[1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

[Januar '18]

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Amalia
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[1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Amalia » So 14. Jan 2018, 01:04

Amalia beäugte die Neuankömmlinge neugierig und Furfur bekam ein freundliches Nicken zugeworfen. Dich die meisten von ihnen waren Amalia ein Rätsel. Scheinbar waren sie wichtig und ein zwei von ihnen, wie zum Beispiel den dicken Kappadozianer, hatte sie auch schon einmal gesehen, doch Namen, Ränge oder gar Stände waren ihr gänzlich unbekannt. So setzte sich der muskulöse Leib in Bewegung und schlendert andächtig zu einem weiteren Kind der Nacht. Der Okkultist, könnte ihr bestimmt bei der Beantwortung der Frage helfen.

Höflich neigte sie ihr Haupt, ehe sie Ilario ein freundliches Lächeln schenkte. Seitdem die beiden sich das letzte Mal sahen war viel Zeit vergangen.

„Die Nacht zum Gruße werter Ilario. Es ist mir eine Freude euch zu sehen. Sagt, dürfte ich euch eine Frage stellen?“

Höflich wartete die Salubri auf die Antwort des Lasombras, ehe sie ihre Frage stellte.
"Ich kann deine Angst fühlen Mensch. Sie ist spürbar gegenwärtig. Ich kann mit den Fingern darüberstreichen und ihr krankes Aroma schmecken. Ist dieses Entsetzen Nährboden für Hass, dann lass mich daran laben und dich dabei völlig auslöschen."

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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Ilario » Do 18. Jan 2018, 14:03

Ilario strahlte eine gewisse Ruhe aus, er hatte das Schlimmste überlebt und egal wie demütigend der Hoftag für seine Herrin werden würde, diese Versammlung und ihre politischen Konsequenzen waren immerhin etwas das er verstand. Etwas mit dem man arbeiten konnte, ein tödlich-ernstes Spiel an welchem er immer mehr Gefallen fand.

Der Lasombra beobachtete wie Amalia zunächst zu Ajax ging und mit diesem sprach. Dann kam die entstellte Salubri auf ihn zu und Ilario erwiderte ihren Gruß mit einem knappen aber respektvollen Nicken wie es einer Neugeborenen von Hohem Geblüt zustand. Ihr Lächeln fand jedoch keine Entsprechung, überhaupt verirrte sich an diesem Abend nicht der Hauch eines Lächelns auf Ilarios Züge.


"Ihr dürft werte Amalia. Sprecht frei und stellt eure Frage."
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Amalia » Fr 19. Jan 2018, 11:52

Amalias Lächeln änderte sich nicht, auch nicht, als sie merkte, dass der Lasombra nicht ganz so fröhlich schien. Erneut neigte sie den Kopf und erhob dann ihre sanfte Stimme.

"Nun werter Ilario ... ihr seid doch schon länger in dieser Domäne ... und da dachte ich, dass ihr mir vielleicht verraten könntet, wer diese fremden Kinder der Nacht sind, welche zusammen mit meinem Bruder diese schönen Hallen betraten ... Natürlich nur, wenn es euch nichts ausmacht."

Wieder ein kurzes neigen des Hauptes ein charmantes Lächeln und ein freundlicher Blick. Amalia schien wie auswechselt, auch wenn der Anlass nicht der fröhlichste war. Doch da war noch mehr, denn auch, wenn das blaue Auge hin und her huschte, um alle Eindrücke aufzusaugen, so starrte das weiße, blinde unachgiebig nach vorne. Direkt in die Augen des Lasombras. Kein Zwinkern, Kein Blinzeln nur die Eiseskälte und gähnende Leere.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Ilario » Mo 22. Jan 2018, 12:08

"Hm, ihr seht anders aus als bei unserer letzten Begegnung. Irgendwie gepflegter, ansehnlicher... und hab zudem gelernt euch in der hiesigen Sprache zu verständigen. Mein Kompliment. Ein Vasall Mailands seid ihr ebenfalls geworden wie man hört, ich gratuliere euch."

Trocken vorgetragen, blieb es Amalia selbst überlassen zu entscheiden ob der Magister seine Worte ernst meinte. Aber zumindest war das Auftreten der Salubri zivilisierter und angemessener und Ilario war Wandler auf der Via Regalis sowei selbst Vasall. Ein Status an dem er wohl nichts auszusetzen hatte oder?

"Euer Bruder, der werte Furfur richtig? Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen. Nun nach ihm kamen:

Der verehrte Mattia Bragadin, Gast der Domäne Genua, Ältester und Ancilla vom Clan der Gelehrten. Genauso sehr Krieger wie Gelehrter wie es heisst.

Dann der sehr verehrte Godeoc, Ältester der Verborgenen Genuas, Mondsenator und Herr Claviculas, Ädil und seit jüngstem wohl in die Kreise der Ahnen aufgenommen. Der Koloss in seinem Schatten ist sein Kind Il Ghiotto, Neugeborener der Nosferatu.

Der beleibte Mönch dort ist der verehrte Frater Benedetto, seines Zeichens Chronist Genuas, Ältester vom Clan des Todes, Herr San Marcellinos und Senator unter dem Monde für Burgus.

Und zuletzt der verehrte Caspar, Fürst und Erretter der thrakischen Lande, Erzeuger der werten Sousana vom Clan der Wanderer. Eine höchst interessante, um nicht zu sagen schillernde Persönlichkeit.

Im Gegenzug habe ich nun auch eine Frage an euch werte Amalia: Mir kam zu Ohren, dass wir beide wohl einige Zeit unter diesem Dach hier weilten. Die Umstände eures Aufenthaltes waren aber wohl weit weniger angenehm, ich hörte ihr sollt hierher gebracht worden sein nachdem ihr illegalerweise in Domus auf der Jagd wart. Ist dem so werte Amalia?"


Die Miene des Schattens zeigte keinerlei Regung, nicht einmal die zu erwartende Missbilligung sollte Amalia tatsächlich die Tradition verletzt haben. Leere und Kälte zeichneten den Lasombra wie schon zuvor.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Amalia » Mo 22. Jan 2018, 19:33

Amalia blickte mit jedem Namen zu dem jeweiligen Kainiten und schmunzelte kurz. Sie würde sich nach dem Gespräch vorstellen, doch noch gab es ein Gespräch zu führen. Doch wer war der Letzte? Amalias Blick blieb etwas länger auf Ferrucio liegen, ehe sie sich wieder zu dem Schatten wendete.

„Vielen Dank für euer Kompliment werter Ilario … ja seit unserem letzten Gespräch ist etwas Zeit vergangen, genug um zu lernen. Wobei der Titel des Vasallen eher ein Preis war, den ich zu zahlen hatte … die Alternativen lagen nicht ganz in meinem Interesse …“ hier bekam ihr Lächeln einen kleinen Bruch, sie wirkte so, als wäre sie mit ihrem neuen Titel noch nicht ganz so zufrieden oder hätte sich damit abgefunden. Auf die Frage des Lasombras lag sich ihre Stirn in Falten

„Mhhh „illegal“ würde ich es nicht nennen. Jedoch definitiv in einer Grauzone. Es ist eine Geschichte der Blickwinkel. Seht ich hatte nur die Erlaubnis meines Bruders mich in seinem Gebiet zu nähren … waren sowohl Ädile als auch der höchstverehrte Prinz nicht anwesend. Ich war neu und beherrschte, wie ihr ja wisst die Sprache noch nicht. Es kann natürlich sein, dass ich ihn falsch verstanden habe.
Ich wäre auch gerne Freiwillig mitgekommen, und hätte mich abführen lassen, doch leider sind so Kainskinder wie Titus an der Macht, welche lieber die Leute grundlos in Starre schlagen, als einmal nachzudenken … ich bin gespannt wie der Hof noch verlaufen wird. Doch sagt werter Ilario, wer ist der Mann dort mit der Glatze? Ihn hattet ihr vergessen …“

Und mit diesen Worten blickte sie wieder zu dem alten Malkavianer.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Ilario » Di 23. Jan 2018, 11:42

"Vasall zu werden... ein Preis... nun eigentlich sollte es eine Ehre sein. Die Alternativen waren dann vermutlich recht endgültiger Natur? Sagt, wisst ihr ob den werten Gaius Marcellus von Genua ebenfalls eine solche Wahl gelassen wurde? Zudem hörte ich, dass der Preis für seine Freilassung durch euren hochverehrten Lehnsherrn einige Werke okkulter Natur wären, Bücher oder Schriftrollen. Wisst ihr welche genau?"

Ihre Ausführungen zu ihrer Jagd in der Grauzone und dem rabiaten Vorgehen des Liktors folgte Ilario ohne eine Miene zu verziehen. Nickte zum Schluss und schwieg. Den barfüßigen Malkavianer hatte er sicher nicht vergessen, sondern war selbst noch in Gedanken zu dessen Erscheinen gewesen. Vielleicht würde sich seine Zurückhaltung in Kreuzdorf ja doch noch als zielführend erweisen. Spannend wäre zu sehen wie Ferrucio auf Acacia und vor allem auf Ramon reagieren würde. An Amalia gewandt sagte Ilario hingegen bloß:

"Dies ist der werte Ferrucio, fanatischer Prediger und glühend Glaubender. Neugeborener vom Clan des Mondes, der totgeglaubte Herr Kreuzdorfs und Vasall ihrer höchstverehrten Majestät."
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Amalia » Mi 31. Jan 2018, 11:31

Amalia lächelte, als der Lasombra sie nach der Endgültigkeit der anderen Option fragte. Ein kurzes Nicken bestätigte seine Vermutung. Sie hörte sich weiter die Fragen an ehe sie ihm die Antworten gab die er wollte.

„So leid es mir tut, doch ich weiß nicht, ob mein Bruder die Chance hatte solch ein Angebot wahrzunehmen. Das Letzte, was ich von ihm sah, war sein gepflockter Leib, welcher zu Boden sank … der Preis … nun … es waren glaub ich die sechs folios wie war das Wort … Folianten … genau, die sechs Folianten des Rafakles und seine Erzählung über den immerwährenden Wind, nein, Sturm. Die Erzählung über den immerwährenden Sturm. Könnt ihr mit diesen Titeln etwas anfangen?“

Als sie erfuhr, wer dieser sonderbare Mann war blickte sie nochmal kurz zu ihm, ehe sie den Okkultisten in die Augen blickte.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Ilario » So 4. Feb 2018, 07:35

"Sehr mysteriöse Titel, allemal ein paar Nachforschenungen wert...
Von wem wurde euer werter Clansbruder gepfählt, wisst ihr das?"


Interessant, was Amalia zu wissen schien und was nicht. Vielleicht ließen sich Rückschlüsse auf das Verhältnis zwischen Lehnsherr und Vasall ziehen.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Amalia » So 4. Feb 2018, 12:57

Amalia runzelte die Stirn und sie machte wirklich den Eindruck, als würde sie Gaius Verschwinden bekümmern. Sie seufzte leicht, ehe sie wieder anfing zu reden.

“So leid es mir tut, doch das einzige, was ich weiß und gesehen habe, war, dass zwei mailändische Soldaten zu ihm kamen und den Pflock in sein Herz trieben. Dürfte ich euch auch noch etwas fragen? Vor zwei Jahren sprachen wir miteinander … es ging um die Fürsprache. Ihr sagtet, dass ihr fürsprecht, wenn Gaius dies tut. Durch sein Verschwinden, entfällt er leider und somit auch unser Handel. Nun frage ich euch werter Ilario, währt ihr bereit, trotzdem als einer meiner Fürsprecher zu fungieren? Es soll euer Schaden nicht sein.“

Amalias Blick war durchdringend, aber auch fragend und mit einer Spur Hoffnung.
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Re: [1004] Vasallen zweier Städte [Ilario/Amalia] [Hoftag]

Beitrag von Ilario » Mo 5. Feb 2018, 15:12

Ilario erwiderte Amalias Blick mit nahezu gleicher Intensität, als ob er prüfend die Fenster ihrer Seele betrachten würde. Schließlich, nicht vorhandene Herzschläge hatten sich zu einem endlos erscheinenden Augenblick gedehnt, nickte er.

"Ihr habt für Genua gefochten und es ist mir bisher nichts Schlimmeres zu Ohren gekommen als Meinungsverschiedenheiten zwischen euch und anderen. Ihr dürft mich als Fürsprecher nennen, doch unter einer zusätzlichen Bedingung: Ich habe Kenntnis, dass ihr das Handwerk des Folterns beherrscht... ich spreche für euch, wenn ihr bei eben jener Nennung meiner Fürsprache feierlich gelobt eure grausame Kunst nur gegen die Feinde Genuas zu richten."

In Ilarios unbewegter Miene zeigte sich keine Abscheu gegenüber Amalias Passion, Grausamkeit war ein Werkzeug und Folter ebenso, wenn auch kein zuverlässiges in seinen Augen. Er wertete es nicht persönlich, konnte sich jedoch vorstellen dass Aurore dies möglicherweise anders sah. Daher die Bedingung, zu seinem wie auch Amalias Schutz und zu dem der Menschen Genuas.
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