[1003] Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

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[1003] Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Ajax » Mi 20. Dez 2017, 18:43

Der Winter hatte Einzug in Genua gefunden. Noch immer waren die Wunden des Krieges nicht verheilt und die Bewohner wurden sich der verlorenen Ressourcen nunmehr erst recht bewusst. In diesen Zeiten erreichte die Brujah eine Nachricht. Der Bote würde warten bis die werte Dame zu sprechen war, oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen. Ganz wie es am besten wäre.

Werte Seresa,

Viele Nächte sind seit unserem letzten Treffen vergangen. Viel Blut wurde im Krieg vergossen und die Zeit hat gezeigt welche jene von uns sind die überlebt haben. Sollte dies in eurem Interesse sein, so bitte Ich dich um ein Treffen. Es gibt viel zu bereden und gewisse Interna bezüglich des Verräters verlangen nach unserer Klärung. Mir ist in diesem Fall besonders wichtig, das der Clan eine gemeinsame Sichtweise vertritt. Diesbezüglich würde ich euch gerne auf die Wachstation am Monte Bisagno oder einem Ort eurer Wahl zum kommenden Neumond einladen. Bitte endsendet diesen Boten mit eurer Antwort wieder an mich.

Hochachtungsvoll,
Ajax von Konstantinopel
Sobald Seresa eine Antwort hätte würde der Bote sich diese einprägen und damit wieder in die Nacht verschwinden.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Seresa » Mi 20. Dez 2017, 21:17

Seresa hatte die Herberge betreten und der verbalen Nachricht des Boten aufmerksam zugehört. Als er geendet hatte, hatte sie ihm höflich zugenickt und gebeten einen Moment zu warten. Sie würde etwas Zeit für eine Antwort benötigen. Seresa ließ den Boten ohne weitere Anweisung stehen und verließ ihn.

Nach einiger Zeit war Seresa zu dem Boten zurückgekommen. In ihren Händen ein schlichtes Wachstäfelchen. Es war unverschlossen. Der Bote wurde gebeten, das Wachstäfelchen an den werten Ajax von Konstantinopel weiterzugeben.

Werter Ajax,

habt Dank für Eure überaus freundliche Einladung.

Es wäre mir eine ausgesprochene Ehre, so Ihr mich am kommenden Neumond in der Wachstation am Monte Bisagno, als Euren werten Gast empfangen würdet.

Hochachtungsvoll,
Seresa

Sofern sie keine andere Nachricht von ihrem Bruder im Blute erhalten hätte, hätte sie sich dann am darauffolgenden Neumond zur Wachstation aufgemacht. Offensichtlich alleine und nur bekleidet mit ihrer üblichen, schlichten Kleidung, ging sie entlang des Weges. Sobald sie in die Nähe der Wachstation gekommen wäre, hätte sie ihren Umhang hinter die Schultern gelegt, um den Wächtern zu signalisieren, dass sie unbewaffnet war.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Ajax » Mi 20. Dez 2017, 21:40

Die Wachen warfen sich einen kurzen wissenden Blick zu und Einer der Beiden antwortete der Brujah. Dann klopfte er drei mal an das Tor wobei die Abstände wohl einer Art Schema folgten. Kurze Zeit später öffnete sich dieses. Schlussendlich sprach er an Seresa gewandt.

"Kommt herein. Der Herr erwartet euch." er passierte die Tür und gelangte so ins Innere der Wachstation. Die Szenerie breitete sich schweigend vor ihm aus. Es waren zwar ein paar der Söldner noch wach doch die meisten hatten entweder gerade Wache auf den Pallisaden oder im Inneren. Man erkannte Behausungen in denen sicherlich fünfzig Männer wenn nicht mehr platzfanden. Der Mann vom Tor führte ihn jedoch zielstrebig auf ein etwas größeres Gebäude zu, dass an eine kleine Wachstube erinnerte.

Dort klopfte er abermals und nach wenigen Herzschlägen wurde die Tür von Ajax geöffnet. Er schickte mit einem Kopfnicken den Söldner fort und bedeutete Seresa einzutreten. Er bot ihr einen Stuhl an und neigte leicht den Kopf. "Seid mir gegrüt werte Seresa, Blutsschwester im Blute der Philosophen. Es freut mich, dass ihr meiner Einladung gefolgt seid. Wir haben viel zu besprechen und es gibt einige Dinge über die der Clan sich gewissheit verschaffen sollte um so ein geeintes Bild abzugeben. Ich hoffe das wir heute zu Einigungen kommen können, was die Zukunft bringen soll. Gerade wo ihr euch wohl nun doch dafür entschieden habt länger in Genua zu verweilen." den letzten Satz brachte er in einem leicht übertrieben freudigen Tonfall dar.

