[1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

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Sousanna
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[1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Sousanna » So 26. Nov 2017, 16:08

Die letzten Nächte waren auf ihre Weise verhängnisvoll gewesen - und der Ravnos hatten sie eins bewiesen: Keiner ihrer potentiellen Feinde sollte auch nur ein Härchen von ihr besitzen. Und schon gar keine zwei Rippen. Einige Zeit lang hatte sie mit sich gehadert, ob es wirklich nötig war, dem Drachen ihre Bitte - wie das schon klang, dieses Scheusal um etwas bitten zu müssen - persönlich zu unterbreiten. Doch es allein auf einen Briefwechsel hinauslaufen zu lassen? Der Griesgram von einem Blutsauger würde ihr gewiss auch noch aus ihrer immer noch mangelhaften Schreibweise einen Strick drehen, oder sich darüber beschweren, dass ihr Briefe für gewöhnlich nach Byzanz dufteten.

So würde stattdessen ein Straßenkind an die Tür der Werkstatt klopfen und die folgende Nachricht überbringen:
Sousanna von Byzanz würde den gewiss sehr beschäftigten, aber doch hochgeschätzten Toma um ein Treffen bitten. Da ihr letztes Treffen so unglücklich geendet sei, bitte sie schon einmal auf diesem Wege um Verzeihung und wäre natürlich auch gewillt, das vor ihm zu wiederholen. Auch würde sie sich deshalb ganz nach ihm richten, was den Zeitpunkt und Ort des Treffens anginge. Man würde morgen wieder hier erscheinen, um seine Antwort abzuholen und ihr zu überbringen.
Damit würde das Kind rasch wieder verschwinden, als fürchtete es der hochgeschätzte Toma wäre ein sehr reizbarer Hausherr, der elternlose Störenfriede gerne für unangekündigte Besuche verdrosch.
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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 27. Nov 2017, 13:21

Hätte Toma selbst die Tür geöffnet, was er nie tat und er hätte er die Worte selbst gehört von dem Kind, hätte er sich vielleicht wirklich dazu hinreißen lassen es mit einem Fußtritt wieder weg zu jagen.
So erfuhr er die Nachricht aber lediglich von seinem Ghul.

Sie wollte sich also mit ihm treffen? Ausgerechnet sie. Und sie hatte also überlebt?
Der Tzimisce fühlte ein widersprüchliches Gefühl des Bedauerns und der Freude.

Was war da wohl bloß vorgefallen, in den letzten Nächten, dass sie nun auf die Idee kam zu ihm zu kommen? War das eine Falle? Wollte sie ihm nur etwas böses?
Ihr letztes Treffen war mehr als schlecht verlaufen…glaubte sie wirklich es würde nun besser werden? Um Verzeihung wollte sie bitten…immerhin das war etwas.
Und sie hatte ihm die Wahl des Ortes überlassen. Eine Falle konnte es also kaum sein.

Was nur, kleine Menschliche geht in deinem Kopf vor?
Fragte sich der Drache und schien wohl wirklich interessiert ihre Anfrage anzunehmen, nur um herauszufinden, was sie wollte. Zudem wäre es nicht dumm zu erfahren, was wohl die anderen in der Zeit des Kämpfens getan hatten. Was geschehen war. Sich ein ganzes Bild zu malen.

Das Kind erhielt, als es am nächsten Tag kam, die Antwort, dass sich Sousanna in fünf Nächten in seinem Heim einfinden solle. Nicht die Werkstatt.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Mo 27. Nov 2017, 15:04

Als ihr der Junge die Nachricht überbrachte, hätte er schwören können, dass die junge Schönheit erbleichte. Fast als hätte sie sich gewünscht, dass dieser seltsame Navodeanu sie abwies. Dabei war doch der Mann, der sie abwies, noch nicht geboren. Oder ein Heiliger.
Sousanna aber hätte sich kaum etwas anderes gewünscht, als dass der Tzimisce sie abwies. Am Besten noch unhöflich war. Dann hätte sie wenigstens einen Grund gehabt, ganz aus Versehen in der Nähe seiner Werkstatt einen Brand legen zu lassen. - Aber so, musste sie sich ihm wohl oder übel stellen. Und dieses Mal wollte sie sich nicht einfach so ihrem Zorn ergeben, sondern als vernünftige Tochter Kains ihre verfluchten Rippen zurückerobern.

