Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

Moderatoren: Toma Ianos Navodeanu, Acacia

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1325
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Sousanna » Mi 28. Jun 2017, 08:08

In jener Nacht, als Sousanna endlich ihren Vater im Blute ins Elyisum bringen würde, war sie unendlich aufgeregt und nervös aus ihrem Todesschlaf erwacht. Wäre sie noch ein lebendiges Mädchen gewesen, hätte sie mit Fug und Recht behaupten können, dass ihr übel war ob der Unternehmung, die sie heute endlich angehen würden.
So wirkte sie nur etwas blasser als sonst und fahrig zupfte sie immer wieder am Ärmel jenes erlesenen Kleides, das Acacia ihr wegen dem Regen geschenkt hatte. Sie hatte es gewählt, weil es zum einen ihr bestes Kleid war - und zum anderen als Zeichen ihrer Treue gegenüber der Herrin der Schatten. Innerlich betete sie, dass diese es verstehen würde und sie damit keinen bösen Fehler beging. In dieser Nacht musste alles perfekt sein. Sie wollte Caspar nicht enttäuschen.
Vermutlich hatten auch ihre flinken Finger, die sich sonst als so geschickt erwiesen, deshalb gefühlt hunderte Anläufe gebraucht, bis ihre Frisur perfekt saß.

Ungewöhnlich still hatte sie den Ravnos durch die Gassen ihrer neuen Heimat geführt, hatte nervös auf ihrer Unterlippe herumgebissen und sich immer wieder gesagt, dass alles gut werden würde. Dass die Lasombra gar nicht anders konnte, als diesem Vampir, der ihr, ihrer Verbündeten so wichtig war, ebenso freundlich aufzunehmen, wie sie damals. Einem Rosenkranz gleich wiederholte sie in ihren Gedanken immer wieder, dass sie ihrem Vater gewiss vertrauen konnte, dass er alles richtig machte, - und dass auch sie inzwischen alt und geschickt genug war, um nicht zu versagen. Alles würde gut werden. Es musste gut werden.

Mit diesen letzten Gedanken atmete sie noch einmal tief durch und lächelte ihrem geliebten Vater noch einmal zu, ehe sie sich den Toren zuwandte und gemeinsam mit ihm das Elysium betrat, um den Wächtern ihr lächerliches Messerchen zu überreichen und sich in der Stille der Kirche nach jener wunderschönen Gestalt umzusehen, die so treu über das Zwielicht hier wachte.

Benutzeravatar
Il Canzoniere
Erzähler
Beiträge: 3638
Registriert: Fr 22. Jan 2016, 20:22

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Il Canzoniere » Sa 1. Jul 2017, 12:16

Auch Caspar hatte sich herausgeputzt. Er trug zu ein eigenartiges Sammselsurium aus teurer Kleidung, schwerer und leichter Rüstung und deutlich abgenutztem Schutz vor den Gezeiten. Alles in allem ergab es eine ziemlich ungewöhnlich, aber irgendwie zu ihm passende Mischung die ihn auch größer machte als er eigentlich war. Rote Ärmel mit gelben Strichen endeten in den bereits etwas ausgebleichten Händen des gebürtigen....nun genau konnte man das gar nicht sagen. Sicher war das sein langes Haar von einem roten Stirband nach Art eines korsischen Piraten nach hinten gebunden war. Seine dunkle Haut mochte früher noch viel dunkler gewesen sein, der Untod forderte jedoch von ihnen allen einen Preis. Er trat stolz, mit festem Schritt auf, als ob er sich nicht vorhabe zu verstecken, jedoch merkte man ihm an das er eher lockeren Habitus hatte und kein Adeliger war oder jemals sein würde. Er wirkte eher wie jemand der erst im Laufe seines Lebens - durch Taten, nicht durch Urkunden - zu etwas geworden war. Die Klinge an seiner Seite trug er locker und wie einen Alltagsgegenstand neben sich. Als Sousanna der Elysiumswache ihr Messerchen überreichte öffnete er mit einer raschen Handbewegung seine Gürtelschnalle und gab den Wächtern das Schwert samt Scheide und Gürtel. Wobei er den Wachen einen neugierigen Blick zuwarf. Offenbar hatte er mit solchen wie Ihnen soweit von der Heimat entfernt nicht gerechnet.