In der Stube hingen kleine Laternen die ein wenig Licht spendeten. Mehrere Stühle waren um einen Rundtisch gestellt worden und es ging ein weitere Türen von diesem Raum hier ab. Ajax war gekleidet in seine Rüstung, trug jedoch keinen Helm, Schwert oder Speer, diese standen im hinteren Teil des Raumes an die Wand gelehnt. Nach seiner kurzen Begrüßung würde er auf dem Stuhl seitlich schräg gegenüber von Seresa platznehmen und ihre Antwort erwarten.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Seresa » Mi 20. Dez 2017, 22:24

Seresa hatte ihrem Bruder im Blute höflich zugenickt, als dieser sie begrüßt hatte. Als er geendet hatte und ihr den Platz angeboten hatte, hatte sie sich auf den ihr zugewiesenen Platz gesetzt. Dann schwieg sie einen Moment, bis auch er sich gesetzt hatte.

„Seid auch Ihr mir gegrüßt, werter Ajax. Habt erneut Dank für Eure überaus freundliche Einladung und meinen Empfang hier als Euren werten Gast.“

Die Brujah nickte ihrem Bruder im Blute zu. Seresa hatte ihre Hände offen auf ihrem Schoß gelegt.

„Allerdings gestehe ich, dass es mir äußerst unrecht wäre, würde unser Gespräch bereits zu Beginn auf falschen Annahmen beruhen, werter Ajax. Dürfte ich deshalb höflich erfragen, wie Ihr zu der Annahme gelangt, dass ich gedenke länger in Genua zu verweilen?“

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Ajax » Mi 20. Dez 2017, 22:44

"Nun ihr befindet euch nun seit einiger Zeit in Genua, ich weiß für unsereins verrinnt die Zeit deutlich schneller, doch ich sehe euren Aufenthalt in Genua mittlerweile als mehr als nur eine kurze Visite. Ihr sagtet ihr wolltet hier Wissen erlangen, es muss doch etwas verborgener sein als ihr gedacht habt, oder gehe ich in dieser Annahme falsch? Entschuldigt falls ich euch zu Nahe getreten bin mit dieser Aussage. Meine Aussage bezog sich ebenso nicht darauf, dass ich davon ausgehe, dass ihr in Genua heimisch werden wollte, lediglich das es länger sein wird als erwartet." er lächelte leicht. Doch es war komisches Lachen. Ebenso hatte sich viel an der Aura und am Gebahren Ajax verändert. Seine Gestik wirkte...fordernder. Sein Blick...durchbohrender. Seine Aussage ließ er erstmal im Raum stehen, mal sehen was sie sagen würde.

Gänzlich fehlte ihm die redliche Mimik und die Vaterhaften Züge. Was war nur mit ihm im Krieg passiert?

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Seresa » Mi 20. Dez 2017, 23:58

Seresa schien der Krieg derweil nicht offensichtlich verändert zu haben. Wie auch bei ihrem ersten Treffen wirkte sie noch immer überaus höflich. Blickte ihren Blutsbruder offen in die Augen. Schien auch sonst einen entspannten und in sich ruhenden Eindruck zu vermitteln.

„Unsere Zeit verfliegt wahrlich schneller, werter Ajax.

Sie nickte ihrem Gegenüber höflich zu.

„Dazu der Krieg, welcher von allen unerwartet über Genua im wahrsten Sinne des Wortes hereingeschwappt ist und die Domäne nachhaltig schädigte.“

Seresa betrachtete ihr Gegenüber bei diesen Worten aufmerksam. Vor allem, als sie das Wort hereingeschwappt betonte und offensichtlich auf die Sarazenen anspielte. Dann machte sie jedoch eine öffnende Geste mit ihren Händen.

„Mein Aufenthalt hier war niemals als eine kurze Visite geplant. Wie Ihr bereits selbst sagtet, kam ich auf Grund meiner Suche nach Genua. Sicherlich wäre es vermutlich einfacher gewesen, hätte ich Eure wohlgemeinte und überaus höflich angebotene Hilfe angenommen. Doch hatte ich Euch damals redlich die Gründe genannt, weshalb ich Euer Angebot bedauerlicherweise ablehnen musste.“

Erneut folgte eine höfliche und um Entschuldigung bittende Bewegung ihres Kopfes.

„Jedoch sind fünf Jahre für mich eine wahrlich lange Zeit und ich möchte Euch höflich daran erinnern, dass seit meiner Ankunft erst ein Jahr und ein halbes vergangen sind.“

Seresa legte ihre Hände zurück auf ihre Beine. Ganz offensichtlich hatte sie kein Interesse daran, ihn über den Stand ihrer Suche in Kenntnis zu setzen.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Ajax » Do 21. Dez 2017, 11:20

Dieses mal war es an Ajax ruhig zu antworten. Ihre Andeutung bezüglich der Invasion der Sarazenen schien ihn wenig bis gar nicht zu interessieren. Entweder hatte er dadurch nichts verloren oder der Umstand des Angriffes der Sarazenen tangierte ihn nicht wirklich. Er bedachte ruhig einen Moment ihre Antwort. Dann schüttelte er leicht den Kopf.

"Ihr missversteht die Intention meiner Aussage. Ich kann euch eure Gründe nicht verdenken und ich bin mir sicher diese sind redlich. Doch versucht die ganze Situation des Clans Brujah aus meinem Standpunkt zu sehen. Jeder Neugeborene hat es bis jetzt geschafft in der Zeitspanne von fünf Jahren die Aufmerksamkeit des Gesetzes auf sich zu ziehen. Wer wenn nicht ich kann die Makel unseres Blutes nachvollziehen, doch das ist sicherlich keine Entschuldigung rasend ein Mitglied der Domäne anzugreifen." er machte ein lange Kunstpause um die Schwere des Fehlers zu betonen.

"Solltet ihr also vorhaben weiter solche Fehler zu begehen, so werdet ihr ob ihr es wollt oder nicht meine Hilfe benötigen. Oder falls ihr dies wünscht könnt ihr natürlich weiterhin damit beschäftigt seine Eure Missetaten wiedergutzumachen." er runzelte die Stirn. "Ich bin damit beschäftigt hinter Stümpern und Kindern hinterherzuräumen, auf das das Ansehen des Clans nicht zu sehr leidet." irgendetwas schien ihr Blutsbruder zurückzuhalten. Es war nicht ganz auszumachen was, doch er schien bestimmte Informationen zu haben.

"Wie gedenkt ihr euch also weiter in Genua zu verhalten ?" es war klar, dass er damit meinte ob er sich auf mehr Scherereien vorzubereiten hatte.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 21. Dez 2017, 15:18

„Ihr solltet Euch nicht um meine Fehler kümmern, werter Ajax. Weder freiwillig noch aufgeforderter Weise.“

Ihre Stimme wirkte warm, verständnisvoll und wohlwollend. Sie schien weit davon entfernt zu sein der Raserei anheim zu fallen. Zumindest deutete nichts in ihrer Körperhaltung darauf hin, dass ihr Tier durch seine Worte gereizt worden wäre. Nicht einmal ihre Fangzähne waren ausgefahren.

„Mein Handeln, obliegt einzig meiner Verantwortung. Die Konsequenzen für etwaige Fehler, grobe Unachtsamkeiten oder gar fahrlässige Versäumnisse sind alleinig mir anzulasten und nicht meinem Blut.“

Sie schwieg für einen kurzen Moment.

„Es ehrt Euch, werter Ajax, dass Euch das Ansehen des Clans ganz offensichtlich sosehr am Herzen liegt, dass Ihr gewillt seid freiwillig hinter jemandem herzuräumen. Dass Ihr um mein Wohlergehen noch immer besorgt seid. Dass Ihr mir erneut redlich und überaus höflich zu Eurer Hilfe ratet.“

Seresa nickte ihrem Gegenüber zu.

„Mir ist durchaus bewusst, dass für Jemanden wie Euch, die vorherrschende Situation im Clan alles andere als zufriedenstellend sein muss. Schließlich hatte der Clan der Gelehrten jüngst mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. Bitte seid Euch versichert, ich verstehe Euer ehrenwertes Bestreben, dass das Ansehen des Clans nicht zu sehr leidet, durchaus.“

Ein kurzes Schweigen folgte.

„Doch bitte verzeiht, werter Ajax. Ihr hattet mir eine Frage gestellt und ich bin Euch eine Antwort schuldig geblieben. Ihr hattet gefragt, wie ich gedenke mich weiter in Genua zu verhalten. Meine redliche Antwort Euch gegenüber lautet: Ich werde mich in Acht nehmen.“

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Ajax » Do 21. Dez 2017, 15:48

"Nein ich tue das nicht aus reiner Nächstenliebe, ich tue es weil ich direkt oder indirekt die Konsequenzen eurer, Eurer und Ramons, mittragen muss. Ob ich das nun wünsche oder nicht. Eure Fehler sind durch unsere Blutszugehörigkeit gleichzeitig auch meine Fehler. Ihr solltet nur verstehen welche Auswirkungen eure Taten haben..." ihm entfuhr ein leichter Seufzer und seine Stirn legte sich in Falten.

"Ich war in der Nacht in der Martinsfeste ..." er schüttelte nur abschätzig den Kopf.

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Re: Und so brachen sie das Brot...[Ajax/Seresa]

Beitrag von Seresa » Do 21. Dez 2017, 15:58

„Bitte verzeiht, werter Ajax. Ich weiß nicht, von welcher Nacht Ihr genau sprecht, noch welche Konsequenzen Ihr genau meint. Würdet Ihr freundlicherweise die Güte besitzen mich aufzuklären?“

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