Maskenball [Toma, Fabrizio]

[Juni '17]

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Fabrizio
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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Fabrizio » So 18. Jun 2017, 00:37

Selbst unter der Maske rümpfte Fabrizio angewiedert die Nase.

"Von den Gerberhütten hier wirds keine sein. Wir nehmen uns die vereinzelten Häuser da hinten vor." raunte er seinen Männern zu, bevor er einfach weiter marschierte und sich kurzentschlossen die am größten erscheinende der frei stehenden Hütten zur Mauer hin auswählte.

Die Leibwächter verteilten sich wortlos und hielten ihm still und diskret den Rücken frei und die Wege im Auge wie eine professionelle Diebesbande.

Einen längeren Moment lauschte er - dann setzte er den Helm ab und schritt zum Fenster um dort mit seinen nachtschwarzen Augen durch irgendwelche Ritzen zu spähen. Zur Not machte er sich die Ritzen dann einfach selbst indem er geschickt mit dem Messer in den Fensterblockierungen herumstocherte.

Ein paar weitere der freistehenden Hütten würde er sich so noch ansehen wollen wenn er denn nichts ungewöhliches bemerkte...

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 18. Jun 2017, 13:20

Das Haus das er sich ausgesucht hatte, hatte trotz seiner Größe, was darauf schließen ließe, dass es mehrere Räume besaß, nur drei Öffnungen, die man wohl Fenster nennen konnte. Eines vorn, neben der Tür, zwei auf jeweils der angrenzenden Seiten. Alle Fenster waren mit passend zugeschnittenen Holzbrettern geschlossen. Hören konnte er nicht wirklich was. Keine Arbeitsgeräusche, nichts was darauf hindeutete, dass sich darin jemand aufhielt und an dem ersten Fenster hatte er auch kein Glück, durch die Ritzen zu spähen. An einem der Seitenöffnungen jedoch schien sich das Holz durch Nässe und Alter schon etwas verzogen zu haben. Ein kleiner Spalt klaffte in der linken unteren Ecke.
….....................

Der Tzimisce war tatsächlich in seiner Werkstatt, welche von Kerzen und Öllampen spärlich erhellt wurde. Er trug keine Kleidung und das weisse Haar war zu einem Zopf zusammengebunden, in einigen Strähnen, die sich gelöst hatten klebte leuchtend rotes Blut.

Auf dem großen Tisch, der sich in der Mitte der Werkstatt befand, lag ein nackter Mensch. Er war dürr, ausgemergelt. Ein Obdachloser von der Straße vermutlich. Auf dem Boden, der um den Tisch herum mit Sägespänen bedeckt war, lag ein leerer Sack und Seil, womit er womöglich gefesselt gewesen war, sowie dessen Kleidung.
Der Mensch lag völlig still und ungefesselt da. Nur der Kopf ruckte mal hier hin mal dahin. Sein Mund war zu einem Schrei geöffnet, doch außer der entweichenden Luft erklang kein Geräusch. Seine Arme hingen schlaff an den Seiten des Tisches herunter.

Der Tzimisce umfasste die Fußgelenke des Menschen und zog sie hoch, sodass die Beine gestreckt gen Decke ragten, damit das Blut darin nach unten in den Rumpf floß.

….........
Von der ganzen Szene sah Fabrizio jedoch nur einen Ausschnitt. Nur den schwach beleuchteten Umriss des Tzimisce, der da Beine von wem anderen hoch hielt.
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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Fabrizio » Mi 21. Jun 2017, 23:40

Volltreffer! Fabrizio nickte zufrieden zu sich selbst.

Bemüht keinen Lärm zu machen entfernte Fabrizio sich wieder von dem Fenster und tuschelte mit einem seiner Männer...
"Der Drache ist da drinnen. Du klopfst einfach nur laut an der Tür, dann machst du zur sicherheit aber lieber ein paar Schritt zurück. Den Rest überlässt du mir. Verstanden?"
Der Mann nickte, daraufhin schlich Fabrizio erneut zu seiner Fensterritze und starrte hinein.

