[1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Vergonzo Faro
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Vergonzo Faro » Di 29. Aug 2017, 20:59

Der Entstellt bedankte sich nickend als er von Gaius begrüßt wurde und lächelte.
Die hellblauen klaren Augen des sonst so unwirklich aussehenden Buckligen begutachteten die anderen kurz ehe er antwortete.
"Nun, um keinen hier zu schocken würde ich sagen, die Kunst hochgewachsene Türme zu errichten, welche den Himmel küssen und selbst von der Hölle aus zusehen sind, ohne dabei einzufallen wenn ein Bataillon Werwölfe an ihm zerren."
Zufrieden segnete er nickend seine Aussage ab.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Fabrizio
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Fabrizio » Mi 30. Aug 2017, 21:07

Der Lasombra fixierte Ajax und vor allem dessen Beherrschtheit, eine ganze Weile höchst angespannt. Erst als dieser sich locker entkleidete und tatsächlich zu ihnen ins Wasser stieg nickte er ihm immer noch angespannt aber höflich zu.
"Die Nacht zum Gruße, werter Freund."

Dann wandt er sich kurz wieder zu Gaius und hörte diesem etwas verständnislos zu, allerdings ohne Ajax dabei aus den Augen zu verlieren.
"Poe... was?" murmelte er leise kopfschüttelnd vor sich hin, bis er plötzlich dem Klopfen bewusst wurde und etwas gehetzt nun dorthin stierte.

Sicherheit... da war dieser kleine hässliche Troll einfach so aus dem Nichts aufgetaucht! und Gaius faselte etwas von Sicherheit und Kunst.
Ebenso verständnislos hörte Fabrizio sich dann auch das seltsame Gleichnis? des grässlichen Baumeisters an.

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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Angelique » Mi 30. Aug 2017, 22:47

Eben war es noch ein lauschiges Treffen unter Todfeinden, da kamen nach und nach mehr Vampire. Und dann sogar Vergonzo. "Hui, mein Buckelchen! Sei gegrüßt!" Freudig hüpfte das Mädchen aus dem Wasser und eilte, den Freund zu umarmen.
"I'm a mighty thesaurus! Rawr!"

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Vergonzo Faro
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 31. Aug 2017, 12:49

Vergonzo kicherte staubig auf als der nackte Kindskörper auf ihn zu stürmte.
Er erwiederte die Umarmung und drückte sie kurz an sich. Für das Monster war es immernoch ungewohnt in dieser Art innig berührt zu werden.
Seine Hände packten den kleinen Körper nicht unsittlich an, doch die Art und Weise wie seine Finger den Rücken drückten, als würde er Hekeln, wirkte sehr seltsam.
Er grinste sehr breit und entblösste seine großen lückenbesetzten Zähne, die etwas Schief passend zum verbeulten Rest des Gesichtes standen.
"Angelique, ich bin äusserst entzückt dich hier zu treffen. Hab Dank für deine Begrüßung. Ich begrüße wohl erst noch die anderen werten Gäste hier." er lächelte sie sanft an.

Dann wandte er sich Fabrizio zu.
"Werte Botschafter, eine unverhoffte Freude euch hier anzutreffen und eine Überraschung. Ich hoffe es ist euch gut ergangen." er verneigte sich respektvoll. Dennoch stutzte er dann kurz als er die schwarzen Augen sah und dachte instinktiv an Toma, den Drachen.

Dann zu Ajax gewandt:"Seid gegrüßt werter Herr, ich bin Vergonzo Faro, Erster Baumeister Genuas, Neugeborener vom Clan der Verborgenen, Gestalter des Antlitz der schönsten Perle Italiens."
Er verneigte sich ebenso respektvoll.
"Wir hatten das Vergnügen noch nicht, schön das sich das heute ändern wird." er lächelte freundlich, besah Ajax aber mit prüfend höflichem Blick aus seinen klaren hellblauen Augen.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Ajax » Do 31. Aug 2017, 13:31

Er war nicht abgestßen, aber das Aussehen des Nosferatu war sicherlich auch kein Anblick der zum Wohlfühlen einlied. Im Bade sitzend beobachtete er die Umarmung der beiden Kainiten, ebenfalls ohne Fabrizio aus den Augen zu lassen.

"Die Nacht zu Gruße, Ich bin Ajax von Konstantinopel, Neugeborener vom Clan der Gelehrten." Keine Titel, keine besonderen Anreden. Er verzichtete wohl absichtlich darauf. Sie gaben einem keine Macht. "Ja es ist gut das wir diesen Umstand heute Nacht ändern können." Das er es gerne angezogen getan hätte ließ er erst einmal außen vor.

Immer noch an Vergonzo gerichtet "Ich habe später noch eine Frage an euch, wenn wir die Zeit zu einem Gespäch unter vier Augen finden." Sollte sich der Moment bieten würde Ajax die Chance nicht verstreichen lassen.

