[1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Lorenzo
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Sa 2. Dez 2017, 11:45

Lorenzo erwiderte das Lächeln der etwas schüchternen Bekanntschaft und sprach, „In der Tat ich bin ein Händler durch und durch oder man könnte auch sagen das Handeln liegt mir und meinen Vorfahren im Blut“. Auch dabei spiegelte sich das selbstsichere Lächeln auf seinen Lippen wieder.

Dann fuhr er fort, „Und womit verdient ihr euer täglich hart erworbenes Brot“, ein belustigtes Lachen konnte er sich dabei nicht verkneifen.

In diesem Moment kam ein Junger Mann mit kurzem Blonden Haar etwa 9 Winter Alt während er dem Bullen einen leichten Schlag auf das Hinterteil gab sagt er „Vater wenns recht ist sorge ich dafür das sich auch die restlichen Wagen in Bewegung setzten“.

Ich nickte nur kurz bestätigend und sprang mit einer flinken anmutigen Bewegung direkt neben Livia auf den Wagen.

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Livia
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Sa 2. Dez 2017, 17:17

"Im Blut! Wie Kupfer und Gold der Münzen, so metallisch..." Sie schüttelte den Kopf.
Als der kleine Junge sich als Sohn Lorenzos' herausstellte staunte Livia nicht schlecht, so alt sah der Fremde noch nicht aus, außerdem war er doch unverheiratet... ein Witwer? Tragisch... fast hätte sie ein schlechtes Gewissen bekommen.

"Ich selbst." Fügte Livia dann etwas zurückhaltender an. "Gehe eigentlich gar keinem Geschäft nach, ich lernte die Tugenden einer Dame, fremde Sprachen, auch Schreiben, Musik und Tanz..." Dabei fasste ihr Blick Lorenzo noch einmal kurz. "Mit Büchern, Rechnungsbüchern, bin ich ganz gut. Da stehe ich meiner Familie beim Verwalten von Land bei. Solche Sachen." Sie striff sich eine Strähne aus dem Haar.

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Lorenzo
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Sa 2. Dez 2017, 18:05

Lorenzo sieht ihr direkt in die Augen und fragt; „Was habt Ihr ihr seht plötzlich so bedrückt aus und ist euch etwa Kalt weil ihr euch Schüttelt“? Mit einer Fließenden Bewegung greift er Hinter sich am Wagen und holt eine Wolldecke hervor mit welcher er der jungen Schönheit neben sich versucht einzuwickeln.

Danach wandert sein Blick zu seinem Sohn welcher die Tiere antrieben soll und als dieser dann einen lauten Pfiff von sich gibt beginnt die ganze Karawane wieder fahrt auf zu nehmen.
Mit einem lächeln auf den Lippen und einem durchaus Interessierten Gesichtsausdruck (geweitete Augen ein lächeln auf dem Gesicht) widmet er sich der jungen Frau wieder,

„Ihr seid also eine Frau mit vielen Fähigkeiten und mannigfaltigen Interessen Ihr Tanzt gerne und lesen und Musik erfreuen euer Gemüt, und das ihr dann auch noch in Kaufmännischen belangen bewandert seid rundet euer gesamt Bild das ich von euch langsam bekomme schön ab“
„Eure Familie besitzt Ländereien“, dabei wirft er einen abschätzenden und prüfenden Blick auf Sie.

„Ihr stammt also aus gehobeneren Kreisen als die eines einfachen Händlers“, das er ein durchaus angesehener Händler ist mit Kontakten in die verschiedensten Kreise behält er wohl wissend für sich da er nie weiß wann solches Wissen nicht gegen einen verwendet wird.

„Wo habt ihr denn Lesen und die Grundlagen des Rechnungswesens vermittelt bekommen, war dies in Genua „?