Während die anderen drei Leibwächter weiterhin von ihren Positionen aus die Umgebung und vor allem die Straße im Auge behielten - trat der eine vorsichtig an die Tür, atmete noch einmal kräftig durch und pochte dann drei mal kurz hintereinander laut und deutlich an die Tür. Eiligst machte er dann ebenso drei Schritte rückwärts und hatte etwas nervös die Hand an der Klinge.

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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 22. Jun 2017, 16:18

Als es plötzlich laut an der Tür hämmerte, ruckte der Kopf des Drachen herum und die Lider und Pupillen verengten sich ungehalten.
Wer war das? Das war nicht Jakob, der klopft viel schwächer und würde sich sofort als eben dieser zu erkennen geben, ebenso die anderen...

Augenblicklich schärften sich die Sinne des Tzimisce und er lauschte auf die Geräusche vor der Tür. Er ließ die Beine des Menschen wieder herunter und ging etwas näher.
„Wer ist da?“ rief er, deutlich schlecht gelaunt. Eine Störung, egal welcher Art konnte er jetzt wirklich nicht gebrauchen.

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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Fabrizio » Do 22. Jun 2017, 22:25

Der Leibwächter sah unschlüssig zu Fabrizio herüber und zuckte ahnungslos mit den Schultern.
Fabrizio zeigte ein paar mal in Richtung der Nachbargebäude.

Entsprechend verging etwas Zeit bis eine Antwort kam.

"Hey, Nachbar, komm schnell! ... Unser Haus brennt... das ganze Viertel ist in Gefahr!"

Der Leibwächter war jedenfalls kein guter Schauspieler, denn das hörte sich eindeutig zu stockend und zu nüchtern an für einen tatsächlichen solchen Fall.
Weiterhin wäre es wohl ein leichtes für Tomas geschärte Sinne zu vernehmen, dass der Mann mit einigem Abstand von der Tür sprach und sich auch irgendwie etwas dumpf anhörte, als würde er durch irgendetwas hindurch sprechen.
Ach ja, und selbstverständlich wäre dort auch kein Qualm oder Feuer zu riechen...

Von Fabrizio hingegen, der weiterhin aufmerksam durch die Ritze starrte, würde er hingegen vermutlich nichts mitbekommen, da dieser ja nichteinmal Herzschlag oder Atem von sich gab.

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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 25. Jun 2017, 19:01

Toma zog skeptisch die Augenlider zusammen.
Das klang seltsam. Hier stimmte was nicht. Das war eindeutig kein Mensch in Panik, der da sprach.
Er schnüffelte, es war schwierig durch die Tür und geschlossenen Fenster etwas zu riechen, doch ein nahes Feuer hätte einen starken Geruch gehabt, oder nicht? Das einzige was er roch, war Holz und Blut und Mensch aus diesem Raum. Toma ging zu der Fensteröffnung neben der Tür, drehte die Halterung die das Brett an den Rändern in Position hielt beiseite und zog das Brett minimal nach innen, so dass ein schmaler Spalt sich öffnete, durch den der Drache nach draußen spähte, so wie es Fabrizio links neben ihm an dem anderen Fenster nach innen tat.

Auch wenn der Blickwinkel nicht weit war, konnte er den Mann vor der Tür sehen, beziehungsweise etwas entfernt der Tür. Den kannte er nicht und warum war sein Gesicht verborgen? Waren hier noch mehr? Erlaubten sich die Menschen einfach einen Spaß mit ihm? Feuer gab es ja offensichtlich keines.
Oh das sollten sie lieber nicht wagen.

Er schloss das Fenster wieder und nahm dann den Menschen hoch und warf ihn sich über die Schulter. Dann verschwand er in einem der beiden hinteren Räume, in den Fabrizio von seiner Position aus nicht sehen konnte. Dort gab es auch keine Fenster.
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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Fabrizio » So 25. Jun 2017, 20:09

Erneut zuckte der Leibwächter mit den Schultern - und Fabrizio bedeutete ihm mit einer hektischen Handbewegung weiter zu machen.

