[1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

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Ilario
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Ilario » Fr 22. Dez 2017, 17:16

"Der werte Gaius Marcellus hat sich Feinde gemacht will man meinen. Ich will nicht verhehlen, dass mich sein Verhalten... bisweilen verstimmt hat, mir gegenüber und auch wie er sich in eurer Causa verhielt. Mailand hätte unter normalen Umständen Gaius, als treuen Vasall ihrer höchstverehrten Majestät, sicher als Zeichen guten Willens ihr gegenüber freigelassen. Also muss es einen Grund geben, jemand muss sich eingemischt haben. Entweder jemand dessen Feindschaft, wirkliche Feindschaft und nicht nur Abneigung, der Salubri sich zugezogen hatte oder jemand dem sein Verschwinden nützt. Wer sind die Profiteure? Vielleicht steckt aber auch nicht mehr dahinter als die Gewinnmaximierung des hochverehrten mailänder  Seneschalls Himerius, dem man nachsagt stets und immer auf seinen persönlichen Vorteil bedacht zu sein."

Was den eigenne Schriftverkehr und den seiner Leute anging nickte Ilario schlicht. Nicht nur Vorsicht hielt ihn zurück, nein den wirklich wichtigen Schriftverkehr pflegte er persönlich oder überwachte diesen zumindest. Gemeinsam führten sie ihre Schritte weiter, zogen langsam aber sicher einen weitläufigen Kreis um Kreuzdorf. Währenddessen überlegte Ilario was er Seresa fragen könnte. Dann wagte er sich vor, sprach an was ihm in den Sinn kam bei all diesem Gerede über Politik und Krieg.

"Sagt werte Seresa, wie ist es euch im Krieg ergangen? Was tatet ihr und was ist euch widerfahren? Hoffentlich nichts allzu schlimmes..."
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Seresa » Sa 23. Dez 2017, 16:15

Eurer Causa. Es hatte also seine Kreise gezogen. Seresa hatte dies nicht überrascht. Sie stellte sich nicht einmal die Frage wie Ilario es wissen konnte. Sein Geschäft war das Wissen und er beherrschte es durchaus. Davon hatte sie sich, in dem Zeitraum, in welchem sie in einem weiten Bogen um Kreuzdorf gegangen waren, selbst überzeugen können. Die Frage, die sich Seresa stellte war die des von wem er davon wusste. Vielleicht riet er nur geschickt, doch während sie weiter zu ihm aufblickte, war ihr durchaus klar, dass andere Quellen durchaus logischer erschienen. Die Frage war nur welche und was es für sie bedeutete.

Seresa wandte zum ersten Mal seit dem Beginn ihres Gespräches lange den Blick von Ilario ab. Blickte schweigend in die Richtung in die sie gingen. Dennoch ging sie neben ihm. Veränderte nicht den Abstand in welchem sie gingen, noch schien sie sich bewusst aus dem Gespräch zurückzuziehen oder sich ihm gar zu verweigern. Sie schien eher über die richtige Antwort auf seine Frage nachzudenken. Als sie schließlich antwortete war ihr Blick noch immer nach vorne gerichtet. Ihre Stimme ließ die Unbeschwertheit vermissen, mit der sie zuvor mit dem Schatten geplaudert hatte.

„Ihr stellt eine wahrhaft schwierige Frage für ein erstes Treffen, werter Ilario.“

Was ihre Worte jedoch wirklich sagten war: Ihr stellt eine überaus gefährliche Frage für ein erstes Treffen.

„Ich verstehe jedoch durchaus, warum Ihr sie stellt oder stellen könntet.“

Ihr Blick war noch immer gerade aus und nicht erneut ihm zugewandt.

„Doch wäre gerade jemand wie Ihr bereit, jemandem wie mir, die selbe Frage unter unserer getroffenen Vereinbarung, dass wir uns nicht wissentlich belügen werden, wahrhaftig und redlich zu beantworten?!“

Seresa sah zum Schatten auf und sah ihm in die Augen. Wartete nicht auf eine Antwort seinerseits, sondern gab ihm freiwillig die Antwort, weshalb sie bezweifelte, dass er es täte.

„Wenn ich Euch fragen würde, was Ihr tatet, werter Ilario. Vor wem Ihr das Knie im Krieg beugtet. Wem Eure Loyalität im Krieg galt. Eurer Lehnsherrin, Eurer Ältesten und Eurem Clan, Eurem Verbündeten, dem Mondsenat oder jemand gänzlich anderem.“

Die Brujah beobachtete ihr Gegenüber aufmerksam. Sie rechnete nicht damit, dass sie irgendeine verräterische Reaktion im Gesicht des Schattens sehen würde, jedoch wusste sie, dass sie mit der Ehrlichkeit und Direktheit mit welcher sie gerade mit Ilario sprach und weitersprechen würde, sie sich auf sehr dünnem Eis bewegte.

