[1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

Moderatoren: Acacia, Toma Ianos Navodeanu

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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 19. Sep 2017, 15:01

Einen Moment zeichnete sich höchste Konzentration in den ernsten Gesichtszügen des Lasombra ab, dann schloss er seine meergrauen Augen... blickte in die Finsternis der eigenen verdammten Seele. Als er sie einige nicht vorhandene Herzschläge später ruckartig öffnete dauerte es einen kurzen Moment ehe sich die vergrößerten Pupillen wieder den bestehenden Lichtverhältnissen anpassten.

Zunächst geschah nicht viel, dann jedoch geriet die Dunkelheit unter dem Tisch in Bewegung. Erst Links und dann zur Rechten schlängelte sich ein dünner Strang schwärzester Finsternis über die unbesetzten Seiten des Tisches. Auf der Tischplatte glitten sie aufeinander zu, trafen sich und wuchsen einander wie sich paarende Schlangen umwindend in die Höhe.
Ebenso viperngleich zogen sie sich daraufhin wieder zurück, umschmeichelten Ilarios abgestellten Kelch, schienen nach den Spuren des roten Lebenssaftes darin zu gieren. Eine knappe, befehlende Geste des Lasombra ließ sie sich wieder in den Schatten des Tisches zurückziehen.

Mit offener Handgeste gab Ilario seinem Gast zu verstehen, dass er offen für Fragen sei. Fragen die der Drache sicherlich haben würde...


Schattenspiele: heute um 12:13 Uhr
@Ilario (Martin) rolled 49. (5 + 10 + 4 + 6 + 4 + 6 + 9 + 5 = 49)
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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 21. Sep 2017, 20:15

Mit großen Augen blickte Toma Ilario entgegen, die Pupillen ebenfalls groß und kreisrund, studierte er jede Bewegung des Lasombra und was nun wohl passieren würden. Unbewusst hatte er sich angespannt. Gefährlich hatte er gesagt. Nun was nur könnte nun geschehen? Es versetzte den Tzimisce in Aufregung, die ihn auch sehr freudig stimmte.

Als dann die Schattenschlangen plötzlich über den Tisch krochen, zuckte er überrascht zurück und erhob sich halb von seinem Platz.
Schwarz, tiefschwarz, ähnelten sie tatsächlich Schatten, doch so....fest, stofflich..und sie bewegten sich.

Erstaunlich, äußerst erstaunlich und faszinierend. Ob Fabrizio wohl dasselbe konnte? Und wenn es allen Lasombra zu eigen war, dann auch Acacia? dachte sich Toma und musterte vorsichtig, aber sehr interessiert, die schwarzen Tentakel.

Als Ilario sie dann wieder zurückrief, schaute Toma ihn empört an.
"Warum habt ihr sie entfernt? Ich hätte sie gern berührt." platzte es aus ihm heraus.
Und war sich eigentlich gar nicht so sicher, ob das eine gute Idee war. Aber der Drache konnte es einfach nicht lassen alles anfassen zu wollen.
Er musste doch feststellen, was das genau war. Wie konnte es leben?

Eben diese natürliche Neugier brachte ihn auch dazu an der Seite des Tisches, unter diesen in die Schatten zu spähen, aus denen die Schlangen gekommen waren. Waren sie da noch irgendwo, oder waren sie in die Schatten übergegangen? Es musste für Ilario wahrlich komisch aussehen, wie Toma vorsichtig die Hand unter den Tisch streckte, als könnte dort noch etwas lauern und gleich hineinbeißen.



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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 26. Sep 2017, 14:14

Nach dem kleinen empörten Ausbruch des Tzimisce hob Ilario kritisch eine Braue. Toma wollte die Schatten des Abyss freiwillig berühren? So ungewöhnlich und gefahrvoll dies sein mochte, nötigte diese Eigenart des Drachen ihm Respekt ab. Neugierde und Forscherdrang über die eigenen Ängste und das Wohlbefinden zu stellen... der Lasombra könnte das nur zu gut verstehen.
"Keine Sorge, sie sind noch hier."Sagte der Magister und deutete in die Schatten unter dem Tisch. Und tatsächlich war da Bewegung, Toma konnte sie sogar ziemlich gut sehen und am Rande des bewussten Hörens auch wahrnehmen. Sich windende, wispernde, greifbare Finsternis.
"Nur zu, wenn ihr mögt... Ich werde nicht zulassen dass euch verletzen."
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 26. Sep 2017, 23:22

Es war nicht so dass es ihn gänzlich kalt lies. Die sich windenden Schatten, wie Schlangen oder große Würmer aus Dunkelheit...etwas was es nicht geben sollte, war auch ihm unheimlich.
Doch gerade deshalb war es umso interessanter. Wann würde er eine solche Gelegenheit schon noch einmal bekommen?