Der schweigsamen Sousanna warf er einen schmunzelnden Blick zu, zwinkerte und nickte dann über seine Schulter, als ob er sie auffordern würde sich doch nun endlich ins Abenteuer zu stürzen. Dann wandte er sich auch bereits sofort zur Tat, schritt einige Meter in den Raum hinein und sah sich in der nicht sonderlichen großen Kirche um wie ein Tourist an einer antiken Stätte.

-----------
Bild: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/56 ... 23f8f1.jpg

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1325
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Sousanna » Sa 8. Jul 2017, 12:34

Auf seinen Blick hin, folgte Sousanna ihrem Erzeuger mit einem etwas bestärkten Lächeln, auch wenn ihr totes Herz vor Nervosität beinahe zu zerspringen drohte.

Doch sie zwang sich tief durchzuatmen und trat mit hinter dem Rücken verschränkten Händen neben ihn. Ebenso in der entspannten Haltung einer kulturinteressierten Besucherin. Acacias Worte, dass sie doch endlich einmal mit Stolz und Würde auftreten sollte, waren ihr durchaus im Gedächtnis geblieben. und dafür war es unabdingbar, sich zunächst in einen Zustand der Ruhe zu versetzen.

So ließ sie den Blick ihrer dunkeln Augen durch die Kirche schweifen und versuchte vor allem die Schatten mit ihren Blicken zu durchdringen. Meist war die Herrin des Elysiums dort versteckt gewesen - zumindest hatte die Ravnos es stets so empfunden.

Benutzeravatar
Il Canzoniere
Erzähler
Beiträge: 3638
Registriert: Fr 22. Jan 2016, 20:22

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Il Canzoniere » Di 18. Jul 2017, 21:00

Caspar trat neben Sousanna in das Innere der Kirche. Folgte ihrem Blick in die dunklen Ecken des Raums, zuckte dann mit den Achseln und winkte die Dienerin herbei, die hier Nacht für Nacht ihren Dienst tat.

Mit freundlich fordernder Stimme bat er sie doch ihrer Herrin Bescheid zu geben. Man sei nun angekommen und wäre glücklich, sollte sie seine Vorstellung entgegennehmen. Es wäre doch Schade wenn die Geschenke die man mitgebracht habe unvermittelter Dinge wieder mitgenommen werden müssten.

Charmant zwinkerte er der Dienerin dabei zu - gar ein wenig verschwörerisch. Als diese sich umgewandt hatte um seiner Bitte nachzukommen warf er einen neckischen Blick zu Sousanna hinüber und zwinkerte. Die Holzkiste, länglich und etwa so lang das ein Schwert darin seinen Platz finden konnte, trug er lässig (und falsch herum) unter dem Arm. Offenbar hatte er bisher keinen großen Gedanken daran verschwendet.

Wieder sah er sich um. "Katholisch, hm?" fragte er sein Kind. Die Frage ob es hier denn auch richtige Kirchen gab, schwang hörbar darin mit.

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1325
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Sousanna » Sa 22. Jul 2017, 15:45

Ruhig hatte seine Tochter das Gespräch mit der Dienerin beobachtet und dann leicht gelächelt, als er das Geschenk erwähnte.
Es war tatsächlich nicht sonderlich intelligent von ihr gewesen, ihn überhaupt anzuzweifeln. Caspar hatte ihr fast alles beigebracht, was sie wusste, wie konnte sie da befürchten, dass er diese Dinge falsch machte.

"Ja", seufzte die Schönheit leise. "Wie alles hier..." Es klang von schwerem Leid geplagt, als störe sie dieser Umstand tatsächlich. Wie viel Wahrheit in diesem Seufzen lag, würde wohl nur jemand, der sie solange kannte, wie der Ravnos, erahnen können. "Es gibt noch Prächtigere, aber auch die sind nur Protz und Schein - kaum etwas davon kommt auch nur an eine der unseren heran, weder an Schönheit noch an Glauben."