„Eines muss ich sagen ihr seid eine faszinierende Person, nicht das mir das nicht von anfang an aufgefallen.“ Dabei setzt er wieder sein charmantestes lächeln auf die Lippen und sieht ihr Tief in Ihre Augen um dadurch sein entstandenes Interesse zu untermauern.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Sa 2. Dez 2017, 18:36

Nun war Livia verlegen. Die befreite Strähne wurde rasch wieder in der Haube verborgen. "Nun, nein, nicht in Genua. Ich stamme nicht von hier. Ich stamme aus dem schönen Rimini. Einer Stadt der Kunst. Dort lernte ich auch meine bescheidenen Gaben, gelehrt von meinem Herrn Vater. So wie ihr wohl auch. Die Musischen nicht, dazu hatte ich einen großen Lehrmeister."

Erst blickte sie eine Weile geradaus, dann nahm sie das Gespräch wieder auf. "Euer Sohn?" Fragte sie dann, etwas zögerlich. "Mein Beileid. Also wegen der Mutter...?" Vorsichtig.

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Lorenzo
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Sa 2. Dez 2017, 19:22

Lorenzo schien es durchaus zu genießen seine Begleitung in Verlegenheit zu versetzten voller Interesse wendete er sich ihr wieder zu während die Landschaft im Dunkel an ihnen Vorbeizog.

„Ach aus Rimini kommt ihr einer Stadt direkt an der Meeresküste, ihr hattet sicher eine sehr schöne Kindheit dort verbringen dürfen, was sind denn so eure Lieblingsmusikstücke die Ihr dort zu hören bekamt und bezieht sich der Ausdruck Kunst nur aus Musik oder Kunst im Allgemeinen“.


Als Sie seine vermeintliche Frau erwähnte und sie dachte Sie wäre tot blicke Lorenzo sie mit todernsten Blick an und führ fort

„Ihr mein Matteo, der Junge der für mich die Tiere zusammentreibt? Das ist nicht mein Sohn und keine Sorge seine Mutter erfreut sich bester Gesundheit. Matteo, Marco, Christian, Luca, Bianca und Mia sind die Söhne und Töchter von Sofia, die Witwe eines sehr guten verstorbenen Freundes derer ich mich angenommen habe. Ich hab es Abelardo damals am Totenbett als er nach langer Krankheit verstarb versprochen mich um seine Familie zu kümmern.“ Dabei blickte ich voll Trauer gegen Boden.

Nachdem er zu Reden aufgehört hat dachte er nur an eines, ein schönes warmes Bad in einem der Waschbarzuber welches so hoffte er in einer der Gaststätten oder im Badehaus vorhanden sein würde allerdings mit Gewissheit konnte selbst er es nicht voraussehen denn wer weis schon was nach einem Krieg wie dem der in Genua stattgefunden hat noch vorhanden ist aber so dachte er sich
Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt.
Dieser Gedanke zauberte wieder dieses selbstsichere verschmitzte lächeln auf seine Lippen

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » So 3. Dez 2017, 12:48

"Ich liebe die Seefahrermusik... die Seefahrt selbst. Manchmal ist sie erschaudernd. Gerade als Frau, ein wirkliches fremdes Abenteuer, aber doch auch unerreichbar.
Aber auch die Musik der Hirten und Schäfer ist von bezaubernder Schönheit, in griechischer Tradition. Von den tiefen Gedanken derer, die so viel Zeit mit sich selbst und zugleich die Labsal der Natur um sich haben." Ein kurzers Schwärmen übernahm die Frau.

Dann pausierte sie kurz, blickte Lorenzo noch einmal ab, ehe sie, wie ein Geheimnis, etwas offenbarte. "Eine besondere Art von Musik jedoch... ist die fränkische Minne. Die Art der Rittersleute und Edelmänner und ihrer unerreichbaren hohen Damen..."

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » So 3. Dez 2017, 17:10

Während Livia über die Vorzüge der Seefahrtmusik sprach holte Lorenzo eine Weinflasche aus dem Gepäck welches sich hinter den beiden im Wagen auf dem Sie saßen befand. Er nahm den Korken welcher in der Flasche steckte zwischen die Zähne und öffnete das verschlossene Gefäß auf diese doch recht primitive Art und Weise. Dann setzte er den Flaschenhals an die Lippen und trank.