"Hallo? - Hallo! Es brennt habe ich gesagt!" kam dann noch einmal von dem Wächter, diesmal bemüht panischer

Währenddessen schob Fabrizio beherzt das Messer tief in sein Guckloch und verwendete es als Hebel. Direkt als die Lücke groß genug war umgriff er das Holz von dort und riss einfach geradezu mühelos in einer Bewegung die gesamte Holzverkleidung vom Fenster. *

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*Stärke Einsatz -1Bp

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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 25. Jun 2017, 20:47

Das klang nicht gut. Während Toma dabei war, die Luke im Boden wieder zu verdecken, hörte er das Krachen.
Die Pupillen zogen sich sofort zu schmalen Schlitzen zusammen und sein Kopf ruckte in Richtung des Hauptraumes.
Aber wenn diese Menschen jetzt glauben es wäre eine gute Idee hier einzubrechen, dann würde er sie eines Besseren belehren.

Still blieb er in dem kleineren Raum stehen, neben der Tür, von außen nicht sichtbar, und wartete auf weitere Geräusche. Es war ungünstig, dass sie ihn so sehen konnten, doch dann durfte er eben keinen entkommen lassen. Was er ohnehin nicht getan hätte.

Dick und kräftig pumpte sein sonst so totes Herz sein Blut durch seinen Körper und ließ die Muskeln anschwellen und die Adern rötlich pulsieren.
(1BP auf Geschick)
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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Fabrizio » So 25. Jun 2017, 21:02

Als Fabrizio niemanden ausmachen konnte gab er seinem Ghul ein Zeichen und kletterte dann selbst, mit dem Messer in der Hand, durch das Fenster.

Währenddessen winkte der Ghul an der Tür einen der anderen heran und gemeinsam versuchten sie energisch aber professionell die Tür aufzubrechen.

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Re: Maskenball [Toma, Fabrizio]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 25. Jun 2017, 21:38

Der Hauptraum der Werkstatt war so groß, dass gut 4 Leute dort gleichzeitig hätten Arbeiten können. Zwei Werkbänke befanden sich jeweils an einer der Seitenwände, wo auch zwei der drei Fenster waren. Was bedeutete dass Fabrizio auch direkt darauf trat, als er einstieg. Daneben standen Holzkisten. Einige mit Rohmaterial gefüllt, andere mit Abfallresten, wie Sägespäne und Kies. In der Mitte des Raumes stand der Tisch, den Fabrizio schon gesehen hatte. Eine Holzplatte war über die eigentliche Platte des Tisches gelegt. Wenn der Lasombra sie sich genau ansehen würde, würde er dunkle Flecken von Blut oder wer weiss schon was sonst für Flüssigkeiten sehen, die in das Holz gesickert waren. Der Mensch, der darauf gelegen hatte war weg.
Auf dem Boden um den Tisch waren Holzspäne verteilt, die vermutlich herabtropfendes Blut auffangen sollten. Wirklich frisches Blut konnte der Pirat nicht entdecken, doch ein schwacher Hauch davon hing eindeutig in der Luft.

Gegenüber der Eingangstür gingen zwei weitere Türen ab. Durch die rechte war der Tzimisce verschwunden, die Tür stand halb offen. Die linke Tür war geschlossen.

Derweil lauschte Toma mit seinen übernatürlichen Sinnen auf die Bewegungen des vermeintlichen Einbrechers. Er wusste wo er war, doch noch würde der Tisch zwischen ihnen sein, also wartete er weiter. Doch die Geräusche von der Tür beunruhigten ihn dann doch sehr. Wenn es zu viele wurden, wäre es auch schlecht.

Die Eingangstür war mit einem üblichen hölzernen Schieberiegel versperrt, der von außen nur mit dem passenden "Schlüssel" bedient werden konnte oder einem geeigneten Werkzeug, dass in die Öffnung passte.
Auch gegen brachiale Gewalt würde es nicht lange Stand halten.
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