Dann wandte er sich, etwas leiser, sodass es wohl nur die wenigsten hören wurden, da alle außerhalb des Beckens standen an Fabrizio. Nicht aggresiv, aber es lag etwas unangenehmes in seinem Blick.

"Jetzt weiß ich wie ihr eure Werte mit Füßen treten konntet Pirat." die Auslegung des Satzes und was er damit sagen wollte überließ er vollkommen der Imagination des Lasombra.

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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Fabrizio » Do 31. Aug 2017, 22:49

Währenddessen grübelte Fabrizio immernoch darüber nach, ob der Nosferatu wohl absichtlich die Etikette der ersten Begrüßung so verdreht hatte um ihn persönlich zu beleidigen. Oder war es gar eine politische Aussage der Rebellion im Allgemeinen, dass er sich als angehöriger der niederen Clane erdreistete die Malkavianerin vor ihm zu begrüßen.
Nein, da gab es keinen rationalen Grund für. Sie war ebenso wie er kein Vasall, dies konnte er also nicht vorgezogen haben. Darüber hinaus hielt sie kein Amt inne, er hingegen war Botschafter. Aber gegen ihn persönlich konnte es auch nicht gerichtet sein, immerhin wurde Ajax ebenfalls hintenan gegrüßt. Also ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass dieser Nosferatu die Etikette willkürlich auslegte nach seinen eigenen persönlichen Präferenzen.

Als Fabrizio endlich zu diesem Schluß gekommen war, machte es ihm der quirlige Freak noch komplizierter. Jetzt auf einmal versuchte er das offensichtliche zu kaschieren indem er die stürmische Angelique formal daran erinnerte, dass er ja die anderen Gäste zuerst begrüßen musste. Oh, was für ein perfides Vorgehen! Er machte sich also sogar doppelt und dreifach über die Regeln des Anstandes lustig dieser hässliche Hofnarr! Wollte er sie sogar für dumm verkaufen?

"Euer Auftreten ist... Gewöhnungsbedürftig." Erwiederte der werte Botschafter dann nur, offensichtlich missgestimmt aber mit dreierlei Hintersinn gespickt: sein Äußeres, das Hereinschleichen und sein Benehmen

Aber da fiel ihm ja auch schon Ajax unangenehm in die Flanke. Auch Fabrizios Blick hatte etwas unangenehmes als er ihn nun wieder voll fixierte. Aber mit diesen fiesen unmenschlich schwarzen Augen war das vielleicht auch garnichtmehr anders möglich.

"Hat mir keine Freude bereitet, davon dürft ihr ausgehen. - Aber, ich hoffe doch ihr habt zumindest viel Freude an Quinto al Mare? Wie abgemacht habe ich es euch ja zur gänze überlassen. Zumindest ein Ehrenwort welches ich halten durfte."

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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 5. Sep 2017, 15:22

Gaius lachte über den Auftritt des Nosferatu und der anhänglichen Freundin, er selbst würde in der Art Gonzo wohl nicht umarmen, andererseits würde er das nichtmal mit Freunden wie Fabrizio. Nur mit Angelique, natürlich.

Das Getuschel der beiden Erzfeinde in der Ecke konnte der Hausherr leider nicht entziffern, aber solang sie friedlich blieben.

"Kommt ins Wasser, werte Gäste. Lasst uns die Sorgen des Krieges vergessen und unsere Geister im positiveren austauschen. Vergonzo, erzählt doch, was sind eure aktuellen Bauprojekte?
Oder Fabrizio, Ajax, ihr beide habt den Osten bereist - welche Domäne hat euch am tiefsten beeindruckt?"
Wenn das Gefühl für Recht und Sitte schwindet, wenn der Schrecken die Sinne trübt, dann sind die Kräfte bald versiegt. In dem alten Blute lebt die Kenntnis des wahren Maßes, und aus ihm brechen die neuen Sprossen der Gerechtigkeit hervor.

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Vergonzo Faro
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Vergonzo Faro » Di 5. Sep 2017, 15:59

Vergonzo nickte Ajax zu, als er ihn später um ein Gespräch bat.
Er lächelte freundlich als er von Fabrizio das Kompliment erhielt und neigte dankend das Haupt.
"Ich würde ungern das eure Gäste sich unwohl fühlen wenn ich mich meiner Kleidung entledige UND auch noch ins Wasser steige. Bin ich doch von Hause aus bereits Leichengrünblass." scherzte er.
Er würde Fabrizio und Ajax den Vortritt lassen, Gaius Fragen zu beantworten, wäre er an ihren Aussagen doch auch sehr interessiert.
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Gaius Marcellus
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Gaius Marcellus » Fr 8. Sep 2017, 16:10

Sanft deutete Gaius an den Beckenrand, dort stand ein kleines Ölgefäß - solche wie Sousanna handelte - das sollte den Nosferatu zur Wohlfühloase werdne lassen.