„Versteht mich nicht falsch, werter Ilario, wenn ich bezweifele, dass Ihr mir eine Frage wie diese, ob Ihr davon wusstet, dass die Sarazenen über Genua hereinschwappen würden oder ob Ihr überrascht davon wart, redlich beantworten würdet. Nicht, weil ich an Eurer Aufrichtigkeit zweifle, werter Ilario, denn ich bin durchaus gewillt zu glauben, dass Ihr Euch an Euer gegebenes Wort halten werdet, wäre ich schließlich sonst nicht bereit gewesen, gleiches zu tun. Jedoch versteht Ihr sicherlich auch, welche Reichweite Fragen jener Art annehmen könnten.“

Seresa schwieg für einen Augenblick.

„Ihr spracht von meiner Causa und ich gestehe, ich bin mir nicht sicher, wer Euch davon berichtet hat oder wie Ihr an ein solches Wissen kamt. Es interessiert mich nur bedingt und es stört mich nicht, dass Ihr es besitzt, war es mir durchaus bewusst, dass mein Handeln durchaus Kreise ziehen wird, nachdem mir bekannt war, dass die werte Sousanna Nachrichten an Eure verehrte Älteste und meinen werten Bruder im Blute hatte zukommen lassen. Ich nehme an, Ihr wurdet ins Bilde gesetzt, anderenfalls würde ich gerade von jemandem wie Euch nicht erwarten, dass Ihr wissentlich die Position des wohlwerten Liktors in Frage gestellt hättet. Ich gestehe, ich weiß nicht, auf welcher Seite der wohlwerte Gaius stand, werter Ilario. Wessen Feindschaft er sich tatsächlich zugezogen hatte. Ob mein Causa einen entscheidenden Einfluss auf das Geschehene hatte oder nicht.“

Seresa schwieg für einen Augenblick.

„Ich hege keine Beziehungen zum wohlwerten Gaius, jedoch schadet mir seine Gefangennahme wahrlich mehr, als dass sie mir nutzt. Wer auch immer davon profitieren mag und in welcher Form auch immer. Ich bin es wahrlich nicht. Sein Vorgehen mag oder mag nicht fragwürdig gewesen sein. Doch kann ich ihm zu keinem Zeitpunkt ein unehrenhaftes Verhalten mir gegenüber vorwerfen. Der wohlwerte Gaius entließ mich aus den Ketten, die mich hielten, obwohl er sich nicht sicher über mich und meine Daseinsberechtigung innerhalb der Domäne sein konnte. Er heilte einen Teil meiner schweren Wunden, welche seine Männer mir zugefügt hatten, um mich vor Schlimmerem zu bewahren. Er gab mir menschliches Blut zu trinken, auf dass ich nicht der Raserei anheimfiel. Er vertraute auf mein ihm gegenüber gegebenes Wort, dass ich nicht versuchen werde meiner Strafe zu entfliehen. Dass ich mich ihm, den anderen Liktoren und dem Urteil des Gerichts unterwerfen werde und mich nicht gegen ihn oder seine Mannen wenden werde, solange sie mich mit Respekt behandeln und mein Tier nicht wissentlich reizen würden.“

Die Brujah schwieg für einen Moment, bevor ein plötzliches Lächeln auf Grund einer möglichen Erkenntnis über ihre Lippen huschte und sie sanft, aber sichtlich amüsiert den Kopf schüttelte, ob der Tatsache, die ihr als sie gerade offen über dieses Thema sprach in den Sinn gekommen war. Ein Gedanke, welcher ihr zuvor offensichtlich nicht in den Sinn gekommen war. Der sie in diesem Moment in falscher Art und Weise zu erheitern schien, hatte gerade der Schatten mit seinen Fragen nach dem Profit und dem Krieg, sie erst auf diese Überlegung gebracht.

„Ja, der verehrte Maximinianus hätte wohl durchaus Gründe, weshalb er den Liktor bestrafen würde. Hatte schließlich der Liktor mich - die ganz offensichtlich den Burgfrieden gebrochen hatte - nicht umgehen zu ihm geführt.“

Dann wurde ihr Blick jedoch schlagartig wieder ernst und die kurzfristige Amüsiertheit, ob der Idee verschwand, als sie den Lasombra anblickte.

„Ich denke Euch, wie auch mir, sollte durchaus bewusst sein, dass solch ein Grund niemals ausreichend sein wird, um ihn dessen anzuklagen, seines Amtes zu entheben oder aus der Stadt zu verjagen, werter Ilario. Dass der verehrte Seneschall nicht unklug genug wäre, sich nicht gegen eine solch offensichtliche Manipulation abgesichert zu haben. Jemand wie er, der ganz offensichtlich erfolgreich seit Jahren Beziehungen zu Mailand unterbunden hat, wird nicht auf einmal den Fehler begehen und sich mit ihnen verbünden, nur weil ein Liktor ihn verärgert haben könnte. Zumal auch ihm ohne Zweifel aufgefallen sein dürfte, was der Mondsenat treibt, fiel es schließlich selbst jemandem wie mir auf, die kaum Ahnung von der Politik hat. Ich bin deshalb durchaus erfreut darüber, dass Ihr nicht so unklug seid und offen nach dem Senatssitz greift, solange unbekannt ist, was der Wille ihrer höchst verehrten Majestät ist. Ich würde es aufrichtig bedauern, einen solch klugen und überaus interessanten Wissenssammler wie Euch zu verlieren, werter Ilario“

Seresa verneigte ihren Kopf tief, während ihre Bewegung fast in eine Verbeugung ihres Oberkörpers überging. Die Brujah schwieg für einen Moment, während sie auf den Weg vor ihnen blickte.

„Was Eure Frage also bezüglich des Krieges und wie es mir ergangen ist angeht. Nun, ich gestehe, ich hoffe, ich habe mir nicht erneut den Zorn Eurer verehrten Ältesten oder gar Eurer höchst verehrten Lehnsherrin selbst, auf mich gezogen in dem was ich tat oder nicht tat. Es ist wie Ihr vermutlich selbst wisst, wahrlich schwierig in diesen Zeiten den Willen eines anderen zu erahnen oder zu erkennen, welche Folgen das eigene Tun und die eigenen Worte haben könnten.“

Die Brujah blickte erneut zum Schatten neben sich auf.

„Ihr versteht also, werter Ilario, dass jemand wie ich gerade Euch diese Antwort nicht redlich beantworten kann, würde jede Antwort die ich Euch geben würde, die Falsche sein. Mich weiter zu einem Spielball in einem Spiel machen, an welchem ich wahrlich kein Interesse besitze und von dem ich nicht profitiere, sondern nur darunter leide.“

Seresa schwieg für einen Moment.

„Ich verstehe, dass Ihr durchaus viel Wissen aus dem ziehen könntet, was mir im Krieg widerfahren ist. Wie es mir im Krieg ergangen ist. Was ich tat. Jedoch versteht, dass ich nicht gewillt bin jemandem ein derartiges Wissen anzuvertrauen, den ich gerade erst kennenlerne. Einerlei, ob ich ihm zugetan bin, ob seiner überaus weisen, charmanten und gewinnenden Art oder nicht.“

Sie nickte ihrem Gegenüber höflich, fast entschuldigend zu.

„Womöglich in einer anderen Nacht, werter Ilario. Womöglich in einer anderen Umgebung. Womöglich in einer anderen Sprache.“

Seresa schwieg für einen kurzen Augenblick.

„Womöglich sobald ich mir sicher bin, dass eine redliche Antwort auf Eure Frage, mich nicht meinen Kopf kosten würde oder mich dreizehn jahrelang oder länger in die Gefangenschaft führen würde.“

Die Brujah schien ihrem Gegenüber tatsächlich nicht abgeneigt zu sein. Aber im Moment schien sie zu unsicher zu sein, wo er tatsächlich stand und ob es eine kluge Entscheidung war, sich mit ihm zu verbünden. Ausschließen tat sie es jedoch ganz offensichtlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

„Ich hänge wahrlich sehr an meinem Unleben, werter Ilario. Sei es auch noch so bescheiden.“

Seresa senkte fast demütig ihr Haupt vor dem Lasombra. Wohlwissend, dass diese Bewegung sie durchaus Lügen strafen würde, bezweifelte sie schließlich nicht, dass Ilario nur allzu genau wusste, was Seresa bereit gewesen war, ohne zu zögern zu ´opfern´.

„Sofern es Euch also beliebt, werter Ilario, eine andere Frage zu stellen.“

Die Hände der Brujah beschrieben eine auffordernde und einladende Geste.