Benutzeravatar
Acacia
Lasombra
Beiträge: 636
Registriert: Mo 20. Jul 2015, 18:05

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Acacia » Sa 22. Jul 2017, 18:55

Es schien langsam zum Normalfall zu werden, dass sie sich zu den Treffen mit Sousanna verspätete. Ein Umstand der ein zartes Stirnrunzeln auf die glatten Züge der Lasombra gezaubert hatte und ihre Laune nicht unbedingt hob. Allerdings waren die Zeiten derartig turbulent und gefährlich, dass es ihr kaum möglich war einmal etwas in der Perfektion zu planen, die sie normalerweise als Standard setzte. Dennoch war sie nicht wirklich viel zu spät, als sie die Kirche betrat und Rosa ihr ruhig mitteilte, dass Sousanna und ihr Gast sie erwarteten. Ein sachtes Nicken war alles was Acacia als Reaktion sehen ließ, ehe sie der Ghulin ihren Umhang reichte, der sie hochgewachsene Gestalt bisher verdeckt hatte. Noch einmal strich sie mit den in schwarzen Handschuhen steckenden Händen über den schweren Rock des Kleides, ehe sie ihrem Begleiter einen mahnenden Blick zuwarf. „Sei nett.“, forderte sie ihn leise auf und wirkte dabei so, als hätten sie diese Diskussion schon häufiger geführt.

Mit ruhigem Schritt betrat sie dann die Kirche durch die schmale Tür, die normalerweise der Priester nahm. Ihr heutiges Kleid war von einem solch tiefen Rot, dass es beinah schwarz wirkte und wies an den Säumen feine Stickereien auf. Der schwarze Schleier aus feinster Seide fiel bis zu ihren Hüften und verbarg das tintenschwarze, zu einem glatten Knoten gebundene Haar nur teilweise. Das Stirnrunzeln war vergangen und war durch ein sachtes Lächeln ersetzt worden, welches den bildschönen, aber distanziert wirkenden Zügen wenigsten einen Hauch von Wärme gaben. Mit sicheren, beinah lautlosen Schritten näherte sie sich ihren Gästen und begrüßte sie mit einem freundlichen Nicken, wobei ihr Blick nur kurz über den sehr fantasievoll gekleideten Fremden glitt. „Sousanna, wie angenehm dich wiederzusehen.“, begrüßte sie die Ravnos freundlich und beendete ihre Worte mit einer sachten Handgeste um sie zum Sprechen aufzufordern.
Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht. Wir sind wie Eisblumen viel zu schön für den Tag.
Wir sind wie Eisblumen, kalt und schwarz ist unsere Macht.
Eisblumen blühen in der Nacht.

Benutzeravatar
Brimir
Gangrel
Beiträge: 1192
Registriert: Do 21. Jan 2016, 13:52

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Brimir » Sa 22. Jul 2017, 19:42

Und der Nordmann grummelte, als gefiele es ihm gar nicht, dass er so an die Ketten gelegt wurde. Trotzdem machte sein Anblick klar, dass - wenn er sich losreißen würde - nicht der nette Schoßhund sein würde, den man ihm gerne andichtete. Mit schwerer Axt, aber ohne Rüstung folgte er Acacia, obwohl Brimir einen Schritt vor ihr ging - leicht versetzt. Und genauso stellte er sich hin, als sie das Ziel in dem Kirchenschiff erreicht hatte. Dabei klopfte der Stiel der Zweihandwaffe laut auf dem Boden, um die Stille der Kirche zu stören und klar zu machen, dass nicht jeder seine Waffen am Eingang abgeben musste.

Mit den bernsteinfarbenen Augen musterte er Sousannas Begleiter knapp und noch knapper fiel die Verneigung aus, um ihn zu begrüßen - gerade ausreichend für dessen Status, um als höflich zu gelten und Acacia wusste, dass Brimir genau wusste, was er da tat. Sou selbst erhielt ein ebenso knappes Nicken; erst als es schon fast zu spät dafür war. Abschließend verschränkte der Gangrel die Arme auf dem Axtkopf und ließ der Dinge ihren Lauf.
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
Grettirs Saga

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1325
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Sousanna » So 23. Jul 2017, 15:13

Es kostete die Ravnos viel Kraft, trotz des unliebsamen Begleiters der Herrin der Schatten höflich zu lächeln und knickste vor beiden Würdenträgern höflich und mit einer Leichtigkeit und Anmut ohne etwas an Korrektheit einzubüßen. Auch sie wusste offensichtlich recht genau, was sie tat.

