[1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

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Lorenzo
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[1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Fr 1. Dez 2017, 20:59

Circa 2h vor Genua auf einer Römischen staubigen Landstraße

Seit den frühen Abendstunden kurz nach Sonnenuntergang erwacht Lorenzo.
War es das Rumpeln des Wagens wo sein einfacher Holzsarg unter einem aus feiner Seide gewebten Decke verborgen lieg oder die Stimmen der umliegenden sich im Sog der Masse bewegenden Leute.

Seit tagen ist er jetzt schon in dieser Karawane Richtung Genua unterwegs und es ist so verlockend sich an einen der Mitreisenden zu laben aber das kann er nicht machen zumindest jetzt noch nicht.

Dabei wäre es so befreiend wenn der rote Lebenssaft eines der ahnungslosen Opfer seinen Hals wie warmer Honig hinunterläuft und seinem Hunger ein Ende setzen würde. Aber das sind nur Gedanken oder ist es doch eher eine Art selbstauferlegte Folter, wer weiß das schon so genau...

Je länger Lorenzo munter im Sarg unterwegs ist merkt er wie der Hunger wie ein wildes Raubtier nach ihm greift um von seinem Inneren heraus vollends Besitz von ihm zu ergreifen.

Allerdings kann er sich nicht in der Öffentlichkeit von seiner „Familie“ ernähren oder etwa doch. Nein sagt die Stimme der Vernunft in ihm das würde zu viel aufsehen erregen und wenn nicht mit Anfeindung und drohender Gewalt dann auf jeden Fall für Fragen sorgen die er in diesem zustand des sich kaum im Griff haben´s nicht diskutieren will.

Überall kann er das pulsieren des Blutes der Menschen um mich herum hören und den lieblichen Duft ihrer Vitae riechen. Zu all dem mischt sich der Geruch von Schweiß und Staub dazu.

Nach einer weile hört das rumpeln auf und der Deckel des Sargs öffnet sich. Strahlend helles Mondlicht blenden Lorenzo´s Augen. Zu dem Geruch nach Blut und Staub mischt sich der von Schweiß und schalem Bier oder anderen Alkoholischen Getränken. Er befindet sich hinter einer Hügelkette mit mehreren Büschen die als Sichtschutz vor ungebetenen Gästen bieten soll.

Nach einer kurzen Rast geht es mit der Reise weiter. Gedanken verlohren geht der junge Kainit des Weges entlang. „Was wird ihn erwarten, wie wird der Besuch beim Prinzen verlaufen, wird er in Genua seinen Betrieb genauso erfolgreich weiterbetreiben können“, all das geht Lorenzo duch den Kopf und noch vieles mehr.
Er weinte Tränen, Tränen aus Blut
Die Wangen entlang bahnten sie sich Ihren Weg
Liefen das Kinn entlang um dann das Oberhemd mit Blut zu benetzen
Und ein Lachen so kalt wie Eis umrandete sein Gesicht
Es füllte den Raum wie ein Chor schaurigster Stimmen

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Livia
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Fr 1. Dez 2017, 21:33

"He, ihr da. Wartet." Hörte man plötzlich vom Wegensrand eine liebliche Frauenstimme. "Ihr seid Reisende? Auf dem Weg nach Genua?" Sprach die Stimme den sinnierenden Toreador an. Währenddessen schälte sich tatsächlich nur eine einzelne Frau aus der Dunkelheit des Wegesrandes heraus, keine finsteren Gestalten drumherum, kein Überfall, nur eine einzelne Wanderin, die am Rande des Weges wandelte, um nach Genua zu kommen.

"Ich eh, habe euch gehört, ihr seht nicht all zu bedrohlich aus, hättet ihr einen Platz auf eurem Wege? Gemeinsam reist es sich sicherer nach Dunkelheit... auch wenn ich ehrlich gesagt wenig zur Sicherheit beitragen kann." Gab sie mit einem süßen Lächeln im schwachen Flackerlicht zu sehen.

Diesmal war die Setiten die Wanderin im Blinden, hoffte, dass es sich um Menschen handelte und hatte ganz andere Interessen als sonst...

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Lorenzo
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Fr 1. Dez 2017, 22:30

Während Lorenzo so vor mich brütend einen Fuß vor den anderen setzt zuckt er erschrocken zusammen.

Da war Sie wie aus dem Nichts stand sie da am Wegesrand und spricht Ihn an.
Nach kurzen in sich Gehens und sich Sortierens blicke er die Unbekannte mit einem verschmitzten grinsen im Gesicht an.

Wie meint ihr mich. Ihr habt also von mir gehört und von dem Umstand ich sei Ungefährlich.
Während er dies sagt Blickt er Sie amüsiert an und macht eine Einladende Geste mit seinem rechten Arm.

Ich bin Lorenzo und mit wem habe ich das Vergnügen, dabei blickt er Ihr fest in die Augen.

"Dabei stellte er sich insgeheim die Frage ob er "die kleine" rumkriegen kann und welche schmutzigen Geheimnisse in ihrem hübschen Kopf verborgen sein könnten"
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Fr 1. Dez 2017, 22:51

Die Fremde war erleichtert, als sich die Händler nicht sofort selbst als skruppellos herausstellten.

"Ich bin Livia Malatesta."

Sie erwiederte den Blick und schenkte ein freundliches Lächeln dazu. Es stand weder eine phänomenale Schönheit noch eine sehr einnehmende Person vor dem Toreador, aber sie hatte ihr Ansehnlichkeit und auch einen Hauch guten Mutes, alleine zu reisen.

"Ihr reist spät? Wieso das? Die Dunkelheit liegt doch nun schon eine gute Stunde über uns?"

Langsam schloss sie sich dem Zug an, grüßte auch die anderen Mitreisenden freundlich, in der Gegenwart der Menschen schien sie sich merklich wohler zu fühlen.

"Ich selbst habe die Zeit im Gasthaus in Pontedecimo vergessen und muss nun noch vor Mitternacht die Stadt erreichen. Ach, ärgerlich. Aber manchmal binden einen die Vergnügungen oder Geschäfte eben über Gebühr." Sie lächelte und Blickte fragend auf die Wägen. Zog hier ein Mann mit allem Hab und Gut um, oder war es ein Händler? Es waren jedenfalls sehr viele und sie waren kurz vor der Stadt... schade fast. Aber dennoch, interessant, wenn auch nicht unbedingt nur für eine kleine Mahlzeit.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Fr 1. Dez 2017, 23:06

Während die Unbekannte sprach hielt er den Blick zu ihr aufrecht so wie Vater es ihm in jungen Jahren schon beigebracht hatte. Während er sah wie sich ihre Lippen auf und zu bewegten merkte er wieder wie anstrengend eine solch lange reise wie die seine ist.

Dann öffnete er den Mund uns sprach:
„Ja tatsächlich reise ich noch zu so später Stunde, ich möchte auf schnellsten Wege nach Genua gelangen um mich dort um einige private wie auch geschäftliche Angelegenheiten zu kümmern.
Da ich es wie schon erwähnt bevorzuge schnell das ziel meiner Reise zu erreichen reisen wir Tag und Nacht.Wenn jemand von uns müde wird legt er sich auf einen der Wägen die mir gehören und ruht.“

„Und was führt euch nach Genua, habt ihr dort Familie die ihr besucht oder seid ihr etwa zu einen auf euch wartenden Gatten unterwegs, und was macht eine Frau wie Ihr des Nachts alleine auf den Straßen Italiens euch könnte weiß Gott was passieren.“

Dabei versuchte er das Interesse welches er für die Unbekannte hegte zu verbergen oder besser gesagt die Absichten die er insgeheim hegte. Vor seinem geistigen Auge kann er schon sehen wie er mit ihr in einem gemeinsamen Zimmer in der Herberge verschwindet um sich entweder mit Ihr zu vergnügen oder seinen unsagbar großen Hunger nach Blut an ihr zu stillen
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Fr 1. Dez 2017, 23:17

Livias Augen wanderten bei den konstanten Blicken des Fremden immer wieder etwas verschämt zu Boden, suchten dann jedoch den Kontakt durchzuhalten. Irgendetwas war faszinierend an dem Mann.