Das Gefühl des Hungers welches ihn wieder übermannte während er mit der Schönheit neben sich sprach hatte ihn wieder eingeholt. Das erste Gefühl das Lorenzo spürte war Absolute Entspannung und als der rote Lebenssaft auch Vitae genannt unter den Kainskindern seine Kehle hinabrann wurde das Tier in ihm immer mehr besänftigt bis es wieder in die Abgründe verschwand welche sich hinter einer Mentalen Wand befand wo er das Triebhafte welches als Teil des Tieres betrachtet wurde keinen Einfluss mehr auf ihn haben konnte.

Danach widmete er sich wieder seiner Bekanntschaft,
„Ihr habt also eine gewisse Leidenschaft für die Musik der Seefahrer und Reisenden welche die Ozeane und Meere überqueren. Was gefällt euch dabei am besten ist es die Sehnsucht welche solche Stücke mit sich bringen oder etwa ein ganz anderer Aspekt welcher sich darin widerspiegelt?
Und was ist für euch das Faszinierende an der Musik der Hirten und Schäfer und was ist es was ihr als „bezaubernde Schönheit“ bezeichnet.“

„Übrigens gefällt es mir außerordentlich gut euch dabei zu beobachten wie Ihr in totale Leidenschaft verfällt wenn Ihr von den Dingen erzählt die euer Leben so scheint es mir zumindest bereichern. Hättet ihr Lust mir eines der Lieder der Fränkischen Minne zu rezitieren welches euch besonders berührt denn es würde mich durchaus Interessieren was ihr auf ganz persönliche Weise damit in Verbindung bringt“

Danach sah Sie erwartungsvoll an legte sich mit dem Rücken auf das unter Ihnen befindende Stroh.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Mo 4. Dez 2017, 00:53

Livia schmunzelte mehr als sie lächelte "Die Gesänge der hohen Minne sind den treuen Rittern und ihren edlen doch unerreichbaren Damen vorenthalten. Oder vergleichenden Situationen... Ein großes Privileg des männlichen Geschlechtes, jene Kunst ausführen zu können." Sie wog den Kopf links und rechts, ihre Aussage wirkte ernst aber auch irgendwie mit einem freundlichen Hintersinn in jenen Worten.

"Womöglich spiele ich euch ein anderes Stück... aber Musik als Ersatz für vorenthaltene Musik zu hören, wird ihrer nicht gerecht." Nun schüttelte sie mit geschlossenen Augen das Haupt, ließ die kleine Haube sacht wackeln, hier war es wohl ernster - nichts desto weniger war auch jene vorherige Absage freundlich.

"Was mich daran interessiert? Ach... es freut mich, dass ihr meine Leidenschaft erkennt. Was ist es mit euch? Wofür könnt ihr brennen? Zeigt mir davon! Ihr fragt nur mich und mich und mich." Sie lächelte schelmisch. "Wollt ihr euch an einem Lied versuchen? Meine Laute könnt ihr haben.
Oder lieber ein Tänzlein? Ich spiele euch auch auf." Kurz wurde sie wieder weniger spielerisch.

"Ein Tanz im Mondschein, um Mitternacht, kurz vor der Ankunft in einer neuen Stadt... geisterhaft, aber auch wunderschön... die Idee.
Meint ihr nicht?" Auffordernd spitzte sich das Lächeln zu.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Mo 4. Dez 2017, 13:18

Lorenzo lauschte Livia interessiert und und sagte hinterher,

„Da habt Ihr wohl recht was den Minnesang betrifft, nur wenn man Ritter ist welcher großes vollbringt oder man von Edlen Geblüt ist findet man einen Platz in Ihren Liedern die man am Hofe oder anderen Orts vorträgt“, dabei nickte er um seiner Aussage den nötigen erst gemeinten Ausdruck angedeihen zu lassen.

Als Sie Lorenzo nach seinen Leidenschaften frage wofür sein Herz denn brenne merkte er wie sein Herz kurz in symbolischen Sinne höher zu schlagen begann denn sein totes kaltes Herz in seiner Brust hat schon lange zu schlagen aufgehört,

„Nun was meine Leidenschaft für außergewöhnliche betrifft“ so fuhr er fort "so liebe ich es Handwerker dabei zu beobachten wie sie Außergewöhnliches mit ihren Händen schaffen, sei es nun ein einzigartig verzierter Tisch mit passenden Stühlen welche ein Tischler als Abschluss seiner Arbeit mit passenden Mustern mit seiner Fräse verziert oder gar eine Statue aus Stein welche ein begabter Steinmetz erzeugt, wenn solch etwas geschieht und meine Aufmerksamkeit erregt so kann ich dem Stundenlang zusehen und die Stunden vergehen Gefühlt als wären gerade einige Minuten vergangen. Dies ist auch einer der Gründe weshalb ich im Geschäft der Rohstoffe so aufgehe und eine kaum zu bändigende Leidenschaft entwickelt habe, immerhin sorge ich für die Grundvorraumsetzungen um solche Werke möglich zu machen.“


Dann führ er mit einem anfangs enttäuschten Blick welcher dann recht bald in ein verschmitztes Lächeln überging fort,

„Nun schade das ihr jetzt nicht für mich musizieren wollt, aber ich bin sicher es wird sich schon eine passendere Gelegenheit dafür ergeben, und vielleicht habt ihr dann ja ein passendes Stück parat, welches dem was Ihr mir vorenthaltet , aber sehr gerne würde ich euch einen Tanz vortragen wenn ihr dazu spielt, denn ihr müsst wissen im Lautenspiel bin ich nicht allzu sehr bewandert und was ihr da zu hören bekämt würde eurer zartes Gehör sicherlich verschrecken“.

Nachdem Livia mit ihren wunderschönen zarten Händen die Laute in die Hand nahm und eines ihrer Lieder anstimmt begann Lorenzo passend dazu einen stimmungsvollen mit leicht erotisch angehauchten Zügen durchsetzen Tanz.

Nachdem Loreno den Tanz beendet hatte blickte er ihr tief in die Augen und sprach

„Aber was hättet ihr davon wenn wir in Genua angekommen sind ein Tänzchen in einer der dortigen Tavernen zu wagen wenn es die passende Musik dazu gibt, es wäre mir jedenfalls eine Freude wenn ihr dem zustimmen würdet und ich bin sicher das wir beide ein tolles Tanzpaar abgeben würden, von denen man viele Tage danach noch berichten würde“.

Dabei lächelte er Sie aufmunternd an und wartete darauf ob Sie dieser Bitte nachkommen würde.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Mo 4. Dez 2017, 17:03

Livia begleitete den Fremden auf ihrer Laute. Die Musik war keine hohe Kunst, grob eingängig. Eine Volksmelodie aus der mailänder Region, Lorenzo bekannt genug mit Leichtigkeit darauf zu tanzen. Livia versuchte daraufhin mit ihrer Stimme einzusteigen, doch war der Versuch nicht zu ihrer musischen Zufriedenheit und sie stoppte das Spiel wenig später frustriert.* Der Tanz des Fremden hatte sie zu sehr abgelenkt...

Doch so einfach wollte sie sich diesem Moment nicht ergeben, sie wollte *mehr* von ihm - dem Moment.

So lachte sie nach dem Mondscheintanz. "Ha! In der Tat, das sollten wir... es wird zu spät sein, wenn wir ankommen... außer... ihr wagt es?" Sie wirkte verschminzt. "Es gibt nach der Kriegszeit einiges an fahrendem Volke. Manches Mal wird dort auch um Mitternach noch getanzt. Wollt ihrs wagen, hoher Herr?"



*Vortrag Musizieren: 1 Erfolg; Gesang: 0

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