"Es ist mir Freude und Ehre, wieder so spontan von euch empfangen zu werden.", wandte sie sich mit einem höflichen, aber warmen und ehrlichen Lächeln an Acacia. Sie hatte schon fast befürchtet, dass keine Zeit für die beiden fand. "Gerade in diesen schweren Zeiten, in denen eure Zeit bestimmt noch kostbarer ist als ohnehin."
Als sie sich an den Nordmann wandte, zuckte nur kurz etwas in ihrer Wange ehe sie ihn ebenfalls anlächelte. Auch wenn das Lächeln etwas weniger warm und freudig wirkte. Sie würde den Teufel tun und ihn hier respektlos behandeln. Es war ein Ort des Friedens und sie würde diesen Frieden um jeden Preis wahren. Zu Ehren der Prinzessin und der Traditionen - und allein schon, um sich als die höflichste Wanderin aller Zeiten zu beweisen. "Und auch euch hier zu sehen, freut mich sehr."

Dann erklärte sie wieder hauptsächlich an die Dame gewandt mit einem sanften, freundlichen Lächeln auf den vollen Lippen, das ihre hübschen Züge wieder warm leuchten ließ: "Ich hatte euch ja bereits erzählt, dass ich meinen Erzeuger gebeten habe, hierher zu kommen, um mich auch formal von den Vorwürfen zu befreien, ich sei keine wahre Tochter Kains. Er hat die lange, beschwerliche Reise von Byzanz auf sich genommen und ist nun hier, um um das Gastrecht zu bitten, so dass er mir in dieser Angelegenheit und auch sonst ein wenig als Vater unterstützend zur Seite stehen kann."
Nun wandten sich ihre dunklen Rehaugen wieder ihrem geliebten Vater im Blute zu und ließ ihm die Gelegenheit sich selbst genauer vorzustellen und ihren Worten etwas hinzuzufügen.

Benutzeravatar
Il Canzoniere
Erzähler
Beiträge: 3638
Registriert: Fr 22. Jan 2016, 20:22

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Il Canzoniere » So 23. Jul 2017, 23:28

Caspar hatte während des Auftritts des ungleichen Paares nichts gesagt, er hatte den beiden jeweils einen abschätzenden Blick zugeworfen der den unguten Ausdruck eines Sklavenhändler beherbergte der abschätzte wie viele die beiden auf fernen Märkten einbringen würden, dann nickte er der Hüterin knapp, aber nicht unfreundlich zu. Seine Körperhaltung sprach noch immer Bände darüber das er nicht der steife Typ war. Und es wohl auch nicht mehr werden würde. Brimir schenkte er ein freundliches Lächeln. Mehr nicht.

Es schien ihn nicht sonderlich zu stören das Sousanna vor ihm angesprochen wurde. Stattdessen lies er den Blick weiterhin betont beiläufig durch die Kirche gleiten während die beiden Damen Höflichkeitsfloskeln austauschten. Auf das Stichwort der Ravnos und diese Pause hin verneigte er sich knapp aber gekonnt. Seine Aufmerksamkeit fokussierte sich auf Acacia. Mit einem Mal war er ganz bei der Sache.

"Caspar, Ancilla des Clan Ravnos, großer Fürst der thrakischen Lande und Erzeuger der liebreizenden Sousanna erbittet von ihrer Majestät Aurore und den sie vertretenden Würdenträgern freundlichst Gast- und Jagdrechte in der Domäne Genua, wie es die Tradition gebietet.