So erschien die Ravnos tatsächlich nach fünf Nächten am genannten Ort. Zwar würde sie ihn allein besuchen, doch es lagen bereits jene auf der Lauer, die bereit waren, eine schöne Frau aus den Händen eines Monsters zu entreißen und dem Monster seinen Tod zur Hölle zu machen, sollte es sich an der Schönen vergreifen.
Sich zur Ruhe zwingend, klopfte sie schließlich sacht an die Tür seines Heims und straffte noch bevor sie jemand einlassen konnte die schmalen Schultern. Noch immer war sie schön, noch immer zierte die sachte Röte ihre ebenmäßigen Züge, doch etwas hatte sich verändert. Entschlossenheit lag in ihrem Blick und ihren Bewegungen - und das Lächeln fehlte. Ihre Kleidung war dunkler geworden, noch schlichter und praktischer. Und doch passte dieses schlichte, schwarze Kleid zu jener Tochter der Nacht, die nun vor Tomas Tür stand.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 28. Nov 2017, 20:07

Er erwartete sie natürlich, doch nicht mit sonderlicher Vorfreude. Als würde er sich jemals darüber freuen können sie zu sehen.... Womöglich erst, wenn sie wieder auf seinem Tisch liegen würde. Der einzig sinnvolle Platz für die kleine Ravnos.
Er hoffte sie brachte es einfach schnell hinter sich, weswegen auch immer sie herkam.

Jakob öffnete ihr die Tür, verneigte sich vor ihr und ließ sie eintreten. Abgesehen von dem bekannten Ghul des Drachen waren noch drei der ehemals vier Wachen anwesend, die sofort aufgestanden waren, als es an der Tür geklopft hatte und nun ruhig aber wachsam in den Ecken standen.

Nichts hatte sich sonst an dem Haus des Tzimisce geändert, nicht einmal an dem Drachen selbst. Zumindest nichts offensichtliches. Dass er sehr viel angespannter war und immer noch eine Wunde in der Brust trug, war für die Ravnos ja nicht ersichtlich. Doch seit er sein Äußeres verändert hatte, war tatsächlich einige Zeit vergangen. Ungewöhnlich für den so wandelbaren Drachen.

Toma trug eine schlichte Tunika, wie er es schon oft getan hatte, während Arme und Beine unbedeckt blieben.

„Sousanna...willkommen.“ sagte er und klang nicht so als würde er es auch so meinen. Doch so wie es seine Tradition verlangte, musst er sie als Gast willkommen heißen.
Zumal er sie eingeladen hatte.
„Seid für heute Nacht mein Gast und für euer Wohl soll gesorgt sein....“ er schaute unzufrieden und fügte so noch hinzu: „...sofern ihr euch zu benehmen wisst.“
Er wies ihr mit einer Handbewegung sich zu setzen.
Eigentlich hätte er seinem Gast Blut angeboten, doch er wollte es nicht an ihr verschwenden. Sofern sie nicht darum bat, behielt er es zurück.

In ihrer Nachricht wurde ihm eine persönliche Verzeihung versprochen. Erwartungsvoll schaute er Sousanna an, darauf wartend, was sie nun sagen würde.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Mi 29. Nov 2017, 14:06

Wahre Freude empfand nun auch Sousanna nicht wirklich nicht. Doch was geschehen musste, musste geschehen. Und er hatte etwas, das sie unbedingt haben wollte - also würde der Drache heute die charmanteste, kainitischste und besterzogenste Ravnos aller Zeiten kennen lernen.
Als Jacob ihr schließlich öffnete, nickte sie leicht und trat geschmeidig und schwungvoll über die Schwelle. Die Wachen bekamen kurz Blicke zugeworfen, wurden registriert doch Sousanna zeigte keine offensichtliche Sorge. Fast als wären sie lediglich sehr dekorative Vasen.