Dann wiederholte er sich sanft mit erzählerischer Stimme.
"Welche Domäne hat euch am tiefsten beeindruckt, werte Freunde? Welche Reize haben euch berührt?

Lasst uns in Erinnerungen und Gedanken schwelgen und tanzen...
Ja...." Er lächelte verträumt. "Lasst mich euch von meiner Orientreise erzählen und die schönsten Eindrücke künstlerisch darstellen... lasst uns diesen Abend nun wirklich beginnen, in Schönheit und Vernügung. In den neuen und alten Thermen eines neuen und alten Genuas..."
Und so entfaltete sich ein kleiner zarter Zauber einer geschulten Stimme, all die Animositäten zu ersticken, den Harfen und Flötenklang in die Ohren zu locken und die feinen Gerüche... als wäre es eine Bühne für eine gleich folgende zauberhafte Erzählung.
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Re: [1002] Friede, Freude, Thermenbesuche (offen)

Beitrag von Sousanna » Fr 8. Sep 2017, 16:59

Während diesen Gesprächen war eine zierliche Gestalt, dunkel in einen Mantel gehüllt, mit einem Beutel in der Hand, durch Genuas Gassen gehuscht. Hätte man ihr hübsches Gesicht gesehen, hätte man sie in einem breiten Grinsen voller Vorfreude erstrahlen gesehen. Sie hatte diese Dinge vermisst. Die Spielereien. Den Luxus der Thermen ihrer Heimat. Und heute, hatte man sie gebeten, diese wunderschönen Verschwendungen auch anderen zu zeigen.

Noch immer verhüllt trat sie zu einem der Eingänge und wechselte einige wenige Worte mit einem der Männer dort, um zu einem weiteren gebracht zu werden. Auch mit diesem wurde leise etwas besprochen. Das Wispern mit den beiden Eingeweihten schien ihr wie die krönende Einstimmung auf das kommende Vergnügen.
Erst da die Gestalt alleine in einem Raum war um sich vorzubereiten, warf sie den Mantel ab. Es brauchte eine Weile und sehr viele geübte Handgriffe, bis sie fertig war. Doch auch wenn es schon zu lange her war, auch wenn sie gedacht hatte, schon zu vieles vergessen zu haben, so zeugten all ihre Tätigkeiten von großer Kunstfertigkeit und sehr viel Erfahrung.

Und da sie nun das Zeichen ereilte, trat Sousanna mit der Anmut und Eleganz einer Tempeltänzerin aus den warmen, wohligen Schwaden hinaus zu einem Platz, der wie durch Zufall für sie freigeblieben war und ihr nun als Bühne diente.
Keiner der Männer hatte sie je in ihrer traditionellen Kleidung gesehen. Keiner zurechtgemacht und in einer strikt geplanten Verführung. Doch hier im warmen, zarten Licht, das auf ihrer wie von duftenden Ölen noch zärter gemachten Haut schimmerte, entfaltete sich erst die wahre Schönheit der Byzantinerin.
Die großen, dunklen Augen waren geschlossen, doch schon während ihrer ersten Bewegungen ließ sich erahnen, das hinter den nun dunkel gefärbten Liedern der Hauch von wilden Träumen lag. Volle Lippen zeigten ein sanftes Lächeln.
Die Bewegungen passten perfekt zu der zarten Hintergrundmusik, fast schien es als würde diese wunderschöne Tochter Kains die lieben langen Nächte nichts anderes zu tun, als zu eben jenen Klängen zu tanzen. Gemeinsam mit ihnen erzählten sie eine Geschichte. Schwer zu erahnen waren die Worte, die hinter ihrem Tanz lagen, und doch greifbar. Die Erzählung einer jener Prunktjagden des Adels.
Mal war sie unschuldiges Reh ohne Arglist, mal adeliger Jäger voller Stolz, mal der große prachtvolle Tiger, der furchtlos durch sein Revier pirschte, stets aber mehr als nur hübsch anzusehen und vor allem Projektionsfläche für all jene Fantasien, die mit dem Wort Orient einhergingen.

Sousannas Schönheit im Tanz mochte verzaubern und in diesen Augenblicken schien es, als wäre sie sich dieses Umstandes in keinster Weise bewusst. Sie war nur im Augenblick, bemerkte offenbar die Zuschauer gar nicht. Sie schlug in Bann und fesselte ebenso unerbittlich sanft, wie Honig eine Fliege fesselte, die noch in ihrem Tod das süße Gold trank. Ebenso mochte man ihr in diesen Momenten verfallen.
Exotik und bekanntes Wohlgefallen vermischten sich zu einem einzigen süßen Traum. Bunte Kleidung, die fremd und doch seltsam vertraut war, der liebliche Duft nach außergewöhnlichen Gewürzen, geschmeidige, lockende Bewegungen und ein wunderschöner, nach Leben dürstender, bebender Leib. Eine Liebeserklärung an ihre zauberhafte Heimat, in der selbst für die Untoten jeder Traum greifbar war...

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