„Denn wahrlich, ich gestehe, ich bin mir nicht sicher, ob wir tatsächlich dazu bereit sind uns Fragen zu stellen, deren Antworten uns beide womöglich noch tiefer in den Abgrund reißen würden und unsere Loyalitäten noch mehr in Frage stellen würden, als es ohnehin bereits der Fall ist.“

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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Ilario » Mi 27. Dez 2017, 00:03

Ilario seinerseits ging davon aus, dass Seresa ziemlich genau schlussfolgern könnte wer ihn in Kenntnis gesetzt hätte über diesen Vorfall zwischen ihr und Sousanna. Während sie also den Blick abwandte und nachdachte nutzte Ilario die Zeit die junge Brujah genau zu beobachten. Ein leises Lächeln stellte sich ein auf des Lasombras Gesicht als er ihre ersten Worte vernahm.

"Es sind selten die einfachen Fragen auf die es im Unleben ankommt werte Seresa..."


Ilario war nicht der geworden der er heute war indem er gefährliche Fragen scheute, dennoch war er am Unleben. Was wohl hiess, dass er wüsste wann man besser schwieg. Das Lächeln trug nun den Hauch des nahenden Winters in sich, seine nächsten Worte waren Seresa noch immer wohlgesonnen, dennoch segelte sie hart an der Grenze. Einen Schritt darüber hinaus, ein ausgesprochener Zweifel an seiner Integrität und die Konsequenzen wären... unabsehbar für sie beide.

"Diese Fragen die ihr stellt... sind einfach und schwierig zugleich. Alle bis auf eine würde ich euch in der Tat wahrheitsgemäß beantworten, jene eine würde ich aus Gründen der Ehre und der Loyalität in Schweigen hüllen. Wenn ihr also bereit seid die Konsequenzen die aus den Antworten folgen würden zu tragen und eine jede auch für eure Person im Gegenzug zu beantworten... dann fragt werte Seresa. Aber seid euch der Tragweite bewusst. Danach gibt es kein Zurück mehr."

Dieser wenig subtile Vorwurf wegen der Sarazenen ärgerte Ilario insgeheim, jeder der ein wenig informiert war hatte gewusst dass sie kommen würden. Nur weil die Angreifer aus einer Hochburg des Clans Lasombra kamen musste natürlich jeder Lasombra irgendwie involviert sein, ungeachtet dessen dass es innerhalb des Clans der Schatten verschiedenste Fraktionen gab und sich der gesamte Clan aus ehrgeizigen Individuen zusammensetzte. Diese impertinente Frage hätte er Seresa am liebsten sofort beantwortet, besann sich aber eines Besseren. Nichts war umsonst in dieser Welt. Das Lächeln wurde wieder weniger kalt, er rief sich in Erinnerunng dass Seresa nicht Schuld war. Vermutlich.

"Eure Verwicklungen mit der werten Sousanna, mit den Liktoren und dem Seneschall... Asche im Wind von Gestern. Es ist die Zukunft in die wir blicken müssen. Dieses in dem ihr Spielball oder Figur seid, nur darunter leidet, ihr könnt ihm nicht entrinnen. Das kann niemand. Seid besser Spieler odeer werdet es, als nur von anderen genutzt zu werden.

In einer anderen Nacht, an einem anderen Ort und in anderer Sprache. Wenn wir beide die Konsequenzen unserer Fragen und Antworten überblicken können. Womöglich. Kommt dann zu mir.

Was nun meine Frage angeht, so bitte ich euch um redliche Antwort: Was möchtet ihr mir eurer Frage nach meiner Kenntnis um das Hereinschwappen der Sarazenen implizieren?"


Leise war seine Stimme geworden, wenig bedrohlich oder einschüchternd in ihrem Tonfall, einfach leise und irgendwie voll Bedeutsamkeit. Es war eine Frage der Integrität.
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Seresa » Mi 27. Dez 2017, 10:48

Ja, was hatte sie ihm eigentlich mit Ihrer Frage nach seiner Kenntnis um das Hereinschwappen der Sarazenen implizieren wollen?! Was war es, was sie in ihm sah, nun da sie ihn so anblickte?! Einen perfekten Lügner und Manipulator oder ein Ehrenmann und Wissenssucher?! Den Feind im Bett der Majestät oder den Loyalsten ihrer Diener?! Was war die richtige Antwort auf eine nichtgestellte Frage?! Was war die richtige Reaktion auf eine Bitte, um eine redliche Antwort?!

Seresa schnaubte leicht, während sie ihn fast vorwurfsvoll anblickte.

„Eine redliche Antwort, werter Ilario?!“

Ihre Lippen verzogen sich, während sie den Kopf schüttelte. Ihre Augen wanderten unterkühlt und distanziert über ihr Gegenüber, während sie ihn von oben nach unten und wieder zurück betrachtete. Dann wurde ihr Blick plötzlich ernst.

„Ich hatte Euch mein Wort gegeben, werter Ilario. Mein Wort, dass ich Euch nicht wissentlich belügen werde, sondern mich in diesem Fall in Schweigen hüllen und Euch eine andere Frage beantworten würde.“

Ihre Augen wanderten zu seinen. Hefteten sich an sie.

„Mehr noch, ich war gewillt Eurem Wort zu glauben und auf Euch zu vertrauen, obwohl ich keinen einzigen vernünftigen Grund hatte.“

Seresa schwieg für einen fast unangenehm langen Moment. Wirkten ihre Worte bisher eher verärgert, schien sie langsam wieder wärmer und versöhnlicher zu werden, während sie erneut den Kopf schüttelte.

„Wir kratzen gerade beide wahrlich an einem unschönen und schmerzhaften Punkt, werter Ilario. Ihr, der Ihr mich um eine redliche Antwort bittet, wohlwissend der Tatsache, dass ich Euch mein Wort gegeben habe. Ich, indem ich etwas impliziert hatte.“

Die Brujah sah ihrem Gegenüber weiter in die Augen, bevor sie erneut den Kopf schüttelte und schwer seufzte. Ihr Gesicht wurde entspannter, auch wenn sich darin der schwache Hauch von Trauer wiederspiegelte, ob ihrer Erkenntnis.

„Trotz unseren gegebenen Wörter misstrauen wir uns, auch wenn uns dies womöglich selbst nicht bewusst ist. Ob zu Recht oder zu Unrecht mag ich an diesem Punkt wahrlich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil habe Euch nicht angelogen seid ich Euch mein Wort gegeben hatte. Weder bei der direkten Antwort auf Eure Frage, noch bei allem anderen was ich Euch sagte.“

Seresa verlangsamte ihren Schritt, bis sie schließlich stehen geblieben wäre und gewartet hätte, bis sich Ilario zu ihr umgewandt hätte.

„Dennoch. Meine Worte und mein Verhalten Euch gegenüber waren wahrlich unangemessen und unangebracht, werter Ilario. Es ist mein Wunsch, Euch um Verzeihung zu bitten.“

Die Brujah blickte zum Lasombra auf und es spiegelte sich in ihrem ganzen Körper wieder, wie ernst es ihr mit ihrer Bitte war.

„Ihr hattet mir wahrlich keinen einzigen Grund gegeben, Euch, Eure Redlichkeit oder Eure Loyalität ihrer höchst verehrten Majestät gegenüber in Frage zu stellen. Den rechtschaffenden und ehrenhaften Mann anzuzweifeln, den Ihr mir gestattet hattet, in der heutigen Nacht kennenzulernen.“

Für einen kurzen Moment schwieg die junge Frau.

„Ich bitte Euch mir zu verzeihen, werter Ilario.“

Seresa senkte ihr Haupt tief vor dem Lasombra.

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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Ilario » Do 28. Dez 2017, 23:46

Eine schlichte abwehrende Handbewegung, mehr nicht. Sogar ein kleines ehrliches Schmunzeln trat auf Ilarios Lippen. Redlichkeit, Rechtschaffenheit, Ehre, Loyalität. Große Worte, doch unterschiedlich in ihrer Gewichtung für jedes Individuum. Ja, Ilario schmunzelte ob des Misstrauens das ihm entgegenschwappte. Lügner, Manipulator, Ehrenmann, Wissenssucher. All das schloss sich nicht aus.

"Es gibt nichts zu verzeihen werte Seresa und wenn ihr doch darauf besteht, so sei sie euch gewährt. Der rechtsschaffene Ehrenmann den ihr in mir sehen mögt, ist das was ich euch heute zu sehen gestattete. Nun, Rechtschaffenheit nehme ich für mich nicht in Anspruch, ich tue was getan werden muss, und Ehrenmann ist ein weiter Begriff, was ihr jedoch nicht in Zweifel ziehen solltet, niemals, ist meine Integrität. Meine Loyalität zu ihrer höchstverehrten Majestät Aurore von Genua."

Eine gutgemeinte Warnung. Wo genau da die Trennlinie zwischen den Begrifflichkeiten verlief wusste wohl nur der Lasobra selbst. Dennoch akzeptiere er Seresas Bitte um Verzeihung. Dann fuhr er noch zu zögern fort, Entschlossenheit lag in seiner Stimme. Entschlossenheit die in etwas gründete, das sich Seresa vielleicht eines Tages offenbaren würde.

"Gut, lassen wir also besser voererst diese schwierigen Fragen und wenden uns anderen zu: Seid ihr geschult darin zu kämpfen? Ob nun mit der Waffe oder den bloßen Händen, man sagt dem Clan der Gelehrten ja nach sein Mitglieder wären recht kriegerisch... veranlagt oder begabt."
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Seresa » Fr 29. Dez 2017, 16:19

„Ich werde Eure Integrität nicht in Frage stellen.“

Ein schlichter - und doch mit solch erschreckender und aufrichtiger Ehrlichkeit - gesprochener Satz. Seresa verneigte ihr Haupt erneut tief vor dem Lasombra.

„Ihr sagt Ihr tut, was getan werden muss. Dies ist wahrlich eine Aussage, welche ich zu respektieren und durchaus zu schätzen weiß, werter Ilario. Ihr seid in meinen Augen rechtschaffen. Nur mag sich dieser Begriff womöglich nicht damit decken, was ein Anderer als Rechtschaffend sieht. Doch wer vermag schon letzten Endes redlich beurteilen zu können, was restlos Rechtens ist und was nicht.“

Die Brujah schwieg für einen kurzen Moment, machte dann jedoch eine verwerfende Geste.

„Wie dem auch sei. Es ehrt Euch, dass Ihr mir die Möglichkeit gewährt, über die schwierigeren Fragen nachzusinnen, während Ihr gewillt seid unser Gespräch fortzuführen. Ich danke Euch aufrichtig hierfür. Bitte seid versichert, dass ich dies durchaus sehr zu schätzen weiß, werter Ilario.“

Ein kurzes Nicken, bevor ihre Hand eine einladende Geste beschrieb, um - so er es denn wünschen würde - den begonnenen Spaziergang weiter fortzuführen.

„Eure weniger verfängliche Frage wirkt auf den ersten Blick wahrlich verführerisch einfach zu beantworten, betrachtet man nur die Oberfläche und das Offensichtliche. Nimmt man sich jedoch einen Moment Zeit, offenbart sie durchaus interessante Möglichkeiten, wie man eine solche Frage noch deuten könnte. Womöglich auch deuten sollte.“

Ein leichtes und durchaus wohlgesonnenes Lächeln spiegelte sich auf ihren Lippen wieder, bevor sie ihm zunickte.

„Seid versichert, ich bin gewillt sie Euch offen zu beantworten, gab ich Euch schließlich mein Wort und es gibt nichts, was die vollständige und redliche Beantwortung der Frage wahrlich ausschließen würde. Gestattet mir also bitte, zuerst das allzu offensichtliche zu beantworten. Mir wurde der körperliche Kampf von meinen Geschwistern im Blute gezeigt. Bewaffnet, wie auch nur mit bloßen Händen. Das Wort geschult ist jedoch wahrlich die falsche Begrifflichkeit hierfür, außer Ihr würdet eine Erkenntnis, wo man ein Schwert anfassen muss und wie man einen Bogen spannt, als geschult bezeichnen.“

Seresa schwieg einen Moment, bevor sie fortfuhr.

„Ich vermeide den körperlichen Kampf mit Waffen oder mit bloßen Händen und umgehe ihn, sofern es mir möglich ist. Ich will wahrhaft niemanden verletzten, noch Jemandem wissentlich Leid zufügen.“

Sie blickte ihrem Gegenüber weiterhin offen in die Augen.

„Jedoch ja, ich weiß mich durchaus meiner Haut zu erwehren.“

Seresa zuckte leicht mit ihren Schultern.

„Es bleibt einem schlussendlich nicht viel anderes übrig, als zu kämpfen, wenn die eigenen Geschwister im Blute einen für eine Verschwendung des Blutes ansahen.“

Die Brujah blickte für einen Moment schweigend zu dem Lasombra auf. In ihrem Gesicht spiegelte sich die Abscheu gegen diese Aussage deutlich wieder. Jedoch spiegelte sich darin auch eine seltsame Entschlossenheit wieder, dass sie durchaus wusste was es bedeutete, zu tun was getan werden musste. Dass sie jene Kämpfe mehr als einmal führen musste und dass sie nicht davor zurückgeschreckt war, dies zu tun. Dennoch blieb eine Sache unübersehbar. Unter der männlichen Bekleidung war sie noch immer eine Frau. War sie noch immer schmächtig. War sie noch immer zierlich. War sie noch immer mehr als einen Kopf kleiner als Ilario.

„Oder wieder ansehen. Ich gestehe, ich weiß nicht, weshalb mein Erzeuger mich erwählt hat. Jedoch mit Gewissheit nicht, weil ich kriegerisch im klassischen Sinne des Wortes veranlagt oder begabt war.“

Seresa zuckte mit den Schultern.

„Doch dürfte sowohl Euch, wie auch mir klar sein, dass nicht alle Kämpfe oder gar Kriege durch das körperliche allein gewonnen werden können. Etwas, was viele meiner Brüder und Schwestern nur all zu leicht übersehen und vergessen, wenn ihr Blut in Wallung gerät und sie für eine Sache wahrhaft brennen.“

Dann nickte sie ihrem Gegenüber höflich zu.

„Um Eure Frage jedoch abschließend und redlich zu beantworten. Ja, ich wurde im nicht körperlichen Kampf geschult, jedoch weder von meinen Geschwistern im Blute, noch von meinem Erzeuger.“

Sie blickte ihr Gegenüber offen an. Sie wirkte entspannt, trotz dieser Aussage. So als würde sie nicht tatsächlich daran zweifeln, dass der Schatten so etwas nicht selbst schon längst vermutete oder gar fest damit rechnete.

„Bedauerlicherweise bin ich darin jedoch wahrlich noch ungeübter, als im körperlichen Kampf selbst, fehlte mir bisher schlicht die Möglichkeit es angemessen oft zu üben. Ein nicht körperlicher Kampf ist mir wahrhaft noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Jedoch gestehe ich, habt Ihr mich mit Eurer Frage neugierig gemacht, werter Ilario, wie es um Euch selbst in diesem Punkt steht. Ob ihr nur ein einfacher, unbescholtener Wissenssammler seid oder gar mehr. Ob Ihr in einem Krieg mit Waffen oder bloßen Händen kämpfen würdet.“

Sie musterte ihr Gegenüber für einen kurzen Moment.

„Ob ihr die Schatten oder gar Eure Worte nutzen würdet. Meine Frage an Euch daher - so Ihr sie erlaubt, werter Ilario, und gewillt währt, sie in ähnlicher Vollständigkeit zu beantworten - lautet: Seid Ihr darin geschult zu kämpfen?“

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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Ilario » Sa 30. Dez 2017, 00:13

Auf Seresas Geste eingehend setzte Ilario gemeinsam mit ihr den nächtlichen Spaziergang fort. Schweigsam lauschte er den Worten der Gelehrten und ein leichtes, zustimmendes Nicken zeigte an, dass Ilario durchaus verstand. Seine Frage war keine Falle gewesen, dennoch offenbarte sich unter der Schicht des Offensichtlichen fast immer noch mehr. Es war nur eine Frage des genauen Zuhörens.

"Ob ich geschult bin zu kämpfen? Hm... auch ich weiss mich meiner Haut zu erwehren. Allerdings bin ich nicht sehr geübt darin dies mit körperlichen Mitteln zu tun. Lediglich als junger, sterblicher Mann lernte ich die grundlegenen Umgang mit den Waffen, doch das ist lange her. Ich verteidige mich also, wie ihr ganz richtig vermutet eher mit anderen Mitteln. Allerdings sagte ich ich würde tun was getan werden muss, also wenn es die Notwendigkeit erfordert würde ich auch bewaffnet in den Krieg ziehen. Gott bewahre. Auch ich meide wenn möglich körperliche Auseinandersetzungen.

Im Krieg kann ein Wort zur rechten Zeit mehr bewirken als ein Schwertstreich, weswegen ich das Wort auch bevorzugen und anderen das Fechten überlassen würde. Die Schatten aber sollte man nicht leichtfertig rufen, wenn möglich würde ich es auch so handhaben. Doch falls es die Gegebenheiten erfordern, würde ich auch nicht zögern... denn ja die Schatten schützen mich. Um eure Frage also zu beantworten werte Seresa: Nein, ich bin nicht geschult im Sinne eines Kriegers, habe aber durchaus meine Methoden mich im Kampf zu behaupten."


Schweigend Schritten sie ein wenig weiter, dann stellte Ilario eine Frage. Auch wenn es eher eine ungewöhnliche war.

"Ihr seid also geübter darin euch körperlich zu wehren als ich. Wäret ihr denn bereit dazu mich dahingehend zu unterweisen? Mir in einer anderen Nacht, unter dem Deckmatel der Verschwiegenheit, ein paar grundlegende Lektionen zuteil werden zu lassen?"
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Seresa » Sa 30. Dez 2017, 01:04

Seresa hatte dem Lasombra aufmerksam zugehört, bevor sie - als er geendet hatte - ihn für einen Moment verblüfft, womöglich sogar etwas erstaunt ansah.