Dann neigte Sousanna den Kopf etwas tiefer vor dem Tzimisce als es nötig gewesen wäre. "Werter Toma, ich danke euch dafür, dass ihr mich empfangen habt. Noch dankbarer, dass ihr mich als Gast bezeichnet. Seid versichert, dass ich nichts tun werde, das eure Gastfreundschaft beleidigen würde.", begann sie schließlich und überging damit die offenkundige Beleidigung mit einem freundlichen, wenn auch bedeutend weniger sonnigen Lächeln als sonst.
Schließlich hob und senkte sich ihre Brust, einen Moment schloss sie die Augen, dann schließlich kamen die Worte über ihre vollen Lippen: "Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, ist dieses Treffen eskaliert, was wohl meiner Unbeherrschtheit in diesem Moment geschuldet war." Und der Tatsache, dass er ein in jeder Hinsicht schrecklicher Sohn der Nacht war. Man hörte ihr durchaus an, wie schwer ihr diese Worte fielen, doch im Augenblick wirkte es als wäre sie völlig aufrichtig. Zumindest so aufrichtig, wie eine Wanderin eben sein konnte. "Ich habe unbedacht gesprochen und mich von den schlechten Erinnerungen an unsere vorangegangenen Zusammenkünfte treiben lassen. Es war falsch und hat womöglich den Eindruck hinterlassen, ich würde euch nicht respektieren - was ich gewiss nicht tue. Ich bitte hierfür um Entschuldigung."
Leicht hatte sich ihr Haupt geneigt und erst bei ihren letzten Worten hob sich ihr Blick, so dass ihre sanften, braunen Augen die seinen unheimlichen trafen.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mi 29. Nov 2017, 21:47

Abschätzig blickte er sie von oben herab an. Skeptisch, ob sie wirklich meinte was sie sagte.
Seine Augen verengten sich kaum merklich ein paar Milimeter als er sie atmen sah. Immer noch...so unsäglich menschlich.
Ihre Worte nahm er schweigend auf. Nur bei ihrem letzten Satz hob er kurz eine nicht vorhandene Augenbraue. Eine seltsame Wortwahl...verstand er es falsch?
'was ich gewiss nicht tue..'
Ein grummeliges Schnauben ging von ihm aus als Antwort und er blickte sie immer noch musternd an.
Sie hatte sich tatsächlich entschuldigt. Er hatte es gar nicht geglaubt.
Wie ehrlich sie es hingegen meinte, das war natürlich eine andere Frage.
Doch wenn sie ihn belog...warum?

„Es freut mich....dass ihre eure Verfehlung einseht. Euch sogar entschuldigt....“
erwiderte Toma, doch klang keineswegs so als würde es ihn freuen.
„Doch warum habt ihr plötzlich das Verlangen euch nun bei mir zu entschuldigen?“ Seine Augen zogen sich weiter zusammen.
„Was wollt ihr?“
Sie sprang hier vermutlich über ihren Schatten. Tat etwas freundliches für einen Kainiten, den sie verabscheute...sicherlich nicht ohne Grund. Sie würde es nicht tun, wenn sie nicht etwas von ihm wollte. Er würde es auch nicht tun.
Dieser Gedanke ließ ihn aber auch lächeln. Sie wollte etwas von ihm.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Do 30. Nov 2017, 11:41

Sie war selbst überrascht, dass diese erniedrigenden Worte ihre Lippen so glatt verließen, doch Jahre des Spiels der kleinen, dummen Blutsaugerin, deren einziges Kapital ihre Schönheit schien, Jahre des sich als Ghul Ausgebens hatten sie eines gelernt: Wer sich beugte, um jemanden etwas aus der Tasche zu ziehen, konnte sich nicht demütigen.

So überging Sousanna sein Schnauben und schenkte ihm nur ein entschuldigendes Lächeln. "Es hat eine Weile gedauert, ehe ich meinen Stolz besiegen konnte und mir darüber klar wurde, dass meine Abneigung euch gegenüber aus bloßer Furcht vor dem Schmerz, den ich bei euch durchlebt habe, genährt wird.", erklärte sie ernst und zuckte die schmalen Schultern als sei dies bloßer Schnee von gestern. "Aber wie hättet ihr auch anders handeln können, da ihr mich von Anfang an als mehr menschliches, als unsterbliches Wesen kennengelernt habt?"
Ernst erwiderte sie seinen Blick, wich nicht vor dem unheimlichen Glühen, sondern stand ihm schlicht gegenüber. "Und als unsterbliches Wesen bin ich hier her gekommen, um meine Rippen von euch zurück zu bitten. Von gleich zu gleich. - Als Händlerin bin ich auch bereit dafür zu bezahlen."
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 2. Dez 2017, 13:38