Er fasste langsam nach den Schatten, berührte sie. Sie waren kalt....und glatt. Wie geschliffener und polierter Stein..und doch nicht genau so. Besser und...Lebendig...etwas ähnliches hatte er nie berührt, als dass er es hätte vergleichen können. Fremdartig, seltsam...
Er konnte es spüren, dass es nicht hier her gehörte, nicht von dieser Welt war und das ließ dem Tzimisce, der sonst schon so viel grauenhaftes gesehen hatte, einen Schauer über den Rücken laufen.

„Äußerst erstaunlich. Wie ist das möglich, dass ihr so etwas erzeugen könnt? Aus Schatten, aus flachem....Nichts...“ fragte er und murmelte das letzte nur noch mehr zu sich selbst.
„Und könnt nur noch anderes? Andere Formen als Schlangen?“
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Ilario » Fr 6. Okt 2017, 22:37

"Wie es möglich ist? Durch Willen und Blut. Genau wie eure Vitae euch erlaubt Dinge zu tun die einzigartig unter den Clans sind. Und ja andere Formen sind möglich, wenn auch nicht alle so greifbar sind. Manches gleich eher, nun ja... Schatten." So gab Ilario ein paar Details preis und war auch angetan und beeindruckt, dass der Forscherdrang des Drachen mögliche Furcht vor dem Unbekannten und Widernatürlichen übertraf.

Mit einer Geste seiner Hände lud er den Tzimisce ein nun seinerseits die gestellte Frage zu beantworten
. "Ich vermute in Angelegenheit verschiedener Formen sind euch ebenfalls kaum Grenzen gesetzt in eurer Kunst. Denn auch ihr verändert euch von Treffen zu Treffen nicht? Daher meine Frage danach ob ihr ein Gesicht austauschen, ersetzen oder kopieren könntet?" Das schien ihn wirklich brennend zu interessieren, in zweifacher Hinsicht: Als Erforscher des Okkulten und Geheimnisvollen wie auch im Zuge der Intrigen und derPolitik des tobenden Schattenkrieges.
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 7. Okt 2017, 15:08

Der Tzimisce berührte weiter interessiert die kalten Schatten und erhob sich erst wieder, als Ilario den Austausch eines Gesichtes ansprach.
Die Augen des Drache zogen sich minimal zusammen und Toma setzte sich wieder auf seinen Platz, als wäre die Situation mit den Schatten nicht geschehen.
"Ja." war die Antwort die er gab und für einen Moment schien es so, als wäre das alles was er dazu zu sagen hatte.
Wenn man genau hinsah, konnte man seine Pupillen nun auch zucken sehen.

"Ich kann ein Gesicht verändern, ein neues schaffen, eines schöner oder hässlicher machen...und ja, auch eines einem anderen angleichen."
Er dachte an die Nächte mit Seinfreda und dem Menschenmädchen zurück.
Eine weitere Möglichkeit zu solch feiner detailierter Arbeit, würde ihn sehr freuen, doch abgesehen von einem leichten Grinsen,das bei seinem Mund ohnehin kaum auffiel, hielt er seine Mimik im Zaum. Der Lasombra musste nicht wissen, wie gern Toma dies auch umsonst getan hätte, wenn die Möglichkeit bestand, dass er dafür noch etwas als Bezahlung erhalten würde.
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Ilario » Do 12. Okt 2017, 08:14

Er wartete bis Toma sich wieder gesetzt hatte und lauschte aufmerksam dessen Worten. Höchst interessant. Ilario legte nachdenklich eine Hand an sein Kinn. Überlegte eine Weile.