„Ich gestehe, das ist eine durchaus ungewöhnliche und unerwartete Frage, werter Ilario.“

Dann aber lichtete sich ihr Blick, während sie mit den Schultern zuckte.

„Sicherlich. Sofern dies Euer Wunsch ist, würde es mir zu Ehre gereichen, dies für Euch zu tun.“

Seresa nickte schließlich Ilario überaus höflich zu. Sie schwieg für einen Augenblick. Schien für einen Moment zu überlegen, bevor sie schließlich ihrerseits ihre Frage stellte.

„Ihr seid also geübter darin Euch nicht körperlich zu wehren als ich. Wäret Ihr denn bereit dazu, mich dahingehend zu unterweisen? Mir in einer anderen Nacht, unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit, ein paar grundlegende Lektionen zuteilwerden zu lassen?“

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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Ilario » Sa 30. Dez 2017, 23:17

Sehr gut. Ilario war der Ansicht dringend etwas wehrhafter werden zu müssen und aus den in Aussicht gestellten Lektionen konnte er sicher auch noch etwas über Seresa lernen. Außerdem... ließ er sich lieber von der kleinen Brujah verprügeln als von Brimir...
Das Ansinnen der Gelehrten hingegen ließ Ilario sich zunächst einige Momente durch den Kopf gehen, ging an ihrer Seite fast eine Minute schweigend einher. Dann antwortete er wahrheitsgemäß und in Anbetracht der möglichen Tragweite.


"Wenn ihr dies wollt kann ich euch, unter dem Siegel des Stillschweigens selbstverständlich, in grundlegenden Dingen unterweisen. Wie ihr Leute befehligt, oder einschüchtert, ihnen Angst oder Respekt einflößt. Den richtigen Tonfall trefft. Falls ihr jedoch auf die Geheimnisse des Blutes anspielt... diese werde ich nicht ohne Weiteres preisgeben. Dazu bräuchte es eine Vertrauensbasis die über dieses Gespräch hinausgeht, sowei eine gleichartige Gegenleistung. Und dann gibt es natürlich noch jene Geheimnisse deren Weitergabe außerhalb des Blutes der Schatten streng verboten ist."


Eine weitere Frage stellte der Lasombra ihr vorerst nicht, auch wenn er nicht den Eindruck machte es würde ihm an diskreter Neugier mangeln.
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Re: [1003] Am Totenbaum [Seresa,Ilario]

Beitrag von Seresa » Sa 30. Dez 2017, 23:49

„Bitte verzeiht, werter Ilario, hatte ich mich womöglich falsch ausgedrückt.“

Die Brujah senkte sowohl ihren Blick, wie auch das Haupt. Dann blickte sie ihm erneut offen in die Augen.

„Ich gestehe, die Geheimnisse des Blutes der Lasombra sind überaus beeindruckend und bitte versteht mich in diesem Punkt nicht falsch, werter Ilario, jedoch begehre ich sie nicht. Dinge zu verstehen, welche man nicht begreifen mag, ist wahrlich ein Wunsch meinerseits, doch das war nicht, wonach ich Euch gefragt hatte. Wonach ich suche ist Unterweisung im nicht körperlichen Kampf. Glaubt Ihr tatsächlich jemand würde jemanden wie mich ernstnehmen, würde ich ihn befehligen oder gar versuchen ihn einzuschüchtern?!“

Seresa blickte zu dem Lasombra auf, während sie langsam und kontrolliert den Kopf schüttelte.

„Sowenig ich Eure Fähigkeiten in diesem Punkt als Mentor beleidigen will, so fruchtlos wäre jenes Unterfangen jedoch, wäre ich in jenen Punkten eine wahrlich ungeeignete Schülerin.“

Die Brujah schwieg für einen Moment und ihr Blick ging in die Ferne.

„Ihr hattet Recht, als Ihr sagtet, wir müssen in die Zukunft blicken und nein, in dieser Zukunft will ich weder Spielball noch Figur sein.“

Seresa blickte den Lasombra erneut offen an.

„Meine Frage implizierte, ob Ihr gewillt wärt, mich das Spiel zu lehren. Mir zu helfen, eine wahrlich gute Spielerin darin zu werden.“

Die Brujah betrachtete ihr Gegenüber aufmerksam.

„Das ist, was ich Euch eigentlich fragte.“

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