Von gleich zu gleich…Toma zog abschätzig die Augenbrauen hoch. Das würde sie erst beweisen müssen.
Aber hatte sie es doch tatsächlich bemerkt.... Vielleicht hatte ihr aber auch erst sein kleiner Hinweis auf die Sprünge geholfen. Und sie würde für einen Teil ihres eigenen Körpers bezahlen? Das amüsierte ihn und ein leicht Zähen zeigendes Lächeln legte sich auf sein Gesicht, als sich ein Mundwinkel des abstrusen Mauls noch weiter zurück zog.

„Mich würde sehr interessieren, was ihr bereit wäret dafür zu zahlen.“ Sein Blick glitt lauernd über ihren Körper. Sie wusste woran er Interesse hatte und sie wollte wirklich mit ihm handeln?

„Eigentlich...würde ich sie gern behalten.“
sprach er weiter. Irgendwie waren sie so etwas wie eine Trophäe.
„Ich nahm sie euch als Ausgleich für euer Gezeter. Dabei nahm ich schon nur die kleinsten, um euch keinen großen Schaden zuzufügen…“ mehr Ärger musste er sich ja damals wirklich nicht einhandeln.
„ und immerhin habe ich dabei noch euren unförmigen Brustkorb in Ordnung gebracht.“ Dabei viel sein Blick auch auf eben diesen und machte dabei eine Bewegung in der Luft als würde er ihn gerade berühren und stellte sich dabei bestimmt vor, wie sie unter der Kleidung und unter der Haut aussah.

„Sie haben für euch ohnehin so keinen Nutzen, außer ihr wollt dass ich sie euch wieder einfüge?“
Das Grinsen wurde nun gierig und unheimlich.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Sa 2. Dez 2017, 19:09

Es kostete Sousanna einiges aus Selbstbeherrschung, ihr Lächeln aufrecht zu erhalten und noch immer jene ruhige Sicherheit auszustrahlen, als er von ihrem Gezeter und von Unförmigkeit sprach. Er war ein ungehobelter Schinder - und hatte schon lange jede Verbindung zu irgendeiner Form von Fühlen verloren. So blieben ihre Mundwinkel oben und ihr Blick freundlich. Nach einem tiefen Atemzug, mit dem sie sich zur Ruhe zwang, verbreitete sich ihr noch etwas.

"Oh, mich würde interessieren, was ihr dann damit vorhabt oder getan habt.", erklärte sie schließlich ernst und überging sein gieriges Grinsen. "Wisst ihr, der Schaden kümmert mich nicht. Um ehrlich zu sein, habt ihr mir dadurch eine sehr viel hübschere Taille verpasst - meine Bewunderer schätzen das. Dennoch hänge ich an meinem Körper. So sehr, dass ich euch weitere Versuchsobjekte anbieten würde."
Nun hing ihr Blick in einer unheimlichen Art und Weise an ihm. Jede Menschlichkeit war daraus verschwunden. Es war die pure, berechnende Gier einer Händlerin ohne jede Menschlichkeit. Dann zuckte sie die Schultern, als wäre es ihr im Prinzip gleich. Sie würde an ihre Rippen kommen, gleich auf welche Weise.
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Re: [1003] Hüte dich schön's Blümelein [Toma, Sousanna]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 3. Dez 2017, 01:00

Nun das war eine Erwiderung mit der er nicht gerechnet hätte. Sichtlich überrascht weiteten sich die Augen und Pupillen und er blickte sie neu abschätzend an.
"Weitere Versuchsobjekte?...für eure beiden Rippen?"
Würde sie das wirklich tun? Menschen an ihn ausliefern? Nur für ein paar Knochen? Warum lag ihr so viel daran? Oder was versuchte sie hier zu erreichen?
Das war in der Tat nicht mehr dieselbe kleine Ravnos, die er vor ungefähr einem Jahrzehnt auf seinem Tisch hatte. Nicht die Ravnos, die später verschreckt und eingeschüchtert wieder gekommen war, hinter dem Rücken der Toreador.

"Was ist euch geschehen, dass ihr euch so verändert habt?" fragte er voller Neugier.
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