Als Zeichen meiner Wertschätzung möchte ich außerdem, ganz gleich wie eure Antwort ausfallen mag, dieses Gastgeschenk hier in eure Hände übergeben."
galant überreichte er die hölzerne, längliche Kiste und erklärte zeitgleich ihre frühe Übergabe. Ob dies nur ein äußerst geschickter Schachzug seinerseits war das das Geschenk keine Bestechung darstellen sollte oder er keine Lust hatte die Kiste die ganze Zeit selbst zu halten, blieb dabei hinter seinem sympathischen Lächeln verborgen welches er der Hüterin schenkte. Und ganz nebenbei streckte er Acacia die Kiste mit beiden Händen entgegen. Dabei schien er die Kiste genau so zu halten, dass auch Brimir sie mühelos ergreifen konnte. Ob aus dem Umstand das er hier als Leibwächter auftrat und sich so vergewissern konnte das nichts gefährliches in der Truhe lauerte oder das der Ravnos sich einen Spaß daraus machte ihn wie einen gewöhnlichen Pagen Acacias zu behandeln, schien der Weitgereiste im Unklaren zu lassen - nur ein Schelm mochte Absicht dahinter vermuten. Die Zwickmühle in die er den Gangrel damit brachte: das Geschenk gewissenhaft zu untersuchen und sich dabei zu erniedrigen oder aber das Gesicht zu wahren und seine Pflicht zu vernachlässigen, schien dabei die erste längere Art der Aufmerksamkeit zu sein die der Ravnos für Brimir erübrigen konnte.

Der kurze, freundliche, Seitenblick zu Sousanna schien auch diese darauf aufmerksam machen zu wollen.

Benutzeravatar
Brimir
Gangrel
Beiträge: 1192
Registriert: Do 21. Jan 2016, 13:52

Re: Vaterliebe, Tochterherzen [Acacia, Caspar (SL)]

Beitrag von Brimir » Mo 24. Jul 2017, 00:36

Brimir erwiederte Sous Lächeln nicht, genausowenig wie das von Caspar. Kalt und eisern war seine Mine, während er erst den Worten von Sousanna lauschte. Als sie endete veränderte sich auch der Blick den Nordmannes etwas... Genugtuung war in dem Blick zu erkennen, als das sonst so perfekte Verhalten einen Markel aufwies.

Doch zunächst war Brimir gefordert seinerseits auf das Geschenk und der geplanten Demütigung umzugehen. Der Nordmann winkte einen der elysären Wächter heran und drückten diesem die schwere Streitaxt in die Hand - auch als Zeichen, dass er diese eh nicht brauchen würde - , ehe er sich dem Geschenk annahm und es dann doch nicht entgegen nahm. Stattdessen verschränkte er die Arme vor der Brust. Gleichzeitig deckte er den Fehler von Sou mit einer Spitze auf, welche er bei den einleitenden Worten.

"Damit die Situation der Etikette gerecht wird, darf ich vorstellen: Acacia della Velanera, Hüterin der Elysien, Ädil ihrer höchstverehrten Prinzessin Aurore, Mondsenatorin von Plateolonga, Erste der Lasombra von Genua und Älteste der Neugeborenen, Aschepriesterin der via regalis, Kind von Alexander, Ahn vom Blute Lasombras, Kind der Marcellina, Ahnin vom Blute Lasombras, Kind des Eli, Ahn vom Blute Lasombras, Kind des Saadi, Ahnherr der Schatten, Kind des Tubalcain, Ahnherr der Schatten, Kind Lasombras, erster seines Blutes.

Mein Name ist Brimir Böggvisson, Neugeborener vom Clan des Tieres, Ältester meines Blutes, Liktor der Domäne, Mondsenator von Luccoli, Macelli, Borgio Incrociati, Borgio di Bisagno, Geißel der Feinde Genuas, erster Wächter des Elysiums, Kind von Böggvir 'Bärenklaue' Olafson, Ancilla, Blutvogt von Locarno."

Die weiteren Ahnen ließ Brimir aus, als gingen sie den Ravnos Nichts an. Doch anscheinend schien der Nordmann die Kiste nicht hier und jetzt öffnen zu wollen, um sie zu untersuchen. Kurz fiel sein Blick auf Rosa, die Dame im Hintergrund, welche pflichtbewusst, wie eh und je hervor trat, um das Geschenk anzunehmen. Doch zuvor gaben sowohl Brimir als auch die Ghulin Acacia Zeit einige Worte zu finden.
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
Grettirs Saga

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast