[1001] Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

[Juli '17]

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Toma Ianos Navodeanu
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[1001] Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 7. Jul 2017, 15:07

Es waren einige Nächte vergangen, bis der Tzimisce sich wieder in den Räumen der Kappadozianerin im Medicorum einfand.
Bereits vorher hatten sie das Treffen vereinbart und er ihr schon mitgeteilt, was vorzubereiten wäre für die große Umgestaltung des sterblichen Mädchens.
Sie müsse, wie beim letzten Mal entweder betäubt oder festgebunden werden. Denn sie sollte sich nicht wehren dabei, sonst würde da Ergebnis womöglich nicht wie gewünscht ausfallen.
Ebenso wäre Blut von Nöten. Nicht nur für Tomas Arbeit, auch für die Heilung der Dienern.
Das war es auch schon, nicht mehr war notwendig und ebenso seltsam unausgerüstet erschien auch der Tzimisce. Brauchte er ja auch nichts mehr, als seine Hände und das Blut in seinem Körper.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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La Vedova
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Re: Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Fr 7. Jul 2017, 17:38

Die Nächte vor dem Eingriff hatte Seinfreda mit dem Mädchen verbracht. Die junge Frau war krank gemeldet worden und wohnte nun im Domus. Sie bekam dort alles wa sihr Herz begehrte, Seinfreda bemutterte sie wie eine eigene Tochter...oder Schwester. Denn genau das würde sie bald wohl auch sein, zumindest äußerlich. Natürlich hatte Seinfreda der jungen Frau erklärt, dass es eine Veränderung geben würde, dass es nötig war, dass sie ihr Äußeres ein wenig veränderte, damit sie ihrer Berufung nachkommen könnte.
Und so hatte Seinfreda dem Mädchen einen selbstgebrauten Wein eingeflößt, der sie in einen betäubten Dämmerschlaf fallen ließ. Natürlich würde die Operation trotzdem höllische Schmerzen verursachen, zumindest vermutete Seinfreda das, aber dafür war die junge Frau am Bett festgebunden, ein Beißholz lag bereit und Seinfreda hoffte, dass sie vor Schmerzen schon bald in Ohnmacht fallen würde. Vor der Tür standen zwei weitere ihrer Ghule bereit, für den Fall, dass das Mädchen zu laut würde oder versuchte, sich zu befreien...

Sie selbst hatte in dieser Nacht schon viel getrunken und als Toma eintraf, ließ sie einen frischen Krug Blut bringen. Dieser sollte breit stehen für den unheimlichen Medicus und für sie, falls sie das Mädchen beruhigen musste.
Sie hatte Tücher, heißes Wasser, verschiedene schmerzstillende und Narbenvermeidende Salben bereit gestellt, ebenso wie einiges an Wundwerkzeug, nur für den Fall.


"Da ließ der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte mit Fleisch zu", flüsterte sie voller Vorfreude und betrachtete das Mädchen noch einmal wie es dort friedlich lag, bevor die Prozedur begann.
Erwartungsvoll wartete sie auf Tomas Anweisungen und beobachtete die Klauen des Tzimisce mit angespannter Neugier.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 9. Jul 2017, 23:05

Der Tzimisce grinste bei ihren Worten und legte die Hände wie zum Gebet zusammen, aber wohl auch nur in Vorfreude was da kommen würde.
Interessiert begutachtete das Monster das schlafende Mädchen, dass er und Seinfreda nun mittlerweile besser kannten als sonst irgendwer auf der Welt. Zumindest körperlich.

"Ein besondere Nacht steht heute an. Ein großes Projekt." sagte er und klang recht glücklich. Die großen schwarz-weissen Augen zuckten von Seinfredas Gesicht über das der Sterblichen.
"Lasst uns mit dem Gesicht beginnen. Es ist das wichtigste, wenn sie für euch gehalten werden soll, nicht wahr? Setzt euch doch neben sie." sagte Toma und wies auf den Platz neben dem Bett, direkt neben dem Kopf des Mädchens. Er würde ja überprüfen müssen ob er dem Original nahe kam.

Danach stieg er über das Mädchen und kniete sich über sie. Die kruden, mit Knochenplatten und Stacheln versehenden, Beine drückten sich neben ihr in das Stroh des Schlaflagers und die dürren weissen FInger mit den spitzen Nägeln legten sich auf die Wangen des Mädchens.
"Sie wird sehr wahrscheinlich erwachen und schreien." merkte Toma an, während sich seine Sinne schärften und er das warme Fleisch noch intensiver unter seinen Fingern spüren konnte.
Rötlich schimmerten die Adern des Tzimisce unter der blassen Haut als Blut durch seinen Körper gepumpt wurde.
Seinfreda konnte sehen, wie sich die Finger des Monsters in die Haut des Mädchens drückten, wie sie sich die Daumen auf die Wangenknochen legten und offensichtlich starken Druck darauf ausübten. Wie die Knochen nachgaben, ihre Form veränderten, als wäre es Lehm unter den Fingern des Vampirs und kein Schädel, kein lebendes Mädchen, das nun schrie.

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La Vedova
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Re: [1001] Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von La Vedova » Fr 8. Sep 2017, 15:03

Seinfreda setzte sich wie aufgefordert als Modell neben das Mädchen, beobachtete die Handgriffe ihres Gegenübers aber aufmerksam und mit großem Interesse. Ungläubig riss sie sie Augen auf, als sich seine Hände in die Wangen des Mädchens bohrten als sei diese aus Butter. Nein, so hatte sie es sich nicht vorgestellt. Keine Schnitte, kein Blut, sondern bloß..das?

Die Schreie des Mädchens hallten durch den Raum, verstummten aber, als sie ihr einen Knebel in den Mund stopfte. Die Augen der anderen huschten panisch, flehend im Raum herum, ihren Blick würde Seinfreda niemals vergessen. Sie zuckte und stemmte sich gegen die Riemen an Armen und Beinen, der Körper stemmte sich von der Liegestatt auf, der Rücken bog sich. Tränen liefen aus den Augenwinkeln und Seinfreda erfasste eine seltene Erregtheit angesichts des schutzlosen Körpers vor sich…beinahe ein Hunger. Sie zwang sich, den Blick abzuwenden, sich zu beruhigen, und horchte in sich herein, versuchte Mitleid für das Mädchen in sich zu finden und biss enttäuscht die Zähne zusammen, als sie es nicht finden konnte.
Sie lauschte kurz durch das Haus, jedoch waren derartige Geräusche hier nichts zu Ungewöhnliches.

Als Toma mit deiner Kunst fortfuhr, fiel das Mädchen bald in Ohnmacht und Seinfreda versuchte sich von ihren Gedanken abzulenken und sich auf ihre gemeinsames Forschungs- und Kunstprojekt zu besinnen. So recht wollte es ihr jedoch nicht gelingen und so beobachtete sie in Gedanken versunken die Handgriffe Tomas und versuchte, ein möglichst hilfreiches Modell zu sein.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1001] Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 9. Sep 2017, 23:35

Eisern hielten die Finger und das ganze Gewicht des Tzimsice das Mädchen auf das Bett gepresst. Er hatte gewusst, dass das passieren würde, und hielt ihren Bewegungen entgegen, doch es vereinfachte die Arbeit nicht. Ungehalten entrang sich ein tiefes Grollen seiner Kehle, während er aber auch nicht inne hielt, sondern ihre die Knochen ihres Schädels und Kiefers weiter eindrückte und verschob.

Es war ein Schmerz, den man kaum ertragen konnte, als würden ihre Knochen immer und immer wieder gebrochen.
Nur dass sie das nicht taten, dass sie sich wie Ton verformten und wie ein Töpfer sein Werk, formte Toma die Knochen neu. Langsam, mit Bedacht, während seine Augen immer wieder zu Seinfreda huschten, ihre Gesichtszüge studierten und nachbildeten.
Doch es war erst der Anfang. Das Gesicht würde sich erst Seinfredas angleichen wenn auch das Fleisch und Fett über den Knochen angepasst war.

Für einen Moment, nach einer gefühlten Ewigkeit für die Frauen, nahm er die Hände von dem armen Mädchen und seine Finger knackten als er sie entspannte.
Durch seine grobe Behandlung war ihr Gesicht stark angeschwollen und mit blauen Flecken übersät, sodass es mehr so aussah, als hätte er sie gerade versucht tot zu schlagen.

Als er die Hände wieder auf sie legte, konnte er das warme Blut unter der dünnen Haut spüren, das Pulsieren des roten Lebenssaftes in den filigranen Adern und den beschädigten Äderchen, die nun das wertvolle Blut in das umliegenden Gewebe abgeben hatten. Es war so erstaunlich, wie komplex der Körper war...Es war so wunderbar.

„Wärt ihr so freundlich mir etwas Blut zu reichen, werte Seinfreda?“
bat er seine Forschungspartnerin, während er schon beinahe mit einem verträumten Ausdruck im Gesicht auf das entstellte Antlitz des Mädchen starrte.
Es war noch nicht so weit, dass er dem Mädchen hätte gefährlich werden können, doch wo Seinfreda das Blut nun schon einmal gebracht hatte, wäre es eine Verschwendung es so lange stehen zu lassen.

"Ich werde das Fleisch noch etwas anpassen, doch erst wenn die Schwellung zurück geht, kann ich den Fortschritt richtig beurteilen und die Feinheiten an der Haut vornehmen." erklärte Toma, während er das Blut trinken würde. "Es sieht schlimmer aus, als es ist." Bemerkte er noch. Immerhin waren es nur Quetschungen. Alles Innere war unversehrt.

Irgendwie fragend schaute er Seinfreda an, was sie wohl nun von dem ganzen dachte, nun wo sie gesehen hatte, wie es ablaufen würde. War sie noch überzeugt davon?
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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1001] Wie ein Spiegel III [Seinfreda]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 21. Nov 2017, 10:19

Der erste Schritt war getan, doch es würde ohnehin einige Zeit dauern bis das geschundene Fleisch des Mädchens soweit abgeheilt wäre, dass weitere Arbeiten umsetzbar waren.
So verabschiedete sich der Tzimisce nach einem kurzen Gespräch mit Kappadozianerin, von dieser und kehrte in sein eigenes Heim zurück.
Finitus
Zusammenfassung:
Toma taucht erneut bei Seinfreda auf um mit der Arbeit an ihrer Doppelgängerin zu beginnen. Das Mädchen wurde von der Kanitin betäubt, doch die schmerzhaften Verformungen ihrer Gesichtsknochen durch den Tzimisce lassen sich nicht ausblenden. Der erste Schritt ist brachial und die junge Frau am Ende so schlimm zugerichtet, dass es einige Tage dauern wird, bis die Schwellung so weit zurück gegangen ist, dass nächste Schritte möglich sind.
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