"Mag sein, dass ich im Laufe dieses Konfliktes diesen Gefallen von euch erbitten werde... Oder auch danach, in eher privater Sache. Ich nehme an es bedarf nicht nur großer Kunstfertigkeit sondern auch eine Menge Zeit ein Gesicht exakt nachzubilden?
"
Fragte Ilario einmal nach. Schließlich könnte Zeit der entscheidende Faktor sein in solcher Sache. Dann fiel ihm noch etwas ein,
ein Gedanke ebenso pragmatisch wie grausam wenn er zuende gedacht, aber auch von Neugier und Wissensdurst getrieben.
"Geht es womöglich schneller und einfacher würde man Gesichter austauschen, transplantieren?"
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 12. Okt 2017, 11:58

Toma nickte nur darauf dass der Lasombra ihn einmal darum bitten würde.
Als dieser spezifischer über den Vorgang nachfragte, legte Toma leicht den Kopf zur Seite und dachte darüber nach.

"Das Gesicht übertragen...möglich, durchaus. Schneller...eher nein. Das was die Prozedur so langwierig macht ist nicht unbedingt meine Arbeit daran, sondern die Genesungszeit. Denn seht ihr...ein jeder Eingriff verletzt das Fleisch auf irgendeine Weise. Es muss heilen, der Körper muss seine neue Form akzeptieren.
Ein fremdes Gesicht, abgenommen von einem fremden Körper, könnte von dem neuen Körper abgelehnt werden. Zudem ist auch die Form der Knochen entscheidend, wie das Gesicht am Ende aussieht. Und diese lassen sich nicht so einfach austauschen.
Es wäre eine Option für die äußeren Schichten, doch es bedeutet ein höheres Risiko, dass das Objekt stirbt oder das Gesicht abfällt. In beiden Fällen wäre alle Arbeit umsonst."
gab der Tzimisce so sachlich an als würden sie wirklich über ein lebloses Objekt sprechen. Doch für ihn bedeutete es auch nicht mehr. Eine jede Schöpfung war wundervoll, bot so viele unfassbare Möglichkeiten, doch die Person darin, die leiden würde, die interessierte den Tzimisce nicht.

"Ein Gesicht nachzubilden würde in jedem Fall mehrere Wochen bis Monate dauern."
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Ilario » Mi 25. Okt 2017, 08:22

Gespannt hörte der Lasombra zu, aus wissenschaftlicher Perspektive, aber auch im Hinblick auf die ewigen Intrigen im Schatten der Unendlichkeit, waren die Ausführungen des Drachen höchst interessant.

"Dann muss jegliche Aktion akribisch vorbereitet und von langer Hand geplant werden. Es mag aber dennoch die Nacht kommen in der ich euch um einen solchen Gefallen bitten werde." Ziemlich sicher sogar. Das genuesische Parkett würde nach dem Krieg sicher ein verworreneres werden.
Der Magister spielte bereits in Gedanken die Möglichkeiten durch...


" Gäbe es denn etwas das ich für euch tun könnte? Gar nicht unbedingt im Hinblick auf diese zukünftige Sache?" Noch wusste Ilario ja gar nichts von Tomas Auftrag, den Statuen für die Hüterin...
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Re: [1002] domus obumbratio [Toma, Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 27. Okt 2017, 22:22

Toma nickte auf die anfänglichen Worte des Magisters.
„Wenn diese Zeit kommt, würde ich mich freuen, wenn ihr euch an mich wendet.“
und wenn diese Aufgabe wirklich die Aufmerksamkeit dieses Ahnen erregen würde...es wäre interessant... Böte Möglichkeiten...

„Was ihr für mich tun könntet?
Nun ihr spracht auch davon, dass ihr mich wegen Möglichkeiten zur Forschung geladen habt. Ich habe immer ein Interesse an...begeisterten Freiwilligen.
Wenn ihr euch im Zuge der Forschung von mir untersuchen lassen würdet?“
fragte Toma äußerst neugierig und schaute ebenso lauernd fragend, was der Lasombra davon hielt.
„Kainitische Körper sind so erstaunlich.
Wenn wir dabei zu einem gegenseitigen Wissensaustausch kämen, wäre mir das auch recht.“

Passend zu der Körperstudie fiel ihm da auch die Statuen ein.
„Abgesehen davon...würdet ihr Modell stehen für eine Statue?“
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