sanfter Heiligenschein umgab er sie und ebenso unschuldig wie eine Heilige hätte die zierliche Frau wirken können, wäre da nicht das schelmische Funkeln in ihren Augen gewesen.
Im Gegensatz zum Hof, wirkte sie nun völlig menschlich. Die Wangen waren gerötet und eine sanfte Wärme strahlte von ihr ab. So natürlich und lebendig, als wäre die Byzantinerin noch voller Leben. Als hätte der Tod sie verschont.
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
Denn mein Herz gehört den Todten an!
Friedrich Hölderlin

Benutzeravatar
Marco
Gangrel
Beiträge: 52
Registriert: Di 23. Jan 2018, 12:54

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Marco » Mi 31. Jan 2018, 12:41

"Ja, es ist wirklich eine sehr zauberhafte Nacht. Eine Nacht in der man seine Sorgen für einige Zeit vergessen kann.", meinte Marco zu der hübschen Ravnos. Er drückte sich ganz gut in der Lingua Franca aus. Immerhin hatte er einen guten Lehrer gehabt was das anging. Ihm viel auf wie lebendig diese Frau wirkte. Lebendig und ausgelassener als die manchen Menschen. Ob er dieser Verführerin trauen konnte? Er musste vorsichtig sein. Hinter ihrer fröhlichen Fassade schien eine Teufelin zu stecken. Eine Ausgeburt des sündigen Orients. Das machte ihn misstrauisch aber er war klug genug es nicht zu zeigen.

"Ach? Kommen nicht viele Kainskinder von meinem Clan hierhin? Ich habe noch nie eine Ravnos getroffen. Stimmt es, dass unsere Clans sich nicht so recht verstehen? Und woher kommt das?", fragte der jugendliche Gangrel neugierig. Vielleicht konnte er doch etwas durch sie lernen über Genua und der fremden Welt der Untoten in welcher er sich nun bewegte.

Benutzeravatar
Lorenzo
Toreador
Beiträge: 324
Registriert: Di 26. Sep 2017, 16:34

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Lorenzo » Mi 31. Jan 2018, 13:00

Lorenzo beobachtete aus einiger Entfernung die Schönheit, welche er unter dem Namen Sousanna kennengelernt hatte, mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. Als Sie wieder einem zu Ihrem Messer griff um an die Vitae Ihres Opfers zu kommen musste Lorenzo innerlich auflachen. Es amüsierte Ihn immer wieder zu sehen, wie kreativ so mancher ist, um an den Roten Lebenssaft heranzukommen. Als dann ein weiteres Gesicht dazu kam, ein Junge vom äußeren nicht älter als 13 oder 14 Winter alt, fing er an zu grübeln. Er hatte dieses Gesicht schon einmal gesehen. Aber wo ? Nach einigen grübeln gab er es auf, und mit einem lächeln im Gesicht, schlich er sich spielerisch an Sou heran, um Sie von hinten in die Seiten zu piksen. Dabei lächelte er beide mit seinem charmanten freundlichen lächeln an.

„Du auch hier“ sprach er zu Sousanna. Danach wandte er sich dem Gangrel zu „ich könnte schwören euch schon mal wo gesehen zu haben, aber wie dem auch sei, mein Name ist Lorenzo.“ Dabei hielt er Ihm seine rechte Hand zum Gruß hin.
Er weinte Tränen, Tränen aus Blut
Die Wangen entlang bahnten sie sich Ihren Weg
Liefen das Kinn entlang um dann das Oberhemd mit Blut zu benetzen
Und ein Lachen so kalt wie Eis umrandete sein Gesicht
Es füllte den Raum wie ein Chor schaurigster Stimmen

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1988
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Sousanna » Mi 31. Jan 2018, 17:16

Anerkennend lächelte sie ihr Gegenüber an. Tatsächlich mochte man ihr keine List in ihren Augen oder ihrem Gebaren erahnen. Viel eher schien diese Antwort ihr tatsächlich zu gefallen - selbst wenn sie sich ein wenig anstrengen musste, ihn zu verstehen. Eine seltsame Mischung der Sprachen war es, die er dort verwendete. Sie konnte es keinem Land so richtig zuordnen. Er musste von einem sehr fernen Ort stammen, wenn sie diese Art zu sprechen noch nicht einmal in Byzanz gehört hatte. Dieses Mysterium ließ eine sanfte Falte zwischen ihren wohl geschwungenen Augenbrauen entstehen und ihren Kopf zur Seite legen.

Dann seufzte sie gespielt gequält. "Ach, mein Lieber, bisher hat jeder aus dem Blut des Tieres seine Fänge früher oder später in meinem zarten Fleisch vergraben, um mich danach unwürdige zu schimpfen.", erklärte sie so betont voller Betrübnis, das man sie gleichzeitig in den Arm nehmen und in das schallende Gelächter einstimmen wollte, das auch ihren unschuldigen Rehaugen sprühte.
"Aber ich persönlich hege keinen Groll gegen die Deinen", kicherte sie leise und musterte Marco betont neugierig. Eine Spur Lasizivität hatte sich in ihre Miene geschlichen, die jedoch jäh in einem erschrockenen Quieken gebrochen wurde, als da mit einem Mal Hände an ihren Seiten waren, mit denen sie nicht gerechnet hatte.

Marco, der ihr gegenüber stand, mochte kurz das Tier in ihren Augen aufflackern sehen, ehe sie sich mit einer tänzerischen Geste zu einem Angreifer umwandte. Mit einem Mal blitzte eine feine Klinge zwischen ihren Fingern hindurch. Vielleicht hätte sie ein Unbekannter oder ein Mensch direkt ins Fleisch bekommen, doch als sie Lorenzo erblickte, drang nur ein kurzes Fauchen hervor.
Mit einem Kopfschütteln verschwand das Messerchen wieder und ihr Lächeln war zwar tadelnd aber echt. "Du solltest aufpassen.", mahnte sie ihn, doch wohl kaum ernstlich böse. "Eine andere hätte zugestochen."
"Nun, ich darf euch gegenseitig vorstellen", erklärte sie schließlich wieder zu einer Form des Protokolls übergehend. "Marco vom Blut des Tieres, dies ist Lorenzo die einzige Rose Genuas. Lorenzo, das ist Marco. Du hast ihn auf dem Hof gesehen."
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
Denn mein Herz gehört den Todten an!
Friedrich Hölderlin

Benutzeravatar
Marco
Gangrel
Beiträge: 52
Registriert: Di 23. Jan 2018, 12:54

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Marco » Mi 31. Jan 2018, 17:34

"Mir hat bisher noch niemand von euch Ravnos Grund gegeben Groll gegen euren Clan zu hegen.", plauderte Marco weiter und schien durchaus Mitleid mit ihr zu empfinden, auch wenn Sousanna nicht wirkte als hätten ihr seine Clansgenossen jemals wirklich geschadet. Aber vielleicht gehörte sie auch einfach zu der Sorte die über alles scherzen konnte, egal wie Schmerzhaft es war. Dann kam auf einmal Lorenzo dazu. Der junge Gangrel hätte die Ravnos gewarnt, doch war der Toreador zu schnell. Das Funkeln in den Augen der Vampirin ließ ihn wachsam werden, doch eskalierte die Situation glücklicherweise nicht. Beruhigt nahm Marco die Hand Lorenzos. "Guten Abend, Lorenzo.", meinte er höflich," Ihr scheint hier jemanden einen gewaltigen Schrecken eingejagt zu haben. Wie war noch einmal euer Name? Sousanna, richtig?" Der Gangrel wendete sich zu der Ravnos. Vielleicht würde diese Bekanntschaft ihm eines Tages noch nützen. Für Kainskinder wirkten die beiden wirklich freundlich.

Benutzeravatar
Lorenzo
Toreador
Beiträge: 324
Registriert: Di 26. Sep 2017, 16:34

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Lorenzo » Mi 31. Jan 2018, 17:42

Als Sousanna das Messer wieder wegsteckte, lächelte dieser Sie einfach nur mit seinen strahlenden Augen an. „Nun dann bin ich aber froh, dass du es bist, wie wunderschön es immer wieder aufs neue ist deine Schönheit bewundern zu dürfen.“ Dabei lächelte er Sie mit einem amüsierten und doch zweideutigen Blick an.

Als Sie dann zu den anderen Kainiten deutete und diesen Vorstellte verneigte Lorenzo kurz sein Haupt vor ihm.

„Nun jetzt weiß ich woher ich euch kenne, danke teuerste das Ihr meinen Erinnerungen aufgefrischt habt. Nun es freut mich eure Bekanntschaft zu machen, ich muss gestehen, dass ich keines gleichen von eurem Clan bislang kennenlernen durfte, umso mehr erfreut es mich daher eure Bekanntschaft zu machen.

Um es aber der Form Richtig zu gestalten stelle ich mich euch der Etikette gemäß vor“, beim Wort Etikette nahm Lorenzos Gesichtsausdruck den eines Menschen an der in eine Zitrone gebissen hatte.

„Ich bin Lorenzo, Neugeborener vom Clan der Rose, Sohn von Adriano Neugebohrener im Clan der Rose, freigesprochen von Prinz Totila von Mailand, Ahn des Clan Lasombra “.
Er weinte Tränen, Tränen aus Blut
Die Wangen entlang bahnten sie sich Ihren Weg
Liefen das Kinn entlang um dann das Oberhemd mit Blut zu benetzen
Und ein Lachen so kalt wie Eis umrandete sein Gesicht
Es füllte den Raum wie ein Chor schaurigster Stimmen

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1988
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Sousanna » Mi 31. Jan 2018, 21:45

Man konnte schwerlich Ravnos und derart menschlich sein und nicht einen etwas sonderbaren Sinn für Humor und die Verarbeitung schrecklicher Geschehnisse haben. In jedem Fall wirkte sie tatsächlich nicht so, als störe es sie von so vielen Angehörigen eines Blutes angegriffen worden zu sein. Zumindest schien sie ehrliche Freude dabei zu empfinden, sich einmal nicht mit einem Gangrel balgen zu müssen.

Sie schmunzelte leicht über Lorenzos Schmeichelei, schüttelte allerdings leicht den Kopf dabei, als wolle etwas in ihr sagen, das eine solche Süßholzraspelei hier nicht angebracht war. Beide Söhne des Kains würden aber eindeutig spüren, dass sie sich in solchen Komplimenten zu räkeln wusste, wie eine Katze im Sonnenschein.
"Ihr habt Recht, werter Marco", strahlte sie den jungen Burschen vor ihr dann an. Beinahe hatte es den Anschein als freue es sie ehrlich, dass er sich an ihren Namen erinnerte. "Ich bin Sousanna, Neugeboren im Blute der Wanderer, Tochter des großen Fürsten und Erretters der thrakischen Lande Caspar, Anchilla der Ravnos."
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
Denn mein Herz gehört den Todten an!
Friedrich Hölderlin

Benutzeravatar
Marco
Gangrel
Beiträge: 52
Registriert: Di 23. Jan 2018, 12:54

Re: [1004] Rausch der Freiheit[offen]

Beitrag von Marco » Mi 31. Jan 2018, 22:26

Auch Marco neigte höflich seinen Kopf vor beiden. "Marco, Neugeborener vom Clan des Tieres, Sohn von Arichis von Can Gangrel, freigesprochen von Prinz Blandus von Nizza, Ahn des Clan Ventrue. Jetzt haben wir uns alle förmlich vorgestellt.", meinte er mit einem sanften Lächeln," Auch mir war bisher kein Toreador bekannt. Doch habe ich durchaus gute Dinge über euch gehört von einem Kainskind in Nizza das mir sehr geholfen hat die Mysterien dieser neuen Existenz zu ergründen." Er wurde etwas weniger wachsam. Vorerst war ihm Sousanna suspekt vorgekommen, doch schien sie jetzt eher verspielt als wirklich gefährlich.

Antworten