"Ich habe Familie hier, in der Tat, mein Bruder. Dass ich so spät reise ist allerdings dennoch etwas problematisch." Entschuldigend hob sie die Schulter. "Aber was soll man machen?" Sie lächelte dabei etwas verschminzter.
"Geschäftlich und Privat? Ihr wollt eine Senatorentochter heiraten, einen Kontor eröffnen und euch einen Wohnturm bauen lassen, der die Wolken nur knapp verfehlt?" Spasselte sie forsch.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Fr 1. Dez 2017, 23:33

Lorenzo scheint den leicht schamhaften Blick der jungen Frau welche sich als Livia Malatesta vorstellte zu genießen. Mit der Absicht sich nichts davon anmerken zu lassen sprach er weiter;

„Nun euer Bruder wird sich sicher schon Sorgen um euch machen wenn ihr so alleine auf Reisen seit, aber zum Glück seid ihr ja auf mich getroffen einen Ehrenwerten Nichtedelmann“, während er das sagte begann Lorenzo laut zu lachen und das leuchten in seinen Augen nahm zu.

„Aber um eure Frage zu beantworten, mit keiner anderen Absicht als die Senatorin zu heiraten und ein Handelsmonopol zu errichten bin ich unterwegs, also ihr seht ein weiterer Grund Genua möglichst schnell zu erreichen“, dabei zeigte er wieder sein spitzbübisches lächeln und blickte sie mit seinem scharmanten‚ Hundeblick an.

„Ich denke wir sollten den Weg vorsetzen ansonsten stehen wir noch morgen hier an dieser Stelle“, gleichzeitig deute er auf einen der Wagen mit seiner rechten Hand und lächeld sagte er zu Livia „ Wenn ihr wollt könnt Ihr gerne Platz nehmen, denn man muss ja die Reise nicht unnötig mit Beschwernissen versehen.
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Fr 1. Dez 2017, 23:44

Livia zögerte. "Wenn ihr so einladend fragt, wie könnte ich nein sagen?" Antwortete sie schließlich. Dann nahm sie vorsichtig Platz. Die Tiere waren sowieso unruhig, das war Lorenzo sicherlich gewöhnt, aber Livia fürchtete sich dennoch vor ihrer Wirkung.

"Soso... ein Monopol zugleich? Monopole bringen doch alle Anderen auf kurz oder Lang gegen einen Auf. Das klingt doch fürchterlich einengend... womit wollt ihr denn Handeln?" Noch einmal blickte sie kurz über die Wägen, aber nur sehr kurz, sie wollte weder aufdringlich wirken, noch es selbst in Erfahrung bringen - Lorenzo würde es ihr schon sagen.

"Mein Bruder. Ach." Sie schmunzelte nun breiter. "Der wäre erbost, wenn er wüsste, wie spät ich noch unterwegs bin... da habt ihr recht. Aber der treibt sich doch sicher gerade im Bett irgend einer Hure herum." Verdammte Ungleichheiten... andererseits, sie war nachts allein auf der Landstraße.

"Nichtedelmann? Wieso nicht? Ihr scheint Geld zu haben..." Der Blick war ehrlich fragend.

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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Lorenzo » Sa 2. Dez 2017, 00:16

Durchaus Amüsiert beobachtete Lorenzo wie die junge Dame den Karren bestieg und dabei immer wieder ängstlich die Ochsen welche als Zugtiere eingespannt waren beäugte.

„Ihr müsst keine Angst vor Ihnen haben die sind ganz Handzahm und wohlerzogen und einer Schönheit wie euch könnte selbst eine Fliege nichts zu leide tun“. Während er dies sagte betrachtete er Sie abschätzend denn eines wollte Lorenzo auf keinen Fall, die junge Schönheit verschrecken.

Um seine Aussage zu Unterstreichen ging er zu dem mit Muskeln übersäten Körper des Kräftigsten Bullen und streichelte ihm sanft über den Kopf und gab ihm eine Karotte (Möhre) aus einen der Vorratswägen direkt in den Mund. Der Ochse biss einmal Fest in das Gemüse und teilte dieses in 2 fast exakte Hälfen. Während es die 2. Hälfte der Karotte fraß streichelte er dem Tier sanft über den Kopf.

„Nun ihr habt schon recht was ihr sagt mit dem Monopol aber ist es nicht allgemein so das der Neid der Menschen wenn jemand etwas besser kann oder jemand reicher wird als man selbst dies zu diesem Gefühl, wie hieß es denn schnell nochmal ach ja Neid führt ??
Also wenn ich schon Leute gegen mich aufbringe dann wenigstens mit dem Finanziallen Mitteln sie mir vom Leib zu halten und mir ein Leben in Luxus leisten zu können“.

Bei all dem zuckte er nicht mal mit einer Wimper während er dies sagte sonder setzte wieder dieses selbstsichere Lächeln auf welches einem das Gefühl von Wohlbehagen und Sicherheit vermittelte.

Als Sie meinte das dies alles sehr einengend klingt blickte er sie mit einem verspielten und belustigten Blick an.

„Nun du musst wissen das einzige das Freiheit bringt ist Geld denn damit kann man hinreisen wohin man will, kann wohnen wo man es gerne will und da wo Türen verschlossen sind öffnen sich diese plötzlich für einen, wenn man aber hingegen nichts hat und am Hungertuch nagt dann ist das einzige Gefühl von Freiheit dieses wenn man den Hungrigen Magen mit Essbaren füllt obwohl man danach immer noch Hunger hat aber in diesem kurzen Moment wo man es isst, kaut und schluckt fühlt man sich von seiner sorge was man denn essen soll befreit und ein Gefühl der Erleichterung macht sich breit.

Als Sie von der Reaktion Ihres Bruders erzählte was er tun würde wenn er wüsste wo sie sich herumtreibt wurde sein Blick plötzlich glasig und er wirkte total abwesend und für einen Moment konnte man den Ausdruck von absoluter Trauer und Verlorenheit wahrnehmen. Eine gefühlte Nanosekunde später setzte er sein altbekanntes lächeln wieder auf.

Auf die Frage von Livia warum er kein Edelmann sei zuckte er nur mit den Schultern und meinte

„Nun Edelleute tragen was vermutlich am wichtigsten ist einen Titel und haben Villen, Einfluss, Macht und noch mehr. Ich trage keinen Titel habe aber Durchaus Einfluss in den Kreisen in denen ich Verkehre und ob ich zu Villen oder anderen Luxusgebäuden kommen werde wird sich noch zeigen.“
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Re: [1003] Die Ankunft (Lorenzo,LIvia)

Beitrag von Livia » Sa 2. Dez 2017, 00:39

Ein schüchternes Lächeln war der Dank für die Beruhigung des Ochsen.
Ein ambitionierter Mann, spannend. "Du bist also ein Händler durch und durch... was sind deine Güter?" Spontan hatte sie, etwas ungewöhnlicherweise, das Duzen angenommen und gespiegelt - etwas zu locker für ihre Art, aber manchmal ließ man sich eben mitreißen.

Die Reaktion zum Bruder merkte sich die Setitin nur... später könnte man womöglich darauf eingehen. Aber nicht jetzt. Jetzt hörte sie zu und gewöhnte sich an das Holpern des Wagens in Richtung Genua.

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